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Lernen an Stationen - Eine Möglichkeit kindgerechten Lernens

Title: Lernen an Stationen - Eine Möglichkeit kindgerechten Lernens

Seminar Paper , 2001 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sabine Föll (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Kinder denken und handeln unterschiedlich und nutzen die ihnen eigenen Strukturen, um zu lernen und zu arbeiten. Da in der Grundschule alle Kinder in ihrer gesamten Persönlichkeit gefördert und gefordert werden sollen, hat sich die Grundschule wie keine andere Schulform der Herausforderung gestellt, der Individualität der Kinder durch differenzierten Unterricht gerecht zu werden.1Doch wie soll dieser aussehen? Auf Grund von stetig wachsenden Klassengrößen sowie unterschiedlichen intellektuellen Voraussetzungen und Neigungen der Kinder ist es notwendig, Unterrichtsformen zu praktizieren, bei denen nicht mehr immer alle 30 Kinder auf die gleiche Person oder die gleiche Sache ausgerichtet sind, sondern auch öfters auf einen Partner oder eine Sache, einen Lerngegenstand.
Eine Möglichkeit, um u.a. diesem Anspruch gerecht zu werden, ist die Unterrichts-form „Lernen an Stationen“ (Stationenunterricht, Stationsarbeit, Lernzirkel...). Sie gilt im Unterschied zu Projektunterricht, Gruppenunterricht und Unterrichtsgespräch als „eine neue Form offenen Unterrichts, die ihre charakteristische Ausprägung erst in jüngster Zeit erfahren hat“.
In meiner Seminararbeit möchte ich sie etwas näher beschreiben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Grundidee

3. Ursprung und Entwicklung

4. Reformpädagogische Gedanken

5. Allgemeine Ziele

6. Einsatzmöglichkeiten

7. Chancen, Möglichkeiten und Risiken

8. Arbeitsmaterial

9. Organisation und Durchführung

10. Eigenverantwortliches, leistungsorientiertes und persönlichkeitsförderndes Lernen

11. „Symmetrische Figuren“ (Ein Praxisbeispiel)

11.1 Lernziele

11.2 Die Stationen

11.3 Ablauf

12. Nachwort

13. Literatur

14. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Unterrichtsform „Lernen an Stationen“ als Methode zur Förderung eines individualisierten, kindgerechten und eigenverantwortlichen Lernprozesses in der Grundschule. Ziel ist es, den konzeptionellen Rahmen sowie die praktische Umsetzung dieses offenen Unterrichtsansatzes aufzuzeigen.

  • Theoretische Grundlagen und reformpädagogische Herleitung
  • Didaktische Zielsetzungen und pädagogische Chancen
  • Anforderungen an die Gestaltung von Arbeitsmaterialien
  • Organisation und methodische Gestaltung des Unterrichts
  • Praktische Umsetzung anhand eines Unterrichtsbeispiels

Auszug aus dem Buch

11.2 Die Stationen

In dieser Unterrichtsstunde standen den Kindern sechs Stationen zur Auswahl, die sie beliebig bearbeiten konnten. Außerdem gab es für diejenigen, die mit diesen sechs Stationen fertig waren, noch eine Zusatzstation.

Station 1: An dieser Station sollten die Kinder ein Aufgabenblatt bearbeiten. Darauf waren Spiegelachsen mit „halbfertigen“ Figuren zu sehen. Diese sollten von den Kindern zu symmetrischen Figuren ergänzt werden. Zur Hilfe waren die Figuren auf kariertem Hintergrund abgebildet, so dass die Kinder beim Zeichnen die Kästchen abzählen konnten. Besonders schwierig waren die letzten beiden Figuren des Arbeitsblattes, da bei ihnen sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite der Spiegelachse Teile der Figur vorgegeben waren.

Ihr Ergebnis konnten die Kinder überprüfen, indem sie einen Spiegel auf die Spiegelachse legten und das im Spiegel sichtbare Bild mit ihrer gezeichneten Figur verglichen.

Station 2: Hier konnten die Kinder symmetrische Tastfiguren basteln. Dazu lagen Scheren, Samt- und Tapetenpapier sowie bunte Blätter aus. Die Kinder sollten sich nun ein Papier aussuchen, dieses einmal falten und dann Stücke am Rand ausschneiden. Klappten sie das Papier wieder auf, hatten sie eine symmetrische Figur. Diese wurde noch auf ein buntes Blatt geklebt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit differenzierter Unterrichtsformen in der Grundschule, um der wachsenden Heterogenität der Klassen gerecht zu werden.

2. Grundidee: Dieses Kapitel definiert das Stationenlernen als individualisierte Unterrichtsform, bei der Kinder selbstständig und in frei gewählter Abfolge an thematisch zentrierten Arbeitsstationen arbeiten.

3. Ursprung und Entwicklung: Es werden historische Vorläufer wie Freinets Arbeitsateliers, der Dalton-Plan und das „circuit training“ für den Bildungskontext reflektiert.

4. Reformpädagogische Gedanken: Die Arbeit begründet das Konzept durch die Anerkennung der kindlichen Eigenaktivität und Kreativität, orientiert an Montessoris Materialprinzipien.

5. Allgemeine Ziele: Zentrale Zielsetzungen wie die Wahlfreiheit in Bezug auf das Arbeitsangebot, die Sozialform und die Lernzeit werden als wesentliche Merkmale offener Unterrichtsformen herausgestellt.

6. Einsatzmöglichkeiten: Es wird dargestellt, wie die Methode die Berücksichtigung verschiedener Lernkanäle sowie ein fächerübergreifendes, entdeckendes Lernen unterstützt.

7. Chancen, Möglichkeiten und Risiken: Hier werden die pädagogischen Vorteile, wie die individuelle Förderung und Bewegungsfreiheit, den Herausforderungen, wie der Überprüfung des Lernfortschritts, gegenübergestellt.

8. Arbeitsmaterial: Das Kapitel skizziert Kriterien für lernwirksame Materialien, insbesondere im Hinblick auf Lehrerunabhängigkeit, Selbstkontrolle und Ästhetik.

9. Organisation und Durchführung: Die Bedeutung einer klaren Strukturierung durch Raumgestaltung, Laufzettel und definierte Phasen des Unterrichtsverlaufs wird betont.

10. Eigenverantwortliches, leistungsorientiertes und persönlichkeitsförderndes Lernen: Die Autorin legt dar, warum Stationenlernen die Selbstständigkeit und soziale Kompetenz der Kinder gezielt stärkt.

11. „Symmetrische Figuren“ (Ein Praxisbeispiel): Ein konkretes Beispiel aus einem Blockpraktikum illustriert die Vorbereitung und Durchführung einer Unterrichtsstunde zum Thema Symmetrie.

12. Nachwort: Die Autorin zieht ein positives Resümee ihrer Erfahrungen mit der Methode und äußert die Absicht, diese in ihrer zukünftigen Lehrtätigkeit weiter einzusetzen.

Schlüsselwörter

Lernen an Stationen, Grundschule, offener Unterricht, Eigenverantwortlichkeit, Symmetrie, Differenzierung, reformpädagogische Ansätze, Stationsarbeit, Lernzirkel, Individualisierung, Unterrichtsgestaltung, Schülerselbstkontrolle, soziale Kompetenz, ganzheitliches Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Unterrichtsform „Lernen an Stationen“ (auch Stationsarbeit oder Lernzirkel genannt) als Modell zur Individualisierung und Differenzierung im Grundschulunterricht.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung aus der Reformpädagogik, die organisatorische Planung, die Anforderungen an das Arbeitsmaterial sowie die didaktischen Ziele dieses Unterrichtsansatzes.

Was ist das primäre Ziel der Seminararbeit?

Ziel ist es, den Aufbau, die methodische Vielfalt und den Mehrwert von Stationenlernen für die Schülerinnen und Schüler aufzuzeigen sowie die praktische Umsetzbarkeit anhand eines konkreten Beispiels zu belegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird genutzt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener pädagogischer Fachquellen sowie der Reflexion einer eigenen, während eines Blockpraktikums durchgeführten Unterrichtseinheit.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert die reformpädagogischen Wurzeln, die Ziele, Chancen und Risiken der Methode, stellt Kriterien für gute Materialien auf und beschreibt detailliert die Vorbereitung und den Verlauf einer Unterrichtsstunde zum Thema Symmetrie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Stationenlernen, Differenzierung, Eigenverantwortlichkeit, offener Unterricht, Individualisierung und ganzheitliches Lernen.

Warum spielt die Selbstkontrolle eine so große Rolle im Konzept?

Die Selbstkontrolle ermöglicht es den Schülern, ihren eigenen Lernfortschritt eigenständig zu überprüfen, was die Lehrerunabhängigkeit fördert und den Kindern Sicherheit im Lernprozess gibt, ohne auf ständiges Feedback von außen angewiesen zu sein.

Wie wurde das Praxisbeispiel zu „Symmetrischen Figuren“ im Klassenzimmer organisiert?

Die Stationen wurden räumlich im Klassenzimmer verteilt, wobei einige an Tischen, andere an der Fensterbank oder am Boden stattfanden. Die Schüler nutzten Laufzettel zur Orientierung und Dokumentation ihres Bearbeitungsstandes.

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Details

Title
Lernen an Stationen - Eine Möglichkeit kindgerechten Lernens
College
University of Education Ludwigsburg
Course
Einführung in Ansätze eigenverantwortlichen, leistungsorientierten und persönlichkeitsfördernden Lernens
Grade
1,0
Author
Sabine Föll (Author)
Publication Year
2001
Pages
17
Catalog Number
V53503
ISBN (eBook)
9783638489416
ISBN (Book)
9783656770909
Language
German
Tags
Lernen Stationen Eine Möglichkeit Lernens Einführung Ansätze Lernens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Föll (Author), 2001, Lernen an Stationen - Eine Möglichkeit kindgerechten Lernens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53503
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