Das Bournout-Syndrom in Helferberufen anhand der Sozialen Arbeit


Hausarbeit, 2016

17 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Burnout-Syndrom
2.1. Entstehungsprozesse
2.2. Symptomatik und Folgen für die Betroffenen

3. Das Burnout-Syndrom in der Sozialen Arbeit

4. Präventions- und Interventionsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit
4.1. Individuelle Ebene
4.2. Ausbildung/Studium
4.3. Organisation/Institution
4.4. Soziale Ebene

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

7. Technische Quellen

1. Einleitung

In den Medien wird das Burnout-Syndrom immer wieder als Volkskrankheit der heutigen Stressgesellschaft tituliert. Auch die Krankenkassen beobachten ein Wachstum von circa 15% der Arbeitsunfähigkeitstage und führen diesen auf psychische Erkrankungen zurück. Vor allem sogenannte Helferberufe gelten dabei als Risikoberuf für das Burnout-Syndrom oder psychische Erkrankungen (vgl. Friedrich/Henningsen 2014, S. 142).

Die vorliegende Arbeit mit dem Titel „Das Burnout-Syndrom in Helferberufen am Beispiel der Sozialen Arbeit“ geht der Frage nach, warum gerade die Soziale Arbeit eine besondere Gefahrenquelle für Burnout darstellt und welche Präventions- und Interventionsmöglichkeiten sich im Umgang mit dem Syndrom anbieten.

Zunächst wird ein Definitionsversuch für den Begriff Burnout unternommen. Gleichzeitig werden die Probleme, welche das Syndrom mit sich bringt, dargelegt. Daraufhin werden verschiedene Ansätze bezüglich des Prozesses, innerhalb welchem sich Burnout entwickelt, vorgestellt. Anschließend werden sowohl die Symptomatik als auch die Folgen für die Betroffenen aufgeführt.

Nachfolgend wird das Risiko des Burnout-Syndroms auf die Soziale Arbeit übertragen. In diesem Rahmen werden Herausforderungen und Problemlagen herausgestellt, auf welche die Fachkräfte während ihres beruflichen Alltags treffen können.

Im Anschluss wird eine Auswahl an Präventions- und Interventionsmethoden genannt, welche auf die vier Bereiche individuelle Ebene, Studium/Ausbildung, Organisation/Institution und soziale Ebene bezogen werden.

Den Schluss bildet ein zusammenfassendes Fazit.

2. Burnout-Syndrom

Der Begriff „Burnout“, welcher in die deutsche Sprache übersetzt „ausbrennen“ bedeutet, wurde erstmalig im Jahre 1974 von dem amerikanischen Psychotherapeuten Freudenberger verwendet. Freudenberger beobachtete bei Therapeuten einer Drogenklinik sich ähnelnde Symptome, welche er auf eine Überbelastung der Tätigkeit in Pflegeberufen zurückführte. Erst in den 90er Jahren wurde das Burnout-Syndrom auch anderen Berufsgruppen zugeordnet (vgl. Friedrich/Henningsen 2014, S. 142 und Barth 2006, S. 83).

Das Burnout-Syndrom stellt aus medizinischer Sicht keine eigenständige Erkrankung dar. Auch in keinem der internationalen Klassifikationssysteme für (psychische) Erkrankungen, wie beispielweise dem DSM-5 (Diagnostic and Statistical Manuel of Mental Disorders) und dem ICD-10 (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) wird Burnout als eigenständiges Krankheitsbild aufgeführt. Im ICD-10 wird Burnout lediglich in Form einer Subkategorie verwandter Gesundheitsprobleme als „ein Problem der Lebensbewältigung (Zusatzcodierung: Z 73.0)“ (Friedrich/Henningsen 2014, S. 143) beschrieben. Auch wenn Burnout keine eigenständige Erkrankungsentität darstellt, gilt es „als Vorstufe von psychischen Erkrankungen“ (a.a.O., S. 142) und ist deshalb ernst zu nehmen (vgl. a.a.O., S. 142f.).

Neben der fehlenden Klassifikation führt zudem ein Mangel an Validitäts- und Reliabilitätskriterien dazu, dass eine klinische Diagnose nicht gestellt werden kann. Eine Erfassung wird derzeit nur mit Hilfe von Selbstbeurteilungsinstrumenten geboten, wodurch eine Bewertung durch Fremdeinschätzung verwehrt bleibt (vgl. Frierich/Henningsen 2014, S. 143).

Christina Maslach entwickelte im Jahr 1982 das „Maslach Burnout Inventory“ (MBI), welches nicht nur ein häufig genutztes Instrument zur Erfassung des Burnout-Syndroms darstellt, sondern auch einen Definitionsversuch liefert. Laut Maslach ist Burnout ein Syndrom, welches auf drei Dimensionen (Emotionale Erschöpfung, Dehumanisierung und Erleben von Misserfolg) basiert. Emotionale Erschöpfung meint, dass die betroffene Arbeitskraft eine emotionale Überbelastung verspürt, was sich auf die Interaktion mit anderen Menschen auswirkt. Dehumanisierung bedeutet, dass die betroffene Arbeitskraft eine negative Haltung gegenüber anderen beruflichen Kontaktpersonen entwickelt: „Die Menschen werden immer weniger als Personen […], sondern vielmehr als Objekte gesehen. Es entsteht eine negative, zynische Einstellung gegenüber den Hilfesuchenden, die oft dazu führt, dass man der Meinung ist, diese seien selber schuld an ihren Problemen und Schwierigkeiten und würden sie sogar verdienen“ (Barth 2006, S. 84). Die dritte und letzte Dimension, das Erleben von Misserfolg, bezieht sich auf eine Negation der eigenen Person. Die betroffene Arbeitskraft bewertet die eigenen Leistungen negativ, was sich kontraproduktiv auf die berufliche Tätigkeit auswirkt (vgl. Friedrich/Henningsen 2014, S. 143 und Barth 2006, S. 84).

Anders als Maslach sieht Cary Cherniss (1980) Burnout nicht als Syndrom, sondern als Resultat eines „transaktionalen Prozess[-es, der Verf.] […], der sich aus Arbeitsbelastung, Stress und psychologischer (Fehl-) Anpassung zusammensetzt“ (Barth 2006, S. 84).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Burnout ein berufsbezogenes Syndrom darstellt, welches vor allem aus einem Prozess der Überbelastung in Helferberufen resultiert. Hierbei ist zu beachten, dass Burnout nicht als eigenständige psychische Erkrankung gilt, sondern als Vorstufe psychischer Krankheitsbilder anzusehen ist.

2.1. Entstehungsprozesse

Das Burnout-Syndrom ist kein spontaner Zustand, sondern ein schleichender Prozess, bei welchem man ein „Endstadium von verschiedenen Zwischenstadien“ (Barth 2006, S. 85) unterscheiden kann (vgl. a.a.O.).

Cherniss geht von drei Stadien (Stress, Druck und defensive Bewältigung) aus, innerhalb welcher das Burnout-Syndrom entsteht. Als erstes Stadium führt Cherniss Stress auf. Stress entsteht durch „eine Unausgewogenheit zwischen Ressourcen und Anforderungen“ (Barth 2006, S. 84). Im zweiten Stadium (Druck) reagiert die betroffene Person emotional, in Form von negativen Gefühlen und Gedanken, auf die im ersten Stadium entstandene Unausgewogenheit. Im dritten Stadium, der defensiven Bewältigung, manifestieren sich diese Gefühle und Gedanken zu einer dauerhaften Einstellungsänderung, die sich im Verhalten der betroffenen Person widerspiegelt. In diesem Zuge kann sich beispielweise die Haltung gegenüber beruflichen Kontaktpersonen zum Negativen verändern (vgl. a.a.O.).

Auch Edelwich und Brodsky (1984) sind der Meinung, dass sich das Burnout-Syndrom über einen Prozess hinweg entwickelt. Sie nennen vier Stufen (Enthusiasmus, Stagnation, Frustration und Resignation), welche letztendlich zur fünften Stufe, dem Burnout, führen. Die erste Stufe ist dadurch gekennzeichnet, dass die betroffene Person ihrer beruflichen Tätigkeit enthusiastisch entgegentritt. In der zweiten Stufe weicht der anfängliche Enthusiasmus einem Gefühl der Stagnation, da die beruflichen Idealvorstellungen der betroffenen Person nicht mit den reellen Gegebenheiten übereinstimmen. Diese Stagnation führt in der dritten Phase zu einer Frustration, welche zur Folge hat, dass „das eigene Können oder der Sinn der gesamten […] Tätigkeit angezweifelt werden“ (Barth 2006, S. 85). Aufgrund dieses Zweifels kommt es meistens zu einer Resignation der Arbeitskraft. Diese äußert sich häufig in erhöhten Fehlzeiten. Die fünfte Stufe, das Burnout, wird durch eine andauernde Resignation ausgelöst. Edelwich und Brodsky betonen jedoch, dass das Erreichen einer Stufe nicht zwangsläufig zu Burnout führen muss, da der Prozess bei veränderten Bedingungen nicht nur zum Stillstand kommt, sondern auch rückwärts durchlaufen werden kann. Zudem kann der von Edelwich und Brodsky genannte Prozess wiederholt durchlaufen werden (vgl. a.a.O.)

Der Entstehungsprozess von Cherniss basiert genau wie der Ansatz von Edelwich und Brodsky darauf, dass Burnout eine Folge der Umwelt, beziehungsweise von Arbeitsüberlastung sei. Allerdings sind auch persönliche Variablen bei der Entstehung von Burnout von Bedeutung. Es wurden individuelle Unterschiede festgestellt, welche mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen der betroffenen Personen einhergehen. Neben demographischen Variablen, lassen sich personenspezifische Variablen als Hauptgruppen der Persönlichkeitsmerkmale nennen. Demographische Merkmale stellen Merkmale wie „Alter, Geschlecht, Familienstand, Bildungsniveau und Dienstalter“ (Maroon 2008, S. 46) dar, während mit personenspezifische Variablen beispielsweise eine individuelle Anfälligkeit für Burnout gemeint ist (vgl. a.a.O., S. 45f.).

Die meisten Betroffenen machen jedoch eine Arbeitsüberlastung für ihre Symptome verantwortlich. Dies lässt sich vor allem damit begründen, dass Burnout im Vergleich zu psychischen Erkrankungen, wie beispielweise Depressionen, in der Gesellschaft weniger zu einer Stigmatisierung führt, da Burnout schließlich ein Resultat harter Arbeit sei: „‚Ausbrennen‘ kann nur, wer vorher viel gearbeitet und für eine Sache ‚gebrannt‘ hat. Wer an einem Burnout-Syndrom leidet, der ist zum Opfer zermürbender und überfordernder Umstände geworden“ (Friedrich/Henningsen 2014, S. 143).

2.2. Symptomatik und Folgen für die Betroffenen

Die Symptomatik des Burnout-Syndroms ist sehr komplex und zudem schwierig in der Abgrenzung zu psychischen Erkrankungen. Vor allem die Symptome einer Depression, welche eine der wichtigsten Differenzialdiagnosen des Burnouts darstellt, lassen sich kaum von der Symptomatik des Burnouts differenzieren. Bianchi et al. konnten in einer Untersuchung bei acht der neun im DSM-5 aufgeführten Depressionskriterien keine Abgrenzung zu den Symptomen des Burnout-Syndroms aufweisen (vgl. Friedrich/Henningsen 2014, S. 144).

Neben der problematischen Abgrenzung zu psychischen Erkrankungen gilt Burnout als Vorstufe ebendieser, da das Syndrom ein hohes medizinisches Risiko sowohl für somatische als auch für psychische Erkrankungen mit sich bringt. Zudem ist eine erhöhte Arbeitsunfähigkeitsrate zu verzeichnen (vgl. Friedrich/Henningsen 2014, S. 143).

Das Auftreten und die Intensität der Symptome ist abhängig von der jeweiligen Phase des Entstehungsprozesses. Hierbei kann zwischen „moderat, partiell und temporär“ (Maroon 2008, S. 26) unterschieden werden. Ebenfalls bedingen individuelle Persönlichkeitsmerkmale nicht nur die Symptomatik, sondern auch die Reaktionen der Betroffenen auf ihr Wohlergehen (vgl. a.a.O.).

Buchka und Hackenberg (1987) führen drei Zustände auf, welche individuell verschieden auftreten können. Neben der körperlichen Erschöpfung nennen sie außerdem eine emotionale- und geistige Erschöpfung (vgl. Barth 2006, S. 85).

Laut Cherniss lassen sich fünf Kategorien herausbilden, nach welchen sich die Symptomatik der Betroffenen unterteilen lässt. So können sich Verhaltensweisen psychosomatisch (körperliche Beschwerden bedingt durch mentale Prozesse), psychisch-behavioristisch (beispielweise negative Gedanken die Arbeit betreffend), klientenbezogen (schlechte Haltung gegenüber den Klienten), kollegenbezogen (schlechte Haltung gegenüber den Kollegen) und interpersonell (Konflikte im sozialen Umfeld) äußern (vgl. Maroon 2008, S. 29f.). Das letzte Kriterium zeigt, dass sich die Beschwerden der Betroffenen nicht nur auf das Berufsleben beziehen. Burnout kann auch das Privatleben der Betroffenen beeinflussen, was sich beispielweise in Eheproblemen äußert. Somit führt das Burnout-Syndrom zu multidimensionalen Auswirkungen, welche auf alle Lebensbereiche der Betroffenen einwirken.

3. Das Burnout-Syndrom in der Sozialen Arbeit

Freudenberger geht davon aus, dass das Burnout-Syndrom vorwiegend in Helferberufen vorzufinden ist. Auch andere Theoretiker beziehen sich in ihren Theorien oftmals auf diese Berufsgruppe.

Die Ergebnisse einer Online-Befragung, welche Rosemarie Karges mit dem Ziel eines Überblicks der Beschäftigungssituation von Sozialarbeitern/Sozialarbeiterinnen durchführte, zeigten, dass Burnout im Bereich der Sozialen Arbeit häufig vorkommt. Insgesamt 71,2% der Mitarbeiter/-innen freier Träger und 81% der Sozialarbeiter/-innen öffentlicher Träger gaben an, bereits mit Burnout in ihrem beruflichen Umfeld in Kontakt getreten zu sein (vgl. Karges 2011, S. 9). Doch wieso sind gerade Beschäftige in der Sozialen Arbeit diejenigen, welche oftmals von Burnout betroffen sind? Im Folgenden werden einige Herausforderungen dargestellt, welchen die Fachkräfte in ihrem beruflichen Alltag ausgesetzt sind. Hierbei ist zu beachten, dass diese Herausforderungen zwar Burnout begünstigen, aber nicht zwangsläufig dazu führen müssen.

Da es sich bei der Sozialen Arbeit um die Arbeit mit Menschen handelt, benötigen die Fachkräfte neben fachlichem Wissen ein hohes Maß an sozialen Kompetenzen, wie beispielweise Empathie (vgl. Speer 2013, S. 13). Die Fachkräfte können sich bei dieser Beziehungsarbeit neben finanziellen Ressourcen und rechtlichen Rahmenbedingungen anders als in vielen anderen Berufsgruppen an keinem anderen Arbeitsmittel als der eigenen Person bedienen, wodurch im wichtigem Maße Selbst- und Fremdreflexion gefragt ist. Dies führt dazu, dass die Sozialarbeiter/-innen zugleich als menschliches Subjekt und werkzeughaftes Objekt fungieren, was eine Spannung und ein damit verbundenes Gefühl von Misserfolg auslösen kann (vgl. Krauß 2012, S. 720f.). Übertragen auf die drei von Cherniss genannten Stadien würde dies bedeuten, dass sich die Fachkraft im zweiten Stadium (Druck) befindet, da eine emotionale Reaktion auf die Unausgewogenheit zwischen Anforderungen und Ressourcen erfolgt. Würde die Fachkraft diesem Stadium weiterhin ausgesetzt sein, könnte dies zu einer dauerhaften Einstellungsänderung und damit verbunden zu Burnout führen. Hierbei sind zudem vor allem die personenspezifischen Merkmale von Bedeutung, da jede Person eine andere Kompetenz in Bezug auf Selbst- und Fremdreflexion besitzt.

Cherniss zweites Stadium lässt sich jedoch auch darauf beziehen, dass die Soziale Arbeit abhängig von rechtlichen und finanziellen Vorschriften ist, wodurch sie „zu einem dynamischen Vorgang, der Entwicklung und kontinuierlichen Aneignungen von fachlichen, organisationalen und politisch-administrativen Verfahren“ (Merchel 2012, S. 188) wird. Die restriktiven Vorschriften können bei den Fachkräften zu einem Gefühl der Hilflosigkeit führen, da oftmals nicht die (zeitlichen und finanziellen) Ressourcen zur Verfügung stehen, welche bei der Arbeit mit den Klienten/Klientinnen benötigt werden. Zudem ist die Arbeitskraft eine Art Marionette der Politik und Träger, als welche sie sich nicht selbst bei Entscheidungsfragen einbringen kann. Das kann wiederum zu Enttäuschungen führen. Maroon bezeichnet dies als eine Sisyphusarbeit, da die Fachkräfte „die gleichen Fälle immer wieder bearbeiten, obwohl sie zu keiner Lösung gelangen“ (Maroon 2008, S. 82).

Ausgehend von der Klientel kann es auch zu Herausforderungen für die Fachkräfte kommen. Aufgrund der Arbeit mit Menschen tragen die Fachkräfte eine hohe Verantwortung, welche zu einer verspürten Angst führen kann, da sich falsche Entscheidungen oder nicht ausreichendes Intervenieren mit gravierenden Folgen auf die Klientel auswirken können (vgl. Alle 2012, S. 215). Zudem kann es während der Zusammenarbeit mit dem Klienten/der Klientin zu unvorhersehbaren Rückschritten kommen, weil die Entwicklungsprozesse individuell und somit nicht gradlinig verlaufen. Die Fachkraft hat neben einem knapp bemessenen zeitlichen Rahmen keine geeignete Methode zur Verfügung, welche sich auf alle Klienten/Klientinnen gleichermaßen anwenden lässt. Deshalb ist eine kontinuierliche Anpassung des Arbeitsprozesses nötig, was zu einer Frustration führen kann. Hinzu kommt, dass die Klientel in häufigen Fällen die Hilfe der Fachkräfte nicht freiwillig in Anspruch nimmt. Aufgrund dessen ist eine Bereitschaft zur Mitarbeit nicht immer gegeben, was sich negativ auf die Einstellung der Fachkräfte bezüglich der Klientel auswirken kann (vgl. Schlee 2012, S. 12 und Maroon 2008, S. 81).

Eine weitere Schwierigkeit ist, dass eine Evaluation des Arbeitsprozesses in der Sozialen Arbeit kaum möglich ist, da die „meisten sozialen Dienste […] keine Kriterien zur Beurteilung der Behandlungserfolge“ (Maroon 2008, S. 82) entwickelt haben. Dies bedeutet für die Fachkräfte, dass eine aussagekräftige Rückmeldung bezüglich ihrer Arbeitsweise ausbleibt. Aufgrund dessen werden kaum Erfolgserlebnisse verspürt, was sich laut Maslach negativ auf die Haltung zur eigenen Person und somit auf die Arbeitsweise auswirken kann.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Das Bournout-Syndrom in Helferberufen anhand der Sozialen Arbeit
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Soziale Arbeit als gute Arbeit
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
17
Katalognummer
V535103
ISBN (eBook)
9783346126917
ISBN (Buch)
9783346126924
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Burnout, Soziale Arbeit, Helferberuf, kollegiale Beratung, Prävention, Intervention, Burnout-Syndrom
Arbeit zitieren
Janina Heinig (Autor), 2016, Das Bournout-Syndrom in Helferberufen anhand der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535103

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