Die Beschäftigung mit der Sozialstruktur Deutschlands geht mit der Frage nach den institutionellen Mechanismen, die die Gesellschaft prägen und ordnen, einher. Einer der entscheidenden Faktoren, die konstitutiv auf die Gesellschaftsstruktur wirkt, scheint in dem Mechanismus der Macht zu liegen, der überall anzufinden ist, wo soziale Interaktionen zum Tragen kommen.
Der Anspruch ist einerseits, das gesellschaftliche Machtpotenzial und dessen Auswirkungen auf den Körper, als auch die Auswirkungen des Körpers auf die Gesellschaftsstrukturen zu untersuchen.
Mithilfe der in diesem Feld bereits aufgestellten soziologisch-philosophischen Theorien soll versucht werden, die Position des Körpers in der Sozialstruktur der Gesellschaft auszuloten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Warum der Körper?
- Body Turn: Der Körper als Gegenstand der Soziologie
- Haben und Sein: Der Körper als Kulturgegenstand
- Was ist der Körper?
- Ein Produkt der Gesellschaft
- Der zivilisierte Körper
- Der disziplinierte Körper
- Ein Produzent von Gesellschaft
- Der dramaturgische Körper
- Der spürbare Körper
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Relevanz des Körpers in der gesellschaftlichen Sozialstruktur und untersucht das Machtpotenzial der Gesellschaft und dessen Auswirkungen auf den Körper sowie umgekehrt, wie der Körper die Gesellschaftsstrukturen beeinflusst. Mithilfe soziologisch-philosophischer Theorien wird die Position des Körpers in der Sozialstruktur beleuchtet.
- Der Body Turn in der Soziologie
- Der Körper als Kulturgegenstand und seine Doppelheit von „Haben“ und „Sein“
- Der Körper als Produkt und Produzent der Gesellschaft
- Die verschiedenen Facetten des Körpers in der soziologischen Analyse
- Die Machtstrukturen, die den Körper prägen
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Körpers in der Sozialstruktur Deutschlands und stellt die Notwendigkeit der Analyse des Körpers als einflussreichen Faktors in der Gesellschaft dar. Die Arbeit argumentiert, dass der Körper sowohl ein Produkt als auch ein Produzent gesellschaftlicher Machtstrukturen ist.
Warum der Körper?
Body Turn: Der Körper als Gegenstand der Soziologie
Dieser Abschnitt erörtert den Body Turn in der Soziologie, der den Körper als theoretische Kategorie und konstitutives Element des Sozialen etabliert hat. Die Bedeutung des Körpers für die Analyse sozialer Phänomene wird hervorgehoben.
Haben und Sein: Der Körper als Kulturgegenstand
Hier wird das Verhältnis zwischen Mensch und Körper anhand von Helmuth Plessners Konzept der „Positionalität“ beleuchtet. Der Körper als Kulturgegenstand wird im Kontext der Doppelheit von „Haben“ und „Sein“ beschrieben.
Was ist der Körper?
Ein Produkt der Gesellschaft
Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit der gesellschaftlichen Prägung des Körpers, insbesondere im Hinblick auf den „zivilisierten“ und den „disziplinierten“ Körper.
Ein Produzent von Gesellschaft
Dieser Abschnitt erörtert die Rolle des Körpers als Produzent von Gesellschaft, indem er den „dramaturgischen“ und den „spürbaren“ Körper analysiert.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit sind: Körper, Sozialstruktur, Macht, Body Turn, Kultur, Zivilisation, Disziplin, Dramaturgie, Körperlichkeit, Gesellschaft, Soziales, Positionalität, Haben, Sein.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter dem "Body Turn" in der Soziologie?
Der Body Turn bezeichnet einen theoretischen Wendepunkt in der Soziologie, bei dem der Körper als zentrale theoretische Kategorie und konstitutives Element des Sozialen etabliert wurde.
Wie hängen Macht und Körper in der Gesellschaft zusammen?
Die Arbeit untersucht, wie gesellschaftliche Machtstrukturen den Körper prägen (z. B. durch Disziplinierung), aber auch, wie der Körper selbst als Produzent von Macht und Gesellschaft wirkt.
Was bedeutet das Konzept von "Haben" und "Sein" nach Helmuth Plessner?
Es beschreibt die doppelte Positionalität des Menschen: Er "ist" sein Körper (Leibsein) und er "hat" seinen Körper gleichzeitig als ein Objekt (Körperhaben), das er instrumentalisieren kann.
Inwiefern ist der Körper ein Produkt der Gesellschaft?
Der Körper gilt als Produkt, wenn er durch soziale Normen "zivilisiert" oder durch Institutionen "diszipliniert" wird, um in die bestehende Sozialstruktur zu passen.
Was ist der Unterschied zwischen einem zivilisierten und einem dramaturgischen Körper?
Während der zivilisierte Körper das Ergebnis gesellschaftlicher Formung ist, bezieht sich der dramaturgische Körper auf die aktive Rolle des Körpers bei der Selbstdarstellung und Interaktion in sozialen Situationen.
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- Patrizia Rossi (Author), 2010, Body Turn. Zur Revelanz des Körpers in der gesellschaftlichen Sozialstruktur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535190