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Ist die Strafrechtstheorie des Paul Johann Anselm von Feuerbach noch zeitgemäß?

Título: Ist die Strafrechtstheorie des Paul Johann Anselm von Feuerbach noch zeitgemäß?

Trabajo de Investigación (Colegio) , 2018 , 20 Páginas , Calificación: 13

Autor:in: Anonym (Autor)

Derecho - Filosofía, Sociología e Historia del Derecho
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Die Facharbeit befasst sich mit der Frage, ob die Straftheorie Anselm von Feuerbachs noch zeitgemäß ist und in der heutigen Rechtspraxis und Gesetzgebung Anwendung findet. Als wesentliche Grundlagen für die Untersuchung dienen die Theorie vom psychologischen Zwang und Feuerbachs Gedanken zur Rechtsstaatlichkeit. Auch Feuerbachs Naturrechtsverständnis wird erläutert. Anschließend wird an dem Fall der Kudamm-Raser gezeigt, dass seine Zwangstheorie nur bedingt mit der Rechtsprechung in Einklang zu bringen ist, da Gerichte Urteile nicht aufgrund der dadurch entstehenden Abschreckungswirkung fällen. Die moderne Strafgesetzgebung orientiert sich jedoch an dem Gedanken des psychologischen Zwangs und versucht durch verschärfte Gesetze eine generalpräventive Wirkung zu erreichen, was sich ebenfalls am Fall der Kudamm-Raser nachweisen lässt. Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der Strafzwecktheorie. Hier zeigt sich, dass Feuerbachs Straftheorien Eingang in die moderne Vereinigungstheorie gefunden haben. Auch das Rückwirkungverbot und der damit verbundene Rechtsgrundsatz „nullum crimen, nulla poena sine lege“, haben ihren Ursprung in Feuerbachs Lehren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Lebenslang für Kudamm-Raser: Überzogene Härte oder gerechtfertigte Abschreckungsmaßnahme?

2. Prävention, Abschreckung und Rechtsstaatlichkeit: Die Strafrechtslehre Feuerbachs

2.1 Naturrecht bei Anselm von Feuerbach

2.2 Abschreckung durch Strafandrohung: Die Theorie vom psychologischen Zwang

2.3 Keine Strafe ohne Gesetz: Das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit bei Feuerbach

3. Die Bedeutung Anselm von Feuerbachs für das moderne Strafrecht

3.1 Der Fall der Ku’Damm Raser: Abschreckung durch härtere Strafen?

3.2 Das Rückwirkungsverbot

3.3 Über Sinn und Zweck der Strafe: Die Vereinigungstheorie

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Facharbeit untersucht die Aktualität der Strafrechtstheorie von Paul Johann Anselm von Feuerbach, insbesondere im Hinblick auf die Theorie vom psychologischen Zwang, und analysiert deren Anwendung sowie Bedeutung in der zeitgenössischen deutschen Rechtsprechung und Gesetzgebung anhand praktischer Beispiele.

  • Grundlagen der Strafrechtslehre Feuerbachs und sein Naturrechtsverständnis
  • Die Lehre vom psychologischen Zwang als Instrument der Generalprävention
  • Rechtsstaatliche Prinzipien und das Rückwirkungsverbot
  • Analyse des "Kudamm-Raser"-Falls im Kontext strafrechtlicher Abschreckung
  • Feuerbachs Einfluss auf die moderne Vereinigungstheorie im Strafrecht

Auszug aus dem Buch

1. Lebenslang für Kudamm Raser: Überzogene Härte oder gerechtfertigte Abschreckungsmaßnahme?

Dieser Fall sorgte für hohe mediale Aufmersamkeit: Zwei junge Männer verabreden sich spontan zu einem Autorennen und liefern sich ein rücksichtsloses Straßenrennen durch die Berliner Innenstadt. Unter Missachtung jeglicher Verkehrsregeln rasen sie mit 170 km/h über den Kufürstendamm. Bis ihre irrsinnige Fahrt nach wenigen Minuten ein verhängnisvolles Ende findet. Einer der Raser stößt frontal mit einem PKW zusammen, der gerade in eine Ampelkreuzung einfährt und schleudert diesen 70 Meter durch die Luft. Der Fahrer des PKW’s ist sofort tot.

Das Landgericht Berlin hatte über diesen Fall zu urteilen und hat in seiner Sitzung vom 27. Februar 2017 nach 18 Verhandlungstagen für Recht erkannt: Beide Angeklagte werden wegen gemeinschaftlich begangenen Mordes zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Ein Urteil, das innerhalb Deutschlands große Aufmerksamkeit erzielte und heftige Debatten unter Juristen auslöste. Denn es handelte sich bei dieser Urteilsfindung um einen absoluten Präzedenzfall. Nach der Argumentation des Landgerichts handelten die Angeklagten bedingt vorsätzlich, was eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung, wie in der bisherigen Rechtspraxis bei derartigen Fällen geurteilt wurde, unmöglich machte. Die Angeklagten waren also, weil sie einen Menschen mit gemeingefährlichen Mitteln töteten, als Mörder zu bestrafen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Lebenslang für Kudamm-Raser: Überzogene Härte oder gerechtfertigte Abschreckungsmaßnahme?: Dieses Kapitel führt in den Fall der Berliner "Kudamm-Raser" ein und beleuchtet die erste richterliche Entscheidung zur Verurteilung wegen Mordes vor dem Hintergrund der präventiven Wirkung von Strafen.

2. Prävention, Abschreckung und Rechtsstaatlichkeit: Die Strafrechtslehre Feuerbachs: Hier werden die theoretischen Grundlagen Feuerbachs, insbesondere das Naturrecht, der psychologische Zwang und die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit, detailliert erarbeitet.

3. Die Bedeutung Anselm von Feuerbachs für das moderne Strafrecht: Dieses Kapitel prüft die Relevanz von Feuerbachs Thesen anhand des Kudamm-Raser-Falls, des Rückwirkungsverbots und der Vereinigungstheorie in der heutigen Rechtswirklichkeit.

4. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Feuerbachs Thesen, insbesondere der Gedanke der Generalprävention, weiterhin wesentliche Bestandteile des modernen Strafrechts und der Gesetzgebung sind.

Schlüsselwörter

Strafrechtstheorie, Anselm von Feuerbach, psychologischer Zwang, Generalprävention, Rechtsstaatlichkeit, nullum crimen nulla poena sine lege, Rückwirkungsverbot, Kudamm-Raser, Mord, Vereinigungstheorie, Strafgesetzgebung, Rechtsphilosophie, Bestimmtheitsgebot, Analogieverbot, Strafzweck.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwieweit die historischen Strafrechtstheorien von Paul Johann Anselm von Feuerbach im modernen deutschen Strafrecht noch Anwendung finden und zeitgemäß sind.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Theorie vom psychologischen Zwang, das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit, das Rückwirkungsverbot sowie die heutige Bedeutung von Generalprävention.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, dass Feuerbachs Lehren, wie der psychologische Zwang, trotz modernerer Ansätze weiterhin einen essenziellen Einfluss auf die aktuelle Gesetzgebung ausüben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche und historisch-analytische Arbeit, die theoretische Konzepte mit aktueller Rechtsprechung und Gesetzgebung vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Feuerbachschen Lehre, deren Anwendung am konkreten Beispiel der Kudamm-Raser und die Einordnung in die moderne Vereinigungstheorie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Generalprävention, psychologischer Zwang, Rechtsstaatlichkeit und das Rückwirkungsverbot.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit der Feuerbachschen Abschreckungstheorie?

Der Autor zeigt auf, dass die Abschreckungswirkung in der Strafzumessung individuell kaum eine Rolle spielt, jedoch als Motivationsgrundlage für den Gesetzgeber bei der Schaffung neuer Straftatbestände weiterhin zentral ist.

Welchen Einfluss hatte das BGH-Urteil im Kudamm-Raser-Fall auf die Thesen der Arbeit?

Das BGH-Urteil unterstreicht, dass Gerichte den Fokus eher auf die Einzelfallgerechtigkeit legen müssen, was die Anwendung des psychologischen Zwangs als alleiniges Strafmaß relativiert.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Ist die Strafrechtstheorie des Paul Johann Anselm von Feuerbach noch zeitgemäß?
Calificación
13
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
20
No. de catálogo
V535323
ISBN (Ebook)
9783346138019
Idioma
Alemán
Etiqueta
strafrechtstheorie paul johann anselm feuerbach
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2018, Ist die Strafrechtstheorie des Paul Johann Anselm von Feuerbach noch zeitgemäß?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535323
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