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Die Entwicklung der Honorifikation im Japanischen

Titre: Die Entwicklung der Honorifikation im Japanischen

Dossier / Travail de Séminaire , 2019 , 13 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Daniel Balle (Auteur)

Orientalisme / Sinologie - Lettres, Langues et Civilisation Japonaises (LLCE Japonais)
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Wie viele andere Sprachen auch, verfügt das Japanische über ein System der Honorifikation. Dabei weißt das Japanische Honorifikationen auf, die dem deutschen Muttersprachler so nicht bekannt sind. In der folgenden Arbeit soll auf die Entwicklung der Honorifikation im Japanischen eingegangen werden. Dabei soll vor allem die Zeit vom Altjapanischen (OJ) ab dem 8. Jhd. n. Chr. bis zum modernen Japanischen (MdJ), das ab dem 17. Jhd. eingesetzt hat, beleuchtet werden. Es soll auf verschiedene Klassen und Muster von Honorifikation eingegangen werden. Bezug genommen wird hier vor allem auf die Arbeit von Traugott und Dasher, welche in ihrem Werk Regularity In Semantic Change sich intensiv mit der Entwicklung der Honorifikation im Japanischen auseinandergesetzt haben. Des Weiteren fließen auch noch Gedankengänge von weiteren Autoren wie z.B. Brown und Levinson in diese Arbeit mit ein. Um die nachfolgenden Erläuterungen dieser Arbeit verständlich zu machen, müssen einführend zuerst ein paar Begriffe erklärt werden, damit die Theorie über die Entwicklung der Honorifikation im Japanischen verständlich wird. Begonnen wird dabei mit den Sozialdeixis.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführende Begriffserklärung

1.1. Sozialdeixis

1.2. CDE und CSE

1.3. Referenten Honorifikation und Adressaten Honorifikation

2. Klassen und Muster der Honorifikation im Japanischen

2.1. Klassen

2.2. Muster

3. Entwicklung der Referent Honorifikation

4. Entwicklung der Adressaten Honorifikation

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachhistorische Entwicklung des japanischen Honorifikationssystems, insbesondere den Übergang von der Referenten- zur Adressatenhonorifikation. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie sich durch semantische Veränderungsprozesse (Grammatikalisierung) innerhalb verschiedener sprachlicher Kontexte (CDE und CSE) die Ausprägung von Höflichkeitsformen im Japanischen vom Altjapanischen bis zum modernen Japanisch gewandelt hat.

  • Grundlagen der Sozialdeixis und sprachliche Kontextualisierung (CDE/CSE)
  • Klassifizierung von Honorifikationsformen (RESP/HUMIL)
  • Phasen der Entwicklung von Referenten-Honorifikation
  • Mechanismen des Übergangs zu Adressaten-Honorifikation
  • Rolle der Subjektivierung und Intersubjektivierung im Sprachwandel

Auszug aus dem Buch

1. Einführende Begriffserklärung

Wie viele andere Sprachen auch, verfügt das Japanische über ein System der Honorifikation. Dabei weißt das Japanische Honorifikationen auf, die dem deutschen Muttersprachler so nicht bekannt sind In der folgenden Arbeit soll auf die Entwicklung der Honorifikation im Japanischen eingegangen werden. Dabei soll vor allem die Zeit vom Altjapanischen (OJ) ab dem 8. Jhd. n. Chr. bis zum modernen Japanischen (MdJ), das ab dem 17. Jhd. eingesetzt hat, beleuchtet werden. Es soll auf verschiedene Klassen und Muster von Honorifikation eingegangen. Bezug genommen wird hier vor allem die Arbeit von Traugott und Dasher, welche in ihrem Werk Regularity In Semantic Change sich intensiv mit der Entwicklung der Honorifikation im Japanischen auseinandergesetzt haben. Des Weiteren fließen auch noch Gedankengänge von weiteren Autoren wie z.B. Brown und Levinson in diese Arbeit mit ein. Um die nachfolgenden Erläuterungen dieser Arbeit verständlich zu machen, müssen einführend zuerst paar Begriffe erklärt werden, damit die Theorie über die Entwicklung der Honorifikation im Japanischen verständlich wird. Begonnen wird dabei mit den Sozialdeixis.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführende Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen wie Sozialdeixis sowie die Konzepte von CDE (Conceptualized Described Event) und CSE (Conceptualized Speech Event), die für das Verständnis der japanischen Honorifikation essenziell sind.

2. Klassen und Muster der Honorifikation im Japanischen: Hier werden die Kategorien der respektvollen (RESP) und erniedrigenden (HUMIL) Honorifikation eingeführt sowie das vierstufige Modell der sprachhistorischen Entwicklung dargelegt.

3. Entwicklung der Referent Honorifikation: Dieses Kapitel beschreibt den historischen Prozess, in dem Items von einer nicht-honorifizierenden Bedeutung hin zu einer referentenbezogenen Honorifikation (RefHon) reiften.

4. Entwicklung der Adressaten Honorifikation: Hier wird der Übergang von der Referenten- zur Adressatenhonorifikation (AdHon) analysiert, wobei der dominante Pfad von der erniedrigenden zur höflichkeitsorientierten Form (HUMIL > POL) hervorgehoben wird.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die Honorifikation einem klaren stufenweisen Entwicklungsmuster folgt, das durch zunehmende Subjektivierung und Intersubjektivierung gekennzeichnet ist.

Schlüsselwörter

Japanisch, Honorifikation, Sozialdeixis, Sprachwandel, Referenten-Honorifikation, Adressaten-Honorifikation, CDE, CSE, Höflichkeit, Grammatikalisierung, Subjektivierung, Intersubjektivierung, Altjapanisch, Pragmatik, Semantik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sprachhistorische Entstehung und Ausdifferenzierung des japanischen Systems der Honorifikation unter pragmatischen und semantischen Gesichtspunkten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Theorie der Sozialdeixis, die Klassifizierung von Höflichkeitsformen in RESP und HUMIL sowie die historischen Entwicklungspfade dieser sprachlichen Marker.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch semantische Prozesse über Jahrhunderte hinweg aus ursprünglich nicht-honorifizierenden Ausdrücken ein hochkomplexes System der sozialen Deixis entstanden ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-linguistische Analyse, die primär auf dem Modell von Traugott und Dasher (Regularity In Semantic Change) basiert und durch Konzepte von Brown und Levinson ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung, die Differenzierung zwischen Referenten- und Adressatenhonorifikation sowie die detaillierte Darstellung der diachronen Entwicklung dieser Sprachformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Honorifikation, Sozialdeixis, Sprachwandel, Referenten-Honorifikation (RefHon) und Adressaten-Honorifikation (AdHon).

Wie unterscheidet sich die Referenten- von der Adressatenhonorifikation?

Während sich die Referentenhonorifikation auf den Status einer dritten Person oder des Referenten im CDE bezieht, markiert die Adressatenhonorifikation direkt das soziale Verhältnis zum Gesprächspartner.

Was bedeutet das vierstufige Muster der Entwicklung?

Das Modell beschreibt den Prozess von einer neutralen Bedeutung (Stufe I) über die Entstehung der RefHon (Stufe II) bis hin zur Etablierung als AdHon, bei der das Item direkt auf das CSE verweist (Stufe IV).

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Résumé des informations

Titre
Die Entwicklung der Honorifikation im Japanischen
Université
University of Constance
Note
1,3
Auteur
Daniel Balle (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
13
N° de catalogue
V535531
ISBN (ebook)
9783346124487
ISBN (Livre)
9783346124494
Langue
allemand
mots-clé
Pragmatik Japan Entwicklung Japanisch Honorifikation Honorification Deixis Sozialdeixis Brown Levinson Höflichkeit Höflichkeitsformen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Daniel Balle (Auteur), 2019, Die Entwicklung der Honorifikation im Japanischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535531
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Extrait de  13  pages
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