Das Unbehagen in den sozialen Medien. Auswirkungen der sozialen Medien auf Kultur und Freiheit unter Bezugnahme auf Freud und Kymlicka


Hausarbeit (Hauptseminar), 2019

28 Seiten, Note: 1,7


Inhaltsangabe oder Einleitung

Dass eine Kultur neurotisch sein kann, ist ein interessanter Gedanke, denn es ist eigentlich die Kultur mit ihren Regeln und Vorgaben, welche dem Individuum die individuelle Freiheit nimmt, seine Triebe zu befriedigen und es so zur Neurose führt. Freud zufolge ist die individuelle Freiheit daher kein Kulturgut. Wenn es nun aber technische Möglichkeiten gibt, die dem Individuum Freiheiten zurückgeben seine Triebe zu befriedigen, stellt sich die Frage, wie sich dies auf die Kultur auswirkt. In der nachfolgenden Arbeit soll genau dieser Frage nachgegangen werden, wie sich mittels des Internets respektive der sozialen Medien neue Freiheiten für Individuen äußern und ob diese positive oder negative Auswirkungen auf die Kultur haben. Zeigt sich in dieser Entwicklung, dass der Mensch nur durch das Aufrechterhalten einer Kultur friedlich leben kann, weil in ihr Regeln herrschen, die ihm Halt geben und ihn von einem animalischen, instinktgetriebenen Wesen abgrenzen?

In seinem Werk "Das Unbehagen in der Kultur" spricht Freud am Ende davon, ob es möglich sei, dass Kulturen aufgrund der Kulturstrebungen ‚neurotisch‘ werden können. Bei einer Beobachtung der heutigen gesellschaftlichen Diskussionen, wie sie zurzeit in den sozialen Medien stattfinden, könnte sich dieser Eindruck bestätigen. Diese Diskussionen sind geprägt durch einen rauen Ton, wo schnell beleidigende Worte fallen und ‚Fake-News‘ verbreitet werden. Es wäre dabei ein Trugschluss anzunehmen, dass sich diese virtuellen Diskussionen nicht auch auf die reale Gesellschaft auswirken. So wurde digitale Fehlinformation vom Weltwirtschaftsforum als eine der Hauptbedrohungen für die menschliche Gesellschaft eingestuft. Es scheint, als würde sich die etablierte demokratische Kultur mit ihren Regeln und Werten im Umbruch, wenn nicht sogar in der Auflösung befinden. Dies wird bedingt durch die neuen Möglichkeiten der Kommunikation, welche durch die Online-Medien, hervorgegangen sind. Es kann sich hier jeder frei äußern und eine neue, größere Öffentlichkeit erreichen, um sich und seiner Meinung Gehör zu verschaffen. Dies scheint im ersten Moment gut für eine demokratische Kultur zu sein, da es für das Individuum leichter ist an der öffentlichen Diskussion teilzunehmen und so mehr Freiheit herrscht. Doch hat diese Freiheit wirklich nur positive Auswirkungen auf die Kultur?

Details

Titel
Das Unbehagen in den sozialen Medien. Auswirkungen der sozialen Medien auf Kultur und Freiheit unter Bezugnahme auf Freud und Kymlicka
Hochschule
Universität Konstanz
Note
1,7
Autor
Jahr
2019
Seiten
28
Katalognummer
V535534
ISBN (eBook)
9783346119391
ISBN (Buch)
9783346119407
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Freud, Sigmund Freud, Unbehagen, Kulturen, Kymlicka, soziale Medien, Freiheit, Ich, Es, Unbewusste, Einwanderungsgesellschaft, Miteinander, Medien, Filterblase, Onlinediskussion, ichbinhier, Framing, Confirmation Bias
Arbeit zitieren
Daniel Balle (Autor), 2019, Das Unbehagen in den sozialen Medien. Auswirkungen der sozialen Medien auf Kultur und Freiheit unter Bezugnahme auf Freud und Kymlicka, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535534

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