Im Erstleseunterricht ist also die Auswahl einer geeigneten Fibel von höchster Bedeutung. Anhand vieler vorhandener Kriterien ist es schwierig eine passende Fibel zu finden, gerade da oft emotionale Entscheidungspunkte mit einfließen. Man wird beeinflusst von den Illustrationen, den Texten und hat sich vielleicht bereits vorher für eine bestimmte Methode entschieden.
In dieser Analyse werde ich versuchen, die „Fara und Fu 1 Fibel“ anhand eines bestimmten Kriterienkataloges objektiv zu bewerten und heraus zu finden, wie geeignet das Leselehrwerk für den Erstleseunterricht ist.
Die Wahl ist aus persönlichen Gründen auf die Fara und Fu Fibel gefallen. In meiner Grundschulzeit habe ich mit diesem Leselehrwerk das Lesen und Schreiben erlernt. Dabei haben mich Fara und Fu begleitet und geprägt. Nun empfinde ich es als besonders interessant mit meinem neuen Wissen aus dem Seminar „Anfangsunterricht und Schriftspracherwerb“ zu analysieren, wie das Leselehrwerk dabei vorgeht, Erstlesern das Lesen und Schreiben beizubringen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Aufbau der Fibel
3. Zusatzmaterialien
4. Die didaktische und methodische Konzeption
4.1 Das Leselehrverfahren
4.2 Die Graphemfolge
4.3 Übungsformen
4.4 Bildungsplan
5. Inhaltsanalyse
5.1 Wir fangen an
5.2 In der Schule
5.3 Nach der Schule
5.4 Was uns Spaß macht
5.5 Freunde
5.6 Tag und Nacht
5.7 Mitdenken – mitmachen
5.8 Gesundheit
5.9 Erstaunliches
5.10 Ich – du – wir
5.11 Lesen – lesen – lesen
5.12 Durch das Jahr
6. Layout und Grafik
7. Sprache
a) Phonologische Einfachheit und kombinatorische Repräsentanz
b) Syntaktische Kombinierbarkeit
c) Semantische Klarheit und Repräsentanz
d) Pragmatische Relevanz
8. Fächerübergreifende Ansätze
9. Zusammenfassung
10. Quellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die „Fara und Fu 1 Fibel“ (2013) im Hinblick auf ihre didaktische Eignung für den Erstleseunterricht. Ziel ist es, das verwendete Schlüsselwortverfahren, die inhaltliche Struktur der Kapitel sowie die sprachlichen und methodischen Konzepte auf Basis fachwissenschaftlicher Kriterien zu bewerten.
- Didaktik und methodische Konzeption des Leselehrwerks
- Analyse der Inhaltskapitel und Themenwelten
- Untersuchung von Layout, Grafik und Sprachgestaltung
- Bezug zum Bildungsplan und fächerübergreifende Ansätze
Auszug aus dem Buch
4.1 Das Leselehrverfahren
Das Schlüsselwortverfahren des Leselehrgangs führt Schritt für Schritt an die Buchstaben heran. Somit wird sicheres, strukturiertes und kindgerechtes Lesen und Schreiben erlernt. Der Leselehrgang geht von sinnvollen, sprachlich ganzen Wörtern aus, die gleich am Anfang der Fibel ganzheitlich eingeführt werden, so z. B. „FARA“ und „FU“. Dies ist ein Merkmal des analytisch-synthetischen Verfahrens. Auf den ersten Seiten können nur kurze, einzelne Wörter, meist Eigennamen, eingeführt werden. Auf den darauf folgenden Seiten wird aber immer mehr Material gebildet, welches durch die bereits eingeführten Grapheme schon bekannt ist oder auf der jeweiligen Seite neu erlernt wird. (Urbanek 1987: 38)
Die Wörter werden somit wechselnd eingeführt:
a) Synthetisierend – und also „erlesend“ […]
b) Ganzheitlich – und also schematisierend […], (Menzel 1987: 59) also das die Wörter mit bereits bekannten Buchstaben oder Buchstabengruppen erlesen werden.
„Beide Verfahren, das synthetische und das analytische, machen zu Beginn der Lehrgänge immer nur einen Aspekt der Sprache deutlich, das synthetische Verfahren den phonologischen Aspekt, das analytische Verfahren den semantischen Aspekt. Sowohl beim einzelheitlichen als auch beim ganzheitlichen Verfahren lernen die Kinder damit zunächst etwas Falsches für die Schriftsprache.“
Dies ist der Hauptgrund, warum sich das methodenintegrierte Verfahren immer mehr Beliebtheit erfreut: es fördert das sinnentnehmende Lesen von Anfang an. Durch sinnvolle, spannende und natürliche Texte wird die Motivation der Kinder immens gefördert. (Menzel 1987: 59)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Erläutert die Bedeutung der Fibelauswahl für den Erstleseunterricht und stellt die Motivation hinter der Analyse der „Fara und Fu 1 Fibel“ dar.
2. Aufbau der Fibel: Beschreibt die äußere Gestaltung, das Format und die strukturelle Anordnung der Inhalte sowie die Funktionen der Hauptfiguren Fara und Fu.
3. Zusatzmaterialien: Beleuchtet die Rolle von Lernschatzheften, Handpuppen und Arbeitsheften zur Unterstützung des Lernprozesses.
4. Die didaktische und methodische Konzeption: Analysiert das Schlüsselwortverfahren, die Graphemfolge sowie die Passung zum Bildungsplan.
5. Inhaltsanalyse: Bietet einen detaillierten Überblick über die thematischen Kapitelinhalte von der Schule über Freizeit bis hin zum jahreszeitlichen Verlauf.
6. Layout und Grafik: Bewertet die visuelle Gestaltung und deren motivierende Wirkung auf die Leselernenden.
7. Sprache: Untersucht die sprachlichen Anforderungen hinsichtlich Phonologie, Syntax, Semantik und Pragmatik.
8. Fächerübergreifende Ansätze: Zeigt auf, wie die Inhalte der Fibel Anknüpfungspunkte für den Sachunterricht bieten.
9. Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und zieht ein positives Fazit über die Konzeption der Fibel.
10. Quellen: Listet die verwendete Fachliteratur sowie Internetressourcen auf.
Schlüsselwörter
Erstleseunterricht, Fara und Fu, Fibelanalyse, Schlüsselwortverfahren, Schriftspracherwerb, Leselehrverfahren, didaktische Konzeption, Unterrichtsmaterialien, Grundschule, Lesemotivation, Graphemfolge, Sprachförderung, Bildungsplan, Inhaltsanalyse, Silbenmethode.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit analysiert das Lehrwerk „Fara und Fu 1 Fibel“ im Hinblick auf seine didaktische Struktur und Eignung für den Erstleseunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Untersuchung deckt die didaktische Konzeption, die Inhaltsanalyse der Kapitel, die grafische Gestaltung sowie die sprachwissenschaftliche Einordnung ab.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist eine objektive Bewertung der Fibel anhand eines Kriterienkataloges, um festzustellen, wie das Werk Erstleser beim Erwerb der Lese- und Schreibfähigkeit unterstützt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Es handelt sich um eine analytische Untersuchung unter Einbeziehung fachdidaktischer Literatur und der Anforderungen des Bildungsplans für die Grundschule.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der Aufbau der Fibel, die methodische Konzeption, die inhaltliche Analyse der Kapitel sowie die sprachlichen Anforderungen und fächerübergreifende Aspekte detailliert dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Erstleseunterricht, Schlüsselwortverfahren, Schriftspracherwerb, Didaktik und Fibelanalyse.
Wie werden Fara und Fu in der Fibel eingesetzt?
Fara und Fu fungieren als motivierende Identifikationsfiguren, die die Kinder durch die gesamte Fibel begleiten und auch in Handpuppenform im Unterricht genutzt werden können.
Welche Rolle spielen die hellgrauen Texte in der Fibel?
Diese Texte dienen als Differenzierungsmaterial für unterschiedliche Leistungsniveaus und bieten sowohl starken Schülern als auch Kindern mit Deutsch als Zweitsprache zusätzliche Anregungen.
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- Anonym (Autor:in), 2019, Die Fibel als didaktisches Medium. Fibelanalyse von "Fara und Fu", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535673