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Von der "res publica libera" zum "novus status" - Octavians Weg zur Alleinherrschaft

Title: Von der "res publica libera" zum "novus status" - Octavians Weg zur Alleinherrschaft

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniel Mielke (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Hausarbeit hat sich zum Ziel gesetzt, Caius Octaviaus’ [im Folgenden: Octavian] Politikwandel zu erläutern, welcher für die Errichtung des Prinzipats unumgänglich war. Somit ist gleichsam eine Analyse des Zweiten Triumvirats nötig, welche im2.Kapitel erfolgt, um Probleme aufzuzeigen, denen es zu begegnen galt. Hier werden besonders Spannungen sowohl resultierend aus den Veteranendeduktionen als auch den Proskriptionen eigens behandelt, die Octavian noch lange verfolgen sollen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Das Zweite Triumvirat als schweres innenpolitisches Erbe

3. Von „pietas“ zu „clementia“

3.1. Sieg über Sextus Pompeius

3.2. Octavian als vaterländischer Patron

4. Endkampf der Potentaten – von Actium zum „novus status“

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den politischen Wandlungsprozess des jungen Octavian, der für die Etablierung des Prinzipats als zentral erachtet wird. Dabei wird analysiert, wie Octavian durch das Instrumentarium des Zweiten Triumvirats und eine gezielte propagandistische Auseinandersetzung mit Marcus Antonius seine Machtbasis festigte und einen Übergang von der instabilen „res publica libera“ hin zu einer neuen, verfassungsrechtlich verhüllten Alleinherrschaft vollzog.

  • Analyse der innenpolitischen Belastungen durch das Zweite Triumvirat und die Proskriptionen
  • Die Rolle der „pietas“ und „clementia“ in der politischen Legitimationsstrategie Octavians
  • Militärische und propagandistische Instrumentalisierung der Auseinandersetzung mit Sextus Pompeius und Antonius
  • Die Bedeutung des Treueids als Mittel zur Mobilisierung der italienischen Unterstützung
  • Der Übergang zur neuen Staatsordnung („novus status“) im Kontext republikanischer Traditionen

Auszug aus dem Buch

3.1. Sieg über Sextus Pompeius

Nach dem Sieg im „bellum Siculum“ hatte Octavian seine binnenitalische/-römische Politik fortan hauptsächlich an der „clementia“ ausgerichtet, um explizit die Aristokratie mit sich zu versöhnen. So nimmt es nicht Wunder, dass er 36 versprach, die Republik wiederherzustellen, was aber genau wie entsprechende Ankündigungen Antonius’ lediglich propagandistischen Zwecken diente, die öffentliche Meinung zu gewinnen. Der im Vertrag von Misenum getroffene Ausgleich war nicht in der Lage, sich dauerhaft zu etablieren, denn schon bald kam es erneut zu Konflikten zwischen dem jungen Caesar und Sex. Pompeius, wobei jener anfangs sich noch behaupten konnte.

Octavian vermochte 38 nicht, Sizilien zu erobern und schließlich die pompeianische Seeherrschaft zu brechen. Der Triumvir hatte erhebliche Verluste zu beklagen und beauftragte einen seiner treuesten Paladine, Marcus Vipsanius Agrippa [im Folgenden: Agrippa], Vorbereitungen für eine neue Schlacht zu treffen, nachdem Octavians Unzulänglichkeiten in puncto maritimer Kriegsführung sich offenbart hatten. Dieser machte sich im Rahmen seines 37 beginnenden Konsulats sofort an die Planung. „Er bewies dabei Energie und Erfindungsgabe wie kaum einer seiner Generation. Die von ihm zu leistende Arbeit war schwer, denn er mußte eine große Flotte abgeschirmt gegen die die italische Westküste beherrschenden Pompeius aus dem Boden stampfen. An vielen Plätzen ließ er Schiffe bauen, konzentrierte aber seine Anstrengungen auf Kampanien.“

An dieser Stelle bleibt zu vermuten, dass Caesars Nachfolger den Vertrag von Misenum wahrscheinlich dazu benutzte, den Krieg vorzubereiten, welcher im Überlaufen des Pompeianers Menodoros sein Fanal hatte, der Sardinien, Korsika samt drei Legionen jenem überantwortete. Im Gegenzug nahm Sex. Pompeius die Blockade wieder auf. Octavian wusste um die direkte Abhängigkeit hinsichtlich der Getreideversorgung, weshalb eine permanente Bedrohung in Person des „Seeräubers“ inakzeptabel war. Weiterhin konnte Italien als Hausmacht gewonnen werden, sofern die „Piraterie“ ihr Ende fand, weshalb schließlich der Krieg zum „italischen Schicksalskampf“ stilisiert wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, den Politikwandel Octavians zu erläutern, der für die Errichtung des Prinzipats notwendig war, und gibt einen Überblick über die behandelten Etappen von der Triumviratszeit bis zum neuen Staatsstatus.

2. Das Zweite Triumvirat als schweres innenpolitisches Erbe: Dieses Kapitel analysiert die gewaltsame Entstehung und die strukturellen Probleme des Triumvirats, insbesondere die Spannungen durch Proskriptionen und Veteranenansiedlungen, die Octavians politische Ausgangslage belasteten.

3. Von „pietas“ zu „clementia“: Hier wird der Prozess der politischen Konsolidierung durch den Sieg über Sextus Pompeius und die stärkere Ausrichtung auf die Rolle als „vaterländischer Patron“ beschrieben, wodurch Octavian seinen Rückhalt in Italien ausbaute.

4. Endkampf der Potentaten – von Actium zum „novus status“: Dieses Kapitel behandelt das Ende des Triumvirats und die gezielte propagandistische Demontage des Marcus Antonius, die in der entscheidenden Schlacht bei Actium und dem Übergang zum Prinzipat mündete.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie Octavian durch die Rückbesinnung auf Traditionen („mos maiorum“) und den feierlichen Staatsakt von 27 v. Chr. seine Herrschaft als notwendiges „neues Regime in altem Gewand“ legitimierte.

Schlüsselwörter

Octavian, Augustus, Prinzipat, Zweites Triumvirat, Res publica, Marcus Antonius, Bürgerkrieg, Sextus Pompeius, Propaganda, Consensus universorum, Mos maiorum, Machtpolitik, Actium, Innenpolitik, Staatsordnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den politischen Wandel des jungen Octavian (späterer Augustus) und analysiert, wie er ausgehend von einer unsicheren Machtposition innerhalb eines Dreimännerbündnisses den Übergang von einer gewaltsamen Triumviratsherrschaft zur stabilen Ordnung des Prinzipats erreichte.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die politische Propaganda, die Bedeutung militärischer Siege für die innenpolitische Legitimierung, der Umgang mit der traditionellen römischen Aristokratie sowie die geschickte Instrumentalisierung republikanischer Formen zur Etablierung einer neuen monarchischen Ordnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie Octavian durch ein ständiges Agieren innerhalb der vermeintlichen republikanischen Traditionen (unter dem Deckmantel des „mos maiorum“) eine de facto autokratische Machtstellung begründen konnte, die von den Zeitgenossen als Wiederherstellung des Freien Staates akzeptiert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten historisch-analytischen Methode, die auf den Quellen der klassischen Antike (z.B. Res Gestae) sowie auf modernen fachwissenschaftlichen Monographien (z.B. Jochen Bleicken, Ronald Syme) aufbaut.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der Lasten des Zweiten Triumvirats, die Analyse des Sieges über Sextus Pompeius als Wendepunkt zur Innenpolitik sowie den Endkampf gegen Antonius, der als Kampf zwischen zwei politischen Systemen stilisiert wurde.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit ist stark geprägt von den Begriffen „pietas“, „clementia“, „consensus universorum“, „novus status“ und „mos maiorum“, die alle maßgebliche Rollen in Octavians Strategie spielten.

Warum war der „Treueid“ für Octavian so entscheidend?

Der Treueid ermöglichte es Octavian, sich von einem bloßen Triumvirn zu einem vom italienischen Volk direkt mandatierten Oberbefehlshaber zu transformieren, was seine Position gegenüber Antonius legalisierte und das Militär persönlich an ihn band.

Welche Rolle spielte das Testament des Marcus Antonius?

Das Testament fungierte als propagandistisches Werkzeug, das Octavian nutzte, um Antonius als Verräter an römischen Werten und als willenloses Instrument der ägyptischen Königin Kleopatra darzustellen, was die öffentliche Meinung in Rom endgültig gegen ihn einnahm.

Warum wird der „novus status“ als „neues Regime in altem Gewand“ bezeichnet?

Diese Bezeichnung spiegelt wider, dass Augustus zwar faktisch eine Alleinherrschaft ausübte, diese jedoch bewusst in die Formen der traditionsreichen Republik kleidete, um den Anschein zu wahren, er sei lediglich ein „vornehmster Kollege“ innerhalb des Senatsgefüges.

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Details

Title
Von der "res publica libera" zum "novus status" - Octavians Weg zur Alleinherrschaft
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Geschichte)
Course
"Custode rerum Caesare" - Kaiser Augustus und der Beginn der römischen Kaiserzeit
Grade
1,7
Author
Daniel Mielke (Author)
Publication Year
2005
Pages
30
Catalog Number
V53571
ISBN (eBook)
9783638489867
ISBN (Book)
9783656812760
Language
German
Tags
Octavians Alleinherrschaft Custode Caesare Kaiser Augustus Beginn Kaiserzeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Mielke (Author), 2005, Von der "res publica libera" zum "novus status" - Octavians Weg zur Alleinherrschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53571
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