Ziel dieser Arbeit ist es, den Risikomanagement-Prozess aus der ISO 31000:2009 und einige dafür benötigte Methoden zu erklären und anhand des Beispiels eines mittelständischen Unternehmens zu erläutern. Abschließend soll der Risikomanagement-Prozess bewertet werden. Dabei werden zuerst einige grundlegende Begriffe zu dem Thema erklärt. Im Hauptteil wird der Prozess Schritt für Schritt erläutert und mit Beispielen versehen. Abschließend erfolgt eine kritische Würdigung.
Bedingt durch die fortschreitende Globalisierung wird sich die aktuelle Wettbewerbssituation verschärfen. Durch die enge Vernetzung in Folge der neuen Kommunikationsmittel, sind viele Risiken gewachsen und vielschichtiger geworden. Ein funktionierendes und vorausschauendes Risikomanagement ist unter diesen Voraussetzungen für das Fortbestehen von Organisationen und Unternehmen wichtiger denn je. Aber nicht nur aus ökonomischen Beweggründen richten immer mehr Unternehmen ein Risikomanagement ein. Für viele Unternehmensformen besteht durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz seit 01.05.1998 auch die rechtliche Verpflichtung dazu. Um einen geordneten Rahmen für das Risikomanagement vorzugeben, hat die International Organization for Standardization (ISO) die Norm 31000:2009 veröffentlicht, welche Grundsätze und Verfahren für das Risikomanagement beinhaltet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundsätze
2.1 Risiko
2.2 Risikomanagement
3. ISO 31000 und der Risikomanagement-Prozess
3.1 Vorstellung der Beispielfirma XYZ GmbH
3.2 Risikomanagement-Prozess
3.3 Zusammenhang herstellen
3.4 Risikoidentifikation
3.5 Risikoanalyse
3.6 Risikobewertung
3.7 Risikobewältigung
3.8 Überwachung und Risikokommunikation
4. Fazit und kritische Würdigung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit hat zum Ziel, den Risikomanagement-Prozess nach der ISO 31000:2009 zu erläutern und dessen praktische Anwendung anhand eines fiktiven mittelständischen Unternehmens aus der Automobilzulieferindustrie zu demonstrieren, um schließlich eine kritische Bewertung des Prozesses vorzunehmen.
- Grundlagen des Risikomanagements und Risikodefinitionen
- Strukturierung des ISO 31000 Risikomanagement-Prozesses
- Methoden der Risikoidentifikation, -analyse und -bewertung
- Praktische Umsetzung in einem Fallbeispiel (XYZ GmbH)
- Risikobewältigungsstrategien und Überwachungsmaßnahmen
Auszug aus dem Buch
Risikoidentifikation
Der erste Schritt in der Risikobeurteilung ist die Risikoidentifikation. Ziel dabei ist es alle für das Unternehmen oder die Organisation relevanten Risiken aufzuspüren. Damit bildet die Risikoidentifikation die Basis für das gesamte Risikomanagement und verfügt damit über eine Schlüsselrolle, da sie äußerst wichtig für das Gelingen und die effiziente Risikoprävention ist.16
Ein wichtiges Instrument für die Risikoidentifikation sind sogenannte Frühwarnsysteme, die den Anwendern rechtzeitig über bestimmte Frühwarnindikatoren, wie beispielsweise Zinssätze, Konjunkturschwankungen oder Fluktuation in Managementpositionen, latente Risiken signalisieren.
Frühwarnsysteme sorgen dafür, dass noch genügend Zeit für die nachfolgenden Schritte im Risikoprozess bleibt. Eine Methode der Risikoidentifikation mithilfe derer speziellere Risiken für bestimmte Geschäftsbereiche ermittelt werden können, sind die Checklisten. Problematisch hierbei ist allerdings, dass damit meist nur Risiken identifiziert werden, die bereits in der Vergangenheit in ähnlicher Form aufgetreten sind. Um neue Risiken zu identifizieren, mit denen sich die Organisation bisher nicht beschäftigt hat, eignen sich Kreativtechniken, wie beispielsweise das Brainstorming, Brainwriting oder die 365-Methode.17
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Risikomanagements vor dem Hintergrund der Globalisierung und gesetzlicher Anforderungen und definiert den Aufbau sowie das Ziel der Arbeit.
2. Theoretische Grundsätze: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis, indem die Begriffe „Risiko“ und „Risikomanagement“ aus verschiedenen Blickwinkeln definiert und systematisiert werden.
3. ISO 31000 und der Risikomanagement-Prozess: Im Hauptteil wird der ISO 31000 Prozess detailliert erläutert und die theoretischen Erkenntnisse werden auf das Fallbeispiel der XYZ GmbH angewendet.
4. Fazit und kritische Würdigung: Das Fazit fasst die Bedeutung systematischer Risikomanagement-Prozesse zusammen und reflektiert kritisch über Ressourcenbindung und Fehlerrisiken bei der Anwendung des Standards.
Schlüsselwörter
Risikomanagement, ISO 31000, Risikoanalyse, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikobewältigung, Frühwarnsysteme, Fehlerbaumanalyse, FMEA, Risikokommunikation, Risikodiagramm, XYZ GmbH, Risikoprävention, Unternehmensrisiken, Projektmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Implementierung und Anwendung eines systematischen Risikomanagement-Prozesses basierend auf der Norm ISO 31000:2009.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Risikobegriffs, die einzelnen Phasen des ISO 31000 Prozesses sowie deren praktische Anwendung in einem Unternehmenskontext.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den Risikomanagement-Prozess nach ISO 31000 verständlich zu erklären und dessen Anwendung sowie Wirksamkeit anhand eines Fallbeispiels zu bewerten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Neben der Literaturrecherche zum Risikomanagement werden qualitative Methoden wie die Szenariotechnik, Fehlerbaumanalyse und FMEA zur Risikobeurteilung im Fallbeispiel eingesetzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Beispielfirma XYZ GmbH und die schrittweise Anwendung der ISO 31000 Prozessphasen, von der Kontextbestimmung bis hin zur Überwachung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Risikomanagement, ISO 31000, Risikoanalyse, Risikobewertung, Fehlerbaumanalyse und FMEA definiert.
Wie unterscheidet sich das Vorgehen bei der XYZ GmbH bei neuen Technologien?
Da die Fertigung vernetzter Luftfedern Neuland für die Firma ist, setzt das Projektteam auf die Szenariotechnik und Brainstorming, um Risiken bei unbekannten Entwicklungsprojekten frühzeitig zu identifizieren.
Welche Schwächen zeigt die Risikoprioritätszahl (RPZ) laut der Arbeit auf?
Die Arbeit weist darauf hin, dass die RPZ bei „Low-Probability-High-Consequence-Risks“ versagen kann, da diese aufgrund einer niedrigen RPZ vernachlässigt werden könnten, obwohl sie aufgrund ihrer hohen Auswirkungen kritisch sind.
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- Nils Steinbrecher (Autor), 2018, Risikomanagement nach der ISO 31000. Prozess und Methoden, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535754