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Feministische Exegese zu Genesis 12-25. Sara und Hagar

Title: Feministische Exegese zu Genesis 12-25. Sara und Hagar

Term Paper , 2018 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Mandy Mary (Author)

Theology - Biblical Theology
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In der folgenden exegetischen Hausarbeit zu Genesis 12-25 wird erarbeitet, inwieweit die Erzählung von Sara und Hagar mit Abraham mit der Aussage von Luise Schottroff übereinstimmt: "Auch ist das Zusammenleben von (Ehe-)Frauen mit unterschiedlichem Status eine ständige Quelle von Eifersuchtsdramen. Kinderlosigkeit oder eine zu geringe Zahl an Söhnen bedeuten für Frauen eine existentielle Erschütterung ihres Selbstbewusstseins." Sara und Hagar werden hierbei das Hauptaugenmerk sein und nicht Abraham. Hierbei handelt es sich um eine feministische Exegese. Als Bibeltext wird, wenn nicht anders angegeben, die revidierte Elberfelder Übersetzung von 2008 verwendet.

Die Erzählung von Sara und Hagar ist Teil der Erzväter-, Väter-, Patriarchen-Erzählungen beziehungsweise Erzelternerzählungen in Genesis 12-36. Die Erzelternerzählungen umfassen die Erzählungen von Abraham und Sara, die in Genesis 12-25 stehen, Isaak und Rebekka aus Genesis 24-26 und Jakob mit Lea beziehungsweise Rahel, die die Erzählungen in Genesis 27-36 umfassen. Diese Erzählungen berichten vom Ursprung des Volkes Israels und sind in Form von Familiengeschichten niedergeschrieben. Sie berichten von den Stammesvätern mit ihren Familien.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Zielsetzung

2. Einordnung in die Erzväter- / Erzelternerzählungen

2.1 Übersicht der Erzelternerzählungen

2.2 Entstehung der Erzelternerzählungen im Pentateuch

2.2.1 Geschichtsschreibung und Geschichtenerzählen

2.2.2 Grundmodelle zur Erklärung der Entstehung des Pentateuchs

2.2.3 Das klassische Pentateuchmodell

2.3 Die Erzelternerzählungen aus der Sicht der feministischen Theologie

3. Vorstellung der biblischen Personen Sara und Hagar

3.1 Die Geschichte in Genesis 12 – 25

4. Exegese zu Genesis 12 – 25

4.1 Stammbaum

4.2 Traditionen im Alten Orient

4.2.1 Kinderlosigkeit und Verfügung über das Kind der Sklavin

4.2.2 Erstgeborenen Recht und Erbberechtigung

4.2.3 Sklaven und Sklavinnen

4.2.4 Sklavenflucht

4.3 Das problematische Verhältnis zwischen Sara und Hagar

4.3.1 Sara

4.3.2 Hagar

4.4 Verheißungen für Isaak und Ismael

4.4.1 Isaak

4.4.2 Ismael

5. Fazit

5.1 Bezug zur Zielsetzung

5.2 Persönliche Bemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die biblische Erzählung von Sara und Hagar in Genesis 12-25 im Rahmen einer feministischen Exegese zu analysieren und dabei die Rolle der Frauen, im Gegensatz zu rein patriarchalen Lesarten, in den Mittelpunkt der Untersuchung zu stellen.

  • Feministische Exegese der Erzelternerzählungen
  • Analyse der Rivalität zwischen Sara und Hagar
  • Bedeutung der Unfruchtbarkeit im Alten Orient
  • Theologische Einordnung der Verheißungen für Isaak und Ismael
  • Kritische Reflexion der Rolle von Frauenfiguren im Alten Testament

Auszug aus dem Buch

4.3.2 Hagar

In Genesis 16,1 wird Hagar das erste Mal namentlich genannt. I. Fischer folgert aus der Begrifflichkeit „ägyptische Magd“, dass sie eine der Sklavinnen war, die der Pharao Abraham als Brautpreis für Sara, in Genesis 12,16, gegeben hatte.36

Hagar wird von Sara benutzt, um ihr Problem der Unfruchtbarkeit zu lösen. Da Hagar eine unfreie Frau und ihrer Herrin unterstellt ist, kann Sara frei über sie verfügen. Sie gibt ihrem Mann Abraham Hagar zur Zeugung eines Nachkommens. Diese Leihmutterschaft macht Hagar aber nicht zum „willenlosen Objekt der Erzeltern. Als sie schwanger wird, wird sie zum Subjekt (V4b).“37 Denn, als sie bemerkt, dass sie schwanger ist, ändern sich die Rollen von Sara und Hagar: „Als sie [Hagar] aber sah, dass sie schwanger war, da wurde ihre Herrin [Sara] gering in ihren Augen.“ (Gen 16,4) „Sie fügt sich nicht in die Rolle eines willfährigen Werkzeugs zur Sicherung der Nachkommenschaft, sondern wird sich ihrer neuen Bedeutung bewusst und schaut nun auf ihre unfruchtbare Herrin herab.“38

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Definition des Forschungsziels, die Rolle von Sara und Hagar in den Vordergrund der Exegese zu stellen.

2. Einordnung in die Erzväter- / Erzelternerzählungen: Theoretische Rahmung durch die Pentateuchforschung und die feministische Perspektive auf Familienerzählungen.

3. Vorstellung der biblischen Personen Sara und Hagar: Zusammenfassung der biblischen Erzählung in Genesis 12-25 als Grundlage der Analyse.

4. Exegese zu Genesis 12 – 25: Detaillierte Untersuchung der altorientalischen Traditionen, des Verhältnisses der Frauen zueinander und der Nachkommensverheißungen.

5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage zur Relevanz der Frauenfiguren in den Erzelternerzählungen.

Schlüsselwörter

Sara, Hagar, Genesis, feministische Exegese, Erzelternerzählungen, Pentateuch, Unfruchtbarkeit, Leihmutterschaft, Ismael, Isaak, Abraham, Verheißung, JHWH, Altes Testament, Rivalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der exegetischen Untersuchung der biblischen Erzählungen um die Frauen Sara und Hagar in Genesis 12-25, wobei eine feministische Perspektive eingenommen wird.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Rollen von Sara und Hagar, das altorientalische Verständnis von Kinderlosigkeit und Nachfolge sowie die Bedeutung der Nachkommensverheißungen für Isaak und Ismael.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Erzählungen der Vätergeschichte kritisch zu hinterfragen und die Frauenfiguren nicht als Randfiguren, sondern als zentrale Akteurinnen in der Geschichte des Gottesvolkes zu betrachten.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit nutzt die Methode der feministischen Exegese, basierend auf der Forschung von Irmtraud Fischer, um Texte des Alten Testaments neu zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historisch-theologische Einordnung, die Vorstellung der Charaktere, die Analyse von altorientalischen Traditionen (wie Sklaverei und Erbrecht) sowie die spezifische Exegese des Verhältnisses zwischen Sara und Hagar.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind feministische Theologie, Erzelternerzählungen, Leihmutterschaft, soziale Hierarchien und göttliche Verheißung.

Welche Rolle spielt die Sklavin Hagar in der Analyse?

Die Autorin hebt hervor, dass Hagar durch ihre Schwangerschaft vom Objekt zum Subjekt der Erzählung wird und als einzige Frau eine direkte persönliche Nachkommensverheißung durch JHWH erfährt.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Sara?

Sara wird einerseits als Opfer patriarchaler Strukturen (durch Abraham) beschrieben, andererseits zeigt sie in ihrer Verzweiflung und Eifersucht gegenüber Hagar ein aktives, wenn auch moralisch problematisches Verhalten.

Warum wird der Begriff "Erzelternerzählungen" verwendet?

Die Autorin übernimmt diesen Begriff von I. Fischer, um zu verdeutlichen, dass Frauen (die Stammesmütter) eine ebenso zentrale Rolle bei der Entstehung des Volkes Israel spielten wie die Väter.

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Details

Title
Feministische Exegese zu Genesis 12-25. Sara und Hagar
College
Karlsruhe University of Education  (Evangelische Theologie)
Course
Frauen in der Bibel
Grade
2,0
Author
Mandy Mary (Author)
Publication Year
2018
Pages
22
Catalog Number
V535834
ISBN (eBook)
9783346121790
ISBN (Book)
9783346121806
Language
German
Tags
Sara Hagar Feministisch Exegese Genesis Erzelternerzählungen Erzvätererzählungen Pentateuch Traditionen Sklave Verheißung Isaak Ismae
Product Safety
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Quote paper
Mandy Mary (Author), 2018, Feministische Exegese zu Genesis 12-25. Sara und Hagar, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535834
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