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Traumatisierte Kinder und Jugendliche in der Schule. Was brauchen sie und wie können sie unterstützt werden?

Am Beispiel von zwei traumpädagogischen Konzepten

Título: Traumatisierte Kinder und Jugendliche in der Schule. Was brauchen sie und wie können sie unterstützt werden?

Trabajo Escrito , 2019 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Trabajo social
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Diese Arbeit möchte sich nicht nur der klinischen Sicht auf Traumata und davon betroffenen Kindern und Jugendlichen widmen, sondern auch der Frage nachgehen, warum der Einbezug traumpädagogischer Konzepte in der Schule für diese jungen Menschen so wichtig ist und wie sie durch jene Konzepte unterstützt und gehalten werden können.

Dem Umfang der Ausarbeitung entsprechend sollen jedoch lediglich zwei dieser Konzepte nachfolgend Beachtung finden: das Konzept des guten Grundes und das Konzept der Schule als sicherer Ort. Zunächst soll jedoch im anschließenden zweiten Abschnitt der Begriff "Trauma" an sich beleuchtet werden. In jenem Kapitel sollen sich zudem mögliche traumatischen Erfahrungen Kinder und Jugendlicher, sowie deren Schutz- und Risikofaktoren wiederfinden. Im Anschluss wird das Kapitel drei ausschließlich die hohen Belastungen junger Geflüchteter zeigen, in dem Trauma in Form der sequenziellen Traumatisierung als psychosozialer Prozess gedacht und veranschaulicht wird. Der 4. Punkt beinhaltet dann die Diagnosen sowie Symptome und Verhaltensweisen traumatisierter Kinder und Jugendlicher im Schulalltag.

Abschließend werden die erarbeiteten Punkte nochmals dargestellt und stringent zusammengefasst.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Trauma

2.1 Traumatische Erfahrungen

2.2 Risiko- und Schutzfaktoren

3 Trauma als psychosozialer Prozess am Beispiel geflüchteter Kinder und Jugendlicher

4 Welche Symptome können betroffene Kinder im (Schul-)Alltag zeigen?

4.1 Diagnosen

4.2 Symptome und Verhaltensweisen

5 Traumapädagogische Konzepte in der Schule

5.1 Konzept 1: der gute Grund

5.2 Konzept 2: die Schule als sicherer Ort

6 Schlussfolgerung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Relevanz und praktischen Anwendung traumpädagogischer Ansätze im schulischen Alltag, um traumatisierte Kinder und Jugendliche besser zu verstehen und professionell zu unterstützen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie Lehrkräfte durch eine traumapädagogische Haltung den schulischen Alltag für betroffene Schülerinnen und Schüler als sicheren Raum gestalten können, um ihnen trotz belastender Erfahrungen Bildung und emotionale Stabilität zu ermöglichen.

  • Grundlagen des Traumabegriffs sowie Identifikation von Risiko- und Schutzfaktoren.
  • Analyse des Prozesses der sequenziellen Traumatisierung am Beispiel geflüchteter Kinder.
  • Darstellung spezifischer Symptome und Verhaltensweisen traumatisierter Kinder im Unterricht.
  • Erörterung und Vergleich der traumpädagogischen Konzepte "Der gute Grund" und "Die Schule als sicherer Ort".

Auszug aus dem Buch

5.1 Konzept 1: der gute Grund

Die zentrale Grundhaltung des traumpädagogischen Konzepts des „guten Grundes“ impliziert, dass das Verhalten von Kindern und Jugendlichen vor dem Hintergrund der bisherigen Biografie in Kombination mit seinem/ihrem inneren Erleben stets sinnvoll ist. In diesem Zusammenhang wird häufig auch von der „Subjektlogik“ gesprochen. Im Zuge eines traumatischen Prozesses haben die betroffenen Kinder für sie wertvolle, überlebenswichtige Verhaltensstrategien entwickelt - sie hatten in früheren Kontexten also eine wichtige, schützende Funktion. Jedes Verhalten entstammt zudem mehr oder minder bewussten Bedürfnissen, sowie Wünschen an die pädagogische Beziehung (vgl. Weiß 2013; Zimmermann 2017). Die verinnerlichte Annahme dieser Leitgedanken kann Entlastung der Lehrkräfte und PädagogInnen zur Folge haben, da „[...] das aktuelle Verhalten in Verbindung mit den früheren Situationen verständlich und dadurch in der aktuellen Situation besser aushaltbar [wird]“ (Zimmermann 2017: 21). Kindern und Jugendlichen wird so mit einer wertschätzenderen Haltung begegnet. Dies ist für den weiteren Verlauf und die Verarbeitung des traumatischen Prozesses von zentraler Bedeutung. Hierfür benötigt es nicht nur ein sensibles Bewusstsein über die Existenz hoch belasteter Kinder mit einem besonderen Unterstützungsbedarf.

Eine ungefähre Kenntnis darüber, welche komplex-traumatischen Erfahrungen zu ihrer Lebensgeschichte gehören und diesbezügliche Reflexionen, was diese in ihm/ihr ausgelöst haben könnten, sind ebenso unabdingbar. Einfach ausgedrückt kann man also sagen: im Konzept des guten Grunds wird die Sinnhaftigkeit eines Verhaltens reflektiert. Dies kann praktisch beispielsweise im Team geschehen, in dem man besonders problematische Verhaltensweisen benennt und Hypothesen dazu bildet, welcher Sinn für das Kind dahintersteckt. Eine solche Reflexion des Verhaltens bietet die Möglichkeit, die Nöte und Bedürfnisse des Kindes anzuerkennen und ihm/ihr diese Anerkennung zu vermitteln. Dabei ist jedoch unbedingt zu vermeiden, aus bestimmten Erfahrungen bestimmte Erlebens- und Verhaltensmuster abzuleiten und umgekehrt, um Stereotypisierungen und Stigmata zu vermeiden. Dies kann nicht nur auf die Kinder selbst negative Auswirkungen haben, sondern auch die Beziehungsarbeit nachhaltig beeinträchtigen (vgl. Weiß 2013, Zimmermann 2017).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die hohe Relevanz traumapädagogischer Konzepte im Schulalltag angesichts zunehmender Traumatisierungen bei Kindern und Jugendlichen und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit.

2 Trauma: Dieses Kapitel definiert den psychischen Traumabegriff, erläutert die Einteilung in verschiedene Traumtypen und diskutiert die Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren für den Verarbeitungsprozess.

3 Trauma als psychosozialer Prozess am Beispiel geflüchteter Kinder und Jugendlicher: Anhand des Konzepts der sequenziellen Traumatisierung werden die spezifischen Belastungen und der Prozess der Flucht und Ankunft für geflüchtete Kinder und Jugendliche verdeutlicht.

4 Welche Symptome können betroffene Kinder im (Schul-)Alltag zeigen?: Dieses Kapitel behandelt die diagnostische Einordnung von Traumafolgestörungen und beschreibt konkrete, im Unterricht beobachtbare Symptome und Verhaltensweisen.

5 Traumapädagogische Konzepte in der Schule: Es werden zwei zentrale Konzepte vorgestellt – der „gute Grund“ und die „Schule als sicherer Ort“ –, die als Haltungspädagogik den Umgang mit traumatisierten Schülern leiten sollen.

6 Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer traumapädagogischen Grundhaltung im Schulsystem zusammen und benennt Grenzen der pädagogischen Arbeit sowie weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Trauma, Traumapädagogik, Schule, Pädagogik, Schüler, Lehrkräfte, Subjektlogik, Bindung, Flucht, Symptome, PTBS, psychische Belastung, Ressourcenorientierung, Beziehungsarbeit, Sequenzielle Traumatisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Lehrerinnen und Lehrer traumatisierten Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext mit einer traumapädagogischen Haltung professionell begegnen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen psychischer Traumata, deren Auswirkungen auf den Schulalltag sowie auf der praktischen Umsetzung traumpädagogischer Konzepte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schule trotz Bildungsauftrag als sicherer Ort gestaltet werden kann, der betroffene Schülerinnen und Schüler in ihrer Stabilisierung unterstützt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit aktueller Fachliteratur und der Anwendung traumpädagogischer Konzepte auf den schulischen Alltag.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Traumabegriffs, die Analyse traumatischer Prozesse bei Geflüchteten und die Vorstellung konkreter pädagogischer Handlungsansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Trauma, Traumapädagogik, Schule, Subjektlogik, Beziehungsarbeit und Ressourcenorientierung.

Was genau bedeutet das Konzept des „guten Grundes“?

Es bedeutet, jedes noch so schwierige Verhalten des Kindes als sinnvollen Bewältigungsversuch angesichts früherer traumatischer Erfahrungen zu betrachten, statt es lediglich als störend zu sanktionieren.

Wie kann die Schule ganz konkret zum „sicheren Ort“ werden?

Durch Verlässlichkeit, Transparenz, klare Strukturen, Rituale und die Förderung korrigierender Beziehungserfahrungen sowie durch einen respektvollen Umgang auf Augenhöhe.

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Detalles

Título
Traumatisierte Kinder und Jugendliche in der Schule. Was brauchen sie und wie können sie unterstützt werden?
Subtítulo
Am Beispiel von zwei traumpädagogischen Konzepten
Universidad
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
18
No. de catálogo
V536217
ISBN (Ebook)
9783346142528
ISBN (Libro)
9783346142535
Idioma
Alemán
Etiqueta
Psychologie Traumapädagogik Handlungsmethoden Schulsozialarbeit Trauma Geflüchtete Kinder und Jugendliche Sequenzielle Traumatisierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2019, Traumatisierte Kinder und Jugendliche in der Schule. Was brauchen sie und wie können sie unterstützt werden?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/536217
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