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Ein neuer "Kalter Krieg"? Historische Entwicklungen der letzten 15 Jahre im Vergleich zu Wladimir Putins Ansprache vor dem Deutschen Bundestag am 25. September 2001

Title: Ein neuer "Kalter Krieg"? Historische Entwicklungen der letzten 15 Jahre im Vergleich zu Wladimir Putins Ansprache vor dem Deutschen Bundestag am 25. September 2001

Bachelor Thesis , 2016 , 103 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Oleg Lepschin (Author)

Politics - Region: Russia
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der politischen und gesellschaftlichen Beziehung zwischen Deutschland und Russland. Die gesellschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen der Russischen Föderation, der EU und weiteren westlichen Staaten haben sich in den letzten 15 Jahren zunehmend verschlechtert. Dies gilt sowohl für ökonomische Aspekte, als auch für den kulturellen und entwicklungspolitischen Sektor: So wurde Russland in Folge der Ukraine-Krise aus der Gruppe der G8 ausgeschlossen, die Wirtschaftsexporte wurden aufgrund umfangreicher Sanktionen gedrosselt und die Rhetorik aufseiten Russlands und sämtlicher westlicher Staaten hat anfeindende Züge angenommen.

Nach der durch den Zerfall der Sowjetunion 1991 bedingten Aufbruchsstimmung setzte Anfang der 90er Jahre eine Phase der Entspannung ein, welche abgesehen von innerrussischen Entwicklungen 2001 durch Wladimir Putins Ansprache vor dem Deutschen Bundestag, gemessen an der Resonanz der deutschen Bundestagsabgeordneten, als euphorisch bezeichnet werden kann. Dabei stellen aus soziologischer Perspektive z.B. das Deutschlandbild der Russen und das Russlandbild der Deutschen eine genauso messbare, wie essenzielle Größe in den kulturellen und gesellschaftlichen Beziehungen und somit für die gesamteuropäische Zukunft dar.

Diese Wahrnehmungen haben in unmittelbarer Vergangenheit eine ernst zu nehmende Veränderung erfahren und können dahingehend verstanden werden, dass Gesellschaftsteile, die nie mit dem "Kalten Krieg" in Berührung gekommen sind bzw. zu Zeiten der Sowjetunion und eines gespaltenen Europas aufgewachsen sind, ein grundsätzlich negatives und beeinträchtigtes Bild von Russland und allem, was damit assoziiert werden kann, entwickeln können.

Diese Arbeit macht sich zum Ziel, ausgewählte historische, politische und gesellschaftliche Handlungen darzustellen und zu analysieren, um der Fragestellung auf den Grund zu gehen, ob die heutige Gesellschaft, sowohl des Westens als auch des Ostens, in die Rhetorik und die Sprache des Kalten Krieges zurückgekehrt sind. Außerdem soll diese Arbeit dazu dienen, die Handlungen aller hier beschriebenen Akteure aus einer übergeordneten Sichtweise zu betrachten, ohne dabei eine bestimmte Seite zu favorisieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Fragestellung

1.2 Ziel der Arbeit

1.3 Methodik der Bearbeitung

2. Forschungsstand

2.1 Russlands Bedrohungswahrnehmung

2.2 Die Bedrohungswahrnehmung der USA

3. Der „Kalte Krieg“ (1945 – 1991)

3.1 Historische, politische & humanitäre Paukenschläge

3.1.1 Die Berlin-Blockade (1948-1949)

3.1.2 Die Kuba-Krise (1962)

3.1.3 Der NATO-Doppelbeschluss (1979)

3.1.4 Der Zerfall der Sowjetunion (1991)

4. Theorien internationaler Beziehungen

4.1 Neorealismus

4.1.1 Balance-of-Power-Theorie (BOP)

4.1.2 Balance-of-Threat-Theorie (BOT)

5. Ausgewählte historische Ereignisse der letzten 15 Jahre

5.1 Die Rede Wladimir Wladimirowitsch Putins vor dem Deutschen Bundestag am 25. September 2001

5.2 Wladimir Wladimirowitsch Putins Rede auf der 43. Münchener Sicherheitskonferenz am 10. Februar 2007

5.2.1 Resonanz & Folgen

5.3 Die Ukraine-Krise (2013 – heute)

5.3.1 Internationale Reaktionen & Folgen

5.4 Die Rede des russischen Premierministers Dmitri Anatoljewitsch Medwedew vom 13. Februar 2016 auf der 52. Münchener Sicherheitskonferenz

6. Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse

6.1 Fazit

6.2 Diskussion & Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die heutigen internationalen Beziehungen zwischen Russland und dem Westen durch eine Rückkehr zur Rhetorik und den Spannungen des Kalten Krieges gekennzeichnet sind. Hierbei steht die Analyse der Wahrnehmung gegenseitiger Bedrohungen im Mittelpunkt, wobei historische Ereignisse seit 2001 mit den theoretischen Rahmenbedingungen des Neorealismus kontrastiert werden.

  • Analyse der russischen Bedrohungswahrnehmung und Außenpolitik
  • Vergleich historischer Krisen mit aktuellen geopolitischen Spannungen
  • Einsatz neorealistischer Theorien zur Einordnung des Staatsverhaltens
  • Untersuchung bedeutender Reden russischer Führungspersonen
  • Evaluation der Auswirkungen der Ukraine-Krise auf die Sicherheitsarchitektur

Auszug aus dem Buch

Die Rede Wladimir Wladimirowitsch Putins vor dem Deutschen Bundestag am 25. September 2001

Auf der Grundlage der zuvor genannten historischen Ereignisse und der wissenschaftlichen Betrachtung von Sichtweisen der internationalen Sicherheit und Ordnung wird Wladimir Putins Rede vor dem Deutschen Bundestag am 25. September 2001 analysiert und hinsichtlich der Fragestellung mit historisch aufeinanderfolgenden Ereignissen verglichen, bzw. in den Kontext gesetzt. Hierbei findet die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, genauer gesagt die Technik der Zusammenfassung, Anwendung.

Nachdem Putin seine Rede mit Lobeshymnen auf Deutschland, der kulturellen Verbundenheit Russlands mit den Deutschen und der Bedeutung Berlins für die Weltgeschichte beginnt, verweist er zugleich auf die Zukunft seines Landes und die Folgen des „Kalten Krieges“: „[…] ein Volk, das gute Lehren aus dem Kalten Krieg und aus der verderblichen Okkupationsideologie gezogen hat. […] Europa unmittelbar an der Weiterentwicklung des Verhältnisses zu Russland interessiert.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zunehmende Verschlechterung der politischen Beziehungen zwischen der Russischen Föderation und westlichen Staaten in den letzten 15 Jahren ein und definiert die zentrale Fragestellung sowie das Ziel der Untersuchung.

2. Forschungsstand: Dieses Kapitel beleuchtet die divergierende Bedrohungswahrnehmung auf russischer Seite sowie seitens der USA und der NATO und ordnet diese historisch ein.

3. Der „Kalte Krieg“ (1945 – 1991): Hier werden die historischen Eckpfeiler und prägenden Krisen des Kalten Krieges, wie die Berlin-Blockade und die Kuba-Krise, dargestellt, um eine Vergleichsbasis für gegenwärtige Spannungen zu schaffen.

4. Theorien internationaler Beziehungen: Das Kapitel führt in den Neorealismus ein und erläutert die Balance-of-Power sowie die Balance-of-Threat-Theorie als Instrumente zur Analyse zwischenstaatlicher Konflikte.

5. Ausgewählte historische Ereignisse der letzten 15 Jahre: Die Analyse konzentriert sich auf zentrale Reden von Putin und Medwedew sowie die Ukraine-Krise als Wendepunkte im Verhältnis zwischen Russland und dem Westen.

6. Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse: Die Ergebnisse der vorangegangenen Analysen werden gebündelt, wobei das Fazit eine Bejahung der These der Rückkehr in konfliktgeladene Zustände nahelegt, während die Diskussion Perspektiven zur Deeskalation erörtert.

Schlüsselwörter

Kalter Krieg, Russische Föderation, USA, NATO, Neorealismus, Balance-of-Power, Sicherheitspolitik, Ukraine-Krise, Außenpolitik, Bedrohungswahrnehmung, Geopolitik, Internationale Beziehungen, Diplomatie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die These, ob sich Russland und der Westen aktuell in einem neuen Kalten Krieg befinden, basierend auf einer Analyse historischer Entwicklungen der letzten 15 Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die sicherheitspolitische Rhetorik, das Verhältnis von Macht und Bedrohung sowie der Einfluss der Ukraine-Krise auf die internationale Ordnung.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, politische Handlungen objektiv zu analysieren und zu prüfen, ob die heutige politische Sprache und Rhetorik Parallelen zum Kalten Krieg aufweisen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden Literatur-, Inhalts-, Rede- und Feindbildanalysen verwendet, ergänzt durch neorealistische Theorien der internationalen Beziehungen.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Aufarbeitung des Kalten Krieges als historischen Vergleichsrahmen und eine detaillierte Auswertung bedeutender Reden russischer Spitzenpolitiker.

Was charakterisiert die Schlussfolgerungen?

Die Arbeit resümiert, dass die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen nachhaltig gestört sind und eine Rückkehr zu einem direkten, strategischen Dialog dringend erforderlich ist.

Wie bewertet der Autor die Rolle der NATO im Konflikt?

Der Autor greift Putins Kritik an der NATO-Osterweiterung auf und reflektiert, wie die Stationierung von militärischer Infrastruktur nahe russischer Grenzen die Bedrohungswahrnehmung beeinflusst.

Welche Rolle spielt die Ukraine-Krise für das Gesamtergebnis?

Die Ukraine-Krise wird als zentraler Schauplatz eines Austausches von Spannungen gewertet, der sowohl ökonomische als auch politische Auswirkungen auf das gesamteuropäische Sicherheitsgefüge hat.

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Details

Title
Ein neuer "Kalter Krieg"? Historische Entwicklungen der letzten 15 Jahre im Vergleich zu Wladimir Putins Ansprache vor dem Deutschen Bundestag am 25. September 2001
College
Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften
Grade
1,7
Author
Oleg Lepschin (Author)
Publication Year
2016
Pages
103
Catalog Number
V536375
ISBN (eBook)
9783346147844
ISBN (Book)
9783346147851
Language
German
Tags
kalter bundestag deutschen ansprache putins wladimir vergleich jahre entwicklungen historische krieg september
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oleg Lepschin (Author), 2016, Ein neuer "Kalter Krieg"? Historische Entwicklungen der letzten 15 Jahre im Vergleich zu Wladimir Putins Ansprache vor dem Deutschen Bundestag am 25. September 2001, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/536375
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