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Schulische Inklusion. Inwieweit kann Finnland als Vorbild für den Förderschwerpunkt Lernen in Nordrhein-Westfalen dienen?

Ein Ländervergleich

Titel: Schulische Inklusion. Inwieweit kann Finnland als Vorbild für den Förderschwerpunkt Lernen in Nordrhein-Westfalen dienen?

Hausarbeit , 2020 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Maria König (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es herauszuarbeiten, inwiefern die Reform des sonderpädagogischen Fördersystems in Finnland einen Anknüpfungspunkt für die deutschsprachige Inklusionsdebatte bietet und ob dieser als Vorbild für Nordrhein-Westfalen gelten kann.

Das finnische Schulsystem ist durch das erfolgreiche Abschneiden bei den PISA-Studien im Fokus des öffentlichen Interesses gelangt. Unter dem Aspekt von inklusiver Bildung gilt das finnische Bildungssystem als beispielhaft. Bietet sich dabei Finnland als Vorbild in Sachen Inklusionsbewegungen an?

Um dieser Frage näher zu kommen, befasst sich die vorliegende Arbeit mit einem Vergleich der schulischen Inklusion in Finnland und in Deutschland. Da das Bildungssystem in Deutschland Ländersache ist, beschränken sich die Ausführungen auf das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die schulische Inklusion beschreibt ein weites Feld, daher beschränken sich die Ausführungen auf den Förderschwerpunkt Lernen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schulische Inklusion – Eine begriffliche Annäherung

3. Bildungspolitische Rahmenbedingungen

3.1. Deutschland – Nordrhein-Westfalen (NRW)

3.2. Finnland

4. Sonderpädagogische Förderung in Finnland

4.1. Formen des sonderpädagogischen Unterrichts

4.2. Sonderpädagogische Förderung in drei Stufen

4.2.1. General support als erste Förderstufe

4.2.2. Intensified support als zweite Förderstufe

4.2.3. Special support als dritte Förderstufe

5. Sonderpädagogische Förderung in Nordrhein-Westfalen am Beispiel des Förderschwerpunktes Lernen

6. Nordrhein-Westfalen und Finnland – Ein Vergleich

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit das sonderpädagogische Fördersystem Finnlands als Modell für die schulische Inklusion im Förderschwerpunkt Lernen in Nordrhein-Westfalen dienen kann. Hierfür werden die bildungspolitischen Rahmenbedingungen und die Förderstrukturen beider Länder analysiert und kritisch gegenübergestellt.

  • Vergleichende Analyse der Inklusionskonzepte in NRW und Finnland
  • Darstellung der sonderpädagogischen Förderstufen in Finnland
  • Strukturelle Bedingungen des Förderschwerpunkts Lernen in NRW
  • Rolle multiprofessioneller Teams im finnischen Fördersystem
  • Kritische Bewertung der Kategorisierung von Schülern (Etikettierung)

Auszug aus dem Buch

4. Sonderpädagogische Förderung in Finnland

Die finnische Bildungspolitik bewegt sich seit Mitte der 1990er Jahre von einem separierenden System hin zu einer flexiblen sonderpädagogischen Organisationsform in der finnischen Gesamtschule (vgl. Schumann 2010). Seit Mitte der 1990er Jahren steht der einzelne Schüler im Mittelpunkt der Schul- und Unterrichtsgestaltung (vgl. Overesch 2007, 84). Schulen ab 300 SuS haben ihre eigene sonderpädagogische Lehrkraft. Schulen die kleiner sind, teilen sich dementsprechend die Dienste einer Lehrkraft (vgl. Mihajlovic 2018).

Durch die Gesetzgebung werden SuS mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf nicht nach Förderschwerpunkten kategorisiert. Die Einteilung der verschiedenen sonderpädagogischen Bereiche bestimmt den Bildungsbedarf des einzelnen Schülers und umfasst neun Grundkategorien (vgl. Isecke 2013, 43). Eine Aufzählung der neun Grundkategorien ist in der Literatur nicht zu finden gewesen, sodass hierauf nicht detaillierter eingegangen werden kann. SuS, die auf Grund von intellektuellen oder physischen Beeinträchtigungen, Lernschwierigkeiten oder aus anderen Gründen nicht in der Lage sind den Anforderungen der Regelschule zu folgen, erhalten sonderpädagogische Förderung (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas Inklusion ein und erläutert die Leitfrage sowie die Begrenzung auf das Bundesland NRW und den Förderschwerpunkt Lernen.

2. Schulische Inklusion – Eine begriffliche Annäherung: Es wird dargelegt, dass Inklusion als entwicklungsorientierter Prozess zu verstehen ist, der gesellschaftliche Exklusionsmechanismen überwinden soll.

3. Bildungspolitische Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel vergleicht die föderale Bildungsstruktur in NRW mit dem zentral gesteuerten, aber schulautonomen System in Finnland.

4. Sonderpädagogische Förderung in Finnland: Hier werden das flexible Fördersystem und die dreistufige Organisationsform der sonderpädagogischen Unterstützung in der finnischen Gesamtschule erläutert.

5. Sonderpädagogische Förderung in Nordrhein-Westfalen am Beispiel des Förderschwerpunktes Lernen: Das Kapitel beschreibt das AO-SF-Verfahren und die Bedingungen der zieldifferenten Beschulung für Schüler mit Förderbedarf im Bereich Lernen.

6. Nordrhein-Westfalen und Finnland – Ein Vergleich: Die beiden Systeme werden hinsichtlich ihrer Förderstrukturen, Kategorisierungspraxis und der Rolle multiprofessioneller Unterstützung einander gegenübergestellt.

7. Fazit: Die Schlussbetrachtung würdigt die Flexibilität des finnischen Modells und reflektiert die Übertragbarkeit der dortigen Strategien auf das deutsche Schulsystem.

Schlüsselwörter

Inklusion, Sonderpädagogische Förderung, Finnland, Nordrhein-Westfalen, Förderschwerpunkt Lernen, Gesamtschule, AO-SF, Schulpolitik, Bildungsrecht, Integration, Fördersystem, Etikettierung, Multiprofessionalität, Bildungsbenachteiligung, Schulstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit vergleicht die Umsetzung der schulischen Inklusion in Finnland und Nordrhein-Westfalen mit Fokus auf den Förderschwerpunkt Lernen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind bildungspolitische Rahmenbedingungen, sonderpädagogische Organisationsformen und die unterschiedlichen Ansätze zur Förderung von Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu prüfen, inwieweit das finnische Fördersystem als Vorbild für die deutschsprachige Inklusionsdebatte und speziell für NRW dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse von Literaturquellen und bildungspolitischen Dokumenten, um die Systeme beider Regionen einander gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die rechtlichen Grundlagen (AO-SF), die dreistufige finnische Förderung und führt einen detaillierten Vergleich der Förderstrukturen beider Länder durch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören unter anderem Inklusion, Förderschwerpunkt Lernen, Finnland, NRW, AO-SF und Bildungsautonomie.

Warum spielt die Kategorisierung von Schülern eine so große Rolle im Vergleich?

Während NRW für eine sonderpädagogische Förderung ein förmliches Verfahren zur Zuweisung eines Förderschwerpunkts benötigt, verzichtet Finnland weitgehend auf diese Etikettierung.

Was unterscheidet das finnische Unterstützungssystem von dem in NRW?

Finnland setzt auf multiprofessionelle Teams und eine Förderung direkt in der Regelschule unter einem Dach, während in NRW oft zwischen Regelschule und Sonderschule unterschieden wird.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schulische Inklusion. Inwieweit kann Finnland als Vorbild für den Förderschwerpunkt Lernen in Nordrhein-Westfalen dienen?
Untertitel
Ein Ländervergleich
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,0
Autor
Maria König (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V536403
ISBN (eBook)
9783346149787
ISBN (Buch)
9783346149794
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schulische inklusion inwieweit finnland vorbild förderschwerpunkt lernen nordrhein-westfalen ländervergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maria König (Autor:in), 2020, Schulische Inklusion. Inwieweit kann Finnland als Vorbild für den Förderschwerpunkt Lernen in Nordrhein-Westfalen dienen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/536403
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Leseprobe aus  20  Seiten
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