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Der Einsatz von Robotern im Gesundheitswesen

Künstliche Intelligenz als ethische Herausforderung

Título: Der Einsatz von Robotern im Gesundheitswesen

Trabajo , 2018 , 28 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Nicole Kaczmar (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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In dieser Arbeit wird der Bereich der sozialen Robotik im Gesundheitswesen diskutiert. Der Schwerpunkt liegt auf Robotern, die in der Pflege und Therapie in Deutschland eingesetzt werden.

Neben den Vorteilen werden auch die wesentlichen ethischen Fragestellungen erörtert, die sich beim Einsatz von Robotern in Pflege und Therapie ergeben. Dabei werden die Perspektiven, Chancen und Risiken der Mensch-Roboter-Interaktion beispielhaft an den beiden sozialen Robotern Pepper und Paro diskutiert, die seit kurzem auch in Deutschland in Pflegeeinrichtungen eingesetzt werden. Um diese ethische Bewertung sinnvoll wiederzugeben, müssen zunächst die begrifflichen Grundlagen, wie der Begriff der "Künstlichen Intelligenz" und der Begriff "Roboter" mit dem Fokus auf humanoide Roboter und soziale Roboter geklärt werden. In einem weiteren Punkt wird das Gebiet der Pflege- und Therapieroboter expliziert. Anhand der beiden Roboter Pepper und Paro werden Vorteile sowie ethische Herausforderungen in der Anwendung diskutiert. Im Anschluss wird für einen nachhaltigen Einsatz von Pflegerobotern in der Zukunft plädiert.

Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung fehlen bis zum Jahr 2030 in Deutschland ca. 393.000 Pfleger in Altenheimen und bei ambulanten Pflegediensten. In Bezug auf die Versorgungslücke, die sich zwischen Nachfrage und Fachkräfteangebot bahnt, wird bereits von einem bevorstehenden Pflegenotstand gesprochen. Dieser Pflegenotstand sorgt für Handlungsdruck. So stellt sich die Frage, ob Pflegeroboter diese Lücke im wachsenden Bedarf der Altenpflege füllen können, indem sie dem Pflegepersonal Routinetätigkeiten abnehmen und es dadurch entlasten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Begriffsdefinitionen

2.1. Künstliche Intelligenz

2.2. Roboter

2.2.1. Humanoide Roboter

2.2.2. Soziale Roboter: Pflege- und Therapieroboter

III. Einsatz von Robotern in Pflege und Therapie – eine ethische Analyse

3.1. Pflegeroboter: Pepper

3.2. Allgemeine ethische Debatte über den Einsatz von Pepper im Pflegebereich

3.3. Therapieroboter: Robbe Paro

3.4. Allgemeine ethische Debatte über den Einsatz von Paro im Therapiebereich

IV. Plädoyer: Nachhaltiger Einsatz von Pflege- und Therapierobotern

V. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethischen Herausforderungen beim Einsatz von sozialen Robotern wie „Pepper“ und „Paro“ in der deutschen Altenpflege und Therapie. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie technologische Unterstützung mit der Wahrung der Menschenwürde und zwischenmenschlicher Zuwendung in Einklang gebracht werden kann.

  • Grundlagen der Künstlichen Intelligenz und Robotik
  • Ethische Analyse des Pflegeroboters Pepper
  • Ethische Debatte um den Therapieroboter Paro
  • Der Capabilities-Ansatz als ethisches Messinstrument
  • Anforderungen an einen nachhaltigen Mensch-Maschine-Einsatz

Auszug aus dem Buch

3.1. Pflegeroboter: Pepper

Im Herbst 2017 startete ein besonderes Pilotprojekt in Deutschland. Erstmals soll ein Roboter ältere Menschen in einem Altenheim unterstützen (vgl. Vesper, Hoffmann & Müller, 2017, S. 1). Der Name des Roboters ist Pepper. Er ist ein japanischer Roboter der Firma Softbank und wurde 2014 in Tokio erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. In Japan wird Pepper als persönlicher Assistent in mehr als 140 Softbank Mobile Stores eingesetzt. Hier fungiert er als Serviceroboter. Er heißt die Gäste willkommen, informiert sie und bei Bedarf spielt Pepper auch den Entertainer.13

Pepper ist ein 1,20 Meter großer Humanoide auf Rollen mit großen Kulleraugen, einem runden Kopf, zwei Händen mit jeweils 5 Fingern und einem Tablet auf der Brust. Der Roboter erfüllt das „Kindchenschema“ – er sieht süß aus und spricht in hoher Stimmlage. Pepper wurde programmiert, um die Menschen zu unterhalten und sie glücklich zu machen. Das Besondere an dem System hinter Pepper ist, dass es Mimik, Gestik und Tonfall eines menschlichen Gesprächspartners analysiert und daraus die Emotionslage eines menschlichen Gegenübers errechnet, um darauf zu reagieren. Falls der Gesprächspartner traurig wirkt, kann Pepper beispielsweise einen Tanz aufführen um den Menschen aufzuheitern. Als Kreation der emotionalen Robotik kann Pepper auch eingesetzt werden, um den Lernerfolg beim Menschen zu erhöhen. Pepper kann hier geduldig und motivierend wirken, Empathie simulieren oder auch Strenge zeigen (vgl. Ramge, 2018, S. 76 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema soziale Robotik im Gesundheitswesen ein und beleuchtet den demographischen Wandel sowie den Fachkräftemangel als Ausgangslage für den Einsatz von Robotern.

II. Begriffsdefinitionen: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Künstlichen Intelligenz sowie die Klassifikation von Robotern, insbesondere humanoide und soziale Roboter, definiert.

III. Einsatz von Robotern in Pflege und Therapie – eine ethische Analyse: Dieses Kapitel widmet sich der konkreten Anwendung der Roboter Pepper und Paro und analysiert kritisch die ethischen Chancen und Herausforderungen für Patienten und Pflegepersonal.

IV. Plädoyer: Nachhaltiger Einsatz von Pflege- und Therapierobotern: Anhand des Capabilities-Ansatzes von Martha Nussbaum wird ein Plädoyer für einen menschenwürdigen, nachhaltigen Einsatz von Robotern formuliert, der die soziale Interaktion nicht ersetzen darf.

V. Zusammenfassung und Ausblick: Diese Zusammenfassung resümiert die ethische Debatte und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung sowie einen gesellschaftlichen Konsens für den zukünftigen Robotereinsatz.

Schlüsselwörter

Soziale Robotik, Künstliche Intelligenz, Altenpflege, Pepper, Paro, Ethische Analyse, Menschenwürde, Capabilities-Ansatz, Mensch-Maschine-Interaktion, Pflegenotstand, Demenz, Technologische Ethik, Robotik, Mensch-Roboter-Beziehung, Automatisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Bewertung von sozialen Robotern in der deutschen Altenpflege und Therapie unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der Einsatz der Roboter Pepper und Paro, die Definition von Künstlicher Intelligenz, das Problem der Überwachung durch Maschinen sowie die Wahrung der menschlichen Würde.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Roboter sinnvoll in die Pflege integriert werden können, ohne die notwendige menschliche Zuwendung und zwischenmenschliche Interaktion zu ersetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine ethische Analyse, die Fachliteratur sowie den philosophischen Capabilities-Ansatz von Martha Nussbaum als Bewertungsmaßstab heranzieht.

Was wird im umfangreichen Hauptteil thematisiert?

Der Hauptteil analysiert die technischen Möglichkeiten und die daraus resultierenden ethischen Kontroversen bei Pepper und Paro, insbesondere im Hinblick auf Kontrolle und Autonomie.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie soziale Robotik, Ethik, Menschenwürde, Capabilities-Ansatz und Pflegenotstand geprägt.

Wie bewertet die Autorin das Phänomen „Uncanny Valley“?

Die Autorin weist darauf hin, dass eine zu starke Menschenähnlichkeit von Robotern beim Menschen Ängste, Unsicherheit und Ablehnung hervorrufen kann.

Inwiefern beeinflusst der „Pflegenotstand“ die Argumentation?

Der Pflegenotstand dient als Realitätsbezug, der den Druck erzeugt, über technologische Lösungen nachzudenken, wobei die Autorin warnt, Roboter lediglich als „Lückenfüller“ zu missbrauchen.

Warum wird der Philosoph Jürgen Manemann als Kritiker angeführt?

Manemann warnt davor, dass die emotionale Zuwendung durch Roboter das Risiko birgt, dass echte zwischenmenschliche Kommunikation und menschliche Nähe in der Pflege verloren gehen.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Einsatz von Robotern im Gesundheitswesen
Subtítulo
Künstliche Intelligenz als ethische Herausforderung
Universidad
LMU Munich  (Philosophie)
Curso
Künstliche Intelligenz als philosophische Herausforderung
Calificación
2,0
Autor
Nicole Kaczmar (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
28
No. de catálogo
V536546
ISBN (Ebook)
9783346125941
ISBN (Libro)
9783346125958
Idioma
Alemán
Etiqueta
KI AI Künstliche Intelligenz Roboter Pflege Therapie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nicole Kaczmar (Autor), 2018, Der Einsatz von Robotern im Gesundheitswesen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/536546
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