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Institutionelle Diskriminierung von Schülern und Schülerinnen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem

Im Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe

Titre: Institutionelle Diskriminierung von Schülern und Schülerinnen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem

Dossier / Travail , 2020 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Katharina Hofer (Auteur)

Pédagogie - Intégration
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Seit 2000 werden die internationalen und nationalen PISA-Studien von der OECD zur Ermittlung der Kompetenzen Fünfzehnjähriger in den zentralen Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften durchgeführt. Durch die Ergebnisse der PISA-Studien sind Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund zu einem zentralen Thema der bildungspolitischen Debatte geworden. Bis heute gilt weiterhin: „Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund besuchen seltener eine Kita und sind an Hauptschulen über- und an Gymnasien unterpräsentiert.“ Verschiedene Schulleistungsuntersuchungen der letzten Jahre zeigen außerdem, dass die Leistungen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund weiterhin deutlich hinter denen von Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund liegen. Gleiches lässt sich in der beruflichen Bildung und im Studium beobachten. Der Bundesdurchschnitt zeigt, dass 33,6 Prozent der Kinder an Grundschulen einen Migrationshintergrund haben.

Hier gilt zu erwähnen, dass der Anteil zwischen den Bundesländern stark variiert. Sprachliche und kulturelle Vielfalt in Deutschland sind demzufolge als fester Bestandteil der Gesellschaft anzunehmen. Diese offensichtlichen Leistungsunterschiede zwischen Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und denen ohne Migrationshintergrund lassen sich unter anderem durch ungleiche Bildungschancen, vielmehr durch eine Bildungsbenachteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund erklären.

In der folgenden Arbeit soll vor Allem die Begriffskombination der „Institutionellen Diskriminierung“ im deutschen Bildungssystem, in besonderer Beachtung des Übergangs von Primar- in die Sekundarstufe, untersucht werden. Unter welcher institutionellen Benachteiligung und/oder Diskriminierung leiden Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund, insbesondere beim Übergang von Primar- in die Sekundarstufe?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Institutionelle Diskriminierung

2.1 Begriffsabgrenzung: Institutioneller Rassismus

2.2 Begriffserklärung: Institutionelle Diskriminierung

2.2.1 Direkte und indirekte institutionelle Diskriminierung

3 Institutionelle Diskriminierung in der Schule – Bildungsbenachteiligung von Schülern und Schülerinnen mit Migrationshintergrund

3.1 Struktureller Aufbau des deutschen Schulsystems – „Übergänge“

3.2 Entscheidungsstelle: Übergang von Primar- in die Sekundarstufe – Chancenungleichheit durch Selektion

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der institutionellen Diskriminierung innerhalb des deutschen Bildungssystems, insbesondere im Kontext des Übergangs von der Primar- in die Sekundarstufe bei Schülern mit Migrationshintergrund. Dabei soll aufgezeigt werden, wie strukturelle Mechanismen und organisationsbedingte Praktiken zur Benachteiligung dieser Schülergruppe beitragen.

  • Grundlagen des Begriffs "institutioneller Rassismus"
  • Differenzierung zwischen direkter und indirekter Diskriminierung
  • Analyse des deutschen Schulsystems und seiner Selektionsmechanismen
  • Diskussion über Bildungsbenachteiligung durch Übergangsempfehlungen
  • Kritische Reflexion der aktuellen Bildungspraxis

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriffsabgrenzung: Institutioneller Rassismus

Zunächst soll auf die Entstehungsgeschichte der Begriffskombination „Institutionellen Rassismus“ eingegangen werden, um dann die Begriffsentstehung der „Institutionellen Diskriminierung“ sichtbar zu machen und deren Begriffsabgrenzung kenntlich zu machen.

Die Begriffskombination „institutioneller Rassismus“ wurde bereits 1967 durch S. Carmichael und C.V. Hamilton in ihrer Studie „Black Power“ begründet. Diese beschäftigt sich mit dem Entwurf politischer Strategien gegen rassistische Ausgrenzung und Unterdrückung, sowie der Analyse rassistischer Ungleichheit und der Aufrechterhaltung der schwarzen Ghettos in den USA. Carmichael und Hamilton unterscheiden zwischen offenem, individuellem Rassismus und verdecktem, institutionellem Rassismus. Offener und individueller Rassismus ist gekennzeichnet durch direktes Handeln von Individuen, verdeckter und institutioneller Rassismus dagegen durch „(...) jene Handlungen und Unterlassungen, durch die „Schwarze“ in einer Situation der Benachteiligung gehalten würden, für deren Zustandekommen und Aufrechterhaltung jedoch nicht individuelle Einstellungen und Handlungen, sondern die etablierten gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse ausschlaggebend seien.“

Institutionellen Rassismus definierten Carmichael und Hamilton wie folgt:

„less overt, far more subtle, less indentifiable in terms of specific individuals, committing the acts. (...it) orginates in the operation of etablished forces in the society, and thus receives far less public codemnation.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund anhand von PISA-Ergebnissen dar und führt in die Fragestellung zur institutionellen Diskriminierung ein.

2 Institutionelle Diskriminierung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Konzepte des institutionellen Rassismus und der institutionellen Diskriminierung sowie deren verschiedene Ausprägungsformen.

3 Institutionelle Diskriminierung in der Schule – Bildungsbenachteiligung von Schülern und Schülerinnen mit Migrationshintergrund: Hier wird der theoretische Rahmen auf das deutsche Schulsystem übertragen, um zu analysieren, wie Selektionsmechanismen an Übergängen zur Benachteiligung führen.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine grundlegende Umstrukturierung des Schulsystems, um soziale Gerechtigkeit für alle Schüler zu gewährleisten.

5 Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Institutionelle Diskriminierung, Migrationshintergrund, deutsches Bildungssystem, Bildungsbenachteiligung, Schulübergang, Primarstufe, Sekundarstufe, institutioneller Rassismus, Selektion, Bildungsungleichheit, Leistungsbewertung, Schullaufbahn, Chancengleichheit, Bildungsbiografie, Sozialschicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie strukturelle Bedingungen und institutionelle Praktiken im deutschen Schulsystem zu einer Benachteiligung von Schülern mit Migrationshintergrund führen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind institutioneller Rassismus, Diskriminierungsmuster, Schulselektion und die kritische Untersuchung von Übergangsentscheidungen in der Bildung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Mechanismen der institutionellen Diskriminierung beim Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe offenzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf bestehenden Studien, Definitionen und bildungssoziologischen Erklärungsmodellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Begriffe des Rassismus und der Diskriminierung und wendet diese auf die Praxis der Schulübergangsempfehlungen im deutschen System an.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Institutionelle Diskriminierung, Migrationshintergrund, Bildungsbenachteiligung, Selektion und Chancenungleichheit.

Wie unterscheidet sich "direkte" von "indirekter" institutioneller Diskriminierung?

Direkte Diskriminierung beinhaltet intentionales Handeln, während indirekte Diskriminierung oft in Organisationsroutinen eingebettet ist, ohne dass eine direkte Diskriminierungsabsicht vorliegen muss.

Warum ist der Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe so kritisch?

Da dieser Übergang oft irreversibel über die weitere Schullaufbahn und damit verbundene Karrierechancen entscheidet, ist er ein zentraler Moment für die Reproduktion von Bildungsungleichheit.

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Résumé des informations

Titre
Institutionelle Diskriminierung von Schülern und Schülerinnen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem
Sous-titre
Im Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe
Université
University of Innsbruck  (Erziehungswissenschaft)
Cours
Migration und Rassismus
Note
1,0
Auteur
Katharina Hofer (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
16
N° de catalogue
V536688
ISBN (ebook)
9783346135100
ISBN (Livre)
9783346135117
Langue
allemand
mots-clé
Institutionelle Diskriminierung Rassismus Migrationshintergrund
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katharina Hofer (Auteur), 2020, Institutionelle Diskriminierung von Schülern und Schülerinnen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/536688
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Extrait de  16  pages
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