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Verstärkt die EZB mit der einheitlichen Geldpolitik die Wachstumsdivergenzen in Europa?

Title: Verstärkt die EZB mit der einheitlichen Geldpolitik die Wachstumsdivergenzen in Europa?

Seminar Paper , 2005 , 34 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Silke Fischer (geb. Neuhaus) (Author), Katharina Roedelius (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen dieser Arbeit wird untersucht, ob die Europäische Zentralbank (EZB) Wachstumsunterschiede in Europa, insbesondere im Euroraum, verstärkt. Im zweiten Kapitel werden volkswirtschaftliche Zusammenhänge, die für das Verständnis der Arbeit notwendig sind, aufgearbeitet. Nachdem in Kapitel 2.1 ein kurzer Überblick über die Geldpolitik der EZB gegeben wird, beschäftigt sich Kapitel 2.2 mit dem Begriff Wachstum, seinen Bestimmungsfaktoren und möglichen Ursachen für Wachstumsdivergenzen. In Kapitel 2.3 werden Auswirkungen der Geldpolitik auf Wachstum und Inflation erklärt.

In Kapitel drei wird untersucht, inwiefern die EZB Wachstumsdivergenzen in Europa verstärkt. Hierzu werden in den ersten beiden Unterkapiteln aktuelle Meinungen zum Analysegegenstand zusammengefasst. Schließlich wird in Kapitel 3.3 anhand von wirtschaftlichen Zahlen analysiert, ob die EZB in den letzten sechs Jahren Wachstumsdivergenzen in Europa verstärkt hat.

Nach einer kurzen Zusammenfassung werden im Ausblick (Kapitel 4) weiterführende Fragestellungen, wie beispielsweise mögliche Auswirkungen einer Zinserhöhung der EZB oder der EU-Erweiterung auf die Wachstumsunterschiede aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Volkswirtschaftliches Grundlagenverständnis

2.1 Einheitliche Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB)

2.2 Wachstum und mögliche Ursachen für Wachstumsdivergenzen

2.3 Zusammenhang Wachstum, Inflation und Geldpolitik in Europa

3 Wachstumsdivergenzen in Europa werden durch die EZB verstärkt – verschiedene Positionen

3.1 Pro - Einheitliche Geldpolitik verstärkt Wachstumsunterschiede

3.2 Contra - Wachstumsunterschiede werden nicht verstärkt

3.3 Eigene Betrachtung – was sagen die Zahlen?

4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob die einheitliche Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zu einer Verstärkung von Wachstumsunterschieden innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums und insbesondere im Euroraum geführt hat. Dabei werden theoretische Grundlagen sowie aktuelle Positionen in der wirtschaftswissenschaftlichen Debatte analysiert und durch eine quantitative Betrachtung ergänzt.

  • Grundlagen der europäischen Geldpolitik und Zentralbankstrategien
  • Determinanten des Wirtschaftswachstums und Ursachen für Divergenzen
  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen Geldpolitik, Inflation und Wachstum
  • Diskussion theoretischer Ansätze zu optimalen Währungsräumen
  • Empirische Untersuchung der Wachstumsraten in verschiedenen Länderclustern

Auszug aus dem Buch

3.1 Pro - Einheitliche Geldpolitik verstärkt Wachstumsunterschiede

Anfang diesen Jahres entfachte ein im Magazin Stern erschienener Artikel (Wolf-Doettinchem, 2005) erneut eine Debatte über die Europäische Währungsunion, indem man die EZB für die größer werdenden Wachstumsunterschiede im Euroland verantwortlich machte. Als Hauptgrund wurden hierfür die unterschiedlichen Realzinsen der Euroländer genannt. Demzufolge hätten Länder mit hohen Inflationsraten, wie z.B. Irland oder Spanien, niedrige, zum Teil sogar negative Realzinsen, die zu einem höheren Wachstum führten. In den Ländern, in denen noch Mitte der 90er Jahre der nationale Zins bei ca. neun Prozent lag, sinken die Realzinssätze nun drastisch. „Billiges Geld“, so der Stern, „ist das beste Mittel, um die Wirtschaft anzukurbeln“ (Wolf-Doettinchem, 2005, S. 24). Zudem ließe sich beobachten, dass diese ehemaligen Hochzinsländer heute höhere Inflationsraten vorweisen würden, die sich aus dem höheren Wachstum ergäben. Die hieraus resultierenden Finanzierungsvorteile wirkten wie Steuersenkungen, was dazu führe, dass sich beispielsweise der öffentliche Haushalt leichter konsolidieren ließe (FAZ, 2005c). Niedriginflationsländer, wie z.B. Deutschland, Frankreich, Belgien und Österreich, haben vergleichsweise höhere Realzinsen als der EWWU-Durchschnitt, was sich negativ auf das Wachstum auswirken könnte. Aufgrund der niedrigen Preissteigerungsrate ist allerdings dafür in diesen Ländern eine Steigerung der Exporte zu beobachten. In sieben der zwölf Euroländer, darunter die vier größten (Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien, die knapp 75% des gesamten BIP im Euroland ausmachen), lagen die nationalen Inflationsraten laut einem FAZ-Artikel (2005a) systematisch über oder unter dem Durchschnitt. Manche Ökonomen fordern deshalb, dass die EZB sektoralen und regionalen Entwicklungen mehr Gewicht einräumen müsse, anstatt die Geldpolitik am Durchschnitt des Euro-Raums auszurichten. Dadurch könne ein weiteres Auseinanderdriften der Euroländer gestoppt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle wirtschaftliche Situation der EU nach der Erweiterung ein und formuliert das zentrale Ziel der Untersuchung hinsichtlich der wachstumsbeeinflussenden Rolle der EZB.

2 Volkswirtschaftliches Grundlagenverständnis: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise der einheitlichen Geldpolitik, die Bestimmungsfaktoren für Wirtschaftswachstum sowie die theoretischen Zusammenhänge zwischen Geldpolitik, Inflation und Wachstum.

3 Wachstumsdivergenzen in Europa werden durch die EZB verstärkt – verschiedene Positionen: Dieser Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Meinungen zur EZB-Politik, stellt die Theorie optimaler Währungsräume gegenüber und prüft anhand von statistischen Daten aus verschiedenen Ländergruppen, ob eine Verstärkung der Wachstumsunterschiede tatsächlich stattgefunden hat.

4 Ausblick: Der Ausblick fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert zukünftige Herausforderungen wie die EU-Erweiterung sowie die Notwendigkeit von Strukturreformen und nationaler Flexibilität.

Schlüsselwörter

Europäische Zentralbank, EZB, Geldpolitik, Wirtschaftswachstum, Wachstumsdivergenzen, Inflation, Realzinsen, Konvergenzkriterien, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Währungsunion, BIP pro Kopf, Wettbewerbsfähigkeit, Euro, Währungsraum, Strukturreformen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der EZB bei der Entwicklung wirtschaftlicher Wachstumsunterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernbereichen gehören die Auswirkungen einer einheitlichen Geldpolitik auf heterogene nationale Wirtschaftsstrukturen, die Theorie optimaler Währungsräume und die empirische Messung von Wachstumsdivergenzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu untersuchen, ob die Geldpolitik der EZB die Wachstumsunterschiede innerhalb Europas in den Jahren 1999 bis 2004 verstärkt hat oder ob diese durch andere nationale Faktoren bedingt sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse der aktuellen Debatte sowie eine statistische Auswertung von Weltbank-Daten anhand von Spannbreiten, Standardabweichungen und Mittelwertvergleichen für verschiedene Ländergruppen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil setzt sich mit den Pro- und Contra-Argumenten in der Fachdiskussion auseinander und führt eine eigene quantitative Analyse durch, um die Auswirkungen der EZB auf das BIP-Wachstum der untersuchten Länder zu bewerten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind EZB, Wachstumsdivergenzen, Geldpolitik, Realzinsen, Konvergenzkriterien und Preisstabilität.

Welche Rolle spielen die sogenannten „Hochinflationsländer“ in der Analyse?

Die Arbeit untersucht, ob diese Länder durch niedrigere oder negative Realzinsen aufgrund ihrer Inflationsraten einen künstlichen Finanzierungsvorteil genießen, der ihr Wachstum stärker als in anderen Regionen antreibt.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Wachstumsverstärkung?

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die Wachstumsunterschiede in Europa im untersuchten Zeitraum überwiegend nicht verstärkt wurden, sondern sich die Unterschiede in den meisten Ländergruppen eher verringert haben.

Warum ist laut Autor ein Zeitraum von sechs Jahren für eine endgültige Beurteilung zu kurz?

Der Autor argumentiert, dass der Angleichungsprozess in der EWWU noch nicht abgeschlossen ist und längerfristige Auswirkungen erst nach einer längeren Phase der Währungsunion und nach weiteren Strukturreformen voll beurteilt werden können.

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Details

Title
Verstärkt die EZB mit der einheitlichen Geldpolitik die Wachstumsdivergenzen in Europa?
College
University of Hamburg  (Institut für Außenhandel und Wirtschaftsintegration )
Course
Internationale Organisation
Grade
1,7
Authors
Silke Fischer (geb. Neuhaus) (Author), Katharina Roedelius (Author)
Publication Year
2005
Pages
34
Catalog Number
V53669
ISBN (eBook)
9783638490504
ISBN (Book)
9783638662789
Language
German
Tags
Verstärkt Geldpolitik Wachstumsdivergenzen Europa Internationale Organisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silke Fischer (geb. Neuhaus) (Author), Katharina Roedelius (Author), 2005, Verstärkt die EZB mit der einheitlichen Geldpolitik die Wachstumsdivergenzen in Europa?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53669
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