Frau Müller verfügt über ein gutes Auffassungsvermögen und kann Gelerntes in neue Aufgabenbereiche recht gut übertragen. Sie zeigt Interesse an Ihrer Ausbildung, zeigt jedoch schnell Ermüdungserscheinungen, wenn ihr etwas nur erklärt wird und sie nicht praktisch in die Unterweisungen einbezogen
wird. Sobald sie selbständig arbeitet, ist sie sehr engagiert und erledigt ihre zugeteilten Aufgaben mit viel Fleiß und geringer Fehlerquote. Unklarheiten versucht sie zuerst alleine zu klären, sie greift aber wenn nötig auf die Hilfe und Erfahrungen von Kollegen zurück. Um ihre Lern- und Leistungsfähigkeit stetig zu fördern, muss ich als Ausbilderin geeignete
Ausbildungsmethoden wählen und passende Arbeitsaufgaben hinsichtlich Zeit und
Schwierigkeitsgrad zu benennen.
Inhaltsverzeichnis
1. Beschreibung des Auszubildenden
1.1 Lern- und Leistungsfähigkeit
1.2 Sozialverhalten
1.3 Motivation
1.4 Vorbildung im Hinblick auf das Thema der Ausbildungseinheit
1.5 Bezug zum Rahmenlehrplan
2. Beschreibung der Ausgangslage
2.1. Ausgangslage und Lernsituation
2.2. Festlegung der Lern- und Qualifikationsziele
2.3. Didaktische Planung der Ausbildungseinheit
2.4. Didaktische Planung der Ausbildung
3. Begründung der Methodenauswahl
3.1. Begründung der Methodenauswahl
3.2. Beschreibung und Durchführung der Ausbildungseinheit
3.3. Lernkontrolle
4. Zuordnung der Ausbildungsmittel
4.1. Aufzählung der Arbeitsmittel
4.2. Begründete Zuordnung der Ausbildungsmittel zu den Methodischen Phasen der Ausbildungseinheit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit dient als strukturierter Entwurf einer Arbeitsunterweisung für Auszubildende zur Industriekauffrau/zum Industriekaufmann. Ziel ist es, die Auszubildende dazu zu befähigen, Eingangsrechnungen unter Verwendung der SAP-Software eigenständig auf formelle Richtigkeit zu prüfen, fachgerecht zu kontieren und systematisch abzulegen.
- Analyse der Lernvoraussetzungen und Motivation der Auszubildenden
- Didaktische Planung und methodische Strukturierung einer Unterweisungseinheit
- Vermittlung von Fachkompetenz im Bereich Kreditorenbuchhaltung
- Praktische Anwendung der SAP R/3 Software zur Rechnungsbearbeitung
- Schulung in Sorgfalt, Ordnung und den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung
Auszug aus dem Buch
3.2. Beschreibung und Durchführung der Ausbildungseinheit
Im Vorgriff auf die Ausbildungseinheit habe ich sowohl einige Rechnungen, den firmeninternen Kostenstellenplan als auch ein Schreibgerät sowie einen Locher bereitgestellt. Der PC ist mit der notwendigen Buchhaltungssoftware ausgestattet und in das Netzwerk der Firma eingebunden.
Nach der Frühstückspause begrüße ich die Auszubildende und frage wie es ihr geht. Danach bitte ich Martha sich den Arbeitsplatz in Bezug auf eine ihr angepasste Stuhlhöhe und Entfernung des Bildschirms so einzurichten, dass es ihren Anforderungen entspricht und einer vorzeitigen Ermüdung vorbeugt. Da Martha Rechtshänderin ist und somit die Maus mit der rechten Hand bedient, setze ich mich an ihre linke Seite, damit mir der Blick auf den Bildschirm und die vor ihr liegenden Arbeitsunterlagen nicht verwehrt wird.
Ich beginne das Lehrgespräch damit, dass ich Martha das Thema vorstelle und beginne ihr den theoretischen Hintergrund zu vermitteln.
Martha muss, da sie es hier mit realen Rechnungen zu tun hat, sensibilisiert werden, die Rechnungen vorschriftsmäßig zu bearbeiten. Ich gehe mit ihr die Anforderungen an eine korrekte Rechnungsstellung durch, die sie kürzlich in der Berufsschule gelernt hat. Danach trage ich ihr vor, welche Anforderungen bei der Rechnungsprüfung und Kontierung an die Mitarbeiter gestellt werden und erkläre ihr die firmeneigenen Anforderungen an die Kontierung und Kostenstellenzuordnung. Durch Rückfragen vergewissere ich mich immer wieder, dass Martha meinen Ausführungen noch folgt und nicht bereits „abgeschaltet“ hat. Damit stelle ich sicher, dass ich Martha weder unter- noch überfordere. Mit Hilfe dieser Rückfragen teste ich aber auch vorhandenes Wissen ab um so auszuloten, in wie weit ich auch auf abteilungsübergreifende Dinge eingehen kann. Weiterhin erkundige ich mich durch diese Methode, wie gut sie sich in der Thematik bereits auskennt. So kann ich eine Fachvortrag vermeiden und andererseits die Aufmerksamkeit von Martha bei mir halten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Beschreibung des Auszubildenden: Darstellung des Leistungsstands, des Sozialverhaltens und der Vorkenntnisse der Auszubildenden im Kontext der Ausbildung.
2. Beschreibung der Ausgangslage: Definition der Rahmenbedingungen, Lern- und Qualifikationsziele sowie der didaktischen Struktur der Ausbildungseinheit.
3. Begründung der Methodenauswahl: Erläuterung der gewählten Lehr-Lern-Methoden sowie der konkreten Durchführung und Kontrolle der Ausbildungseinheit.
4. Zuordnung der Ausbildungsmittel: Auflistung der benötigten Arbeitsmittel und deren gezielter Einsatz in den verschiedenen methodischen Phasen.
Schlüsselwörter
Industriekaufmann, Ausbildungsunterweisung, Kreditorenbuchhaltung, Rechnung, Kontierung, SAP, Rechnungsprüfung, Kostenstellenplan, Didaktik, Ausbildung, Fachkompetenz, Lernziel, Buchhaltungsvorgänge, Handlungskompetenz, Ausbildungsrahmenplan.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit stellt ein Konzept für eine praktische Arbeitsunterweisung dar, mit der eine Auszubildende im Bereich der Kreditorenbuchhaltung in die fachgerechte Prüfung und Kontierung von Rechnungen eingeführt wird.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Im Zentrum stehen die buchhalterische Rechnungsprüfung, die Handhabung des SAP-Systems, die Anwendung des betriebsinternen Kostenstellenplans sowie die Vermittlung von Arbeitsorganisation und Sorgfalt.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Das primäre Ziel ist es, die Auszubildende dazu zu befähigen, Rechnungen selbstständig auf ihre formelle Richtigkeit zu prüfen, diese mittels SAP-Software korrekt zu kontieren und ordnungsgemäß abzulegen.
Welche wissenschaftliche bzw. pädagogische Methode wird verwendet?
Die Ausbilderin nutzt eine Kombination aus der erarbeitenden Methode und dem Lehrgespräch, um das aktive Mitdenken der Auszubildenden zu fördern und einer schnellen Ermüdung entgegenzuwirken.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Ausgangslage, die didaktische Planung inklusive einer Arbeitszergliederung sowie die methodische Begründung des Vorgehens.
Welche Schlüsselwörter beschreiben diese Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Industriekaufmann, Kreditorenbuchhaltung, SAP-Software, Rechnungsprüfung, Kontierung, Lernzielplanung und methodische Unterweisung.
Wie geht die Ausbilderin mit Fehlern der Auszubildenden während der Unterweisung um?
Bei Fehlern erklärt die Ausbilderin, wie die Aufgabe korrekt zu erledigen ist. Zudem findet eine abschließende Kontrolle statt, bei der gemeinsam die Ergebnisse besprochen werden, um Lerneffekte zu sichern.
Warum wird die Rechnungsablage nach Belegnummern explizit thematisiert?
Die systematische Ablage ist Teil der Ordnung am Arbeitsplatz und stellt sicher, dass die Unterlagen für die weitere Buchung und spätere Archivierung jederzeit auffindbar und nachvollziehbar sind.
- Quote paper
- Simone Luigs (Author), 2006, Prüfen und Kontieren einer Rechnung (Unterweisung Industriekaufmann / -frau), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53697