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Private Sicherheitsdienstleister und Militärunternehmen. Strukturen, Relevanz und Rechtfertigung

Título: Private Sicherheitsdienstleister und Militärunternehmen. Strukturen, Relevanz und Rechtfertigung

Texto Academico , 2019 , 14 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Daniel Günther (Autor)

Política - Tema: Paz y Conflictos, Seguridad
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Die Arbeit beschäftigt sich mit den Folgen, Hintergründen und Begleiterscheinungen der Privatisierung der Streitkräfte. Ziel ist es, die Strukturen der Branche zu erklären, sowie deren Einbettung in internationales Recht und die Relevanz für militärische Auslandseinsätze und deren Rechtfertigung gegenüber der Öffentlichkeit zu analysieren.

Seit dem Ende des kalten Krieges kann man auf internationaler Ebene ein sich wandelndes Selbstverständnis der Sicherheits- und Verteidigungspolitik beobachten. Während der Einsatz militärischer Kräfte insbesondere von westlichen Staaten zugenommen hat und heute beinahe zum Selbstverständnis internationaler Sicherheitspolitik gehört, haben sich gerade im europäischen Raum auch die meisten Staaten vom Modell der Wehrpflicht verabschiedet und zu professionellen Berufsarmeen entwickelt, welche ihr Personal aus Freiwilligen rekrutieren. Der Fokus hat sich so gesehen von der Quantität auf die Qualität verlagert.

Ein Aspekt dieser Entwicklung, welcher oft unter dem Radar der Öffentlichkeit bleibt, ist die Zunahme privater Sicherheitsdienstleister und Militärunternehmen sowie deren Nutzung. Das Phänomen, militärische Expertise gegen Geld anzubieten, ist keineswegs neu und nach Gregor Giersch eine der ältesten Professionen der Menschheit. Neu ist allerdings die Institutionalisierung dieses Gewerbes im Mantel des profitorientierten Unternehmens.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung:

Arten der Vorhandenen Dienstleistungen und deren Nutzung:

Öffentliche Wahrnehmung und Medienberichterstattung:

Rechtlicher Status der Dienstleistenden Personen:

Fazit:

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Rolle privater Sicherheits- und Militärunternehmen (PMSD) in modernen bewaffneten Konflikten. Dabei wird untersucht, inwiefern die Nutzung dieser Akteure durch Staaten dazu beiträgt, militärische Auslandseinsätze gegenüber der Öffentlichkeit zu rechtfertigen, indem sie demokratische Kontrollmechanismen unterlaufen und rechtliche Grauzonen ausnutzen.

  • Strukturen und Geschäftsmodelle privater Militärunternehmen
  • Die Institutionalisierung militärischer Expertise im profitorientierten Sektor
  • Rechtliche Einordnung und Status von PMSD-Mitarbeitern in Konfliktgebieten
  • Parlamentarische Kontrollmöglichkeiten bei der Privatisierung von Militäraufgaben
  • Mediale Sichtbarkeit und statistische Erfassung von PMSD-Personal

Auszug aus dem Buch

Öffentliche Wahrnehmung und Medienberichterstattung:

Private Sicherheitsdienstleister und Militärunternehmen finden in der öffentlichen Wahrnehmung keine besonders große Beachtung. Dieser Umstand liegt aufgrund der angebotenen Dienstleistungen sowohl im Sinne der Unternehmen als auch im Sinne der Kunden. Größere Aufmerksamkeit erhielt die Firma Blackwater, nachdem im September 2007 einige ihrer Angestellten auf einem öffentlichen Platz in Bagdad bei einer Schießerei mindestens 14 Menschen töteten. Nach diesem Vorfall benannte sich die Firma in Academi um. Fälle wie dieser sind allerdings eher die Ausnahme.

Die Gründe für das grundsätzlich eher geringe Interesse von Seiten der Medien und der Öffentlichkeit liegen unter anderem darin begründet, dass die an diesem Geschäft teilhabenden Parteien aktiv ihre eigentliche Arbeit verschleiern, indem sie Ketten von Subunternehmen gründen und diese teilweise im Ausland registrieren, andererseits aber auch an der uneindeutigen rechtlichen Situation, in welcher sie sich bewegen. So zum Beispiel bei dem der Firma Constellis: Besagtes Unternehmen ist laut der Internetseite von ACADEMI die Dachorganisation folgender Unternehmen: ACADEMI, Triple Canopy, Olive Group, Edinburgh International, Strategic Social, AMK9, Centerra, TDI und OMNIPLEX. Auf der Internetseite von Constellis werden Stellenangebote bei folgenden Firmen angeboten: ACADEMI Training Center LLC, Centerra, Centerra Group LLC, Centerra INTGRD Fleet SCVS LLC, Constellis Commercial, Triple Canopy Inc. Dem Namen nach scheint die Firma „ACADEMI Training Center LLC“ zur Firma ACADEMI zu gehören, Die Unternehmen „Centerra Group LLC“ und „Centerra INTGRD Fleet SCVS LLC“ zu Centerra. Triple Canopy ist laut einem Bericht des österreichischen Presseportals APA-OTS seit 2007 Mutterunternehmen der Firma Clayton Consultants Inc. Weiterhin taucht in diesem Zusammenhang die Firma „Defion Internacional“ auf. Laut einem Artikel der Zeit wurde dieses Unternehmen mit Sitz in Peru im Auftrag von Triple Canopy gegründet, um Personal für Dienstleistungen im Irak zu rekrutieren. Andrea Schneiker untersuchte die Firma, die angegebene Internetseite existiert jedoch nicht mehr. Diese unübersichtlichen Unternehmensstrukturen und Verflechtungen hätte sich die US-Regierung zunutze machen können. Es könnte beispielsweise ein Auftrag über dieselbe Dienstleistung an mehrere Unternehmen derselben Dachorganisation vergeben werden, wobei jedoch viele, kleine Verträge entstehen würden welche einzeln betrachtet unter dem Radar des öffentlichen Interesses blieben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Sicherheitspolitik seit dem Ende des Kalten Krieges und die daraus resultierende Zunahme privater Militärunternehmen.

Arten der Vorhandenen Dienstleistungen und deren Nutzung: Dieses Kapitel erläutert die Typologien der Dienstleistungen von PMSD und stellt deren wachsende Bedeutung durch die „Network-Centric-Warfare“ und Personalverkleinerungen staatlicher Armeen dar.

Öffentliche Wahrnehmung und Medienberichterstattung: Hier wird analysiert, warum PMSD in der medialen Wahrnehmung kaum präsent sind und welche Rolle komplexe Unternehmensverflechtungen dabei spielen.

Rechtlicher Status der Dienstleistenden Personen: Dieser Abschnitt untersucht die rechtliche Grauzone von PMSD-Personal im Lichte der Genfer Konventionen, insbesondere der Artikel 43 und 47.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie die undurchsichtige Struktur und der ungeklärte rechtliche Status privater Militärunternehmen genutzt werden, um politische Hürden und parlamentarische Kontrollen bei Auslandseinsätzen zu umgehen.

Schlüsselwörter

Private Sicherheitsdienstleister, Militärunternehmen, PMSD, Auslandseinsätze, Sicherheitspolitik, Genfer Konventionen, Söldner, Parlamentarische Kontrolle, Krieg, Privatisierung, Blackwater, Verteidigungspolitik, Konfliktmanagement, Rechtsstatus, Militärreformen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle privater Sicherheits- und Militärunternehmen im Kontext moderner militärischer Auslandseinsätze und deren Einfluss auf die Rechtfertigung dieser Einsätze.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den Dienstleistungsangeboten der Branche, der medialen Wahrnehmung, den rechtlichen Grauzonen für das Personal und der parlamentarischen Kontrolle.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit fragt nach dem Umfang, in dem private Akteure dazu beitragen, staatliche Auslandseinsätze vor der Öffentlichkeit zu rechtfertigen, indem sie Transparenz erschweren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer Analyse von Fachliteratur, offiziellen Berichten, wissenschaftlichen Studien sowie der Auswertung von rechtlichen Dokumenten wie den Genfer Konventionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Kategorisierung der Dienstleistungen, die mediale Sichtbarkeit, die rechtliche Einordnung des Personals als Söldner oder Zivilisten sowie die Problematik der parlamentarischen Kontrolle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind private Militärunternehmen, PMSD, Rechtsstatus, parlamentarische Kontrolle und Transparenz von Auslandseinsätzen.

Warum ist es für Regierungen vorteilhaft, private statt staatlicher Akteure einzusetzen?

Es ermöglicht Regierungen, Mandatsobergrenzen zu umgehen, Statistiken über Verluste zu beschönigen und sich durch die Komplexität der Firmenstrukturen einer direkten Rechenschaftspflicht zu entziehen.

Wie werden PMSD-Mitarbeiter rechtlich in Konflikten eingeordnet?

Sie bewegen sich häufig in einer rechtlichen Grauzone; da sie meist nicht in die militärische Kommandostruktur integriert sind, fehlt ihnen oft der Kombattantenstatus, was sie rechtlich als Zivilisten definiert, die jedoch unter kriegsähnlichen Bedingungen agieren.

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Detalles

Título
Private Sicherheitsdienstleister und Militärunternehmen. Strukturen, Relevanz und Rechtfertigung
Universidad
University of Marburg  (Politikwissenschaft)
Curso
Militärische auslandseinsätze
Calificación
2,3
Autor
Daniel Günther (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
14
No. de catálogo
V537106
ISBN (Ebook)
9783346130068
ISBN (Libro)
9783346130075
Idioma
Alemán
Etiqueta
Blackwater Irak Privatisierung Afghanistan
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Günther (Autor), 2019, Private Sicherheitsdienstleister und Militärunternehmen. Strukturen, Relevanz und Rechtfertigung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537106
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