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Die Erschaffung der Ischa. Eine exegetische Untersuchung von Genesis 2,18-25

Titel: Die Erschaffung der Ischa. Eine exegetische Untersuchung von Genesis 2,18-25

Hausarbeit , 2016 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Onno Suntken (Autor:in)

Theologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit behandelt die Erschaffung der Ischa aus dem Schöpfungsbericht der Genesis. Die Geschichte von Adam und Eva ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Stellen des Alten Testaments und womöglich eine der wichtigsten, da sie die Frage beantwortet, die die Menschheit seit Anbeginn der Zeit beschäftigt: „Wo kommen wir her?“. Nun geht es in meiner Hausarbeit aber nicht um die Erschaffung des Menschen an sich, sondern speziell um die Erschaffung der Ischa oder heute eher bekannt als Eva. Auch explizit diese Textstelle des Schöpfungsberichtes hat sehr viel Potential für Diskussionen. Nicht selten wurde sie verwendet um die Stellung der Frau gegenüber dem Mann zu schwächen. Der Emanzipation und dem Feminismus zum Trotz wurde auch bis in die jüngere Vergangenheit argumentiert, die Frau sei dem Mann untergeordnet. Begründet wurde dies nicht selten auf die Erschaffung Evas aus der Rippe ihres männlichen Partners Adam. Aber ist es wirklich so einfach? Lässt sich wirklich sagen, die Frau ist dem Mann untergeordnet, weil schon in der Bibel steht, dass der Mann zuerst da war und aus seiner Rippe die Frau geschaffen wurde, um ihm zur Seite zu stehen? Und viel wichtiger: Steht das da wirklich?

Um diese Ergebnisse zu erhalten werde ich die Textstelle zunächst abgrenzen und den Kontext, in dem sie steht, untersuchen. Danach werde ich einen Übersetzungsvergleich durchführen, um mögliche Übersetzungsschwierigkeiten festzustellen und den damit verbundenen Raum für Interpretationen zu finden. Daran schließt eine sprachlich-sachliche Analyse an, in der ich den Text gliedere, sowie wichtige Begrifflichkeiten kläre. Dabei soll sowohl die textliche Einheitlichkeit untersucht, als auch der soziokulturelle Hintergrund aufgeschlüsselt werden. Im nächsten Schritt suche ich nach dem innovativen Potential des Textes, indem ich mich mit den Motiven, Traditionen und Prätexten der Textstelle auseinandersetze. In einem letzten Schritt vor dem Fazit wende ich mich noch der Aussageabsicht des Autors zu. Form, Gattung und Aussagerichtung des Textes, sowie die Erzählstrategie des Autors sollen dabei Aufschluss über die Intention des Autors und dessen Lernziele geben.

Leseprobe


Inhalt

1. EINLEITUNG

2. ABGRENZUNG DER PERIKOPE

3. ÜBERSETZUNGSVERGLEICH

3.1. Hinweise zum tabellarischen Übersetzungsvergleich

3.2. Auswertung des Übersetzungsvergleichs

4. SPRACHLICH-SACHLICHE ANALYSE

4.1. Linguistische Analyse

4.2. Realien

5. DAS INNOVATIVE POTENTIAL

5.1. Motiv- und Traditionskritik

5.2. Religionsgeschichtlicher Vergleich

6. AUSSAGEABSICHT DES AUTORS

6.1. Form- und Gattungskritik

6.2. Textpragmatische Analyse

7. FAZIT

8. LITERATURVERZEICHNIS

9. ANHANG

9.1. Tabellarischer Übersetzungsvergleich

9.2. Grafik zum Münsteraner Pentateuchmodell

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht exegetisch die Perikope von der Erschaffung der Ischa (Eva) in Genesis 2,18-25, um die Rolle und Stellung der Frau in diesem Schöpfungsbericht kritisch zu hinterfragen und gängige Interpretationen von Unterordnung zu prüfen.

  • Exegetische Analyse der Schöpfungsgeschichte (Gen 2,18-25)
  • Vergleichende Untersuchung verschiedener Bibelübersetzungen
  • Sprachlich-sachliche Analyse hebräischer Begrifflichkeiten
  • Untersuchung des innovativen Potentials und religionsgeschichtliche Einordnung
  • Aussageabsicht des Autors hinsichtlich Partnerschaft und Rollenbild

Auszug aus dem Buch

4.2. Realien

In diesem Kapitel meiner Hausarbeit werde ich mich insbesondere um einige schwierige, aber wichtige Begriffe der Perikope kümmern. Dabei geht es mir vor allem darum, die ursprünglichen Bedeutungen der hebräischen Worte zu suchen um so dem Originaltext ein Stück näher zu kommen. Da in dem Textabschnitt sowohl Orts- als auch Zeitangaben fehlen, ist es schwierig diesen sozialgeschichtlich oder historisch zu durchleuchten, aber durch die Untersuchung der hebräischen Begriffe werde ich mich auch dem historischen Kern des Textes etwas annähern.

Den Begriff, mit dem ich beginnen möchte, habe ich im vorigen Kapitel schon des Öfteren erwähnt. Es ist der Begriff „Mensch“, der nicht nur durch sein häufiges Auftreten ein wichtiges Schlagwort der Textstelle ist. Schlägt man den Begriff im Sprachschlüssel der Elberfelder Studienbibel nach, so findet man die Übersetzung „'adam“. Adam ist also nicht der Name des ersten Menschen, sondern der hebräische Begriff für „Mensch“. Jedoch ist „'adam“ nicht der Begriff für Menschen im Allgemeinen, sondern viel mehr für das Menschenwesen in Bezug auf sein Mensch-Sein. So steht es immer im Singular und meint den Einzelnen als Teil der Menschheit. Hauptsächlich findet man dieses Wort in der Urgeschichte, besonders der Schöpfungsgeschichte, oder in Bezug auf diese. Die Beziehung zu dem Wort Erdboden oder Ackerboden, „ha'dama“, aus dem der Mensch in Gen 2,7 erschaffen wird, ist sehr wohl beabsichtigt, hat jedoch wahrscheinlich nichts mit der Herkunft des Wortes zu tun. Interessant ist weiterhin, dass der Begriff „'adam“ noch keine geschlechtliche Unterscheidung vornimmt. Diese kommt erst in Gen 2,23, durch die Begriffe Frau oder Männin, „'issa“, und Mann, „'is“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Fragestellung zur Erschaffung der Ischa und die Motivation des Autors, gängige Vorurteile zur Unterordnung der Frau zu hinterfragen.

2. ABGRENZUNG DER PERIKOPE: Bestimmung des Textrahmens von Genesis 2,18-25 innerhalb der Schöpfungsgeschichte durch inhaltliche und formale Kriterien.

3. ÜBERSETZUNGSVERGLEICH: Methodische Erläuterung und Auswertung der Unterschiede in drei verschiedenen Bibelübersetzungen hinsichtlich ihrer theologischen Implikationen.

4. SPRACHLICH-SACHLICHE ANALYSE: Untersuchung der linguistischen Kohärenz sowie Klärung zentraler hebräischer Begriffe, um dem historischen Kern des Textes näherzukommen.

5. DAS INNOVATIVE POTENTIAL: Analyse der Vorgeschichte und mögliche Einflüsse durch einen Vergleich mit anderen Schöpfungsmythen.

6. AUSSAGEABSICHT DES AUTORS: Untersuchung der Gattung und der textpragmatischen Intention des Autors hinsichtlich der Vermittlung eines partnerschaftlichen Menschenbildes.

7. FAZIT: Zusammenfassende Reflexion über die Ergebnisse der Arbeit und die gewandelte Sichtweise des Autors auf den Text.

Schlüsselwörter

Genesis 2,18-25, Schöpfungsgeschichte, Ischa, Eva, Adam, Exegese, Bibelübersetzung, Hilfe, Geschlechtergerechtigkeit, Anthropologie, Jahwist, Schöpfungsmythos, Partnerschaft, hebräische Sprache, Rollenbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung der Erschaffung der Ischa (Eva) in Genesis 2,18-25.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Frau, die Interpretation der Begriffe "Mensch" (adam) und "Hilfe" (ezer) sowie das zugrundeliegende Bild von Partnerschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob der biblische Text tatsächlich eine Unterordnung der Frau legitimiert oder ob er nicht ein gleichberechtigtes Gegenüber betont.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Der Autor nutzt Methoden der exegetischen Textanalyse, darunter einen Übersetzungsvergleich, linguistische Analyse, Motivkritik und eine textpragmatische Untersuchung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Abgrenzung der Perikope, den Vergleich moderner Bibelübersetzungen, eine sprachliche Analyse, eine religionsgeschichtliche Kontextualisierung sowie die Bestimmung der Aussageabsicht des Autors.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Schöpfungsbericht, Ischa, Exegese, Geschlechtergerechtigkeit und Menschenwesen.

Warum spielt die Unterscheidung der Begriffe "Mensch" und "Mann" eine so wichtige Rolle?

Der Autor stellt heraus, dass "Adam" im Hebräischen für das "Menschwesen" steht und eine geschlechtliche Differenzierung erst später durch die Erschaffung der Frau erfolgt, was ein Argument gegen eine ursprüngliche Unterordnung der Frau ist.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor im Fazit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Text ein sehr starkes Frauenbild zeichnet, in dem die Frau die Schöpfung vollendet, und dass ein genaues Hinterfragen biblischer Texte vor missbräuchlicher Verwendung schützt.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Erschaffung der Ischa. Eine exegetische Untersuchung von Genesis 2,18-25
Hochschule
Universität Münster
Note
1,7
Autor
Onno Suntken (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
24
Katalognummer
V537113
ISBN (eBook)
9783346135629
ISBN (Buch)
9783346135636
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erschaffung ischa eine untersuchung genesis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Onno Suntken (Autor:in), 2016, Die Erschaffung der Ischa. Eine exegetische Untersuchung von Genesis 2,18-25, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537113
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Leseprobe aus  24  Seiten
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