Die Erschaffung der Ischa. Eine exegetische Untersuchung von Genesis 2,18-25


Hausarbeit, 2016

24 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Abgrenzung der Perikope

3. Übersetzungsvergleich
3.1. Hinweise zum tabellarischen Übersetzungsvergleich
3.2. Auswertung des Übersetzungsvergleichs

4. Sprachlich-sachliche Analyse
4.1. Linguistische Analyse
4.2. Realien

5. Das innovative Potential
5.1. Motiv- und Traditionskritik
5.2. Religionsgeschichtlicher Vergleich

6. Aussageabsicht des Autors
6.1. Form- und Gattungskritik
6.2. Textpragmatische Analyse

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

9. Anhang
9.1. Tabellarischer Übersetzungsvergleich
9.2. Grafik zum Münsteraner Pentateuchmodell

1. Einleitung

In dieser Hausarbeit setzte ich mich mit der Erschaffung der Ischa aus dem Schöpfungsbericht der Genesis auseinander. Die Geschichte von Adam und Eva ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Stellen des Alten Testaments und womöglich eine der wichtigsten, da sie die Frage beantwortet, die die Menschheit seit Anbeginn der Zeit beschäftigt: „Wo kommen wir her?“. Nun geht es in meiner Hausarbeit aber nicht um die Erschaffung des Menschen an sich, sondern speziell um die Erschaffung der Ischa oder heute eher bekannt als Eva. Auch explizit diese Textstelle des Schöpfungsberichtes hat sehr viel Potential für Diskussionen. Nicht selten wurde sie verwendet um die Stellung der Frau gegenüber dem Mann zu schwächen. Der Emanzipation und dem Feminismus zum Trotz wurde auch bis in die jüngere Vergangenheit argumentiert, die Frau sei dem Mann untergeordnet. Begründet wurde dies nicht selten auf die Erschaffung Evas aus der Rippe ihres männlichen Partners Adam. Aber ist es wirklich so einfach? Lässt sich wirklich sagen, die Frau ist dem Mann untergeordnet, weil schon in der Bibel steht, dass der Mann zuerst da war und aus seiner Rippe die Frau geschaffen wurde, um ihm zur Seite zu stehen? Und viel wichtiger: Steht das da wirklich? Erschuf Gott wirklich zuerst den Mann und ihm danach eine „Gehilfin“?

Diese Fragen kamen mir sofort in den Kopf, als ich die Auswahlmöglichkeit dieses Themas erfuhr. Seit meiner frühen Schulzeit habe ich mich nicht mehr mit dieser Textstelle auseinandergesetzt. Weder sie gelesen, noch sie hinterfragt. Umso gespannter bin ich welche Ergebnisse sich am Ende zeigen. Ich bin sicher, dass sie meine Sichtweise zu dieser Textstelle verändern werden.

Um diese Ergebnisse zu erhalten werde ich die Textstelle zunächst abgrenzen und den Kontext, in dem sie steht, untersuchen. Danach werde ich einen Übersetzungsvergleich durchführen, um mögliche Übersetzungsschwierigkeiten festzustellen und den damit verbundenen Raum für Interpretationen zu finden. Daran schließt eine sprachlich-sachliche Analyse an, in der ich den Text gliedere, sowie wichtige Begrifflichkeiten kläre. Dabei soll sowohl die textliche Einheitlichkeit untersucht, als auch der soziokulturelle Hintergrund aufgeschlüsselt werden. Im nächsten Schritt suche ich nach dem innovativen Potential des Textes, indem ich mich mit den Motiven, Traditionen und Prätexten der Textstelle auseinandersetze. In einem letzten Schritt vor dem Fazit wende ich mich noch der Aussageabsicht des Autors zu. Form, Gattung und Aussagerichtung des Textes, sowie die Erzählstrategie des Autors sollen dabei Aufschluss über die Intention des Autors und dessen Lernziele geben.

2. Abgrenzung der Perikope

In diesem Kapitel werde ich zunächst einen Rahmen für die Textstelle schaffen, um die es in dieser Hausarbeit geht. Dabei kläre ich kurz den Kontext in dem die Textstelle steht und werde dann Anfangspunkt und Endpunkt bestimmen, sowie kurz erklären woran diese festzumachen sind.

Der Bericht von der Erschaffung der Ischa ist Teil der Schöpfungsgeschichte (Gen 1,1-3,24), die in der Urgeschichte (Gen 1-11) des Buches Genesis zu finden ist. Möchte man es etwas genauer bestimmen, so gehört die Perikope zum zweiten Teil der Schöpfungsgeschichte (Gen 2,4b-3,24), in dem es speziell um die Erschaffung des Menschen geht.

Eingegrenzt wird die Textstelle von der Einsetzung in den Garten Eden und dem damit einhergehenden Verbot, von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen. Eingeleitet wird Gen 2,18-25 durch die für Gen 2 übliche Äußerung „Und Gott, der Herr,...“. Diese Einleitung findet sich schon bei Gen 2,8 („Und Gott, der Herr, pflanzte“) und Gen 2,15 („Und Gott, der Herr, nahm“)1 und leitet so wie das in Gen 1 übliche „Und Gott sprach“ eine neue Handlung und somit häufig einen neuen Textabschnitt ein.

Das Ende der Perikope wird durch einen Personenwechsel deutlich. Während in Gen 2,18-25 lediglich Gott, der Mensch/Mann, sowie am Ende die Frau und zu Beginn die Tiere eine Rolle spielen, so begegnet uns im darauffolgenden Satz, Gen 3,1, nun die Schlange als neue Person. Diese noch fremde Person tritt schon im ersten Satz als Subjekt der Handlung auf, indem sie direkt zur Frau spricht. Dies spricht für einen Handlungswechsel und somit für den Beginn eines neuen Textabschnitts.

Auch inhaltlich ist die Perikope so in sich geschlossen. Sie beginnt mit der Feststellung Gottes „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“ (Gen 2,18) und schließt mit dem Satz „Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht.“ (Gen 2,25). So endet der Handlungsstrang, der mit dem Verlangen nach der Beendigung des menschlichen „Alleinseins“ begann, mit der Zweisamkeit der beiden Menschen ohne Scham und schließt auf diese Weise auch inhaltlich die Perikope.

3. Übersetzungsvergleich

3.1. Hinweise zum tabellarischen Übersetzungsvergleich

Den tabellarischen Übersetzungsvergleich finden Sie unter 9.1. im Anhang. In diesem Kapitel werde ich zunächst einige Hinweise dazu geben und zuvor kurz erklären wie ich vorgegangen bin.

Der Übersetzungsvergleich soll zeigen wo es Schwierigkeiten gibt den Originaltext in die deutsche Sprache zu übersetzen, da durch fehlerhafte oder ungenaue Übersetzungen Raum für Interpretationen entsteht. Diese Schwierigkeiten lassen sich entdecken, indem man bei verschiedenen Übersetzungen die Unterschiede sucht. Dies habe ich in der im Anhang zu findenden Tabelle getan und die Auffälligkeiten farblich markiert. Ist etwas rot markiert, so liegt eine Übersetzungsabweichung in einem der drei Texte vor, während in den anderen Texten die entsprechende Stelle, grün markiert, ähnlich oder gleich übersetzt ist. Gelb markiert sind Textstellen, die in allen drei Übersetzungen unterschiedlich sind.

Da es sehr viele verschiedene Bibelübersetzungen gibt, ist es nicht unwichtig welche man für den Vergleich benutzt und wie diese Übersetzungen einzuordnen sind. Ich habe mir für den Übersetzungsvergleich drei möglichst unterschiedliche Bibelübersetzungen herausgenommen. Die Elberfelder Studienbibel, mit der ich auch normalerweise arbeite, übersetzt sehr nah am Originaltext, was zwar für den heutigen Leser etwas schwieriger ist, aber bei Übersetzungsschwierigkeiten möglicherweise am besten den hebräischen Originaltext widerspiegelt. Die Einheitsübersetzung ist die normative Bibel der römisch-katholischen Kirche und versucht einen Mittelweg zwischen Originaltextbezogenheit und Leserorientiertheit zu gehen. Als dritte Bibelübersetzung habe ich mir ganz bewusst die Bibel in gerechter Sprache ausgesucht. Diese ist eine moderne Bibelübersetzung, die nicht mehr ganz so originaltextnah ist wie die Elberfelder Studienbibel und die Einheitsübersetzung. Sie bemüht sich darum, die männlichen Begriffe auch mit weiblichen Bezeichnungen zu versehen und so eine geschlechtergerechte Sprache zu benutzen. Diesen feministischen Ansatz fand ich besonders in Bezug auf die Erschaffung der Frau sehr spannend und war gespannt wie dies in der Übersetzung gelöst wurde.

3.2. Auswertung des Übersetzungsvergleichs

Bevor ich mit der Auswertung der von mir ausgemachten Unterschiede in den drei Bibelübersetzungen beginne, möchte ich darauf hinweisen, dass ich nicht alle kleinen Unterschiede aufgeführt habe, da ich sonst vermutlich den ganzen Text hätte markieren müssen. Es sind vor allem Textstellen, die direkten Bezug zum Inhalt der Perikope haben, die mich dabei interessierten. Dass beispielsweise in der Bibel in gerechter Sprache Gott immer „Adonaj, also Gott“ genannt wird, spricht dafür dass das Wort „Adonaj“ aus dem Originaltext nicht vernachlässigt, aber auch nicht mit „Herr“ übersetzt werden sollte, was zwar einiges über das theologische Potential der Übersetzung aussagt, jedoch für die Untersuchung dieser Textstelle eine untergeordnete Rolle spielt.

Insgesamt lässt sich vorweg sagen, dass sich die modernere Übersetzung der Bibel in gerechter Sprache noch am ehesten von den anderen unterscheidet, während die Elberfelder Studienbibel und die Einheitsübersetzung zu einem Großteil übereinstimmen.

Ich möchte auf drei Verse der Perikope näher eingehen, an denen man gut sehen kann, wie sich die Übersetzung der Bibel in gerechter Sprache von den anderen unterscheidet. Zunächst möchte ich auf den ersten Vers der Perikope, Gen 2,18, eingehen. Während die Elberfelder Studienbibel und die Einheitsübersetzung einheitlich schreiben „Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.“, fällt bei der Bibel in gerechter Sprache das „die ihm entspricht.“ weg und wird durch „so etwas wie ein Gegenüber.“ ersetzt. Dadurch soll der Aspekt der „Hilfe“ abgeschwächt werden. Die Frau, die später diese Rolle der „Hilfe“ übernimmt, soll nicht als „Gehilfin“ gesehen werden, sondern als gleichberechtigtes Wesen, ein Gegenüber.

Die nächste interessante Übersetzungsabweichung ist in Vers 22 zu finden. Der Begriff „Mensch“ und dessen hebräische Übersetzung „'adam“ spielt in der ganzen Perikope eine enorm wichtige Rolle. In Vers 22 wird nun aus der dem Menschen entnommenen Rippe oder Seite die Frau geschaffen. In der Elberfelder Studienbibel und der Einheitsübersetzung bleibt „'adam“ dabei zunächst weiterhin „Mensch“. Die Bibel in gerechter Sprache scheint in „'adam“ aber nun nicht mehr den vollwertigen Menschen zu sehen, sondern beschreibt ihn als „Adam, der Rest des Menschenwesens.“. Dies zeigt sich auch zu Beginn des darauffolgenden Verses. In Vers 23 folgt nun in der Elberfelder Studienbibel, sowie in der Einheitsübersetzung eine direkte Rede des Menschen, aber in der Bibel in gerechter Sprache spricht „der Mensch als Mann“. Auch in der folgenden Ansprache des Menschen finden sich große Abweichungen. Nun ist zwar nicht mehr vom Menschen die Rede, dafür finden sich aber unterschiedliche Wege die beiden Geschlechter zu bezeichnen. Während die Elberfelder Studienbibel zwischen Männin und Mann unterscheidet, benutzt die Einheitsübersetzung die für uns gängigeren Begriffe Frau und Mann. Interessant ist wie die Bibel in gerechter Sprache diese Situation löst. Ähnlich wie bei „Adonaj, also Gott“ und „Adam, dem Rest des Menschenwesens.“ behält sie den hebräischen Begriff bei und stellt diesem das Wort „Frau“ nach. Genauso macht sie es danach auch mit dem Mann. Die hebräischen Begriffe lauten „Ischscha“ („'issa“)2 für Frau und „Isch“ („'is“) für Mann. Betrachtet man diese beiden Begriffe fällt sofort der Bezug der beiden Begriffe aufeinander auf. Ähnlich verhält es sich bei den Begriffen „Männin“ und „Mann“. Man kann also bei diesen beiden Begriffen feststellen, dass die Elberfelder Studienbibel tatsächlich nah an dem Originaltext übersetzt hat. Bei der Einheitsübersetzung sind die gängigeren Begriffe „Frau“ und „Mann“ in Benutzung, da die Einheitsübersetzung leserorientiert übersetzt ist, dabei aber ein wenig vom Originaltext wegrückt. Die Bibel in gerechter Sprache versucht möglichst geschlechtsneutral zu formulieren. Deshalb benutzt sie häufig die hebräischen Begriffe um einen ungenauen deutschen Begriff zu vermeiden, stellt diesen dann aber meist nach.

Besonders in Vers 23 sehe ich, dass die Bibel in gerechter Sprache mit der Art zu übersetzen ein bestimmtes Ziel verfolgt und so auch eine andere theologische Aussage trifft als die anderen Übersetzungen. Hier versucht sie zu zeigen, dass es sich bei der Beziehung „vom Isch, vom Mann genommen“ nicht um eine Bestimmung der Beziehung zwischen Mann und Frau handelt und die Frau, da vom Mann genommen, diesem untergeordnet ist, sondern dass sich diese Beziehung lediglich auf die Begriffe „Ischscha“ und „Isch“ beziehen. Damit versucht sie auch theologisch die Gleichstellung der Frau durchzusetzen, da diese, wie in der Einleitung erwähnt, gerade durch den Schöpfungsbericht, häufig angezweifelt wurde.

4. Sprachlich-sachliche Analyse

4.1. Linguistische Analyse

In der linguistischen Analyse werde ich die Kohärenz des Textes überprüfen. Dabei werde ich den Text zunächst auf besondere Stilmittel und auffällige Wortarten untersuchen. Danach werde ich die Darstellung der Charaktere, insbesondere Gottes, untersuchen und zuletzt die Textstelle semantisch gliedern, um so letztendlich festzustellen, ob der Text einheitlich ist oder ob es Brüche in der Erzählung gibt.

Besondere Stilmittel findet man in der Textstelle nicht sehr viele. In der Übersetzung der Elberfelder Studienbibel findet sich zu Beginn in der Versen 18 und 19 eine Anapher, da beide Verse mit dem in Kapitel 2 schon erwähnten „Und Gott, der Herr,...“ beginnen. Zusätzlich findet sich in den Versen 19 und 20 ein Merismus. Es wird hier bei der Erschaffung der Tiere zwischen den Tieren des Feldes, den Vögeln des Himmels und in Vers 20 noch dem Vieh allgemein unterschieden.

Diese Stilmittel sagen noch nicht besonders viel über die Kohärenz des Textes aus. Aber einige einzelne Worte könnten da aufschlussreicher sein. So fällt das Wort „Mensch“ auf, das sich durch die Perikope zieht und dabei überproportional häufig erwähnt wird. Lediglich in den Versen 23 und 24 wird während der Rede desselben, statt „Mensch“ in „Mann“ und „Frau“ unterschieden. In Vers 25 wird statt „Mann und seine Frau“ jedoch wieder „Mensch und seine Frau“ benutzt. Dieses wichtige Wort spricht für die Kohärenz des Textes, da es sich, mit Ausnahme der Verse 23 und 24, durch die gesamte Textstelle zieht.

Es gibt noch weitere wichtige Schlagworte in der Textstelle, diese ziehen sich jedoch nicht durch die gesamte Perikope, sondern treten häufig nur in bestimmten Versen oder Abschnitten auf. Im übernächsten Schritt werde ich die Textstelle semantisch, aber auch inhaltlich begründet gliedern und dabei auch auf die jeweils wichtigen Schlagworte verweisen. Aber zunächst werde ich mich um die Darstellung der Charaktere in der Perikope kümmern.

In dieser Perikope gibt es nur drei Charaktere, über die sich überhaupt Aussagen treffen lassen, weshalb eine Aktantenanalyse nach Ebner und Heininger nicht möglich ist. Diese Charaktere sind Gott, der Mensch oder Mann und die Frau. Die handelnde Figur des Textes ist Gott. Ihm werden alle aktiven Verben zugesprochen, bis auf die Namensgebung der Tiere durch den Menschen in Vers 20 und die direkte Rede des Menschen in Vers 23. Seine Handlungen zielen darauf ab dem Menschen etwas Gutes zu tun, so sorgt er sich in Vers 18 um das Alleinsein des Menschen. Dennoch lässt er ihm Freiheiten, wie das Benennen der Tiere. Die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen ähnelt einer Vater-Sohn-Beziehung. Gott sorgt sich um den Menschen, wie ein Vater um seinen Sohn.

Eine weitere interessante Beziehung ist die zwischen Mann und Frau. Über beide Einzelcharaktere lässt sich anhand der Textstelle nicht viel sagen. Aber dennoch kann man einige Aussagen über die Beziehung der beiden treffen. So sucht Gott dem Menschen eine Hilfe „die ihm entspricht“. Obwohl die Frau aus der Rippe des Mannes erschaffen wurde, scheint diese Beziehung also ausgeglichen zu sein.

Im letzten Schritt der linguistischen Analyse werde ich den Textabschnitt gliedern. Dabei spielen sowohl inhaltliche, als auch semantische Aspekte eine Rolle.

Gleich zu Beginn der Textstelle begegnet mir eine kleine Schwierigkeit. Inhaltlich würde ich Vers 18 für sich alleine stehen lassen. Er scheint mir eine Art Einleitung zu sein, da er die Handlung der Perikope durch eine Art Aufgabenstellung eröffnet. Semantisch jedoch würde ich Vers 18 bis 20 im Zusammenhang sehen, da hier besonders der Ausdruck „eine Hilfe, die ihm entspricht/ihm entsprechend“ eine wichtige Rolle spielt. Diesen Ausdruck findet man sowohl im ersten Satz, Vers 18, als auch zum Abschluss des Verses 20, wodurch die Handlung des ersten Teilabschnittes abgeschlossen scheint. Vers 19 und 20 gehören auch inhaltlich ohne Zweifel zusammen, da sie beide die Erschaffung der Tiere zum Thema haben.

Der nächste Textabschnitt umfasst für mich die Verse 21 und 22. Während in Vers 20 die Erschaffung der Tiere abgeschlossen ist und die Aufgabenstellung aus Vers 18 scheitert, beginnt in Vers 21 nun eine neue, die eigentliche Haupthandlung der Textstelle. Diese ist die Erschaffung der Frau, die in Vers 22 endgültig durchgeführt wird. Im Zusammenhang mit dieser Handlung hat das Wort „Rippe“ eine große Bedeutung. Obwohl hier auch schon das Wort „Fleisch“ vorkommt, gewinnt dieses erst in den folgenden Versen 23 und 24 an Bedeutung.

[...]


1 Bezieht sich auf die Elberfelder Studienbibel

2 Die schriftlichen Überlieferungen des hebräischen Wortes für Frau variieren. Im Titel meiner Arbeit habe ich, gemäß den Vorgaben „Ischa“ übernommen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Die Erschaffung der Ischa. Eine exegetische Untersuchung von Genesis 2,18-25
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
1,7
Autor
Jahr
2016
Seiten
24
Katalognummer
V537113
ISBN (eBook)
9783346135629
ISBN (Buch)
9783346135636
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erschaffung, ischa, eine, untersuchung, genesis
Arbeit zitieren
Onno Suntken (Autor), 2016, Die Erschaffung der Ischa. Eine exegetische Untersuchung von Genesis 2,18-25, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537113

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