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Der Horos des zweiten Konzils von Nizäa 787 und seine Folgen für den Bilderstreit

Título: Der Horos des zweiten Konzils von Nizäa 787 und seine Folgen für den Bilderstreit

Trabajo Escrito , 2017 , 15 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Onno Suntken (Autor)

Teología - Otras
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In den 10 Geboten heißt es „Du sollst dir kein Gottesbild machen..“ . Ist es also verboten Gott auf künstlerische Art und Weise darzustellen? In der heutigen Praxis scheint diese Frage mit „Nein“ beantwortet worden zu sein. Ob in Cartoons, Filmen oder modernen Gemälden, Gott begegnet uns überall. Besonders Jesus Christus wird in fast allen Medien abgebildet. Was heute kein Problem darstellt, mündete in der Frühzeit des Christentums in einen handfesten Streit, der seinen vorläufigen Höhepunkt im zweiten Konzil von Nizäa fand.

Um den Beschluss dieses Konzils, soll es in dieser Hausarbeit gehen. Ich möchte herausfinden welche Konsequenzen das Konzil für den Fortlauf des Bilderstreits hatte und wie es sich in der folgenden Entwicklung des Christentums niedergeschlagen hat. Um dies zu erreichen, werde ich zunächst kurz auf die Entstehung des Bilderstreits eingehen und die Situation vor dem Konzil beleuchten, um den Beschluss des Konzils in seinen historischen Kontext einordnen zu können. Im Folgenden werde ich auf den Beschluss selbst genauer eingehen, um die Folgen herauszuarbeiten. Diese chronologische Vorgehensweise hat den Vorteil, dass sich die Situation vor dem Konzil mit der Situation nach dem Konzilsbeschluss vergleichen lässt. Den Inhalt der Konzilssitzungen und die Argumentationen der streitenden Positionen werde ich keine große Beachtung schenken, da es mir hauptsächlich um den Beschluss selbst und die damit verbundenen Veränderungen geht und der theologische Inhalt der Diskussion die Rahmen meiner Hausarbeit sprengen würde.

Der Forschungsstand ist zum geschichtlichen Aspekt des Konzils recht einheitlich. Zur Vorgeschichte und dem Ablauf des Konzils bezieht sich ein Großteil der Literatur auf die selben Quellen, nämlich Mansi und Theophanes. Die ausführlichsten Beschreibungen zum Konzil und dessen Vorgeschichte finden sich bei Gervais Dumeige, in dessen Buch Nizäa II, welches mir zunächst als Anhaltspunkt dienen wird. Hinzu kommen viele Darstellungen aus Lexika oder Reihen zur Konzilsgeschichte, sowie einige Aufsätze, die sich insbesondere mit dem Konzilsbeschluss selbst auseinandersetzen. Ein Problem wird sein, dass sich viele der Texte mit dem theologischen Aspekt des Bilderstreits befassen. Da dieser nicht das Hauptthema der Hausarbeit sein soll, werde ich versuchen die geschichtlichen Aspekte aus der Literatur herauszufiltern.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DAS CHRISTENTUM UND DIE BILDER VOR DEM KONZIL 787

3. DAS ZWEITE KONZIL VON NIZÄA

4. DER KONZILSBESCHLUSS

5. FOLGEN FÜR DEN BILDERSTREIT

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den "Horos" des Zweiten Konzils von Nizäa aus dem Jahr 787 sowie dessen Auswirkungen auf den anhaltenden byzantinischen Bilderstreit, wobei insbesondere die historische Einordnung des Konzilsbeschlusses und die Machtverhältnisse zwischen Kaiser und Kirche im Zentrum stehen.

  • Historische Entwicklung der Bilderverehrung im frühen Christentum
  • Struktureller Ablauf und Kontext des Konzils von Nizäa (787)
  • Analyse der Funktion und Bedeutung des Konzilsbeschlusses (Horos)
  • Folgen des Konzils für den weiteren Verlauf des Bilderstreits
  • Spannungsfelder zwischen Ost- und Westkirche sowie Kaiser und Papsttum

Auszug aus dem Buch

4. Der Konzilsbeschluss

Die mir vorliegende Quelle ist der Horos des zweiten Konzils von Nizäa von 787. Die von mir benutzte Version ist in dem Buch Nizäa II von Gervais Dumeige im Quellenanhang zu finden.

Ein Horos, häufig mit Definition übersetzt, ist der schriftlich festgehaltene Beschluss eines Konzils und fasst das Ergebnis der abgehaltenen Diskussion zusammen. Horoi findet man bei allen Ökumenischen Konzilien der alten Kirche. Betrachtet man die bei Uphus abgebildete Tabelle, die die Horoi der verschiedenen ökumenischen Konzilien vergleicht, fällt auf, dass der Horos der zweiten Konzils von Nizäa in das von Uphus zugrunde gelegte Schema passt. Damit belegt Uphus, dass es sich bei dem Text auch sicher um einen Horos handelt.

Wie schon bei dem Beschluss von Hiereia hängen dem Horos Anathematismen an, die an jene gerichtet sind, die sich nicht an den Horos halten. Jene werden mit einem Anathema, also einem Kirchenbann belegt. Zudem befinden sich dahinter 22 Kanones, die sich jedoch nicht mit dem Bilderstreit beschäftigen, sondern allgemeine kirchliche Themen ansprechen.

Verfasst wurde der Text in der siebten Sitzung des Konzils, wobei bereits in der vierten Sitzung ein Dekret schriftlich fixiert und unterzeichnet wurde, dass dem endgültigen Horos nicht unähnlich war. Wer der Verfasser des Horos war ist mir nicht bekannt. Ich vermute, dass Tarasius, der auch das Konzil leitete, als federführend angesehen werden kann. In der achten Sitzung des Konzils, die am 23. Oktober 787 in Konstantinopel stattfand, wurde der Horos von den Patriarchen, sowie von Irene und Konstantin unterschrieben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die historische Schwierigkeit der bildlichen Darstellung Gottes und legt das Ziel der Arbeit fest, die Auswirkungen des Konzils von Nizäa auf den Bilderstreit zu untersuchen.

2. DAS CHRISTENTUM UND DIE BILDER VOR DEM KONZIL 787: Dieses Kapitel beschreibt die anfängliche Ablehnung religiöser Bilder im frühen Christentum und den Wandel hin zu einer zunehmenden Verehrung, die den Bilderstreit provozierte.

3. DAS ZWEITE KONZIL VON NIZÄA: Hier wird der organisatorische Ablauf und der historische Kontext des Konzils beleuchtet, einschließlich der Vorbereitungen unter Irene und Tarasius sowie des gescheiterten ersten Versuchs.

4. DER KONZILSBESCHLUSS: Dieser Abschnitt analysiert den "Horos" als formales Dokument, seine Entstehung während der Konzilsitzungen und die Problematik seiner historischen Authentizität als Ergebnis eines freien Meinungsaustauschs.

5. FOLGEN FÜR DEN BILDERSTREIT: Das Kapitel dokumentiert, dass der Beschluss den Streit nicht beendete, sondern zu weiterem Widerstand führte und Spannungen zwischen der östlichen Kirche sowie zwischen den Franken und Rom verschärfte.

6. FAZIT: Das Fazit resümiert, dass das Konzil primär ein Instrument zur Durchsetzung politischer und theologischer Positionen war, statt eine dauerhafte Beilegung des Konflikts zu bewirken.

Schlüsselwörter

Bilderstreit, Zweites Konzil von Nizäa, Horos, Ikonoklasmus, Bilderverehrung, Kaiserin Irene, Tarasius, Konzilsbeschluss, Byzantinische Kirche, Bildersturm, Theologie, Geschichte, Christentum, Konziliengeschichte, Kirchengeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Zweiten Konzil von Nizäa aus dem Jahr 787 und untersucht, welche Rolle der Konzilsbeschluss, der sogenannte Horos, in der historischen Entwicklung des byzantinischen Bilderstreits spielte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind der Wandel der Bilderverehrung im frühen Christentum, der Verlauf des Konzils von 787 sowie die politischen und kirchlichen Machtkämpfe, die den Bilderstreit maßgeblich prägten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu analysieren, welche Auswirkungen der Konzilsbeschluss auf den Fortlauf des Bilderstreits hatte und wie sich diese Ereignisse in der Entwicklung des Christentums widerspiegelten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor wendet eine chronologische Vorgehensweise an, bei der historische Quellen wie die Akten von Mansi und Theophanes sowie einschlägige wissenschaftliche Sekundärliteratur zur Konzilsgeschichte kritisch ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Situation vor 787, den Ablauf des Konzils in Nizäa, die Analyse des Konzilsbeschlusses (Horos) und eine Untersuchung der nachfolgenden Spannungen und Streitigkeiten innerhalb der Kirche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Bilderstreit, Ikonoklasmus, Horos, Zweites Konzil von Nizäa, Kaiserin Irene, Patriarch Tarasius und die historische Konfliktlinie zwischen Bilderfreunden und Bilderfeinden.

Wie bewertet der Autor die Glaubwürdigkeit der Konzilsakten?

Der Autor hinterfragt die Akten kritisch und äußert Zweifel daran, ob das Konzil ein Ort des freien Meinungsaustauschs war, da die Sitzungen eher wie eine inszenierte Aufführung mit vorgefertigten Ergebnissen wirken.

Warum konnte das Konzil den Bilderstreit nicht beenden?

Der Autor argumentiert, dass die Positionen der verschiedenen Parteien bereits im Vorfeld zu verhärtet waren und das Konzil eher als Mittel zur Durchsetzung politischer Machtinteressen diente, statt einen echten Konsens zu suchen.

Welche Rolle spielt die Westkirche in dieser Untersuchung?

Die Westkirche wird besonders durch die Rolle Karls des Großen und Papst Hadrians beleuchtet, wobei deutlich wird, dass es zwischen Rom und den fränkischen Theologen große Meinungsverschiedenheiten über die Beschlüsse von Nizäa gab.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Horos des zweiten Konzils von Nizäa 787 und seine Folgen für den Bilderstreit
Universidad
University of Münster
Calificación
1,7
Autor
Onno Suntken (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
15
No. de catálogo
V537129
ISBN (Ebook)
9783346135773
ISBN (Libro)
9783346135780
Idioma
Alemán
Etiqueta
horos konzils nizäa folgen bilderstreit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Onno Suntken (Autor), 2017, Der Horos des zweiten Konzils von Nizäa 787 und seine Folgen für den Bilderstreit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537129
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