Tiere, Emotionen und der Lernprozess. Kann der Mensch-Tier-Kontakt das Lernen verbessern?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2019

25 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Die Grundlagen des Emotionsbegriffs
2.1. Phänomenologische Abgrenzung des Begriffs „Emotion“
2.2. Ein neurobiologischer Definitionsansatz

3. Der Einfluss von Emotionen auf das Lernen
3.1. Der Zusammenhang von Emotionen und Lernen
3.2. Ursprung und Struktur der Wirkung
3.3. Bedeutung für die Didaktik

4. Der Mensch-Tier-Kontakt – Ein Katalysator für Emotionen?
4.1. Der direkte Einfluss von Tieren auf den menschlichen Körper
4.2. Der indirekte Einfluss – ein sozialer Aspekt
4.3. Die Folge für menschliche Emotionen

5. Fazit und Ausblick

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang

1. Einleitung

„Tiere sind die besten Freunde.“ Das erkannte angeblich schon Mark Twain und auch heute noch wird von vielen Menschen nicht nur der Hund als „bester Freund des Menschen“ betitelt. Dass Tiere etwas an sich haben, das uns Menschen fasziniert, beruhigt und erfreut lässt sich ebenso wenig von der Hand weisen, wie der Umstand, dass Tiere auch Angst, Ekel und sogar Wut auslösen können. Sie können also etwas, das leblose Gegenstände nicht können – die gesamte Palette der Emotionen auslösen. Nicht zuletzt deshalb sind Tiere gerade bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. In dieser Arbeit soll es jedoch nicht nur darum gehen, ob Tiere Menschen Freude bereiten können, sondern um die Frage, ob Tiere vielleicht noch viel mehr auslösen als nur bestimmte Emotionen.

Stress und Angst in der Schule sind schon lange ein Thema der Pädagogik. Insbesondere der Stress in Leistungssituationen ist für Kinder ein hemmender Aspekt. Doch im Schulalltag können alle Arten von Emotionen ausgelöst werden. Nicht selten enthält ein einziger Schultag eines Schülers die Emotionen Angst, Wut und Freude. Dass sich dies in den Noten niederschlägt erscheint logisch. Doch wie beeinflussen Emotionen das Lernen und lässt sich darauf einwirken?

Es wird deutlich, dass dieser Arbeit zwei Fragestellungen zugrunde liegen, die am Ende zu einer zusammengefügt werden. Zum einen wird es darum gehen, ob Emotionen einen Effekt auf den Lernprozess und Lernergebnisse haben. Zum anderen wird im Fokus stehen, ob Tiere die Emotionen von Menschen beeinflussen können und wie sich dies äußert. Ziel ist es durch die Beantwortung dieser beiden Fragestellungen im Fazit herausstellen zu können, ob und wie der Einsatz von Tieren in der Schule über die Beeinflussung der Emotionen von SuS1 den Lernprozess verbessern kann. Da das Bindeglied dieser beiden Fragen der Begriff „Emotion“ ist, wird dieser zunächst in einem eigenen Kapitel beleuchtet. Da in der Literatur der Begriff „Emotion“ selten von anderen Begriffen wie Stimmungen, Gefühlen oder Gemüt abgegrenzt wird, wird sich das Kapitel 2.1. mit Bezug auf eine Hauptquelle zunächst einer phänomenologischen Begriffsklärung widmen. Anschließend wird eine wissenschaftliche Definition von „Emotion“ angestrebt, um eine Grundlage für den weiteren Verlauf der Arbeit zu legen. Dieser weitere Verlauf der Arbeit wird sich vor allem auf Ergebnisse von Studien und Experimenten beziehen, um daraus Schlüsse für die Beantwortung der beiden Fragestellungen zu ziehen.

2. Die Grundlagen des Emotionsbegriffs

In der Einleitung wird ein bestimmter Einfluss von Tieren auf den Menschen erwähnt, der nicht abzustreiten ist. Das Tier nimmt dabei Einfluss auf die Emotionen - das Wohlergehen - des Menschen. So lässt es sich zumindest aufgrund subjektiver Erfahrungen und Beobachtungen deuten. Um diese subjektive Sichtweise jedoch genauer zu untersuchen und den Einfluss der Emotionen auf das Lernen zu erläutern, muss ein Fundament geschaffen werden, das es ermöglicht den Begriff „Emotionen“ zu benutzen. Ein so subjektives Themenfeld bringt es mit sich, dass Begriffe unterschiedlich, sich teilweise widersprechend, verwendet werden. Um Widersprüche in dieser Arbeit zu vermeiden, ist es notwendig den Begriff der „Emotion“ von anderen Begriffen, wie „Stimmung“ oder „Atmosphäre“ abzugrenzen. Im Anschluss sollen die Grundlagen des Themas Emotion dargestellt werden, wobei die biochemischen Prozesse im Vordergrund stehen sollen, um einen objektiven und wissenschaftlichen Umgang mit dem Thema Emotionen zu ermöglichen.

2.1. Phänomenologische Abgrenzung des Begriffs „Emotion“

Der Begriff „Emotion“ steht im Fokus dieser Arbeit, da er die Verbindungsstelle zwischen dem Mensch-Tier-Kontakt und der Verbesserung des Lernprozesses ist. Dazu muss jedoch zunächst eine Bestimmung des Begriffs vorliegen. Es muss eine begriffliche Unterscheidung vorausgehen, damit keine begrifflichen Überschneidungen oder Ungenauigkeiten vorkommen. Als phänomenologische Abgrenzung wird dieser Arbeit der Beitrag „Phänomenologie der Stimmungen“ von Thomas Fuchs zugrunde gelegt. Zwar ist das Ziel seines Beitrags eine Abgrenzung und Klassifikation des Begriffs „Stimmungen“, jedoch schafft er es auf dem Weg dorthin auch Abgrenzungsmerkmale zwischen „Atmosphären“, „Stimmungen“ und „Gefühlen“ zu finden, wobei er die Begriffe „Gefühle“ und „Emotionen“ synonym verwendet. Es soll im Folgenden nicht um das Gesamtkonzept von Fuchs gehen, sondern nur um jene Abgrenzungsmerkmale und die Zusammenhänge zwischen Emotionen und Stimmungen sowie Atmosphären.

Zunächst unterscheidet Fuchs grundsätzlich zwischen Atmosphären und Gefühlen und stellt diese Gegenüber. Atmosphären nimmt der Mensch in seiner individuellen Umwelt wahr, beispielsweise in zwischenmenschlichen Situationen oder bedingt durch natürliche Umweltfaktoren. Sie werden nicht als etwas Intrinsisches verspürt, sondern als etwas außen Gelagertes, in das der Mensch hineintritt. Emotionen und Stimmungen werden dagegen im Individuum selbst verortet, wobei Fuchs die Stimmungen als eine Art Vermittler zwischen den beiden Polen Atmosphären und Emotionen sieht.2 Fuchs nennt einige wichtige Merkmale zur Unterscheidung von Stimmungen und Emotionen. So sind Stimmungen andauernde, dafür unterschwellige Zustände, die häufig erst spät und manchmal gar nicht erkannt werden. Sie haben weder einen bestimmten Anfangspunkt, Ursprung oder Grund, noch haben sie einen Endpunkt, ein Ziel oder eine Motivation. Gefühle und Emotionen hingegen haben genau das, einen Ursprung oder ein Ziel. Emotionen beziehen sich immer auf etwas Vergangenes oder etwas Zukünftiges. Ebenso verlaufen sie immer bewusst, was auch daran liegt, dass der Mensch Emotionen viel intensiver wahrnimmt als Stimmungen. Während Stimmungen Tage oder sogar Wochen andauern können, kann sich der Höhepunkt eines Gefühls bereits nach wenigen Momenten wieder verlieren. Die Beziehung zwischen Stimmungen und Gefühlen beschreibt Fuchs folgendermaßen: „Damit bilden sie [die Stimmungen, Anm. d. Verf.] den Hintergrund der Affektivität, von dem sich spezifische Gefühle abheben, wobei dieser Hintergrund mehr oder weniger bewusst sein kann.“3 Auch wenn Stimmungen und Emotionen sich nicht gegenseitig hervorrufen können, so können sie sich einander begünstigen. Ein Mensch in einer positiven Stimmung ist eher dazu geneigt eine positive Emotion zu erleben, als eine negative. Ebenso kann eine spontane Emotion die Stimmung positiv oder negativ verändern.4

2.2. Ein neurobiologischer Definitionsansatz

Diese phänomenologische Abgrenzung von Thomas Fuchs reicht allerdings noch nicht als Definition von Emotionen, die dieses Kapitel anstrebt. Die erfolgte Unterscheidung in Stimmungen und Gefühle oder Emotionen ist jedoch ein geeigneter Ausgangspunkt, um näher zu erläutern welche körperlichen Prozesse stattfinden, die sich als Emotionen oder Stimmungen äußern. Entscheidend ist dabei die Frage nach der Entstehung von Emotionen, die in den Neurowissenschaften noch nicht entscheidend beantwortet werden konnte. Es widerstreiten sich dabei zwei Positionen. Emotionen können sowohl als eine Reaktion auf eine körperliche Veränderung gesehen werden, als auch als Folge einer kognitiven Auseinandersetzung mit einem Ereignis.5 In beiden Fällen fungieren Emotionen laut Huber „nicht nur [als] notwendige Mechanismen der Selbsterhaltung, sondern sie steuern und regulieren all jene Prozesse, die den inneren Gleichgewichtszustand des Organismus aufrechterhalten.“6

Damasio findet einen Kompromiss zwischen den beiden Positionen der Entstehungsfrage, indem er die Art der Entstehung begrifflich unterscheidet. Emotionen sind nach ihm direkte körperliche Reaktionen auf Reize, die sowohl von außen als auch von innen kommen können.7 Gefühle sind wiederum Reaktionen auf die Primäremotionen, sie entspringen aus dem Denken über die Veränderung der emotionalen Verfassung und somit die Folge eines kognitiven Prozesses.8 Für den biochemischen Prozess der Entstehung von Emotionen ist es letztlich nicht von Bedeutung, ob sie nun als Wahrnehmung eines körperlichen Veränderungsreizes oder als Folge kognitiver Prozesse auftreten. Wird eine Emotion ausgelöst, geschieht dies durch Neurotransmitter oder Hormone. Diese beiden Stoffe können Nervenzellen beeinflussen, Informationen weitergeben und so direkten Einfluss auf den menschlichen Körper nehmen. Dies geschieht meistens, indem sie dem Gehirn vorgeben, welche körperlichen Prozesse es anleiten soll. Durch einen Auslöser, der seinen Ursprung in einem körperlichen Reiz oder einem kognitiven Prozess haben kann, werden Neurotransmitter oder Hormone ausgeschüttet, die unseren Körper der Emotion entsprechend verändern. Auffällige Beispiele solcher Veränderungen, wären der Einfluss auf die Schweißdrüsen bei Angst oder Nervosität, die Muskelanspannungen bei Wut oder Schrecken und auch das Entspannungsgefühl bei Freude. Eine Emotion ist also die Beeinflussung unseres Körpers durch die genannten Stoffe. Dabei haben verschiedene Stoffe verschiedene Wirkungen, dennoch ist ihr Zusammenspiel notwendig. Weder die Hormone, noch die Neurotransmitter sind für bestimmte Emotionen zuständig, sondern haben bestimmte Wirkungsbereiche. So können die hormonellen Endorphine Schmerz mindern und ein euphorisches Gefühl hervorrufen. Das Hormon Oxytozin steht im Zusammenhang mit dem Sexual- und Bindungsverhalten. Vor allem bei Neurotransmittern findet sich keine spezifische Wirkung. Anders als Hormone, die im gesamten Körper wirken, findet sich der Einfluss der Neurotransmitter vor allem im Gehirn. Stoffe wie Dopamin, Acetylcholin, Serotonin und Noradrenalin geben Impulse an Verbindungsstellen der Nervenbahnen und regulieren so die Arbeit des Gehirns. Obwohl Hormone und Neurotransmitter Emotionen hervorrufen und beeinflussen, haben sie nicht dieselbe Funktionsweise. Während Hormone einen eher direkten Einfluss auf Veränderungen des Körpers haben, wirken Neurotransmitter vor allem regulativ und können so auch die Ausschüttung von Hormonen hervorrufen.9

Es ist bemerkbar geworden, dass das Themenfeld Emotionen nicht einfach zu entschlüsseln ist. So widersprechen sich Begrifflichkeiten teilweise sogar in ihren eigenen wissenschaftlichen Kontexten. Auch der phänomenologische und der neurobiologische Ansatz lassen sich nur schwierig übereinbringen, da es keine biochemische Abgrenzung zwischen Emotionen und Stimmungen zu geben scheint – sie sich in ihrem komplexen Prozess nicht deutlich unterscheiden. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird daher der biochemische Prozess als Grundlage verstanden, die phänomenologische Begriffsunterscheidung jedoch beibehalten und bei Gelegenheit darauf verwiesen.

3. Der Einfluss von Emotionen auf das Lernen

Nachdem der Begriff „Emotionen“ erläutert wurde, soll dieser Emotionsbegriff auf den Lernprozess von Kindern und Jugendlichen bezogen werden. Dass Emotionen und Lernen eine Wirkung aufeinander haben, sieht man an Beispielen wie Prüfungsangst, Blackouts bei hoher Nervosität oder der einsetzenden Neugier bei Freude. Auch wenn Emotionen häufig auf eine motivationale Lernwirkung beschränkt werden, lässt sich aus dem Beispiel der Blackouts erkennen, dass sich die Befindlichkeit des Individuums sehr wohl auch kognitive Prozesse beeinflussen kann. Ohne dabei die motivationale Funktion von Emotionen auszulassen, soll es im folgenden Kapitel insbesondere um die Auswirkungen auf solche kognitiven Prozesse gehen. Hierfür werde ich drei Aspekte untersuchen. Zunächst steht die Frage im Vordergrund, ob es dieser Zusammenhang überhaupt messbar ist. Im Anschluss soll geklärt werden wie diese Wirkungen aussehen können und welchen Ursprung sie haben, um im dritten Schritt zu beleuchten was dies für die Didaktik zu bedeuten hat. Insbesondere der letzte Punkt wird in das folgende Kapitel überleiten, doch auch die anderen Schritte werden sich in der Verbindung zum Mensch-Tier-Kontakt wiederfinden.

3.1. Der Zusammenhang von Emotionen und Lernen

Bevor eine Beschreibung der Wirkung vorgenommen werden kann, müssen zunächst einige wichtige Studien vorgelegt werden, die beweisen, dass es einen Zusammenhang zwischen Emotionen und Lernen gibt. Ansätze dieses Zusammenhangs finden sich schon im 18. und 19. Jahrhundert unter anderem bei Pestalozzi, Humboldt und später bei Maria Montessori. Längst noch nicht so ausgereift wie heute, gingen diese Ansätze davon aus, dass die Ganzheit der SuS als Ausgangslage für die Bildung gesehen werden muss, zu der auch die emotionale Befindlichkeit gehört. Maria Montessori ging sogar davon aus, dass im Zusammenspiel von Emotion und Lernen ein bestimmter Zustand erreicht werden kann, der sich förderlich auf den Lernprozess auswirkt und den sie „Polarisation“ nannte.10

Tina Hascher nennt drei pädagogische Maxime in Bezug auf Emotionen:

„1. Emotionen sind als Kernelemente des Menschlichen zu verstehen.
2. Emotionen bilden (nicht zuletzt deshalb) eine zentrale Grundlage für die Erziehung und Bildung.
3. Emotionen selbst stellen Ziele der Erziehung und Bildung dar.“11

Für diese Arbeit ist besonders die zweite Maxime von großer Bedeutung. Trotzdem bleibt zu belegen, dass Emotionen wirklich einen direkten oder indirekten Einfluss auf das Lernen haben.

Zu diesem Zweck lassen sich verschiedene Studien heranziehen. Simone Löffler und Martin Peper verfolgten in ihren Studien beispielsweise das Ziel den Einfluss von Emotionen auf das Gedächtnis möglichst lebensnah zu untersuchen. Anstatt angelegte Laboruntersuchungen zu unternehmen, setzten sie auf ein Feldexperiment, das im alltäglichen Leben der Probanden stattfand. Durch einen Pager wurden die Probanden in ihrem Alltag dazu aufgefordert sich eine Liste von Wörtern zu merken. Die Gedächtnisleistung wurde dann zu drei verschiedenen Zeitpunkten geprüft. Bevor sie sich jedoch die Wörter merken durften, mussten sie einen kurzen Fragebogen zu ihrer derzeitigen Situation und emotionalen Verfassung ausfüllen.12 Als Ergebnis konnte keine Verbesserung der Gedächtnisleistung bei positivem oder negativem Gemütszustand festgehalten werden, aber eine Verbesserung durch emotionale Valenz der zu lernenden Wörter. Jene Wörter mit einem positiven oder negativen emotionalen Wert für die Probanden wurden besser behalten als neutrale Begriffe.13 In der Anschlussstudie sollte nun überprüft werden, ob sich diese Ergebnisse bei Beanspruchungssituationen veränderten. Dazu wurden zusätzlich zu den Kontrollbedingungen zwei Stressfaktoren hinzugefügt. Zum einen wurden die Wörter direkt nach einem gehaltenen Referat eingeprägt, zum anderen nach dem Absolvieren des Trier-Social-Stress-Test, bei dem eine freie Rede gehalten und eine Kopfrechenaufgabe gelöst werden muss.14 Auch unter Stressbedingungen wurden keine signifikanten Unterschiede in den Ergebnissen der Gedächtnistests festgestellt. Ähnlich wie bei der ersten Studie wurden jedoch emotionale Begriffe besser behalten als neutrale Begriffe.15 Obwohl diese Studien die These, dass Emotionen einen direkten Einfluss auf das Lernen haben nicht belegen, lässt sich feststellen, dass zumindest emotionales Lernmaterial in dieser Studie einen ausschlaggebenden Einfluss auf die Ergebnisse hatte. Außerdem muss für diese Arbeit festgehalten werden, dass es sich bei den Probanden um Studenten, also junge Erwachsene handelte. Die alltägliche Emotionalität wird bei Kindern deutlich höher liegen und so womöglich einen größeren Einfluss haben. Zudem ging es in dieser Studie um die Gedächtnisleistung, wohingegen im Schulalltag noch andere Lernprozesse von Emotionen beeinflusst werden können.

Martin Hänze erwähnt weitere Studien, die sich der Wirkung von Emotionen auf das Lernen widmeten. Klauer und Co im Jahr 1991 sowie Hänze und Otto, drei Jahre später, fanden heraus, dass eine positive Stimmungslage bei einem Konzentrationstest förderlich ist. Spies wollte in einer Studie im Jahr 1995 den Effekt überprüfen, ob negative Emotionen unsere Kapazitäten so belasten, dass Denkprozesse davon beeinflusst werden. Doch auch hier waren die Testergebnisse umgekehrt. Negative Stimmungen hatten einen positiven Einfluss auf den Denkprozess.16 Hänze stellt dementgegen auch heraus, dass es zu einer Unterbrechung des Denkprozesses kommen kann, wenn eine intensive Emotion zu viel Aufmerksamkeit verlangt.17

[...]


1 Diese Arbeit verwendet die Abkürzung SuS für Schülerinnen und Schüler.

2 Vgl. Fuchs (2013), S. 6f.

3 Ebd., S. 8.

4 Vgl. ebd., S. 7-10.

5 Vgl. Huber (2018), S. 93.

6 Ebd., S. 94.

7 Vgl. Damasio (2003), S. 67.

8 Vgl. ebd., S. 107f.

9 Vgl. Hülshoff (42012), S. 44-54.

10 Vgl. Hascher (2009), S. 82f.

11 Ebd., S. 84.

12 Vgl. Löffler/Peper (2010), S. 46-60.

13 Vgl. ebd., S. 76-78.

14 Vgl. ebd., S. 90-93.

15 Vgl. ebd., S. 116-120.

16 Vgl. Hänze (2009), S. 53-55.

17 Vgl. Hänze (2009), S. 58.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Tiere, Emotionen und der Lernprozess. Kann der Mensch-Tier-Kontakt das Lernen verbessern?
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
25
Katalognummer
V537130
ISBN (eBook)
9783346135704
ISBN (Buch)
9783346135711
Sprache
Deutsch
Schlagworte
tiere, emotionen, lernprozess, kann, mensch-tier-kontakt, lernen
Arbeit zitieren
Onno Suntken (Autor), 2019, Tiere, Emotionen und der Lernprozess. Kann der Mensch-Tier-Kontakt das Lernen verbessern?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537130

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