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Das Tagebuch als historische Quelle im Geschichtsunterricht

Title: Das Tagebuch als historische Quelle im Geschichtsunterricht

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 15 Pages , Grade: eins

Autor:in: Nicole Nette (Author)

Didactics - History
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Es ist unumstritten, dass der Einsatz von authentischen Berichten in der Schule bei der Vermittlung von vergangenen Ereignissen hilfreich ist. Auch das Tagebuch wird zu diesem Zweck im Geschichtsunterricht verwendet. Umgangssprachlich werden solche Texte als „täglich niedergeschriebene, chronologisch gereihte Aufzeichnungen“ verstanden. Allerdings besitzt diese Textsorte eine große Heterogenität, weshalb die Forschung bisher noch keine allgemein anerkannte Typologie hervorgebracht. „Vornehmlich werden Diarien als Werkkommentar, als autopoetologische Fundgrube oder als historisch-autobiographische Quelle wahrgenommen.“
Aus diesem Grund widmet sich diese Arbeit zunächst einem kurzen Abriss zur Problematik der Systematisierung dieser Textsorte, um den aktuellen Forschungsstand darzustellen. Anschließend soll der Versuch gemacht werden, allgemeine Merkmale zur Gattungsbestimmung abzuleiten, welche unter Vernachlässigung der graduellen Unterschiede bei der Analyse eines Tagebuchs von Bedeutung sein könnten. Dabei soll kein genereller Gültigkeitsanspruch erhoben werden, denn dies kann aufgrund der enormen Formenvielfalt gar nicht gewährleistet werden. Weiterhin gehört zu einer Textsortenbestimmung für die Verwendung im Geschichtsunterricht eine Aussage über den Wert als historische Quelle, welche im dritten Gliederungspunkt geleistet wird.
Nach der Einführung in die Textsorte „Tagebuch“ wird die Verbindung zur Unterrichtsmethodik hergestellt, d.h. es werden theoretische Hinweise und Anregungen gegeben, die beim Einsatz in der Schulpraxis berücksichtigt werden sollten. Es wird aufgezeigt, weshalb man diese Textsorte im Geschichtsunterricht verwenden sollte und welche Erkenntnisse die Schüler aus dem Umgang mit dieser Art von historischer Quelle gewinnen können. Außerdem wird auf Einsatzmöglichkeiten und Besonderheiten bei der Interpretation eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Tagebuch als historische Quelle

2.1. Gattungsbestimmung - Abgrenzungen

2.2. Merkmale der Textsorte „Tagebuch“

2.3. Geltungsanspruch

3. Didaktische Hinweise zur Textsorte

3.1. Vorteile des Einsatzes im Unterricht

3.2. Einsatzmöglichkeiten

3.3. Interpretation von Tagebüchern

4. Fazit

5. Literaturliste

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Tagebuch als historische Quelle im Kontext des Geschichtsunterrichts, mit dem Ziel, praktische Ansätze für dessen didaktischen Einsatz zu entwickeln und zu begründen.

  • Abgrenzung des Tagebuchs zu anderen autobiographischen Textsorten
  • Analyse der konstitutiven Merkmale und des historischen Geltungsanspruchs von Tagebüchern
  • Methodische Vorteile des Einsatzes von Tagebuchquellen im Unterricht
  • Didaktische Konzepte für den Einsatz von Gesamtwerken und Auszügen
  • Kriterien der inneren Quellenkritik zur Interpretation im Geschichtsunterricht

Auszug aus dem Buch

2.1. Gattungsbestimmung

Für eine verbindliche Typologie ist die Abgrenzung der Textsorte von anderen notwendig. Allerdings gestaltet sich die Gattungsbestimmung des Tagebuchs in zweierlei Hinsicht problematisch. Einerseits aufgrund der schwierigen Abgrenzung des Tagebuchs gegenüber verwandten Gattungen wie der Autobiographie, der Chronik, dem Brief und der Zeitung. Andererseits wegen der Vielgestaltigkeit des Tagebuchs in Form, Thema, Stoff und Motiv der Eintragungen. So verwundert es auch nicht, dass die meisten Studien zum Tagebuch „der Frage nach einer Gattungsbestimmung weitgehend ausweichen.“ Auch wenn im Rahmen dieser Arbeit eine solch umfangreiche Analyse ebenfalls nicht erbracht werden kann, soll doch wenigstens ein kurzer Abriss zur Problematik gegeben werden.

Betrachtet man die Textsorte hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede gegenüber ähnlichen Formen, ergeben sich etliche Überschneidungen. Zur Verdeutlichung sollen im Folgenden einige der 'verwandtschaftlichen Beziehungen' aufgezeigt werden. „In jedem Falle aber ist das Tagebuch … Selbstzeugnis, gehört also zu den autobiographischen Gattungen“.

Die Zeitung kommt der Herstellungsart des Tagebuchs am nächsten. Beiden Formen ist „die Regelmäßigkeit der Berichterstattung und die zeitliche Nähe zu den berichteten Ereignissen“ gemeinsam. Dennoch sind sie wegen ihres unterschiedlichen Horizonts leicht auseinander zu halten. Während das Tagebuch lediglich den Erfahrungsbereich des Schreibers erfasst, steht der Zeitung das gesamte Weltwissen zur Verfügung, da sie auf mehrere Schreiber zurückgreifen kann. Zudem stellt das Tagebuch ein Unikat dar, wohingegen die Zeitung für die Veröffentlichung in großen Mengen vervielfältigt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Tagebuchs als authentische Quelle für den Geschichtsunterricht und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2. Das Tagebuch als historische Quelle: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen, Gattungsmerkmale sowie der wissenschaftliche Geltungsanspruch der Textsorte Tagebuch erarbeitet.

3. Didaktische Hinweise zur Textsorte: Dieser Abschnitt behandelt den praktischen Nutzen von Tagebüchern im Unterricht, diskutiert verschiedene Einsatzszenarien und erläutert Methoden der Quelleninterpretation.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer fundierten fachdidaktischen Vorbereitung beim Einsatz dieser heterogenen Quellengattung.

5. Literaturliste: Die Literaturliste führt sämtliche verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Materialien auf, die der Argumentation der Arbeit zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Tagebuch, Geschichtsunterricht, historische Quelle, Gattungsbestimmung, Quelleninterpretation, Autobiographie, Didaktik, Zeitzeugenbericht, Subjektivität, Quellenkritik, Identifikation, historisches Denken, Quellenwert, Schulpraxis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Tagebuch als einer spezifischen historischen Quelle und untersucht, wie dieses Medium effektiv im Geschichtsunterricht eingesetzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Abgrenzung des Tagebuchs, die Analyse seiner charakteristischen Merkmale sowie didaktische Strategien für dessen Nutzung in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, Lehrkräften fundierte Ansätze an die Hand zu geben, um Tagebücher unter Berücksichtigung ihrer subjektiven Natur als wertvolle historische Zeugnisse im Unterricht nutzbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretischen Diskurs zur Gattungsanalyse und verknüpft diesen mit geschichtsdidaktischen Modellen der Quelleninterpretation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Gattungsbestimmung, die Darstellung der spezifischen Merkmale des Tagebuchs sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit didaktischen Hinweisen, Einsatzmöglichkeiten und Interpretationskriterien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Tagebuch, Geschichtsunterricht, historische Quelle, Quelleninterpretation, Gattungsbestimmung und Quellenkritik.

Welche Bedeutung hat die Ich-Perspektive bei Tagebüchern für den Unterricht?

Die Ich-Perspektive erleichtert Schülern die Identifikation mit der schreibenden Person und ermöglicht einen anschaulichen, subjektiven Zugang zu vergangenen Lebenswelten, was den Stoff lebendiger macht.

Warum ist bei der Verwendung von Tagebuch-Auszügen besondere Vorsicht geboten?

Da Auszüge oft aus dem Kontext gerissen sind und eine spezifische Auswahl durch Dritte darstellen, besteht die Gefahr einseitiger Interpretationen; zudem fehlt dem Leser oft der Vergleichsrahmen, um die Motive des Schreibers vollständig zu erfassen.

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Details

Title
Das Tagebuch als historische Quelle im Geschichtsunterricht
College
University of Leipzig  (Historisches Seminar)
Course
Hauptseminar Didaktik
Grade
eins
Author
Nicole Nette (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V53717
ISBN (eBook)
9783638490870
ISBN (Book)
9783638791991
Language
German
Tags
Tagebuch Quelle Geschichtsunterricht Hauptseminar Didaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Nette (Author), 2005, Das Tagebuch als historische Quelle im Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53717
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