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Sprachkrise, Ereignishaftigkeit und Epiphanie in Hugo von Hofmannsthals "Ein Brief"

Título: Sprachkrise, Ereignishaftigkeit und Epiphanie in Hugo von Hofmannsthals "Ein Brief"

Trabajo , 2019 , 14 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Sprachkrise, Ereignishaftigkeit und Epiphanie im Chandos-Brief. Hinsichtlich der Thematik ergeben sich die Fragen, wie die Begriffe Sprachkrise und Ereignis zu definieren sind und in welchem Kontext die Begriffe zur Epoche der Moderne stehen. Außerdem versucht die Arbeit die Frage zu beantworten, ob diese Sprachkrise in Hofmannsthal Chandos-Brief gelöst wird.

Diese Fragen sollen in zwei Kapiteln beantwortet werden. Das erste Kapitel widmet sich der Darstellung der theoretischen Grundlagen und somit der Definition von Sprachkrise und Ereignis. Darauf aufbauend steht im Fokus des zweiten Kapitels die Analyse des Chandos-Briefes auf der Grundlage der zuvor definierten Begriffe. Hierbei wird untersucht, inwiefern die Ereignishaftigkeit und die Sprachkrise mit dem Chandos-Brief zusammenhängen und ob die Sprachkrise im Chandos-Brief überwunden wird. Ein Fazit mit einer Ergebniszusammenfassung und einem kurzen Ausblick auf weitere Forschungsmöglichkeiten beschließen die Arbeit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Hinführung und Fragestellung

1. Begriffe

1.1 Sprachkrise

1.2 Ereignis und Ereignishaftigkeit

2. Analyse

2.1 Sprachkrise als Ereignis

2.2 Epiphanie als kleine Ereignisse und Überwindungsversuche

Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Interdependenz von Sprachkrise, Ereignishaftigkeit und Epiphanie in Hugo von Hofmannsthals "Ein Brief". Dabei steht die theoretische Fundierung dieser literaturwissenschaftlichen Begriffe sowie deren Anwendung auf das Werk im Zentrum, um zu klären, inwiefern der fiktive Brief die sprachphilosophischen Probleme der Moderne thematisiert und ob eine Überwindung der Sprachkrise für den Protagonisten Lord Chandos tatsächlich stattfindet.

  • Historische Verortung der Sprach- und Identitätskrise um 1900
  • Narratologische Analyse von Ereignisstrukturen im Chandos-Brief
  • Die Rolle der Epiphanie als alternative Erkenntnisform
  • Performative Widersprüche im literarischen Text
  • Diskussion über die Überwindbarkeit fundamentaler Sprachskepsis

Auszug aus dem Buch

2.1 Sprachkrise als Ereignis

Die Angst vor dem Subjektzerfall ist ein typisches Thema der Literatur um 1900 und kann als Voraussetzung für die Sprachskepsis verstanden werden. Aber nicht nur thematisch, sondern auch formell sorgt die Identitätskrise für Veränderungen in der Literatur um diese Zeit, denn es werden literarische Formen gesucht, in denen die Probleme der Epoche thematisiert werden können. So entstehen in der moderne neue Prosaformen, wie die Novelle, die Erzählung und auch der fiktionale Brief. Somit ist die Form des fiktionalen Briefes, welche Hofmannsthal wählt, bereits ein Hinweis darauf, dass darin die Sprachkrise thematisiert wird.

Die epochentypische Angst vor dem Zerfall des Subjekts und der damit einhergehende Wunsch, dass Welt und Subjekt nicht auseinanderfallen, sondern eine Einheit bilden, wird in Hofmannsthals Brief thematisiert. Im Brief wird beschrieben, dass das „Dasein als eine große Einheit“ von Geist und Körper erschien und Lord Chandos in der Natur sich selbst spürte. Er war der Überzeugung, dass Körper und Natur sich besonders nahe waren. Doch in seinem Brief erklärt Lord Chandos, dass er genau diese Überzeugung nun nicht mehr hat. Auch Geist und Körper scheinen keine Einheit mehr zu ergeben. Lord Chandos weiß nicht mehr, ob er Erkenntnisse seinem Geist oder dem Körper zuschreiben soll. Diese Hinterfragung der philosophischen Erkenntnistheorien ist ebenfalls charakteristisch für die Epoche der Moderne. Auch die Identitätskrise, die bezeichnend für die Epoche ist, wird angesprochen. Zu Anfang des Briefes erklärt Lord Chandos seinem Freund, dass er sich nicht mehr sicher ist, ob er noch derselbe ist. Seine frühen Schriften, für die er viel Anerkennung bekam, erscheinen ihm fremd und er stellt seine ehemalige Weltansicht infrage. Pläne, die er für seine Zukunft gemacht hatte, kann er scheinbar nicht mehr verwirklichen.

Zusammenfassung der Kapitel

Hinführung und Fragestellung: Die Einleitung verortet Hofmannsthals "Ein Brief" in der Moderne und definiert das Forschungsinteresse an der Sprachkrise sowie dem Konzept der Ereignishaftigkeit.

1. Begriffe: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretischen Grundlagen der Moderne, definiert Sprachkrise als Folge des Subjektzerfalls und erläutert die Kriterien narrativer Ereignishaftigkeit nach Wolf Schmid.

2. Analyse: Die Analyse überträgt die zuvor definierten Kategorien auf den Chandos-Brief, wobei die Sprachkrise als Ereignis sowie die Epiphanie als neue Form der Erkenntnisgewinnung untersucht werden.

Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass die Sprachkrise nicht überwunden, sondern zur Grundlage neuer Erkenntnisformen wird, und schlägt weitere Forschungsansätze zu anderen Erkenntnisarten vor.

Schlüsselwörter

Sprachkrise, Ereignishaftigkeit, Epiphanie, Hugo von Hofmannsthal, Ein Brief, Moderne, Identitätskrise, Subjektzerfall, Narratologie, Lord Chandos, Wolf Schmid, Erkenntnis, Sprachskepsis, Literatur um 1900, performativer Widerspruch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Hugo von Hofmannsthals "Ein Brief" unter dem Aspekt der Sprach- und Identitätskrise um 1900 und untersucht das Werk auf seine ereignishaften Strukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Zerfall des modernen Subjekts, die Unzulänglichkeit von Sprache als Medium der Weltbeschreibung und die Möglichkeiten der Erkenntnis durch das Konzept der Epiphanie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, wie die Begriffe Sprachkrise und Ereignis definiert sind und ob Lord Chandos im Verlauf des Briefes seine Sprachkrise überwindet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die auf narratologischen Kriterien (insbesondere nach Wolf Schmid) und philosophischen bzw. literarischen Epochenkonzepten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung und eine anschließende Textanalyse, in der die Sprachkrise als Ereignis verstanden und die Funktion von Epiphanien kritisch geprüft wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe Sprachkrise, Ereignishaftigkeit, Epiphanie, Moderne und den spezifischen Textbezug zu Hofmannsthal charakterisieren.

Kann die Sprachkrise bei Lord Chandos als "Ereignis" eingestuft werden?

Die Arbeit bejaht dies, da die Sprachkrise für Chandos einen lebensverändernden Bruch darstellt, der viele der von Wolf Schmid definierten Ereigniskriterien wie Relevanz, Resultativität und Konsekutivität erfüllt.

Welche Rolle spielen die sogenannten "guten Augenblicke" im Chandos-Brief?

Die "guten Augenblicke" fungieren als eine Art Epiphanie, die Lord Chandos neue Erkenntnismöglichkeiten jenseits der konventionellen Sprache eröffnen, ohne jedoch die grundsätzliche Krise zu lösen.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Sprachkrise, Ereignishaftigkeit und Epiphanie in Hugo von Hofmannsthals "Ein Brief"
Universidad
University of Münster  (Germanistisches Institut)
Curso
Neue Formen des Erzählens um 1900
Calificación
1,7
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
14
No. de catálogo
V537199
ISBN (Ebook)
9783346131270
ISBN (Libro)
9783346131287
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sprachkrise Hofmannsthal Chandosbrief
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2019, Sprachkrise, Ereignishaftigkeit und Epiphanie in Hugo von Hofmannsthals "Ein Brief", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537199
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