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Fehler im Sinne einer Fehlerkultur zulassen und konstruktiv nutzen. Die Fehlerkultur in ausgewählten Lerntheorien und ihre Bedeutung für das Lernen im Berufsschulunterricht

Titel: Fehler im Sinne einer Fehlerkultur zulassen und konstruktiv nutzen. Die Fehlerkultur in ausgewählten Lerntheorien und ihre Bedeutung für das Lernen im Berufsschulunterricht

Masterarbeit , 2018 , 67 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nathalie Rosner (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Arbeit soll Aufschluss darüber gegeben werden, welche Voraussetzungen eine Lehr-Lern-Situation grundsätzlich erfüllen muss, um Fehler im Sinne einer Fehlerkultur zuzulassen und diese konstruktiv nutzen zu können. Des Weiteren geht es darum, eine Verbindung zwischen beruflichem Lernen und der Implementierung einer Fehlerkultur aufzuzeigen und daraus erkenntlich zu machen, ob und inwiefern ausgewählte Lerntheorien zur Umsetzung einer Fehlerkultur beitragen können.

Neue gesellschaftliche Anforderungen verändern auch im berufsschulischen Kontext die Vorstellungen darüber, was für die Ausbildung junger Menschen gut ist und wie dieser Zustand erreicht werden kann. Ständige Überarbeitungen der Curricula, Zusammenlegungen von Schulformen und Abwandlungen der Unterrichtsfächer in Lernfelder sind nur ein Teil dieses qualitativen Wandels. Ein wesentlicher Fokus wird auf die unterrichtliche Entwicklung bezüglich des sozialen Lernklimas gelegt. Dazu gehören die Förderung von Zusammenarbeit unter den Schülerinnen und Schülern sowie die Anleitung zum selbstständigen Arbeiten und Bewältigen von Problemstellungen. Das Konzept der Fehlerkultur findet innerhalb dieses Wandels vermehrt Gehör. Die Umsetzung von Fehlervermeidungsstrategien zum Erzielen größerer Erfolge scheint nicht grundlos überholt. Dass jedem Menschen in unserem Umfeld, eingeschlossen unserer selbst, bereits der ein oder andere Fehler unterlaufen ist, zeigt keine gesellschaftliche Ausnahme. Lernen bedeutet im schulischen Zusammenhang auch immer wieder Fehler zu begehen und in diesem Ursprung liegt das Potential der Implementierung einer Fehlerkultur.

Die Verfechter einer Fehlerkultur sehen ihre elementare Begründung darin, dass das Lernpotential aus dem konstruktiven Umgang mit einem Fehler bislang unterschätzt worden ist. Zusätzlich gibt es Argumentationen darüber, dass der richtige Umgang mit Fehlersituationen entwicklungsförderlich für das soziale Ich der Schülerinnen und Schülern sowie für das gesamte Lernklima innerhalb der Klassengemeinschaft sein kann. Heutzutage sind Reaktionen auf Fehlersituationen in Form von Bloßstellen oder Disziplinieren im Sinne von blamablem Korrigieren des eigenen Fehlers an der Tafel nicht mehr der Regelfall. Trotzdem werden Fehler heutzutage noch häufig ignoriert, missverstanden oder als Anreiz einer milderen Disziplinierung gesehen. Es gibt viele Wege, Lern- und Erkenntnisprozesse bei den Schülerinnen und Schülern einzuleiten und zu steuern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen zum Fehlerbegriff

2.1 Zum Begriff des Fehlers

2.2 Klassifikation von Fehlern

2.3 Funktion von Fehlern beim Lernprozess

2.4 Funktion von Fehlern im Berufsschulunterricht

3 Darstellung von Fehlerkultur im Schulunterricht

3.1 Zum Begriff der Fehlerkultur

3.2 Dimensionen einer Fehlerkultur

3.3 Kriterien zur Entwicklung einer Fehlerkultur

4 Betrachtung von Fehlerkultur in ausgewählten Lerntheorien

4.1 Fehlerkultur im Behaviorismus

4.1.1 Definition Behaviorismus

4.1.2 Klassisches Konditionieren

4.1.3 Operantes Konditionieren

4.1.4 Anwendung in der pädagogischen Praxis

4.2 Fehlerkultur im Kognitivismus

4.2.1 Definition Kognitivismus

4.2.2 Lernen am Modell

4.2.3 Regellernen und Lernstruktur

4.2.4 Kognitivismus in der pädagogischen Praxis

4.3 Fehlerkultur im Konstruktivismus

4.3.1 Definition Konstruktivismus

4.3.2 Konstruktivismus in der pädagogischen Praxis

5 Bedeutung von Fehlerkultur für das berufliche Lernen

5.1 Rechnungswesen im Berufsschulunterricht

5.2 Fehlerklassifizierung für den Rechnungswesenunterricht

5.3 Ein fachtypischer Fehler im Rechnungswesenunterricht

5.3.1 Einordnung des Fehlers in die Kategorien nach Guldimann/Zutavern

5.3.2 Einordnung des Fehlers in die Typologie von Fehlersituationen nach Mindnich, Seifried und Wuttke

5.3.3 Darstellung der Handlungsalternativen nach Türling

6 Conclusio

Zielsetzung & Themen

Diese Masterarbeit untersucht die Bedeutung und Implementierung einer konstruktiven Fehlerkultur in ausgewählten Lerntheorien, um deren Anwendungspotenzial für das berufliche Lernen im Berufsschulunterricht, insbesondere im Fach Rechnungswesen, zu analysieren und methodisch zu fundieren.

  • Grundlagen des Fehlerbegriffs und deren Bedeutung für Lernprozesse.
  • Darstellung und Analyse der Fehlerkultur im schulischen Kontext.
  • Vergleichende Betrachtung der Fehlerkultur in Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus.
  • Analyse fachtypischer Fehler im Rechnungswesenunterricht als Fallbeispiel.
  • Ableitung von Handlungsalternativen für einen konstruktiven Umgang mit Fehlern im Unterricht.

Auszug aus dem Buch

2.1 Zum Begriff des Fehlers

Man würde meinen es läge auf der Hand was genau ein Fehler ist. Schließlich hört man täglich von eben diesem und es ist wohl jedem bereits das ein oder andere Mal ein Fehler unterlaufen. Tatsächlich ist es aber kaum möglich eine universelle Definition für den Fehlerbegriff zu finden, da die Komplexität von Fehlern sowohl von der Abhängigkeit zu der jeweiligen Situation, als auch von der Person selbst, welche einen vermeintlichen Fehler macht, geprägt ist. Typische Merkmale, die zu der Definition von Fehlern bis heute herangezogen werden, sind nach Steuer (2014): „[…] die Abweichung von einer Norm, die Abweichung von einem Ziel, der Bewertungs- oder Beurteilungsaspekt und die Unabsichtlichkeit“.

Alle genannten Aspekte haben die Gemeinsamkeit, dass ein Fehler dann entsteht, wenn ein Ist-Zustand von einem Soll-Zustand abweicht. Der Unterschied zwischen der Abweichung von einer Norm und einem Ziel ist, dass ein Ziel nicht starr festgelegt, sondern eher flexibel, ist. Auf diese Weise können situative und kontextuale Aspekte bei der Definition von Fehlern berücksichtigt werden. Allerdings ist die genaue Definition eines Zieles nicht eindeutig objektiv festzulegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und die steigende Relevanz einer konstruktiven Fehlerkultur in der schulischen Ausbildung.

2 Theoretische Grundlagen zum Fehlerbegriff: Dieses Kapitel definiert den Fehlerbegriff historisch und wissenschaftlich und klassifiziert verschiedene Fehlertypen in Bezug auf Lernprozesse.

3 Darstellung von Fehlerkultur im Schulunterricht: Hier wird der Begriff der Fehlerkultur als komplexes Konstrukt dargestellt, das durch verschiedene Dimensionen und Kriterien messbar und entwickelbar gemacht wird.

4 Betrachtung von Fehlerkultur in ausgewählten Lerntheorien: Das Kapitel analysiert behavioristische, kognitivistische und konstruktivistische Ansätze hinsichtlich ihrer spezifischen Sichtweise auf Fehler und deren Eignung für eine Fehlerkultur.

5 Bedeutung von Fehlerkultur für das berufliche Lernen: Diese Untersuchung transferiert die theoretischen Erkenntnisse in das Fach Rechnungswesen und analysiert fachtypische Fehler mittels Fallbeispielen.

6 Conclusio: Die Conclusio fasst zusammen, dass ein konstruktiver Umgang mit Fehlern eine Schlüsselkompetenz darstellt und fordert eine feste Integration von Fehlerkompetenz in die Ausbildung von Lehrkräften.

Schlüsselwörter

Fehlerkultur, Fehlerbegriff, Lernprozess, Berufsschulunterricht, Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus, Rechnungswesen, negatives Wissen, Fehleranalyse, Handlungsalternativen, Pädagogik, Lernstörungen, Lernmotivation, Lehrer-Schüler-Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial einer konstruktiven Fehlerkultur für den Unterricht an beruflichen Schulen, um aus Fehlern produktive Lernchancen zu generieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Fehlerbegriffs, der Vergleich verschiedener Lerntheorien sowie die praktische Anwendung im Fach Rechnungswesen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Fehler im Unterricht konstruktiv genutzt werden können, um die Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und verknüpft diese mit einem konkreten, fiktiven Fallbeispiel aus der Domäne des Rechnungswesens.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Fehlerbegriff definiert, eine Fehlerkultur dargestellt und die Lerntheorien Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus kritisch auf ihre Fehlerkompatibilität geprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Fehlerkultur, konstruktiver Umgang mit Fehlern, berufliches Lernen und Lerntheorien beschreiben.

Wie unterscheidet sich der Umgang mit Fehlern im Behaviorismus vom Konstruktivismus?

Im Behaviorismus werden Fehler oft vermieden, da der Fokus auf fehlerfreier Reproduktion liegt, während der Konstruktivismus Fehler als notwendige Lernanlässe und Ausgangspunkte für individuelle Erkenntnisprozesse begrüßt.

Warum ist das Fach Rechnungswesen ein geeignetes Fallbeispiel?

Rechnungswesen ist in allen kaufmännischen Berufen zentral und bietet aufgrund seiner komplexen, regelbasierten Struktur eine hohe Anzahl an Fehlersituationen, die für die Fehleranalyse prädestiniert sind.

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Details

Titel
Fehler im Sinne einer Fehlerkultur zulassen und konstruktiv nutzen. Die Fehlerkultur in ausgewählten Lerntheorien und ihre Bedeutung für das Lernen im Berufsschulunterricht
Hochschule
Universität Hamburg  (Erziehungswissenschaften)
Note
1,3
Autor
Nathalie Rosner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
67
Katalognummer
V537234
ISBN (eBook)
9783346129420
ISBN (Buch)
9783346129437
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fehlerkultur Lerntheorien berufliche Bildung aus Fehlern lernen Fehler
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nathalie Rosner (Autor:in), 2018, Fehler im Sinne einer Fehlerkultur zulassen und konstruktiv nutzen. Die Fehlerkultur in ausgewählten Lerntheorien und ihre Bedeutung für das Lernen im Berufsschulunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537234
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Leseprobe aus  67  Seiten
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