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Einfluss von Overconfidence auf das Investitionsverhalten

Titre: Einfluss von Overconfidence auf das Investitionsverhalten

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2020 , 17 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Kirill Lochbaum (Auteur)

Gestion d'entreprise - Controlle de gestion
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das primäre Ziel dieser Arbeit besteht in der Ausarbeitung eines Experiments zur Analyse des Einflusses von Overconfidence auf das Manager-Investitionsverhalten. Im anfänglichen Kapitel werden dabei zunächst theoretische Hintergründe zu Overconfidence erörtert und eine für die Arbeit gültige Definition ebendieser festgelegt. Anschließend werden gängige Verfahren zu ihrer Identifikation und Messung vorgestellt, ehe im letzten Kapitel des zweiten Abschnitts die zu prüfende Hypothese hergeleitet wird. Der dritte Abschnitt beschäftigt sich mit dem experimentellen Design und ist vor allem durch die zwei aufeinanderfolgenden Schritte – Overconfidence-Ermittlung und Erhebung des Investitionsverhaltens – gekennzeichnet. Bevor eine Zusammenfassung die Arbeit abrundet, wird unter anderem die Einhaltung ausgewählter Validitätskriterien diskutiert.

Bereits im Jahr 1982 behauptete der weltbekannte und sehr erfolgreiche Investor Warren Buffet im Chairman’s Letter seines Unternehmens Berkshire Hathaway, dass viele Manager ihre Fähigkeiten überschätzen. Mit einem teilweise belustigenden Vergleich konstatierte er, dass viele Entscheidungsträger bereit sind zu hohe Prämien für ihre Zielunternehmen zu bezahlen, da sie sich für fähig genug halten diese durch eine Erhöhung der Profitabilität des übernommenen Unternehmens schnell wieder zu erwirtschaften. Seinen Beobachtungen zur Folge scheiterte dieses Unterfangen jedoch in vielen Fällen.

Die bisher eher durch Misserfolge geprägte Übernahme von Monsanto durch die Bayer AG aus dem Jahr 2018 ist nur eins von vielen Beispielen welches verdeutlicht, dass das Thema Manager-Overconfidence und die damit womöglich einhergehenden Über- bzw. Fehlinvestitionen auch heutzutage kaum an Brisanz verloren zu haben scheint. Während sich die einfache Behauptung, dass das Selbstbewusstsein eines Managers als eher stark ausgeprägt einzustufen ist noch kaum als Diskussionsgrundlage eignet, bedarf die Annahme, dass eigene Fähigkeiten überschätzende Entscheidungsträger zu Überinvestitionen neigen bereits durchaus einer eingehenden Untersuchung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Phänomen Overconfidence

2.1 Definition und Kategorisierung von Overconfidence

2.2 Indikatoren und mögliche Verfahren zur Messung der Manager-Selbstüberschätzung

2.3 Traditionelle Gründe für Investitionsverzerrungen und Herleitung der Hypothese

3. Experimentelles Design

3.1 Konzeption des Experiments

3.2 Unabhängige Variable – Ermittlung der Overconfidence der Experimentteilnehmer

3.3 Abhängige Variable – Erhebung des Investitionsverhaltens unter Einbeziehung der Ergebnisse aus dem ersten Schritt

3.4 Betrachtung ausgewählter Validitätskriterien und mögliche Kritik am Experimentaufbau

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit besteht in der Entwicklung eines experimentellen Designs, um den Einfluss von Manager-Overconfidence auf das Investitionsverhalten zu untersuchen und dabei eine methodische Grundlage für die Messung dieser kognitiven Verzerrung zu schaffen.

  • Analyse theoretischer Grundlagen von Overconfidence bei Entscheidungsträgern.
  • Evaluation quantitativer und qualitativer Messverfahren für Selbstüberschätzung.
  • Konzeption eines zweistufigen Experiments zur Ermittlung der Overconfidence und des Investitionsverhaltens.
  • Diskussion von Validitätskriterien und kritische Würdigung des experimentellen Versuchsaufbaus.

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition und Kategorisierung von Overconfidence

Overconfidence bzw. Hybris kann vereinfacht gesagt als Selbstüberschätzung, oder auch als das von der betroffenen Person in einem bestimmten Situationskontext praktizierte, selbstüberschätzende Verhalten, bezeichnet werden. Genauer betrachtet stellt Overconfidence eine kognitive Verzerrung dar, welche zur Folge haben kann, dass Individuen eine objektive und exakte Bewertung betrachteter Sachverhalte, zugunsten ihrer eigenen subjektiven Beurteilung dieser, aufgeben. Dabei kann in Anbetracht der vorhandenen Literatur eine Kategorisierung in verschiedene Konzepte der Verzerrungseffekte unternommen werden. Eine mögliche Konzeption ist die miscalibration, im Rahmen derer Personen dazu neigen ein zu hohes Vertrauen in die Richtigkeit der ihnen vorliegenden Informationen zu setzen, was letztlich in der Überschätzung der eigenen Fähigkeit zur präzisen Analyse und Prognose von Sachverhalten und Situationen mündet.

Eine weitere Ausprägung von Overconfidence ist die illusion of control, wobei die Individuen in diesem Fall dazu tendieren ihre Möglichkeiten zur Ausübung von Kontrolle auf bestimmte Ereignisse, auf welche sie tatsächlich nur einen begrenzten Einfluss haben, zu überschätzen. Nicht zuletzt wird in der Literatur hierzu auch der above average effect aufgeführt. Dieser beschreibt die Neigung von Personen die Ausprägung des eigenen Wissens oder eigener, als positiv angesehener Wesensmerkmale und Fähigkeiten als zu stark einzuschätzen und sich somit im Vergleich zu einer für sie relevanten Referenzgruppe als überdurchschnittlich zu betrachten. Als Folge kann eine verfälschte Wahrnehmung kausaler Zusammenhänge auftreten. Durch das in die eigenen Handlungen gesetzte überzogene Erfolgsvertrauen werden profitable Resultate stets auf das eigene Können zurückgeführt. Kommt es hingegen zu einem Misserfolg, werden äußere Umstände bzw. einfach Pech als Ursache gesehen. Die vorliegende Arbeit orientiert sich in diesem Punkt an der zuletzt genannten Konzeption und sieht Hybris als Überschätzung des eigenen Wissens hinsichtlich eines vordefinierten spezifischen Bereiches, wobei die Annahme besser als der Durchschnitt zu sein für das noch folgende Experiment, in dessen Rahmen eine eigenständige Methode zur Messung der Selbstüberschätzung eingesetzt werden soll, irrelevant bleibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Themas Manager-Overconfidence anhand praktischer Beispiele und skizziert den Aufbau der Seminararbeit.

2. Das Phänomen Overconfidence: Dieses Kapitel definiert Overconfidence, kategorisiert verschiedene Verzerrungseffekte und stellt Messmethoden sowie die Hypothesenbildung dar.

3. Experimentelles Design: Hier wird der Versuchsaufbau zur Messung von Overconfidence und dem Investitionsverhalten detailliert beschrieben und kritisch reflektiert.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einem Resümee über die Eignung des entworfenen Experiments zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Hybris und Investitionsentscheidungen.

Schlüsselwörter

Overconfidence, Manager-Selbstüberschätzung, Investitionsverhalten, Hybris, Fehl-investitionen, Experimentelles Design, Behavioral Finance, Finanzwissen, Entscheidungstheorie, Kognitive Verzerrung, Unternehmensführung, Investitionsprojekte, Validität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss von kognitiven Verzerrungen, insbesondere von Overconfidence, auf das Investitionsverhalten von Führungskräften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Overconfidence, deren Messung durch quantitative und qualitative Indikatoren sowie der experimentelle Nachweis von Investitionsverzerrungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Ausarbeitung eines experimentellen Designs, um den Zusammenhang zwischen dem Grad der Selbstüberschätzung und der Neigung zu Überinvestitionen zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen experimentellen Ansatz, bei dem Probanden (Financial Professionals und Studierende) in einem zweistufigen Verfahren hinsichtlich ihres Wissens und ihrer Selbsteinschätzung getestet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Hintergründe, Verfahren zur Identifikation von Hybris sowie der konkrete Versuchsaufbau inklusive verschiedener Investitionsszenarien detailliert erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Overconfidence, Hybris, Investitionsverhalten, Behavioral Finance und experimentelle Methodik.

Wie unterscheidet sich die Gruppe der Financial Professionals von den Studierenden?

Die Gruppe der Financial Professionals zeichnet sich durch Berufserfahrung aus, während die Studierenden als "Noch-Laien" dienen, um zu prüfen, ob die Effekte unabhängig von der Position auftreten.

Welche Funktion hat das "Projekt mit Risikoaversion" im Experiment?

Es dient dazu, eine bewusste "Selbstunterschätzung" der Probanden zu verhindern, indem die Kosten der Investitionsstufen so gleichgesetzt werden, dass ein Sparen von Startkapital durch niedrige Investitionen nicht vorteilhaft ist.

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Résumé des informations

Titre
Einfluss von Overconfidence auf das Investitionsverhalten
Université
University of Augsburg  (Wirtschaftswissenschaften)
Note
1,7
Auteur
Kirill Lochbaum (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
17
N° de catalogue
V537262
ISBN (ebook)
9783346141330
ISBN (Livre)
9783346141347
Langue
allemand
mots-clé
Overconfidence Manager Experiment Selbstüberschätzung Investitionsverhalten Behavioural Controlling
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kirill Lochbaum (Auteur), 2020, Einfluss von Overconfidence auf das Investitionsverhalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537262
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Extrait de  17  pages
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