Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Economic and Social History

Wie hat sich die Finanzkrise auf die Arbeitsverhältnisse in Deutschland ausgewirkt?

Title: Wie hat sich die Finanzkrise auf die Arbeitsverhältnisse in Deutschland ausgewirkt?

Term Paper , 2019 , 9 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Economic and Social History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Vor 11 Jahren ist die Banken- und Finanzkrise durch den Bankrott der renommiertesten Bank Amerikas, der Lehman Brothers ausgebrochen. Die Folgen sind bis heute sichtbar. Selbst in Europa hat die Weltfinanzkrise Spuren hinterlassen. Es fand eine starke Veränderung der Arbeitsverhältnisse der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union statt. Wie sich die Weltfinanzkrise auf den Arbeitsmarkt in Deutschland ausgewirkt hat, erkläre ich in dieser Arbeit.

Durch die geringe Produktivität veränderte sich der Arbeitsmarkt von einem typischen Arbeitsverhältnis zu viel Kurzarbeit. Kurzarbeit war in der wirtschaftlichen Krisenzeit besonders hilfreich, um die Personalkosten zu reduzieren. Dies bedeutete automatisch eine Lohnkürzung. Der Anstieg der Erwerbslosenquote ist darauf zurückzuführen, dass es nicht genügend Kurzarbeitsplätze gab, zudem wurden viele Entlassungen getätigt. Die Kurzarbeit war aber nicht nur negativ zu betrachten, durch sie konnte die Beschäftigungen aufrechterhalten werden. Trotz einer herabgesetzten Stundenanzahl als im Vertrag festgelegt war, konnten die Menschen durch die Teilzeitarbeit weiterhin beschäftigt werden und hatten nach der überstandenen Krise Anspruch darauf ihre volle Arbeitszeit wieder auszuüben.

Die Arbeit gliedert sich in zwei Teile. Zuerst wird auf die Veränderung des Arbeitsmarktes ab Ende des zweiten Weltkrieges und auf die Folgen der Finanzkrise auf die Arbeitsverhältnisse eingegangen. Danach folgt ein Kapitel über Maßnahmen, wie der Arbeitsmarkt in Deutschland stabil gehalten wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Veränderung des Arbeitsmarktes

2.1. Atypische Beschäftigungen und Erwerbslosigkeit

3. Stabilisierung des Arbeitsmarktes

3.1. Arbeitskräftehortung

3.2. Kurzarbeit

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der globalen Finanz- und Bankenkrise auf die Arbeitsverhältnisse in Deutschland und analysiert insbesondere, durch welche Maßnahmen der Arbeitsmarkt trotz der ökonomischen Erschütterungen stabilisiert werden konnte.

  • Wandel der Arbeitsmarktstrukturen in Deutschland
  • Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse
  • Analyse der Arbeitskräftehortung als Unternehmensstrategie
  • Rolle der Kurzarbeit bei der Vermeidung von Entlassungen
  • Einfluss ökonomischer Krisen auf die Erwerbslosigkeit

Auszug aus dem Buch

3.1. Arbeitskräftehortung

Durch den Rückgang der Exportnachfrage, mussten die Arbeitgeber die Arbeitszeiten ihrer Angestellten verkürzen, weshalb die flexiblen Arbeitszeiten während der Krise besonders häufig vorkamen. Dazu gehören unter anderem Kurzarbeit, Reduktion von Arbeitszeit und Teilzeitarbeit.

„Im Durchschnitt nahm die Jahresarbeitszeit der Arbeitnehmer um 3,3 Prozent ab“ (Brücker et al. 2012, S. 24). Durch diese Flexibilität der Unternehmen wurde die Arbeitslosigkeit verhindert und Arbeitskräfte wurden gehalten. Dies führte dazu, dass sich die Arbeitsproduktivität wieder erholt hatte (Jahresgutachten des Sachverständigenrats 2010/2011, S. 20). „Dabei spricht man von Arbeitskräftehorten, wenn die Betriebe bei einem temporären Rückgang ihrer Produktion die Zahl ihrer Beschäftigten nicht oder nur unterproportional reduzieren“ (Brücker et al. 2012, S. 54).

Nun stellt sich die Frage, wieso Arbeitgeber diese Maßnahmen ergriffen und nicht überschüssige Arbeitskräfte entlassen haben. Dies ist vor allem zurückzuführen auf einen finanziellen Grund, denn jede Entlassung und auch Einstellung ist mit Transaktionskosten (Kündigungsschutzgesetze, Abfindungen etc.) für den Betrieb verbunden (Brücker et al. 2012, S. 55). Das Halten und das sogenannte Horten von Arbeitskräften ist mit erheblich weniger Kosten verbunden als das Entlassen, Suchen, Einstellen und Einarbeiten von neuem Personal. Daher lohnt es sich meistens nicht in einer Krise, die von temporärer Dauer ist Arbeitskräfte zu entlassen. Stattdessen ist es sinnvoll erstmal die Entwicklung der Krise zu beobachten und abzuwarten, um möglichst viele Transaktionskosten zu sparen. Außerdem wird so die Langfristigkeit der Arbeitsbeziehungen erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff des Arbeitsverhältnisses und gibt einen Überblick über die krisenbedingten Veränderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

2. Veränderung des Arbeitsmarktes: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Arbeitsmarktes in Deutschland und den Anstieg atypischer Beschäftigungsverhältnisse seit der Krise.

2.1. Atypische Beschäftigungen und Erwerbslosigkeit: Hier werden die Auswirkungen der Finanzkrise auf prekäre Beschäftigungsverhältnisse und die steigende Erwerbslosigkeit, insbesondere bei Frauen und Jugendlichen, analysiert.

3. Stabilisierung des Arbeitsmarktes: Das Kapitel befasst sich mit der Frage, wie trotz wirtschaftlicher Turbulenzen ein Zusammenbruch des deutschen Arbeitsmarktes verhindert werden konnte.

3.1. Arbeitskräftehortung: Es wird erläutert, warum Unternehmen trotz Produktionsrückgangs an ihren Arbeitskräften festhielten, um Transaktionskosten bei Kündigungen und Neueinstellungen zu vermeiden.

3.2. Kurzarbeit: Dieser Abschnitt beschreibt die verschiedenen Formen der Kurzarbeit und deren Wirksamkeit als Instrument zur Erhaltung von Arbeitsplätzen während der Krise.

4. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle der Kurzarbeit sowie deren soziale Auswirkungen auf die Arbeitnehmer.

Schlüsselwörter

Finanzkrise, Arbeitsmarkt, Arbeitsverhältnisse, Kurzarbeit, Arbeitskräftehortung, atypische Beschäftigung, Erwerbslosigkeit, Transaktionskosten, Konjunkturpaket, Agenda 2010, Beschäftigungssicherung, Lohnkürzung, Personalpolitik, Wirtschaftskrise, Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Weltfinanzkrise auf die Struktur des Arbeitsmarktes in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören die Zunahme atypischer Beschäftigung, die Strategie der Arbeitskräftehortung und der Einsatz von Kurzarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum der deutsche Arbeitsmarkt trotz einer schweren Wirtschaftskrise stabil blieb und welche Instrumente dazu beitrugen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung von Wirtschaftsberichten sowie Gutachten zu diesem Zeitraum.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den historischen Wandel des Arbeitsmarktes, die Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse und die spezifischen betriebswirtschaftlichen Maßnahmen zur Krisenbewältigung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Finanzkrise, Kurzarbeit, Arbeitsmarktstabilität und atypische Beschäftigungsverhältnisse.

Wie definiert die Autorin ein "Arbeitsverhältnis"?

Ein Arbeitsverhältnis wird als berufliche Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer definiert, die durch einen Arbeitsvertrag über Vergütung und Vertragspflichten geregelt wird.

Warum nutzen Unternehmen die Kurzarbeit statt Entlassungen?

Kurzarbeit ermöglicht es Unternehmen, Personalkosten zu reduzieren und gleichzeitig teure Transaktionskosten für spätere Neueinstellungen und Einarbeitungen bei einer Erholung der Wirtschaft zu vermeiden.

Inwiefern hat die Agenda 2010 die Situation beeinflusst?

Die Arbeit weist darauf hin, dass die Agenda 2010 zwar die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen steigerte, aber auch zu arbeitgeberfreundlichen Bedingungen und Lohnzurückhaltungen führte, die kritisch bewertet werden.

Welche Rolle spielten Transaktionskosten bei der Entscheidung gegen Entlassungen?

Aufgrund von Kündigungsschutzgesetzen und Abfindungszahlungen sind Entlassungen mit hohen Kosten verbunden, weshalb das "Horten" von Arbeitskräften betriebswirtschaftlich oft sinnvoller ist.

Excerpt out of 9 pages  - scroll top

Details

Title
Wie hat sich die Finanzkrise auf die Arbeitsverhältnisse in Deutschland ausgewirkt?
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Humangeographie)
Course
Seminar: Wirtschaftsgeographische Perspektiven auf Krisen der Gegenwart
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
9
Catalog Number
V537335
ISBN (eBook)
9783346134431
Language
German
Tags
Humangeographie Krise Finanzkrise Arbeitsverhältnis Wirtschaft Wirtschaftsgeographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Wie hat sich die Finanzkrise auf die Arbeitsverhältnisse in Deutschland ausgewirkt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537335
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  9  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint