Die Begründung der Menschenrechte in der Philosophie Immanuel Kants


Hausarbeit, 2017

22 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Darstellung der Menschenrechte in der politischen Philosophie Kants
1.1 Die Idee der Aufklärung
1.2 Freiheit als das absolute Recht des Menschen
1.3 Die Konkretisierung des Menschenrechts im Staat
1.4 Die Selbstverständigung der Vernunft

2. Die Begründung der Menschenrechte in der Kantischen Philosophie
2.1 Das angeborene Recht als Voraussetzung aller erworbenen Rechte
2.2 Begründung der Menschenrechte

Schlussfolgerung

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, die am 10. Dezember 1948 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde, trug maßgeblich dazu bei, dass die Men­schenrechte zu einem der bestimmenden Themen nationaler sowie internationaler Poli­tik wurden. In der öffentlichen Debatte wird allerdings selten darauf aufmerksam gemacht, dass es in der Erklärung eine bedeutsame Unzulänglichkeit in Bezug auf die Menschenrechte gibt: Obwohl es eine breite Anerkennung der allgemeinen Erklärung gibt, fehlt eine allgemein anerkannte Be­gründung des darin vertretenen Menschenrechts-Konzepts. Dies bedeutet, dass für die Bedeutung der Menschenrechte immer noch nicht ausreichend argumentiert werden kann.

Der Ausgangspunkt der im Folgenden dargestellten Argumentation ist die Untersuchung der philosophischen Entwicklung der Idee der Menschenrechte, wie sie insbesondere in den Werken von Immanuel Kant zum Ausdruck kommt. In der Philosophie werden eine Menge von unterschiedlichen Begründungsvarianten der Menschenrechte diskutiert und die unterschiedlichen Begründungsversuche variieren. In der Tradition Kants steht auch der Versuch, die Menschenrechte als Freiheitsrechte zu begründen.

Zur Erläuterung der Begründungsversuche werden Kants Argumentationen in dieser Arbeit aus folgenden Texten abgeleitet: „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“, „Was ist Aufklärung“, „Zum ewigen Frieden“ und „Kritik der reinen Vernunft“. Es ist wichtig, die Bedeutung des Begriffs der „Freiheit“ und des „angeborenes Recht“ zu zeigen.

In der vorliegenden Arbeit werden die Menschenrechte auch als grundlegendes Menschenrechtsprinzip und im Kontext von Kants Lehre des Staates erläutert.

Diese Hausarbeit vertritt Kants These von der Einzigkeit des Menschenrechts, nämlich dass „es nun in Ansehung des angeborenen, mithin inneren Mein und Dein keine Rechte, sondern nur ein Recht gibt“ (Kant 1986: 51). Dann wird im Opus postumum noch einmal betont: „Die Freiheit ist das angeborene Recht, worauf sich alle anderen angeborenen gründen u. die im Grunde mit ihr einerlei sind“ (Mathieu 1989: 152). Es handelt sich dabei um die angeborene Freiheit, die nach Immanuel Kant nur eines der gleichgeordneten, angeborenen Rechte ist. Deshalb soll zunächst aufgezeigt werden, dass Kant, obwohl er die Menschenrechte auf der theoretischen Ebene transparent nicht begründete, gute Beweisgründe für ihre universale Gültigkeit gab und einen Beitrag zur philosophischen Begründung des heutigen Menschenrechtsmodells lieferte. Abschließend soll kurz auf die Frage eingegangen werden, welchen Beitrag die Kantische Philosophie leistet, um Menschenrechte von allgemeiner oder universaler Geltung zu begründen. Es geht um die Frage nach der Begründung der Menschenrechte, die uneingeschränkt von kulturellen, historischen und sozialen Gründen gültig sein sollen.

1. Die Darstellung der Menschenrechte in der politischen Philosophie Kants

1.1 Die Idee der Aufklärung

Im politischen Denken und in der politischen Tradition der westlichen Länder nehmen die Menschenrechte einen zentralen Platz ein. Sie sind zur Grundlage des demokratischen Verfassungsstaats der Neuzeit geworden (Gericke 1984: 5). Die europäische Aufklärung ist für die Idee, die Begründung und Entwicklung der Menschenrechte von besonderer Bedeutung (Göller 1999: 150). Daher ist es wissenschaftlich relevant zu untersuchen, warum die philosophische Geltungsbegründung von Menschenrechten wichtig ist. Mit Beginn der Neuzeit änderte sich das philosophische Denken von Grund auf. Die Grundannahmen des englischen Philosophen Thomas Hobbes (1588-1679) gewannen vorrangigen Einfluss auf die Ausgestaltung einer Theorie der Menschenrechte. Die Art und Weise, wie Hobbes die politische Philosophie begründete, trug entscheidend dazu bei, dass das Anliegen des Naturrechts in der Form von Menschenrechten auftrat, ja, sie ermöglichte dies zu allererst (König 1994: 84). So sind beispielweise Formulierungen des englischen Aufklärungsphilosophen John Locke (1632-1704) fast wortwörtlich in die amerikanische Unabhängigkeitserklärung, die „Virginia Bill of Rights“ (1776), eingeflossen – in die Verfassung, die sich die damals gerade unabhängigen Vereinigten Staaten von Amerika gegeben haben und die vorbildlich für europäischen Verfassungen geworden ist (ebd.). In Europa hat es noch dreizehn Jahre gedauert, bis die Idee der Menschenrechte 1789 in Frankreich zu Beginn der Revolution erstmals verfassungsmäßig verankert wurde (ebd). Wichtig ist es auch, für die europäische Aufklärungsphilosophie Immanuel Kant (1724-1804) zu nennen, bei dem die Menschenrechtsthematik eine zentrale Rolle bei der Begründung des Rechtsstaates und rechtsstaatlicher Prinzipien spielt. Zum besseren Verständnis bei der Beschäftigung mit Kant und seinen Ideen zu den Rechten des Menschen und der Idee eines Friedens auf internationaler Ebene erscheint es aber sinnvoll, vor allem die Ausprägungen der Entwicklung der Menschenrechte in der Zeit der Aufklärung zu betrachten.

Kant war ein begeisterter Anhänger der Französischen Revolution. In seinem Aufsatz „Was ist Aufklärung" (1784) gab er eine Definition von Aufklärung, die sehr berühmt werden sollte (Kant 1967: 5). Sie wird wie folgt definiert: Aufklärung ist „der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ (ebd.). Der Mensch solle Mut haben, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Mit dem Appell an den Mut des Einzelnen, den eigenen Verstand zu gebrauchen, um sich aus selbstverschuldeter Unmündigkeit zu befreien, findet sich in dem Anfangssatz der kantischen Aufklärungsschrift noch der Widerhall eines an der Grundlegung von Wissenschaft orientierten Rationalismus (Bartuschat 2009: 10). Unmündigkeit stellt nach Kant das Unvermögen dar, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen (Hindrichs 2009: 43). Das ist die Forderung, die dem, der sich seines Verstandes ohne die Leitung eines anderen bedient, auferlegt ist.

Der Kern der Aufklärung ist die Kritik (ebd.). Den bildet die Rechtsprechung in einem Prozess. Und da die Aufklärung in einer universalen Kritik des Gegebenen besteht, nimmt sie also eine universale Verrechtlichung vor (Hindrichs 2009: 45). Erst innerhalb dieses Rechtsprozesses, den die universale Kritik vollzieht, erhalten die anderen Charakteristika der Aufklärung ihren vollen Sinn (ebd.). Die Aufklärung findet nicht nur ihre Form in der Rechtsförmigkeit des Prozesses, die der Aufklärung eine eigentümliche Gestalt verleiht, sondern sie verwandelt Philosophie als Analysis und Therapie in Argumentationsmittel eines öffentlichen Verfahrens (Hindrichs 2009: 47). Dieses Verfahren ist universal, und es entzaubert alles Gegebene. Hierdurch versucht es den Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien (ebd.). Der Rechtsprozess der aufklärenden Kritik beinhaltet Freiheit. Die freien Subjekte müssen die Bedingungen der Freiheit ihrer äußeren Existenz selbst hervorbringen. Das Moment der Freiheit kann aber nur in der Vernunft liegen1.

1.2 Freiheit als das absolute Recht des Menschen

Innerhalb seiner Rechtsphilosophie weist Kant dem Begriff der Freiheit eine neue Bedeutung zu. Denn auf die Frage, worin ein angeborenes Recht bestehen könnte, sagt Kant:

„Freiheit (Unabhängigkeit von eines Anderen nötigender Willkür), sofern sie mit jedes Anderen Freiheit nach einem allgemeinen Gesetz zusammen bestehen kann, ist dieses einzige, ursprüngliche, jedem Menschen Kraft seiner Menschheit zustehende Recht“ (König 1994: 228).

Diese Stelle muss im Folgenden als Anknüpfungspunkt wiederholt werden, denn hier sind in prägnanter Form alle Elemente des Kantischen Menschenrechtsbegriffs zusammengefasst: der Bezug der Freiheit auf die aller anderen, die Einzigartigkeit des Menschenrechts und seine Verankerung in der Idee der Menschheit (König 1994: 229).

Der ewige Frieden, diese große Idee der Aufklärung, die Kant zu einem Konzept für die internationale Ordnung der bürgerlichen Gesellschaft ausgeformt hat, ist nur ein lokaler, keine globaler und ungeteilter Weltfrieden. Die Erwartung einer grundlegenden gesellschaftlichen Umwälzung, nämlich die Ablösung der Monarchie durch die Demokratie, werde den ewigen Frieden garantieren, hatte sich inzwischen als Illusion erwiesen, denn im gesellschaftlichen Bewusstsein jener Zeit spielte der Krieg eine viel größere Rolle als der Frieden (Scheler 1996: 121). Der Krieg war gegenüber dem Frieden das stärkere Element (ebd.). Daher war Kants Thema freilich nicht nur das Bemühen um die Beendigung oder Verhinderung von Kriegen, sondern die Möglichkeit ewigen Friedens.

Immanuel Kants philosophisches Interesse kreiste von Beginn an um Fragen der Freiheit. Im Hintergrund steht dabei die – These, dass für das Handeln des Menschen als Menschen die Sittlichkeit konstitutiv sei. Das Ziel besteht in einer kritischen Philosophie, die sich im Sinne des Kantischen Verständnisses von Kritik als Judikation jenseits einer bloß affirmativen oder bloß negativen Kritik eine doppelte Aufgabe stellt: die „Legitimation und Limitation von Recht und Staat“ (Höffe 2001: 27).

Friede zwischen den Staaten ist für Kant gleichbedeutend mit der Ersetzung der zügellosen Freiheit im Naturzustand durch einen geregelten Zustand unter Gesetzen (Weiper 1996: 67).

Vom primären Naturzustand mit seinem alles andere prävalierenden Freiheitsinteresse führt der Weg der Notwendigkeit zur Zwangsordnung von Recht und Staat. Es beruft sich auf Kant: Den Staat braucht selbst ein Volk von Teufeln (ebd.). Die geleistete Legitimation soll nur als subsidiäre verstanden werden, da sie auf der Idee der natürlichen Gerechtigkeit aufbaut, von dieser also abhängig ist. Der Staat ist gedacht als Garant, dass diese Idee auch Wirklichkeit wird, nicht aber als ihr Erzeuger (ebd). Bezogen auf die Menschenrechte als Grundfreiheiten heißt dies: Der Staat kann sie „nur gewährleisten, aber nicht gewähren“ (Höffe 2001: 26).

Die dargestellte Argumentation für die notwendige Verknüpfung von Recht und Gerechtigkeit steht unter dem Vorbehalt, dass eine rechtlich regulierte Zwangsordnung überhaupt notwendig ist, was von im weiteren Sinn anarchistischen Positionen mit dem Ideal der Freiheit bestritten worden ist (Lohmann 2002: 284).

Die Fortschrittlichkeit Kants zeigt sich auch an seinen Überlegungen zu den Menschenrechten. Vor allem die „Metaphysik der Sitten“ (1797) gibt Aufschluss darüber, was Kant unter Menschenrechten versteht. Zudem wird das Problem in weiteren moralischen und rechtsphilosophischen Schriften berührt, z.B. in der „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“ (1785), in „Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis“ (1793) und „Zum ewigen Frieden“ (1795). Menschenrechte sind definitionsgemäß Rechte, die jedem Menschen aufgrund seines Menschseins zukommen. Kant nennt sie in diesem Sinne „angeborene“ Rechte. Laut Kant gibt es nur ein einziges Menschenrecht und dieses heißt Freiheit (Kant 1992: 20). Demzufolge muss den Menschen ein äußeres Freiheitsrecht (also Freiheit von äußeren Einschränkungen, z.B. von der „nötigenden Willkür“ staatlicher Gewalt) zugestanden werden. Gleichwohl muss auch dieses Freiheitsrecht Schranken unterliegen; es kann nur insofern gewährt werden, als die eigene Freiheit „mit jedes anderen Freiheit nach einem allgemeinen Gesetz zusammen bestehen kann“ (ebd.). Diesem Freiheitsrecht zugrunde liegt nach Kant die angeborene Gleichheit aller Menschen. Kant vertritt damit die moderne und für seine Zeit keineswegs selbstverständliche Auffassung, dass kein Mensch „von Natur aus“ oder „aus göttlicher Fügung“ eine höhere Stellung besitzt als ein anderer (daher spricht sich Kant z.B. gegen den Erbadel aus). Des Weiteren ist Kant zufolge im Freiheitsrecht sowohl die Forderung nach Unversehrtheit des Menschen als auch das Recht, „sein eigener Herr“ zu sein (Recht auf Wahrung der eigenen Würde) und schließlich das Recht auf Meinungsfreiheit inbegriffen (Kant 1999: 77).

Um nachvollziehen zu können, wie Kant die Geltung dieses Menschenrechts begründet, empfiehlt es sich, erneut einen Blick in sein moralphilosophisches Werk „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“ zu werfen. Auf eine kurze Formel gebracht: Kant begründet das Menschenrecht (und damit die Wahrung „äußerer“ Freiheit) mit der „inneren“ Freiheit (und damit der Würde) des Menschen. Die spezifische Eigenheit des Menschen besteht nach Kant darin, dass er autonom, d.h. selbstgesetzgebend ist. Der Mensch ist, sofern er sich durch Vernunft bestimmt, keinen Naturkausalitäten unterworfen, sondern er schafft sich die Gesetze, nach denen er handelt, selbst. Da aber der Mensch nicht nur ein Vernunftwesen („homo noumenon“), sondern auch ein Sinnenwesen („homo phaenomenon“) ist, also ein Wesen, das Leidenschaften, Triebe und Bedürfnisse besitzt, muss sich der Mensch, um nicht triebgeleitet zu handeln, aktiv an die eigenen, vernunftgeleiteten Gesetze halten (König 1994: 267).

Vernunftgemäß und damit sittlich gut ist nach Kant das, was verallgemeinerungswürdig ist, und so formuliert der Philosoph seinen berühmten kategorischen (also unbedingt geltenden) Imperativ: „handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“ (Kant 1999: 44).

Es ist diese Fähigkeit zur Vernunft und zur Selbstgesetzgebung, die nach Kant die (nicht zu verletzende) Würde des Menschen ausmacht. Und weiter ist es die Würde, die dem Menschen zugleich Rechte wie Pflichten gibt, nämlich das Recht, als würdiger Mensch behandelt zu werden, sowie die Pflicht, andere (und auch sich selbst!) als würdige Personen zu behandeln. In diesem Sinne sagt Kant, der Mensch sei „Zweck an sich selbst“ und formuliert den kategorischen Imperativ folgendermaßen um: „Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest“ (Kant 1999: 54). Auf moralischer Ebene wird die Würde (und damit die „innere“ Freiheit) des Menschen durch die Einhaltung des kategorischen Imperativs gewahrt. Auf rechtlicher Seite ist es das Menschenrecht als Recht auf Freiheit, insofern diese mit der Freiheit aller anderen zusammen bestehen kann, dass die Würde des Menschen schützen soll.

[...]


1 Wenn von Funktionen der Vernunft gesprochen wird, muss man den Unterschied zum Verstand immer mit einbeziehen. Die Vernunft synthetisiert nicht etwas, das durch ein anderwärts Vorgegebenes noch zu beglaubigen ist, sondern erzeugt das Bewusstsein des Zusammenhanges ihrer eigenen Unterschiedenheit. Erst im Durchgang durch das praktische Vermögen der Vernunft wird die ursprüngliche Macht ihres Selbstentwurfs in die Wirklichkeit für Vernunftwesen einsichtig (Honrath 2011: 284).

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Die Begründung der Menschenrechte in der Philosophie Immanuel Kants
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Genealogien der Menschenrechte
Note
1,3
Jahr
2017
Seiten
22
Katalognummer
V537374
ISBN (eBook)
9783346129987
ISBN (Buch)
9783346129994
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kant, Menschenrechte
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, Die Begründung der Menschenrechte in der Philosophie Immanuel Kants, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537374

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