Dieser Beitrag macht den ersten Schritt in die richtige Richtung und untersucht das ganzheitliches/holistisches Denken mit Einbezug der Präferenz für radikale Innovationen. Es werden empirische Zusammenhänge zwischen dem holistischen Denken und der radikalen Innovation sowie zu zwei geschlechtsspezifischen Zusammenhängen gefunden und ausgewertet. Es zeigt sich zudem, dass hinsichtlich dieser Kriterien es weiblichen Menschen wichtiger ist einen ganzheitlichen Denkstil an den Tag zu legen und Männern eher weniger. Des Weiteren scheinen die Männer eher eine Präferenz für radikale Innovationen zu besitzen, welche die Frauen hingegen nicht aufzeigen In der folgenden Arbeit wird zuerst auf die bisherige Theorie und den dazugehörigen aktuellen Forschungsstand eingegangen. Darauf basierend werden die zu untersuchenden Fragestellung und Hypothesen dargestellt. Im Anschluss erfolgt eine Beschreibung der gewählten Instrumente und Verfahren, worauf die Darstellung der Ergebnisse folgt. Es werden in dieser Studie im Vorfeld alle Variablen auf Reliabilität und Normalverteilung überprüft sowie finden drei verschiedene statistische Verfahren ihre Anwendung. Abschließend findet eine Diskussion der Ergebnisse statt, wobei auf die Ergebnisse der Studie sowie an die künftige Forschung appelliert wird. Dieser Appell entsteht durch einen Widerspruch zweier Aussagen in Hinblick auf eine Hypothese und soll somit die Wichtigkeit dieser Thematik untermauern.
Inhaltsverzeichnis
1. Abstract
2. Einleitung
2.1. Theoretischer Hintergrund
2.1.1. Was ist holistisches/ganzheitliches Denken?
2.1.2. Was ist unter dem Begriff „radikale Innovation“ zu verstehen?
2.2. Stand der Forschung
2.3. Forschungsfragestellungen und Hypothesen
3. Methode
3.1. Untersuchungsdesign und Stichprobe
3.2. Instrumente und statistische Verfahren
4. Ergebnisse
4.1. Korrelation aller hypothesenbezogener Variablen
4.2. Ergebnisse bezüglich der Hypothese 1 mithilfe der linearen Regressionsanalyse
4.3. Ergebnisse bezüglich der Hypothesen 2 & 3 mithilfe der Korrelationsanalyse nach Pearson
4.4. Ergebnisse bezüglich der Hypothesen 4 & 5 mithilfe des t-Tests für zwei unabhängige Variablen
5. Diskussion
5.1. Interpretation der Ergebnisse
5.2. Implikation der Ergebnisse
5.3. Limitationen und zukünftige Forschungen
6. Anhang
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen ganzheitlichem (holistischem) Denken und der Präferenz für radikale Innovationen. Ziel ist es zu ergründen, ob ein holistischer Denkstil als Prädiktor für innovationsfreudiges Verhalten fungieren kann und inwieweit geschlechtsspezifische Unterschiede in diesen kognitiven Mustern und Innovationspräferenzen bestehen.
- Analyse des holistischen Denkens im Vergleich zum analytischen Denken
- Differenzierung zwischen radikalen und inkrementellen Innovationen
- Empirische Überprüfung von Hypothesen mittels Online-Umfragen und statistischen Verfahren
- Untersuchung geschlechtsspezifischer Differenzen in Denkstil und Innovationsneigung
- Ableitung von Implikationen für modernes Management und zukünftige Forschung
Auszug aus dem Buch
2.1.1. Was ist holistisches/ganzheitliches Denken?
Schon seit Jahren sind zwei sich widersprechende Aussagen allgemein anerkannt. Dabei behaupten beispielsweise die Kulturgebiete Ostasiens, dass jedes Element auf der Welt miteinander verbunden und verknüpft ist. Der Großteil im Westen wiederum betrachtet die Welt und auch das Universum als ein, aus unabhängigen Objekten zusammengesetztes, Konstrukt. Aufgrund dieser zwei Kernaussagen sind zwei unterschiedliche Denkansätze entstanden.
Hierzu zählt der ganzheitliche- oder auch holistische Denkansatz, welcher vorrangig in Ostasiaten befürwortet wird. Im Gegensatz dazu steht der analytische Denkansatz, der größtenteils im Westen eine komplett andere Ansicht aufzeigt und vertritt. Grundsätzlich lassen sich diese Denkansätze in vier Dimensionen einteilen, wodurch sie auch kategorisiert werden können. Die erste Dimension ist der sogenannte Ort der Aufmerksamkeit, wo es um die Gegenpole „Teile versus Ganzes“ geht.
Die zweite Dimension beschäftigt sich mit der Kausalität, wo sich die Schlagworte „dispositionell und interaktiv“ gegenüber stehen. Die Wahrnehmung von Veränderung, welche sich mit Gegenpolen „linear versus zyklisch“ beschäftigt, ist die dritte Dimension. Die vierte Dimension wird bezeichnet als die Einstellung gegenüber Wiedersprüchen, wobei es um „formale Logik oder naive Dialektik“ geht. Die erstgenannten Gegenpole stehen dabei für den analytischen Denkstil sowie werden die zweitgenannten Gegenpole als Kennzeichen für den holistischen Denkstil angesehen (vgl. Choi et al., 2007).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Abstract: Eine kurze Zusammenfassung der Forschungsziele, der angewandten Methoden sowie der wesentlichen Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Arbeit.
2. Einleitung: Definiert die zentralen Fachbegriffe, beleuchtet den Stand der Forschung und leitet die für die Studie relevanten Hypothesen her.
3. Methode: Beschreibt das Untersuchungsdesign der Online-Umfrage, die Stichprobenzusammensetzung sowie die verwendeten statistischen Messinstrumente.
4. Ergebnisse: Präsentiert die statistische Auswertung der erhobenen Daten, inklusive Korrelationsanalysen, Regressionen und t-Tests zur Hypothesenprüfung.
5. Diskussion: Interpretiert die erzielten Ergebnisse im Vergleich mit der bestehenden Literatur, diskutiert Implikationen für die Praxis und nennt Limitationen sowie zukünftige Forschungsbedarfe.
6. Anhang: Enthält Verweise auf die verwendeten Datensätze und Ausgabedateien aus der Statistik-Software.
7. Literaturverzeichnis: Listet sämtliche in der Arbeit verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen auf.
Schlüsselwörter
Holistisches Denken, Ganzheitliches Denken, Radikale Innovation, Inkrementelle Innovation, Innovationsforschung, Wirtschaftspsychologie, Geschlechtsspezifische Unterschiede, Statistische Analyse, Korrelationsanalyse, Lineare Regression, t-Test, Unternehmenskultur, Kognitive Prozesse, Management, Arbeitserfahrung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel zwischen dem kognitiven Stil von Individuen, speziell dem ganzheitlichen Denken, und ihrer Neigung, radikale Innovationen zu bevorzugen oder zu initiieren.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Wirtschaftspsychologie und Innovationsmanagement, wobei Konzepte wie holistisches versus analytisches Denken und die Differenzierung zwischen radikalen und inkrementellen Innovationen im Vordergrund stehen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel besteht darin zu ermitteln, ob Menschen mit einem stärker ausgeprägten holistischen Denkstil eine höhere Präferenz für radikale Innovationen aufweisen und ob signifikante geschlechterbasierte Unterschiede in diesen Bereichen existieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine quantitative empirische Studie mittels Online-Fragebogen durchgeführt, deren Daten durch deskriptive Statistik, Korrelationsanalysen nach Pearson, lineare Regressionsanalysen und t-Tests für unabhängige Stichproben ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe, die methodische Darstellung des Studiendesigns, die Durchführung statistischer Tests zur Überprüfung der Hypothesen sowie die abschließende Diskussion der Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Holistisches Denken, Radikale Innovation, Wirtschaftspsychologie, Statistische Datenanalyse und geschlechtsspezifische Präferenzen.
Welche Rolle spielt die geschlechtsspezifische Untersuchung in dieser Studie?
Die Studie geht der Frage nach, ob Frauen eher einen holistischen Denkstil nutzen und ob Männer eine stärkere signifikante Bevorzugung gegenüber radikalen Innovationen zeigen, was durch spezifische t-Tests empirisch geprüft wurde.
Wie sind die Ergebnisse zur Hypothese der radikalen Innovation zu bewerten?
Die Hypothese, dass holistisches Denken direkt eine Präferenz für radikale Innovationen erzeugt, konnte in dieser Studie statistisch nicht bestätigt werden, was zu einer kritischen Diskussion über den Stichprobenumfang und das Studiendesign führt.
- Arbeit zitieren
- Max Kremnitz (Autor:in), 2020, Ganzheitliches/Holistisches Denken und Präferenz für radikale Innovationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537457