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Partizipation in der Kinder- und Jugendhilfe

Grundlagen, Ziele und Methoden

Título: Partizipation in der Kinder- und Jugendhilfe

Trabajo Escrito , 2017 , 7 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Maria Liebing (Autor)

Trabajo social
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Denkt man an Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, so fragt man sich sofort: Was können Kinder und Jugendliche entscheiden und was nicht? Stellt man sich diese Frage im Team, werden sofort Ideen, aber auch Ängste laut. Die Befürchtungen reichen oftmals bis hin zu Bildern von anarchischen Zuständen. Dabei werden Kinder und Jugendliche oft unterschätzt. Junge Menschen wollen mitbestimmen und teilhaben. Sie wollen Entscheidungen für sich selbst treffen und Verantwortung übernehmen. Dabei liegt die Schwierigkeit darin, das Maß zu bestimmen.
Diese Arbeit soll dazu beitragen, ein Verständnis dafür zu entwickeln, was Partizipation ist und wie diese im Alltag von Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe gelebt werden kann. Zu diesem Zweck wird der Begriff der Partizipation näher definiert, Ziele aufgezeigt und die rechtlichen Grundlagen vorgestellt. Zudem werden verschiedene Partizipationsmethoden anhand der verschiedenen Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe vorgestellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung und Grundlagen

3. Ziele

4. Methoden

5. Besonderheiten im stationären Hilfekontext

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für den Begriff der Partizipation im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe zu entwickeln und aufzuzeigen, wie diese in verschiedenen institutionellen Alltagssituationen praktisch umgesetzt werden kann, um die Selbstbestimmung junger Menschen zu fördern.

  • Rechtliche Grundlagen und Verankerung von Partizipation im SGB VIII
  • Bedeutung von Partizipation für Demokratiebildung und Empowerment
  • Stufen der Beteiligung nach Roeder (Mitwirkung, Mitbestimmung, Selbstbestimmung)
  • Herausforderungen bei der Umsetzung in unterschiedlichen Arbeitsfeldern (Kita, OKJA, stationäre Jugendhilfe)
  • Notwendigkeit einer partizipativen Haltung und Teamstruktur

Auszug aus dem Buch

4. Methoden

Nach Roeder gibt es drei verschiedene Stufen der Beteiligung. Diese sind Mitwirkung, Mitbestimmung sowie Selbstbestimmung.

Bei der Mitwirkung haben die jungen Menschen die Möglichkeit der Mitsprache. Letztlich liegt hier aber die Entscheidung bei den Fachkräften. Ein Beispiel wäre die Planung der Ferienzeit in der stationären Jugendhilfe. Bei dieser Stufe würden die Bewohner*innen nach ihren Angebotswünschen und Aktivtäten gefragt werden. Die Gestaltung der Ferienwoche würde dann aber ohne die Bewohner*innen im Team unter Berücksichtigung der Meinungen der Bewohner*innen besprochen und entschieden werden. Über diese Entscheidung würden die Bewohner*innen informiert werden.

Bei der Mitbestimmung können die jungen Menschen durch Stimmrechte auf die Entscheidung Einfluss nehmen. Um wieder das Beispiel der Ferienplanung zu nehmen, würden hier die jungen Menschen vorab über die Mitbestimmungsmöglichkeit informiert werden.

Es würde dann ein gemeinsamer Termin stattfinden zu dem sowohl Fachkräfte als auch die Bewohner*innen teilnehmen, um gemeinsam über die Aktivitäten in der Ferienzeit zu bestimmen bzw. abzustimmen. Hier können die jungen Menschen aktiv an der Entscheidung mitwirken und Einfluss nehmen.

Bei der Selbstbestimmung wird den jungen Menschen alleiniges Entscheidungsrecht für einen Teilbereich oder für ein gesamtes Vorhaben und damit auch die Verantwortung dafür eingeräumt. Ein Beispiel wäre ein Diskoabend in der Ferienzeit. Hierfür bedarf es jedoch einiger Vorbereitung. So müssen die jungen Menschen über Grenzen informiert werden und es sollte eine unterstützende Person sowie ein volljähriger junger Mensch als Verantwortungsträger bestimmt werden (bspw. um den Jugendschutz hinsichtlich Musik- und Getränkeauswahl zu beachten und einen Überblick über das finanzielle Budget zu behalten).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Partizipation in der Kinder- und Jugendhilfe ein und benennt das Ziel, ein Verständnis für deren praktische Umsetzung zu entwickeln.

2. Begriffsklärung und Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Partizipation und erläutert die rechtliche Fundierung durch Grundgesetz und SGB VIII.

3. Ziele: Die Ziele werden als Stärkung der Rechte junger Menschen, Empowerment und Förderung der Demokratiebildung sowie der Selbstwirksamkeit beschrieben.

4. Methoden: Hier werden unterschiedliche Stufen der Beteiligung, wie Mitwirkung, Mitbestimmung und Selbstbestimmung, anhand konkreter Praxisbeispiele erläutert.

5. Besonderheiten im stationären Hilfekontext: Das Kapitel beleuchtet die spezifischen Herausforderungen bei der Umsetzung von Partizipation, da junge Menschen in stationären Einrichtungen dort ihren Lebensmittelpunkt haben.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass Partizipation ein täglicher Prozess ist, der eine respektvolle Haltung und die Bereitschaft der Fachkräfte erfordert, Macht abzugeben.

Schlüsselwörter

Partizipation, Kinder- und Jugendhilfe, Selbstbestimmung, Empowerment, Demokratiebildung, SGB VIII, Mitwirkung, Mitbestimmung, Kinderrechte, Fachkräfte, stationäre Jugendhilfe, Offene Kinder- und Jugendarbeit, pädagogische Haltung, Teilhabe, Selbstwirksamkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und praktischen Umsetzung von Partizipation von Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die rechtliche Verankerung, die demokratische Bildung durch Beteiligung, die verschiedenen Stufen der Mitbestimmung und die notwendigen Voraussetzungen für Fachkräfte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für Partizipation zu schaffen und aufzuzeigen, wie diese im Alltag von Institutionen der Jugendhilfe gelebt werden kann, um Selbstbestimmung zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur, gesetzlichen Grundlagen und der Erörterung von Partizipationsmethoden anhand von Praxisbeispielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Begriffsklärung, Zieldefinitionen, die Vorstellung von Partizipationsmethoden sowie eine Analyse spezifischer Anforderungen im stationären Hilfekontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Partizipation, Empowerment, Kinderrechte, Demokratiebildung und die pädagogische Haltung von Fachkräften.

Was unterscheidet Mitwirkung von Mitbestimmung?

Bei der Mitwirkung liegt die Entscheidungsgewalt bei den Fachkräften, während bei der Mitbestimmung die jungen Menschen durch Stimmrechte direkten Einfluss auf Entscheidungen nehmen können.

Warum ist Partizipation im stationären Hilfekontext besonders anspruchsvoll?

Da die jungen Menschen in stationären Einrichtungen ihren Wohn- und Lebensmittelpunkt haben, muss Partizipation den gesamten Alltag und nicht nur punktuelle Projekte umfassen, was hohe Anforderungen an die Fachkräfte stellt.

Welche Rolle spielt das Alter der Kinder bei der Partizipation?

Die Arbeit betont, dass Partizipation nicht vom Alter oder Entwicklungsstand abhängig gemacht werden darf, auch wenn bei Kleinstkindern oder Kindern mit Einschränkungen besondere Kommunikationsformen notwendig sind.

Was ist für eine erfolgreiche Partizipation laut Autor unabdingbar?

Neben institutionellen Strukturen sind eine vertrauensvolle, wertschätzende Haltung des Teams und die Bereitschaft der Fachkräfte, Macht an junge Menschen abzugeben, entscheidend.

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Detalles

Título
Partizipation in der Kinder- und Jugendhilfe
Subtítulo
Grundlagen, Ziele und Methoden
Universidad
University of Applied Sciences Potsdam
Calificación
1,0
Autor
Maria Liebing (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
7
No. de catálogo
V537647
ISBN (Ebook)
9783346142726
ISBN (Libro)
9783346142733
Idioma
Alemán
Etiqueta
Partizipation stationär Jugendhilfe Beteiligung Kita OKJA
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Maria Liebing (Autor), 2017, Partizipation in der Kinder- und Jugendhilfe, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537647
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