Diese Arbeit geht der Frage nach, inwiefern die Verankerung des Konzepts "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in den Politikunterricht im Spannungsverhältnis mit dem Beutelsbacher Konsens steht. Dafür wird die Arbeit in sechs Kapitel gegliedert: Um ein Fundament zur Beantwortung dieser Frage herzustellen, werden nach einer kurzen Einführung zunächst die drei Grundprinzipien politischer Bildung nach Sander vorgestellt.
Anknüpfend daran wird der Beutelsbacher Konsens mit seinen Leitgedanken involviert. Daran wird die Thematik der Nachhaltigkeit angeschlossen. Um Verständnis über die Thematik aufzubauen, wird zunächst der Begriff definiert und anschließend das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie deren Ziele erklärt. Folglich werden die genannten Gliederungspunkte im Zusammenhang gebracht und die Grenzen der Verfolgung der Ziele von Bildung für nachhaltige Entwicklung werden anhand des Beutelsbacher Konsens diskutiert. Zum Abschluss wird die Arbeit mit einem Fazit abgerundet.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Grundprinzipien politischer Bildung nach Sander
- 3. Beutelsbacher Konsens
- 4. Bildung für nachhaltige Entwicklung
- 4.1. Begriffserklärung: Nachhaltigkeit
- 4.2. Was ist Bildung für nachhaltige Entwicklung?
- 4.4 Aufgaben und Ziele von BNE
- 5. Spannungsverhältnis zwischen Bildung für nachhaltige Entwicklung und dem Beutelsbacher Konsens
- 6. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Integration des Konzepts "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in den Politikunterricht und den damit verbundenen Herausforderungen und Grenzen, insbesondere im Hinblick auf den Beutelsbacher Konsens.
- Die drei Grundprinzipien politischer Bildung nach Sander
- Der Beutelsbacher Konsens und seine Leitgedanken
- Die Definition von Nachhaltigkeit und das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung
- Die Ziele und Aufgaben der Bildung für nachhaltige Entwicklung
- Die Spannung zwischen Bildung für nachhaltige Entwicklung und dem Beutelsbacher Konsens
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung
Die Einleitung stellt die Relevanz der Globalisierung und die Notwendigkeit von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Kontext des Klimawandels dar. Sie betont die Rolle der Schule als Institution zur Informationsvermittlung und zur Förderung umweltbewussten Verhaltens.
2. Grundprinzipien politischer Bildung nach Sander
Dieses Kapitel erläutert die drei Grundprinzipien der politischen Bildung nach Sander: Herrschaftslegitimation, Missionierung und Mündigkeit. Es diskutiert die Ziele und Methoden dieser Prinzipien sowie deren historische Entwicklung.
3. Beutelsbacher Konsens
Dieses Kapitel stellt den Beutelsbacher Konsens vor, der die Standards für den Politik- und Geschichtsunterricht an Schulen definiert. Es beschreibt die drei Leitgedanken des Konsenses: Überwältigungsverbot, Kontroversität und kritische Auseinandersetzung.
4. Bildung für nachhaltige Entwicklung
Dieses Kapitel definiert den Begriff der Nachhaltigkeit und stellt das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung vor. Es erläutert die Ziele und Aufgaben von BNE, die darauf abzielen, Schüler*innen zu befähigen, nachhaltige Entwicklung zu fördern und zu gestalten.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit zentralen Begriffen und Themen wie politische Bildung, Beutelsbacher Konsens, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Nachhaltigkeit, Globalisierung, Klimawandel, Umweltbewusstsein und Schüler*innenempowerment.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)?
BNE zielt darauf ab, Schüler*innen zu befähigen, nachhaltige Entwicklung aktiv zu fördern und umweltbewusstes Verhalten in einer globalisierten Welt zu gestalten.
Was ist der Beutelsbacher Konsens?
Der Beutelsbacher Konsens definiert Standards für den Politikunterricht: Überwältigungsverbot (keine Indoktrination), Kontroversität (was in der Politik strittig ist, muss auch im Unterricht so erscheinen) und die Förderung der Kritikfähigkeit.
Warum gibt es ein Spannungsverhältnis zwischen BNE und dem Beutelsbacher Konsens?
Die Arbeit diskutiert, ob die Verfolgung fester Nachhaltigkeitsziele im Unterricht mit dem Überwältigungsverbot und dem Gebot der Kontroversität des Beutelsbacher Konsenses kollidiert.
Welche Grundprinzipien der politischen Bildung nennt Sander?
Sander unterscheidet die Prinzipien der Herrschaftslegitimation, der Missionierung und der Mündigkeit als zentrale Säulen politischer Bildung.
Welche Rolle spielt die Schule beim Thema Klimawandel?
Die Schule wird als zentrale Institution gesehen, um Informationen zu vermitteln und ein Bewusstsein für globale Herausforderungen wie den Klimawandel zu schaffen.
- Citation du texte
- Dilara Hizyeter (Auteur), 2019, Bildung für nachhaltige Entwicklung im Politikunterricht. Im Spannungsverhältnis zum Beutelsbacher Konsens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537712