Der Inhalt dieses Buches zielt darauf ab, die Auswirkungen der chinesischen Entwicklungsgelder (ausländische Direktinvestitionen, verstärkter Außenhandel und Kredite) auf die afrikanische Wirtschaft (die drei Sektoren und der Arbeitsmarkt) zu analysieren, wobei der Schwerpunkt auf Sambia, der Demokratischen Republik Kongo und Äthiopien liegt. Um die Beziehung zwischen diesen Variablen zu untersuchen, werden ausgewählte Daten auf das multiple Regressionsmodell mit Excel verwendet, um statistische Informationen zu erhalten. Trotz aller Bedenken in Bezug auf Chinas strategische Entwicklungspolitik in Beziehung auf den Ausbau der neuen maritimen Seidenstraße wird festgestellt, dass sich Chinas Entwicklungsgelder, im Rahmen der Analyse, positiv auf die drei Sektoren Afrikas auswirken. Die Ergebnisse für den Arbeitsmarkt fallen ähnlich aus: Bis auf den verstärkten Außenhandel zwischen der Demokratischen Republik Kongo und China, trugen alle signifikanten Ergebnisse zur Senkung der Erwerbslosenquote bei.
Inhaltsverzeichnis
1 Hinführung zur Thematik
2 Chinas Entwicklungspolitik in Afrika
2.1 Forum on China – Africa Cooperation (FOCAC)
2.2 Der Außenhandel zwischen China und Afrika
2.3 Chinas Kredite für Afrika
2.4 Chinas Direktinvestitionen in Afrika
3 Chinas außenpolitische Interessen
3.1 Ernährungs- und Landsicherung durch den afrikanischen Primärsektor
3.2 Energie- und Ressourcensicherung durch den afrikanischen Sekundärsektor
3.3 Tertiärsektor
4 Für die Forschung verwendete Daten und Methodik
5 Auswirkungen der chinesischen Entwicklungsgelder auf die afrikanische Wirtschaft
5.1 Multiple lineare Regressionsanalyse Chinas Entwicklungsgelder und der afrikanische Agrarsektor
5.2 Multiple lineare Regressionsanalyse Chinas Entwicklungsgelder und der afrikanische Industriesektor
5.3 Multiple lineare Regressionsanalyse Chinas Entwicklungsgelder und der afrikanische Dienstleistungssektor
5.4 Multiple lineare Regressionsanalyse Chinas Entwicklungsgelder und der afrikanische Arbeitsmarkt
5.5 Übersicht der Ergebnisse und Interpretation
6 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen chinesischer Entwicklungsgelder – bestehend aus ausländischen Direktinvestitionen, Krediten und Außenhandel – auf die wirtschaftliche Entwicklung dreier ausgewählter afrikanischer Staaten (Äthiopien, Sambia, Demokratische Republik Kongo) im Zeitraum von 2003 bis 2017 mithilfe multipler linearer Regressionsanalysen.
- Analyse der chinesischen Außenpolitik und Entwicklungsstrategien in Afrika.
- Empirische Untersuchung der Zusammenhänge zwischen chinesischen Investitionen und der Wertschöpfung in Agrar-, Industrie- und Dienstleistungssektoren.
- Evaluation der Auswirkungen auf den afrikanischen Arbeitsmarkt und die Erwerbslosenquote.
- Überprüfung der Hypothesen hinsichtlich potenzieller negativer wirtschaftlicher Auswirkungen und Arbeitsplatzverlusten durch chinesisches Engagement.
- Identifikation der Rolle von Ressourcenverfügbarkeit und Infrastrukturbedarf bei den Investitionsentscheidungen.
Auszug aus dem Buch
2 Chinas Entwicklungspolitik in Afrika
Die Beziehungen Chinas zu den Entwicklungsländern Afrikas weisen mehrere Parallelen hinsichtlich ihrer derzeitigen Situation und Entwicklung auf. Insbesondere in den ersten drei Jahrzehnten nach Gründung der Volksrepublik (VR) China waren die Beziehungen vor allem gekennzeichnet durch eine stark ideologisch geprägte Dritte-Welt-Politik, welche sich zum Ziel setzte, Imperialismus sowie Kolonialismus zu bekämpfen, wodurch China zum direkten Konkurrenten mit der Supermacht USA avancierte.
China setzt andere Maßstäbe bei der Förderung von Entwicklungsprojekten als die meisten westlichen Partner Afrikas. So sind Themengebiete wie beispielsweise Nachhaltigkeit oder Transparenz für China nebensächlich, während gleichzeitig die Haltung vertreten wird, sich nicht in nationale Angelegenheiten einzumischen.
Bis heute hält die Tendenz an, dass ideologische Prinzipien bei den Partnerschaften eine durchaus wichtige Rolle spielen. China etwa zeigte Bemühungen, eigene Ziele, Prinzipen und Methoden als Alternative zur US-amerikanischen und europäischen Afrikapolitik zu präsentieren. Es lässt sich schlichtweg nicht leugnen, dass die VR China mitunter Eigeninteressen verfolgt, denn zahlreiche ihrer Partnerschaften sind von konkreten diplomatischen sowie ökonomischen Interessen geprägt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Hinführung zur Thematik: Einführung in das wirtschaftliche Erstarken Chinas und dessen wachsende Bedeutung als Investor auf dem afrikanischen Kontinent.
2 Chinas Entwicklungspolitik in Afrika: Darstellung der strategischen Ziele Chinas in Afrika, insbesondere durch das FOCAC und den Fokus auf pragmatische Kooperationsmodelle.
3 Chinas außenpolitische Interessen: Untersuchung des chinesischen Ressourcenhungers und der damit verbundenen Investitionen in den Primär- und Sekundärsektor afrikanischer Länder.
4 Für die Forschung verwendete Daten und Methodik: Erläuterung des gewählten multiplen linearen Regressionsmodells sowie Begründung der Länderauswahl (Äthiopien, DRK, Sambia) und des Zeitraums.
5 Auswirkungen der chinesischen Entwicklungsgelder auf die afrikanische Wirtschaft: Anwendung der Regressionsanalyse auf die verschiedenen Sektoren und den Arbeitsmarkt zur Identifikation von Korrelationen.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der langfristigen Chancen und Risiken durch die verstärkte wirtschaftliche Partnerschaft.
Schlüsselwörter
Entwicklungsgelder, China, Afrika, Wirtschaft, Äthiopien, Sambia, Demokratische Republik Kongo, Außenhandel, Direktinvestitionen, Kredite, Regressionsanalyse, Rohstoffvorkommen, Arbeitsmarkt, Infrastruktur, Wertschöpfung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Auswirkungen chinesischer Finanz- und Investitionsströme auf die afrikanische Wirtschaft am Beispiel dreier spezifischer Länder.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Im Zentrum stehen die Außenhandelspolitik Chinas, Direktinvestitionen, die Vergabe von Krediten sowie deren Einfluss auf Agrar-, Industrie-, Dienstleistungssektor und Arbeitsmarkt.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Ziel ist es, empirisch zu untersuchen, ob chinesische Entwicklungsgelder signifikante Auswirkungen (positiv oder negativ) auf die Wirtschaft der untersuchten afrikanischen Nationen haben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Autorin/der Autor verwendete eine multiple lineare Regressionsanalyse mittels Excel, basierend auf Daten von Organisationen wie der World Bank und der China-Africa Research Initiative.
Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?
Der Hauptteil behandelt neben der theoretischen Einbettung und Definition der Sektoren die detaillierte Durchführung der Regressionsanalysen für die einzelnen Länder und deren Sektoren.
Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie chinesische Entwicklungsgelder, afrikanische Wirtschaft, Wertschöpfung, FDI, Außenhandel und Regressionsanalyse definiert.
Warum wurden Äthiopien, Sambia und die DRK für die Analyse ausgewählt?
Die Länder wurden gewählt, da sie unterschiedliche Wirtschaftsstrukturen aufweisen und signifikante Empfänger chinesischer Investitionen sind, was einen guten Vergleich ermöglicht.
Zu welchem Schluss kommt die Untersuchung bezüglich der Arbeitsplätze?
Die Hypothese, dass chinesische Gelder Arbeitsplätze vernichten, konnte weitestgehend widerlegt werden, da signifikante Ergebnisse meist mit einer Senkung der Arbeitslosenquote korrelierten.
- Arbeit zitieren
- Magister Artium Dieter Neumann (Autor:in), Benjam Tesfamariam (Autor:in), 2020, Auswirkungen der chinesischen Entwicklungsgelder auf die Wirtschaft Afrikas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537750