Als Beauftragter des Bundesministeriums für Gesundheit arbeite ich in dieser Fallstudie als wissenschaftlicher Berater für das Arbeitsfeld "Störungen im Kindes- und Jugendalter".
Im ersten Kapitel geht es um die Entwicklungsstörungen, wie beispielsweise (Lese- und Rechenstörung oder Depression) und deren Merkmale, Entstehung und die Unterschiede oder ähnliche Merkmale zu Erwachsenen. Diese werden jeweils pro Unterkapitel theoretisch aufgearbeitet. Im zweiten Kapitel sollen hierzu praxisnahe Lösungsansätze dienen, die auf die Entwicklungsstörung abgestimmt sind und gezielt angesetzt werden können. Im dritten Kapitel findet sich das Fazit, welches nochmals eine kurze Zusammenfassung, Interpretation der Ergebnisse und den Ausblick darstellt.
Die Lebensphasen von Kindern und Jugendlichen sind in der menschlichen Lebensspanne die ausgeprägtesten Entwicklungsdynamiken. Die Risiken für den Aufbau einer gesunden Persönlichkeit sind durch das Wechselspiel von Reifung, psychologischer, sozio-emotionaler, sowie kognitiver Entwicklung und biologischer Differenzierung begründet. Aufgrund dessen sind einige Kinder und Jugendliche von einer Störung in Ihrer Entwicklung betroffen und sind demnach auf Hilfe und Lösungen angewiesen, da diese Störungen oftmals die Lebensaufgaben erschweren oder gar verunmöglichen.
Die Entwicklung des Kindes- und Jugendalters weist die größte Dynamik auf. Dabei kann es hier hilfreich sein ein Überblick über die Störungsbilder und deren Lösungsansätze zu haben. Entwicklungsstörungen sind hierbei in Bezug auf Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, sozialer Interaktion oder Problemlösung gemeint. Dabei können die Störungen unter anderem durch erzieherische Maßnahmen oder Verhaltensmaßnahmen kontrollierbar sein. Schon in den 50-er Jahren wurde zu frühkindlichen Hirnschäden geforscht.
Vom Stand im Jahr 2004 konnte man von ca. 15-22% ausgehen, die im Kindes- und Jugendalter eine Störung aufweisen. Dabei könnte man unterscheiden, dass im Alter von 2 bis 5 Jahren zu 50% Störungen persistierten. Es kommt jedoch auch vor, dass die Störungen in verschiedenen Kombinationen auftreten. Charakteristisch hierfür ist jedoch, dass bestimmte Funktionen und Fähigkeiten eingeschränkt sind oder sich verzögert entwickeln.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Entwicklungsstörungen im Kindesalter
2.1: Störungen im Säuglings- und Kleinkindalter
2.2 Angststörungen:
2.3 Zwangserkrankung
2.4 Tics
2.5 Hyperkinetische und Aufmerksamkeitsstörung
2.6 Störungen des Sozialverhaltens
2.7 umschriebene Entwicklungsstörungen
2.8 Depressionen
2.9 Sonderfall Suizidalität
2.10 Essstörungen
2.11 Substanzmissbrauch
3. Konzept für Lösungsansetze:
3.1 Lösungsansätze Ängste:
3.2 Lösungsansätze Zwangsstörung
3.3 Lösungsansätze Tic-Störung
3.4 Lösungsansätze Hyperkinetische Aufmerksamkeitsstörung
3.5 Lösungsansetze bei Störungen des Sozialverhaltens
3.6 Lösungsansätze bei der Rechen- und Rechtschreibstörung
3.7 Lösungsansätze bei Depressionen
3.8 Lösungsansätze bei Suizidalität
3.9 Therapiemöglichkeiten bei Essstörungen
3.10 Lösungsansätze bei Substanzmissbrauch
4. Fazit:
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen wissenschaftlich fundierten Überblick über verschiedene Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter zu geben und für diese praxisnahe Lösungsansätze zu entwickeln. Dabei wird analysiert, wie Störungen entstehen, welche Merkmale sie charakterisieren und wie sich diese von Symptomen im Erwachsenenalter unterscheiden.
- Grundlagen der Entwicklungspsychologie und Störungsbilder im Kindesalter.
- Differenzierung zwischen Ursachen, Verlauf und Symptomatik.
- Entwicklung praxisnaher therapeutischer Interventionsmöglichkeiten.
- Bedeutung von Prävention und elterlicher Unterstützung.
- Vergleich der Störungsbilder zwischen Kindheit und Erwachsenenalter.
Auszug aus dem Buch
2.2 Angststörungen:
Merkmale: In unterschiedlichen Entwicklungsphasen erleben Kinder ganz typische Ängste. Diese wären beispielsweise im Alter von 2-4 Jahren die Albträume. Im Vorschulalter sind es beispielsweise Phantasiegestalten. Auch in extremer Art kann dies noch völlig normal sein. Pathologisch wird es demnach erst, wenn sehr intensive Ängste über einen längeren Zeitraum anhalten und sich auf Objekte und Inhalte beziehen, die nicht mehr alltagsangemessen sind. Kinder werden dadurch in ihren anstehenden Entwicklungsaufgaben gehindert. Eine Art der Angststörung ist somit die emotionale Störung mit Trennungsangst. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass das Kind in Sorge ist, der Mutter oder einer primären Bezugsperson könnte etwas Schlimmes passieren. Weitere Merkmale können unter anderem sein, dass das Kind sich weigert allein zu bleiben, zur Schule zu gehen oder nicht mehr durchschläft. Symptome wie Bauchschmerzen und Erbrechen können auftreten. Kinder mit einer phobischen Störung haben eine starke Furcht vor bestimmten Gegenständen oder auch Situationen. Dies kann beispielsweise ein Tier sein oder die Dunkelheit. Die Furcht zeigt sich sehr ausgeprägt und ist veränderungsresistent. Die Angst vor fremden Personen ist besonders groß. Generalisierte Angststörung im Kindesalter zeigt sich durch eine sorgenvolle und ängstliche Erwartung in unterschiedlichen Lebensbereichen, die länger als 6 Monate anhält. Die Kinder können diese Situation dann nicht kontrollieren, dies zeigt sich durch Merkmale wie Schlafstörungen, Reizbarkeit und Ruhelosigkeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Dynamik der Entwicklung im Kindes- und Jugendalter sowie die Relevanz von Entwicklungsstörungen als Hindernis für Lebensaufgaben.
2. Entwicklungsstörungen im Kindesalter: Detaillierte theoretische Aufarbeitung verschiedener Störungsbilder, ihrer Ursachen, Merkmale und der Besonderheiten bei Erwachsenen.
3. Konzept für Lösungsansetze:: Vorstellung praxisnaher Interventions- und Therapiemöglichkeiten für die zuvor analysierten Störungsbilder.
4. Fazit:: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse über Risikofaktoren und die Notwendigkeit einer frühzeitigen, an der individuellen Entwicklung orientierten Unterstützung.
Schlüsselwörter
Entwicklungsstörungen, Kindesalter, Jugendalter, Angststörungen, Zwangserkrankung, ADHS, Sozialverhalten, Depressionen, Suizidalität, Essstörungen, Substanzmissbrauch, Verhaltenstherapie, Prävention, Resilienz, Interventionsstrategien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Fallstudie grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen wissenschaftlichen Überblick über verschiedene psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter und deren Behandlungsmöglichkeiten.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen Störungsbilder wie Angst, Zwang, ADHS, Sozialverhaltensstörungen, Depressionen, Suizidalität, Essstörungen und Suchtproblematik.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines fundierten Konzepts mit praxisnahen Lösungsansätzen für das Arbeitsfeld der Störungen im Kindes- und Jugendalter.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung auf Basis aktueller Fachliteratur und psychologischer Erklärungsmodelle.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Merkmale und Entstehungsursachen verschiedener Störungen sowie einen darauf aufbauenden Teil mit spezifischen Lösungsansätzen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Charakteristische Begriffe sind Entwicklungsstörungen, therapeutische Interventionen, Symptomatik, Kindesentwicklung und Präventionsstrategien.
Wie unterscheidet sich die Behandlung von Essstörungen bei Jugendlichen im Vergleich zu Kindern?
Es existieren unterschiedliche Diagnoseinstrumente für die jeweiligen Altersgruppen; zudem müssen BMI-Werte bei Jugendlichen aufgrund der individuellen Entwicklungskurven anders bewertet werden.
Warum ist eine frühzeitige Intervention bei Störungen des Sozialverhaltens so wichtig?
Eine frühzeitige Intervention ist entscheidend, um die Chronifizierung der Störung zu verhindern und die negativen Auswirkungen auf die psychosoziale Entwicklung zu minimieren.
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- Anonym (Author), 2020, Störungen im Kindes- und Jugendalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537779