In einer von Abkürzungen und Schlagworten beherrschten Zeit ist Mobile Commerce (M-Commerce) zu einem der dominierenden Begriffe avanciert. Das Global Mobile Commerce Forum, welches sich der Förderung mobiler Geschäftsabwicklungen verschrieben hat, definiert M-Commerce wie folgt: „Providing the mobile consumer and businesses with an ability to purchase and receive goods and services securely, via wirelss technology.“
Unter Mobile Payment (M-Payment) wird das Bezahlen mittels elektronischer Endgeräte verstanden. Dies erfolgt durch die mittlerweile weit verbreiteten Mobiltelefone, Smartphones oder durch tragbare Kleincomputer, sog. PDAs (Personal Digital Assistants), mit Internetzugang. Der Erfolg des M-Commerce hängt sehr stark von der Entwicklung des M-Payment-Marktes ab. Im Zusammenhang mit diesem Geschäftsfeld ist häufig von der Killerapplikation, der Querschnittsfunktion des M-Commerce, die Rede. Nach einer von Durlacher Research herausgegebenen Studie, ist bereits für das Jahr 2005 mit einem Umsatz von 75 Milliarden Euro in diesem Segment zu rechnen.
Der Verfasser wird sich in der vorliegenden Arbeit ausschliesslich auf Zahlungen per Mobiltelefon fokussieren. Dabei wird die paybox.net AG, als Vorreiter des M-Payment-Marktes in Deutschland, im Mittelpunkt dieser Beobachtungen stehen. Mit Abschluss dieser Arbeit werden die Chancen und Risiken des M-Payment-Marktes analysiert, um darauf aufbauend einen Ausblick für dieses M-Commerce-Segment geben zu können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Mobile Payment als Säule des M-Commerce
2.1 Begriffsdefinition „Mobile Payment“
2.2 Bedeutung und Entwicklung des Mobile Payment-Marktes
3. Technologien zur Realisierung von Mobile Payment-Systemen
3.1 Die drei Mobilfunkgenerationen
3.2 SMS – Short Message Service
3.3 WAP – Wireless Application Protocol
3.4 Bluetooth
4. Ausprägungen des Mobile Payment in Abhängigkeit der Höhe des Zahlungsbetrages
5. Unternehmensprofil der paybox.net AG
6. Paybox - Das Produkt
6.1 Der Ablauf des Zahlungsprozesses
6.2 Weitere paybox-Funktionen
7. Kritische Würdigung des Mobile-Systems paybox
8. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Funktionsweise von Mobile Payment-Systemen am konkreten Beispiel der paybox.net AG. Ziel ist es, den Status quo der Technologie zu analysieren, die spezifischen Chancen und Risiken dieses Marktes aufzuzeigen und eine fundierte Einschätzung zur zukünftigen Marktentwicklung abzugeben.
- Grundlagen des Mobile Commerce und des Mobile Payment.
- Technische Voraussetzungen und Schlüsseltechnologien (GSM, UMTS, SMS, WAP, Bluetooth).
- Klassifizierung von Zahlungen nach Betragshöhen (Pico-, Micro- und Macropayments).
- Analyse des Geschäftsmodells und der Funktionsweise der paybox.net AG.
- Kritische Bewertung von Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Kompatibilität.
Auszug aus dem Buch
Der Ablauf des Zahlungsprozesses
Im Folgenden stellt der Verfasser den Zahlungsprozess in seinen einzelnen Schritten dar. Als Beispiel soll hier der Kauf von Produkten über das Internet dienen. Es wird davon ausgegangen, dass der Nutzer die gewünschten Produkte bereits ausgewählt und in seinen virtuellen Warenkorb gelegt hat. Der Prozess beginnt ab dem Punkt, an dem der Kunde die Option zur Auswahl der Zahlungsmöglichkeit hat.
Der registrierte Nutzer wählt im ersten Schritt paybox als Zahlungsoption aus. Nachdem der Kunde dem entsprechenden Handelspartner die eigene paybox-Nummer übermittelt hat, wird er automatisch von einem Interactive Voice Response-System (IVR) auf seinem Mobiltelefon angerufen. Das System nennt den zu zahlenden Betrag und den Zahlungsempfänger. Im nächsten Schritt wird der Käufer zur Eingabe seiner PIN aufgefordert. Erst wenn diese über die Tastatur des Handys korrekt eingegeben wurde, ist die Zahlung durch den Nutzer autorisiert. Per Kurzmitteilung wird der Käufer über die erfolgreiche Zahlung informiert. Im letzten Schritt wird durch einen einmalig erzeugten Abbuchungsauftrag der Betrag vom Girokonto des paybox-Nutzers abgebucht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in den M-Commerce und Definition der Zielsetzung, den M-Payment-Markt am Beispiel der paybox.net AG zu untersuchen.
2. Mobile Payment als Säule des M-Commerce: Begriffsbestimmung von Mobile Payment und Einordnung der Marktbedeutung durch aktuelle Wachstumsraten.
3. Technologien zur Realisierung von Mobile Payment-Systemen: Überblick über die relevanten Mobilfunktechnologien wie GSM, UMTS, SMS, WAP und Bluetooth.
4. Ausprägungen des Mobile Payment in Abhängigkeit der Höhe des Zahlungsbetrages: Abgrenzung von Pico-, Micro- und Macropayments basierend auf Transaktionskosten und Betragshöhen.
5. Unternehmensprofil der paybox.net AG: Darstellung der Gründung, der Gesellschafterstruktur und der Expansionspolitik des Unternehmens.
6. Paybox - Das Produkt: Detaillierte Erläuterung des Zahlungsprozesses und der zusätzlichen Servicefunktionen von paybox.
7. Kritische Würdigung des Mobile-Systems paybox: Analyse des Systems hinsichtlich Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit, Kompatibilität und Anonymität.
8. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Aufbauphase des Marktes und der Erfolgsaussichten von paybox.
Schlüsselwörter
Mobile Commerce, Mobile Payment, M-Payment, paybox, GSM, UMTS, Micropayments, Zahlungsverkehr, PIN, Mobiltelefon, Transaktionskosten, Datensicherheit, Benutzerfreundlichkeit, Internet-to-paybox, Abbuchungsauftrag.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Systemen des mobilen Bezahlens (Mobile Payment) und analysiert deren Rolle als zentraler Bestandteil des M-Commerce.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit fokussiert sich auf technische Grundlagen, die ökonomische Einteilung von Zahlungsbeträgen und die praktische Umsetzung durch die paybox.net AG.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Analyse der Chancen und Risiken des Mobile Payment-Marktes am Beispiel von paybox, um eine Prognose für die Entwicklung dieses Segments zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Verfasser nutzt eine fundierte Literaturrecherche sowie die Analyse von Marktdaten und Unternehmensinformationen zur detaillierten Untersuchung des gewählten Anwendungsfalls.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine technische Einführung, eine ökonomische Klassifizierung von Zahlungen, ein Unternehmensporträt von paybox sowie eine kritische Würdigung der Systemanforderungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mobile Commerce, Mobile Payment, paybox, Micropayments, PIN-Autorisierung und Datensicherheit.
Wie genau erfolgt die Autorisierung bei einer paybox-Zahlung?
Der Nutzer erhält nach der Auswahl der Zahlungsmethode einen automatisierten Rückruf via IVR-System, bei dem er den Zahlbetrag bestätigt und seine persönliche PIN über die Handytastatur eingibt.
Welche Rolle spielt die Netzabdeckung für das paybox-System?
Die Netzabdeckung ist ein kritischer Faktor, da für die erfolgreiche Transaktion eine stabile Verbindung zum Sendemast des Mobilfunkbetreibers zwingend erforderlich ist.
- Quote paper
- Carsten Kröhl (Author), 2002, Mobile Payment Systeme am Beispiel der paybox.net AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5380