Funktionen von Emojis und Emoticons in WhatsApp-Dialogen. Die Bedeutung hinter dem Gesicht


Hausarbeit, 2019

20 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Emojis und Emoticons im Vergleich
2.1 Emoticons
2.2 Emojis

3 Analyse
3.1 Korpusbeschreibung
3.2 Analyse-Beispiel 1: „Treffen für einen spontanen Spaziergang“ (Kennzeichnung #mCfzY)
3.3 Analyse-Beispiel 2: „Austausch über eine Klausur“ (Kennzeichnung: #kulMr)
3.4 Analyse-Beispiel: „Einladung zum Feiern“ (Kennzeichnung: oz0W8) und „Führerscheinprüfung“ (Kennzeichnung: bRqaV)

4 Fazit und Ausblick

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Das Smartphone ist im Zeitalter der Digitalisierung zum populärsten Kommunikationsmittel der Welt geworden. Es lassen sich in Sekundenschnelle Nachrichten an beinahe alle erdenklichen Orte schicken. Dazu braucht es nicht mehr als eine Internetverbindung, ein Smartphone und einen der vielen Messengerdienste. Weltweit führend ist dabei der Messenger WhatsApp, der bereits 2018 über 1,5 Milliarden aktive Nutzer vorweisen konnte (Statista 2018). Auch in Deutschland hat sich der Hype um WhatsApp mehr als bemerkbar gemacht: mit circa 33.5 Millionen Nutzern im Jahr 2018 (Statista 2018). Den Druck, immer erreichbar zu sein, kann man tagtäglich spüren und auch sehen. Die Innenstädte sind voll von Menschen, die ihr Smartphone in der Hand halten, um eine eingegangene Nachricht zu lesen oder selbst eine zu verfassen. Der große Vorteil bei der neuen Art der Gesprächsführung liegt in der räumlichen und zeitlichen Irrelevanz. Es ist mittlerweile weder notwendig darauf zu warten, dass der jeweilige Gesprächspartner Zeit für ein Telefonat hat, noch dass man sich in räumlicher Nähe befindet, um aktiv einen Dialog führen zu können. Sobald man eine Minute an der Schlange beim Bäcker oder im Bus auf dem Weg nach Hause freie Zeit hat, kann das Gespräch über die Wochenendplanung mit den Freunden oder Smalltalk mit der Familie fortgeführt werden.

Die heutigen Nachrichten bestehen allerdings nicht mehr aus reinen Schrift- und Satzzeichen. Der Gebrauch von SMS, in denen lediglich die Emoticons verwendet wurden, gehört schon zur veralteten Technik. Neben Sprachnachrichten, verschickten Bildern und Videos kamen mit den Messengerdiensten die Emojis hinzu. In dieser Arbeit sollen die Funktionen von Emojis und Emoticons in WhatsApp-Dialogen untersucht werden. Da die Unterscheidung dieser beiden Zeichensysteme häufig noch undeutlich ist, soll im ersten Teil eine Abgrenzung von Emojis und Emoticons vorgenommen werden. Im zweiten Abschnitt folgt die Untersuchung einiger repräsentativer WhatsApp-Dialoge, in denen Emojis und Emoticons enthalten sind. Anhand dieser Daten sollen die Funktionen der Zeichensysteme herausgearbeitet werden. Zum Schluss bündelt ein Fazit die erarbeiteten Verwendungsweisen, um so abschließend zu einem Gesamtergebnis zu kommen.

2 Emojis und Emoticons im Vergleich

Wie schon in der Einleitung erwähnt wurde, scheint die Unterscheidung von Emojis und Emoticons selbst in einiger Fachliteratur noch nicht deutlich zu sein. Die Verwechslung der beiden Begriffe entsteht schnell durch den ähnlichen Wortlaut, obwohl die beiden Begriffe aus unterschiedlichen Sprachen hervorgegangen sind. Die Ähnlichkeit der Silbe Emo ist rein zufällig. In diesem Teil der Hausarbeit wird eine klare Unterscheidung der Bedeutung von Emojis und Emoticons vorgenommen.

2.1 Emoticons

Das Wort Emoticon stammt aus dem Englischen und setzt sich aus den Wörtern emotion und icon zusammen. Es beschreibt demnach eine in der Schriftsprache dargestellte Emotion, ohne diese Gefühle dabei wörtlich zu formulieren. Mit Hilfe der s.g. ASCII-Zeichen werden kleine, auf der linken Seite liegende Gesichter zusammengesetzt, die eine bestimmte Gefühlslage des Verfassers repräsentieren sollen. Die Idee dazu entstand in den 1980er Jahren durch den Informatiker Scott Fahlmann, da man in den ersten Chat-Rooms nur schwer unterscheiden konnte, ob eine Aussage ernst oder ironisch gemeint war (Lüber 2015). Aus diesem Grund entwickelte er den bis heute berühmtesten Smiley :-).

Emoticons waren dazu gedacht, Klarheit in der Internetkommunikation zu schaffen. Trotzdem gibt es seit Beginn der Benutzung keine einheitliche Deutungsweise bzw. -vorgabe, wodurch sich ebenfalls kein einheitliches Verwendungsmuster der Emoticons entwickelte. „Vielmehr kursieren im Internet diverse Entwürfe solcher Smiley-Systeme“ (Rinas/Uhrovà 2013: 144). Als Beispiel soll an dieser Stelle wieder das Emoticon :-) herangezogen werden. Was ursprünglich als Kennzeichen für Ironie und Sarkasmus gedacht war, hat im Laufe der Zeit mehrere Bedeutungen entwickelt. Nach Runkehl, Schobinski und Siever (1998: 98) lassen sich insgesamt drei verschiedene Funktionen dieses einen Smileys an Beispielen ablesen: die expressiv-emotive, die evaluative und die kommunikativ-regulative Funktion, die alle drei dem Leser1 der Nachricht vorschreiben, auf welche Art und Weise die jeweilige Passage zu deuten ist (Runkehl/Schlobinski/Siever 1998: 98). Rinas und Uhrovà (2013: 148) nennen dazu drei Beispiele, um diese Funktionen zu verdeutlichen:

(1) „Wir sehen uns dann morgen! :-)“
(2) „Putin ist ja ein lupenreiner Demokrat. :-)“
(3) „Hallo Georg :-)“

Das erste Beispiel steht für die expressiv-emotionale Gebrauchsweise, die dazu dient, Gefühle konkret und verständlich auszudrücken. „Wir sehen uns dann morgen“ bedeutet hier so viel wie „Ich freue mich darauf, dich morgen zu sehen“. Nummer zwei beschreibt eine ironisch bewertende Nachricht, während in der dritten Zeile ein Vorschlag für eine kommunikativ-regulative Verwendung dieses Emoticons zu finden ist. Letzteres fungiert „als eine spezifische Art von Adressatenhonorifikation, durch die der Kommunikationsmodus als positiv-freundschaftlich markiert wird. Ikonographisch liegt in diesen Fällen immer ein `lächelndes Gesicht´ mit der Zeichenkomponente `nach links geöffnete runde Klammer: )´ als Basis zugrunde“ (Runkehl/Schlobinski/Siever 1998: 98-99). Jedoch lassen sich nicht nur durch Emoticons Gefühle oder vorgegebene Lesarten vermitteln. Auch durch Interpunktion kann beispielsweise Ironie symbolisiert werden (Rinas/Uhrovà 2013:149-150). Das bekannteste Beispiel dafür sind die drei Punkte „…“. Daraus ließe sich der Gedanke ableiten, dass Emoticons und auch Emojis in einer Verbindung zur Interpunktion stehen. Dieser Aspekt wird im analytischen Teil dieser Hausarbeit noch einmal aufgegriffen.

Emoticons können durch leichte Veränderungen schnell ihre Bedeutung ändern, da sie aus lediglich zwei bis drei ASCII-Zeichen bestehen. So wird durch eine kleine Abweichung von einer geschlossenen zu einer geöffneten Klammer aus einem lächelnden Smiley :-) ein trauriger Smiley :-(. Des Weiteren spiegeln sie nur Gesichtszüge eines Menschen wider, um kurz und gebündelt eine Emotion ausdrücken zu können, was im großen Kontrast zum später entstandenen Emoji steht. Dessen Abbildungsmöglichkeiten reichen von einem lächelnden Gesicht über einen Elefanten bis hin zu den Flaggen vieler verschiedener Länder.

2.2 Emojis

Im Gegensatz zu dem aus dem Englischen stammenden Wort Emoticon findet man den Ursprung des Begriffs Emojis im Japanischen. Es setzt sich aus dem japanischen Zeichen e, das sich mich Bild übersetzen lässt, und dem Wort moji, was Zeichen bedeutet. Ins Deutsche übertragen heißt Emoji demnach so viel wie Bildzeichen (Dürscheid/Siever 2017: 259). Jedes einzelne dieser Bildzeichen besteht aus einem Zahlen- und Buchstabencode, der jedoch von jedem Betriebssystem und jedem Messengerdienst als Kodierung für dieses eine Emoji erkannt wird. Aufgrund dessen sind sie im Unterschied zu den Emoticons nicht veränderbar. Um ein neues Emoji darzustellen, bedarf es eines gänzlich anderen Codes, während der Smiley aus ASCII-Zeichen durch eine kleine Veränderung eines Satzzeichens seine Bedeutung verlieren oder verändern kann. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten hat sich die Verwendung der Emojis beim Großteil der Nutzer von digitaler Kommunikation durchgesetzt. Seit Beginn der 1990er Jahre wurden Bildzeichen als Vorgänger der Emojis in Japan anstelle von Emoticons in Nachrichten verschickt. Da sich zu dem Zeitpunkt jedoch auf den meisten technischen Kommunikationsgeräten noch keine allgemeine Funktion zum Anzeigen dieser kleinen Piktogramme befand, wurde das Emoji bis vor circa 10 Jahren noch recht selten verwendet. „Das hat sich schlagartig geändert, als der für die Zeichendarstellung auf Computern bestimmende Unicode in der Version 6.0 im Jahr 2010 durch rund 722 Emojis ergänzt wurde“ (Siebenhaar 2018: 4).

Mit mittlerweile fast 2000 möglichen Bildzeichen reichen die Variationen von standardmäßigen Gesichtsausdrücken bis hin zu einem fliegenden Bündel aus Geldscheinen. Diese Fülle an Möglichkeiten hatte zur Folge, dass die Etablierung neuer Emojis in den Unicode einen Antrag mit mehreren Bedingungen erfordert: So muss der Antragsteller nachweisen, dass es sich um ein Zeichen handelt, das potenziell auf der ganzen Welt genutzt wird, also nicht beispielsweise für eine regionale Essensspezialität steht, die man andernorts nicht kennt (Dürscheid/Siever 2017: 260). Es geht also darum, Universalität zu gewährleisten und niemanden von der möglichen Verwendung auszuschließen. Für eine global orientierte Bildsprache ist so eine Forderung unumgänglich.

„Ein weiteres Kriterium ist, ob das Zeichen gesellschaftliche Relevanz aufweist, also dazu beiträgt, die Vielfalt an Kulturen, Religionen und Menschen abzubilden“, was letztendlich dazu geführt hat, „dass es nun unter den Emojis Gesichtszeichen in verschiedenen Hautfarben gibt“ (Dürscheid/Siever 2017: 260). Für beide Bedingungen lässt sich festhalten, dass die Vermeidung von Ausschluss oder sogar Diskriminierung bei der Auswahl neuer Emojis die wichtigste Rolle spielt. Erfüllt jedoch ein neues Bildzeichen die Aufnahmekriterien des Auswahlgremiums, wird es in den Unicode aufgenommen und kann in allen Messengerdiensten ausgewählt und angezeigt werden.

Die Verwendungszusammenhänge bzw. die Verwendungsgründe sind von Nutzer zu Nutzer verschieden. Die häufigste Antwort bei einer Studie der forsa aus dem Jahr 2018 auf die Frage, wozu Emojis oder Emoticons in digitalen Textnachrichten von den Teilnehmern verwendet werden, war, dass die Kommunikation dadurch lockerer gestaltet werden sollte (Schlobinski/Siever 2018: 9). Auf Platz zwei und vier kamen ebenfalls interessante Ergebnisse heraus: 53% der Befragten gaben an, durch Emojis ihre Gefühle bei einem schriftlichen Dialog ausdrücken zu können, während 35% mit Hilfe der Bildzeichen Missverständnisse vermeiden wollten. Lediglich 17% kreuzten bei der Befragung die Variante „es spart Zeit“ an. Aus diesen Ergebnissen geht hervor, dass die Verwendung von Emojis hauptsächlich auf eine mangelnde Möglichkeit der Gefühlartikulation in schriftlicher Kommunikation zurückzuführen ist. Bezieht man diese Erkenntnisse auf die allgegenwärtige Kritik des Sprachverfalls durch Internetkommunikation, lässt sich diese ablehnende Haltung gegenüber den modernen kommunikativen Möglichkeiten entkräften. Michael Beißwenger vertritt bei dieser Fragestellung eine klare Meinung (Lüber 2015): In seinen Augen ist die Theorie eines Sprachverfalls eine unbegründete Sorge der Öffentlichkeit. Stattdessen sei das Gegenteil der Fall, da Emojis die schriftliche Kommunikation der digitalen Messengerdienste bereicherten. Bildzeichen und Smileys seien der Grund dafür, dass diese Art der Gesprächsführung dialogischer werde. Ob Emojis und Emoticons zu den Dialogizitätsmerkmalen gehören und welche Funktionen sie im Rahmen dessen erfüllen, wird im analytischen Teil der Hausarbeit aufgegriffen.

Im Gegensatz zu dem meist verwendeten Emoticon :-) steht bei den Emojis kein Smiley an oberster Stelle der Top-10-Emojis. Dort findet sich das Herz-Emoji wieder (Dürscheid/Siever 2017: 278). Die Verwendungsweise ist dabei oft schon inflationär. So lassen sich nicht wenige Textnachrichten finden, in denen bis zu 10 Herzen benutzt wurden. Dieses Phänomen lässt sich vor allem bei Menschen unter 35 Jahren wiederfinden. Laut der bereits oben angesprochenen forsa Studie (Schlobinski/Siever 2018: 9) verwenden 73% der vier- bis 24-jährigen Emojis zu Darstellung ihrer Gefühle. Bei zunehmender Altersstufe nahm die Tendenz dieser Beobachtung immer weiter ab. Schaut man auf die dritte Kategorie der Studie findet man jedoch eine umgekehrte Abstufung: Es werden Emojis in digitalen Textnachrichten verwendet, weil „sie [die Nutzer] sie lustig oder niedlich finden“ (Schlobinski/Siever 2018: 9). Der Tiefstwert dieser Umfrageergebnisse lag bei den vier- bis 24-jährigen Befragten, während der Höchstwert bei den 45- bis 54-jährigen zu finden war. Eine mögliche Erklärung dieser unterschiedlichen Verwendungsweise von Emojis wäre, dass jüngere Nutzer nicht das Bildzeichen an sich betrachten, sondern damit die dahinterstehende Bedeutung für wichtig erachten. Bei älteren Menschen steht das sichtbare Piktogramm im Vordergrund. Sie können sich darüber amüsieren, dass auf dem Bildschirm ein vierblättriges Kleeblatt erscheint und drücken stattdessen ihre Gesprächsbeiträge des digitalen Dialogs lieber in Worten aus. Jugendliche dagegen unterstützen ihre Aussagen mit Emojis, um ihre Beiträge auf der einen Seite emotional aufzuladen und auf der anderen Seite ihre s.g. turns zu verkürzen. Es scheint sich bereits aus dieser kurzen Studie eine altersspezifische Verwendung von Emojis herauszubilden, dessen Untersuchung jedoch den Rahmen dieser Hausarbeit sprengen würde.

Insgesamt betrachtet lassen sich deutliche Unterschiede zwischen Emoticons und Emojis feststellen. Emoticons erfüllen auf der einen Seite den Zweck, dem Rezipienten Deutungshinweise der Nachricht vorzugeben. Auf der anderen Seite sind sie kurze Darstellungen von Gefühlen, die aus ASCII-Zeichen bestehen und daher leicht veränderbar sind. Demgegenüber stehen die mittlerweile über 2000 Emojis, die aus einem unveränderbaren Code gebildet werden. Ihre Verwendungszusammenhänge sind äußerst breit gefächert, da man in heutiger WhatsApp-Kommunikation in beinahe jeder Nachricht mindestens ein Emoji vorfinden kann.

Aufgrund der Popularität hat Steffen Pappert eine Liste mit 9 möglichen Funktionen für Emojis herausgearbeitet: Dazu gehören Rahmung, Ökonomisierung, Beziehungsgestaltung, Modalisierung, Kommentierung/Evaluierung, Strukturierung, Darstellung, die Ludische Funktion und Ausschmückung (Pappert 2017: 189). Diese Funktionen werden im weiteren Verlauf der Arbeit herangezogen, um die ausgewählten Beispiele zu untersuchen und die unterschiedliche Funktionsweise von Emojis und Emoticons zu erarbeiten.

3 Analyse

3.1 Korpusbeschreibung

Der nachfolgende Teil der Hausarbeit beinhaltet eine datenbasierte Analyse von drei repräsentativen Beispielen aus WhatsApp-Chatverläufen. Diese wurden in der Mobile Communication Database 2, kurz MoCoDa2, zusammengetragen. Die Idee dieser Datenbank stammt von Michael Beißwenger, Marcel Fladrich, Wolfgang Imo und Evelyn Ziegler, die mit ihrem Projekt das Ziel verfolgen, eine „Forschungs- und Lehrdatenbank mit digitaler Kurznachrichtenkommunikation […] für die linguistische und die sprachdidaktische Forschung und Lehre sowie für den Unterricht an Schulen und die Förderung sprachlicher Kompetenzen“ (MoCoDa2 Blog 2017) aufzubauen. Nutzer und Nutzerinnen von WhatsApp können auf der Internetseite der MoCoDa2 nach Chatverläufen kostenlos recherchieren oder eigene Daten hochladen. Die Grundbedingungen für das Einreichen eigener WhatsApp-Gespräche ist die Anonymisierung sämtlicher Namen und Orte, die in den einzelnen Nachrichten enthalten sind. Nach der Abgabe wird jeder Datensatz mit einem speziellen Code versehen. So lassen sich bestimmte Chats schnell wiederfinden. Darüber hinaus werden für das bessere Verständnis Metadaten über die Gesprächspartner und die äußeren Umstände der Situation bereitgestellt.

Die MoCoDa2 enthält mittlerweile 330 WhatsApp-Chats, die wiederum aus 26820 Nachrichten bestehen, also durchschnittlich 82 pro Chatverlauf. Aufgrund dieser hohen Zahl werden in der nachfolgenden Analyse lediglich Ausschnitte der WhatsApp-Gespräche berücksichtigt. In den genannten Eckdaten wurden die restlichen Messengerdienste ausgelassen, da sie für die Untersuchungen dieser Hausarbeit nicht relevant sind.

Das Vorgehen wird dabei wie folgt aussehen: Vor jedem der drei ausgewählten Beispiele von WhatsApp-Chats steht eine kurze Angabe zur Situation des Gesprächs, den teilnehmenden Personen und gegebenenfalls weiteren Metadaten, um das Verständnis der Chats zu vereinfachen. Da sich diese Arbeit speziell auf die Funktionen von Emojis und Emoticons in Dialogen bezieht, werden lediglich Chats untersucht, in denen zwei Personen miteinander kommunizieren. Nach der kurzen Situationsbeschreibung folgt die eigentliche Analyse im Hinblick auf die Funktionen, die Emojis und Emoticons bei WhatsApp-Gesprächen erfüllen.

3.2 Analyse-Beispiel 1: „Treffen für einen spontanen Spaziergang“ (Kennzeichnung #mCfzY)

Das erste Beispiel, das zu Analysezwecken herangezogen wurde, ist ein Dialog zwischen zwei Frauen im Alter von 16 bis 25 Jahren. Die beiden sind beste Freundinnen und kennen sich schon seit der Schulzeit. Sie wohnen nah beieinander und wollen sich spontan treffen, um einen Spaziergang zu machen. Da beide Studentinnen in der Klausurenphase sind, brauchen sie eine Auszeit ihres Lernstresses.

[...]


1 Im Folgenden wird zur besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Funktionen von Emojis und Emoticons in WhatsApp-Dialogen. Die Bedeutung hinter dem Gesicht
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
2,7
Autor
Jahr
2019
Seiten
20
Katalognummer
V538128
ISBN (eBook)
9783346216779
ISBN (Buch)
9783346216786
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Emojis, Emoticons, WhatsApp, WhatsApp-Dialoge, WhatsApp-Meta-Daten
Arbeit zitieren
Felix Pulpanek (Autor:in), 2019, Funktionen von Emojis und Emoticons in WhatsApp-Dialogen. Die Bedeutung hinter dem Gesicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538128

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