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Raus aus den Schulden. Die Entschuldung der Kommunen in NRW nach dem Stärkungspakt

Title: Raus aus den Schulden. Die Entschuldung der Kommunen in NRW nach dem Stärkungspakt

Master's Thesis , 2020 , 75 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Julian Göcke (Author)

Economics - Finance
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit gibt einen dezidierten Überblick über die Verschuldungslage der Kommunen in Nordrhein-Westfalen und stellt zudem Maßnahmen zur Verhinderung von Neuverschuldung und den Abbau der Altverschuldung dar.

Zunächst werden die Rahmenbedingungen der kommunalen Verschuldung dargelegt. Hierbei werden vor allem Faktoren behandelt, die derzeit großen Einfluss auf die Verschuldungslage nehmen. Im Hauptteil wird mithilfe der Landesdatenbank NRW der Zeitraum 2014 bis einschließlich 2018 ausgewertet und somit ein Ist-Zustand in Hinblick auf die Verschuldung ermittelt. Die Datenanalyse findet nach verschiedenen Kriterien wie z.B. der Gesamtverschuldung, Kassenkreditverschuldung und Verschuldung nach Gemeindeart statt. Zudem werden die Tilgungsraten sowie die Zinsauszahlungen betrachtet.

Daraufhin wird eine genauere Analyse der wichtigsten Ergebnisse vorgenommen. Nachdem der Ist-Zustand der Verschuldungslage der Kommunen in NRW ermittelt wurde, werden verschiedene Maßnahmen gegen eine Neuverschuldung sowie gegen den Altschuldenabbau dargestellt. Im letzten Teil zur Herstellung des SollZustands ist eine kritische Auseinandersetzung des Autors mit der Lösung zur Altschuldenproblematik erfolgt. Zuletzt werden die wichtigsten Ergebnisse dieser Arbeit zusammengefasst und in Kontext zur Forschung und Praxis gesetzt. Ein kurzer Ausblick in zukünftige Entwicklungen der Verschuldung der NRW-Kommunen setzt den Schlusspunkt dieser Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wissenschaftliche Herangehensweise

2.1 Aufbau der Arbeit

2.2 Forschungsfrage

3. Rahmenbedingungen der kommunalen Verschuldung

3.1 Schuldenhistorie

3.2 Aktuelle Entwicklungen

3.2.1 Demographischer Wandel

3.2.2 Allgemeine Wirtschaftslage

3.2.3 Zinsentwicklung

3.3 Stärkungspakt Stadtfinanzen

4. Statistische Ist-Analyse der kommunalen Verschuldung in NRW

4.1 Methodik und Datengrundlage

4.2 Ergebnisse

4.2.1 Gesamtverschuldung

4.2.2 Gesamtverschuldung nach Kreisen und kreisfreien Städten

4.2.3 Gesamtversschuldung nach Gemeindeart

4.2.4 Tilgung von Krediten

4.2.5 Kassenkredite

4.2.6 Zinsauszahlungen

4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

5. Analyse

5.1 Analyse: Gesamtverschuldung

5.2 Analyse: Kassenkredite

5.3 Analyse: Zinsauszahlungen

5.4 Zusammenfassung der Analyseergebnisse

6. Herstellung des Sollzustands: schuldenfreie Kommune

6.1 Maßnahmen gegen die Neuverschuldung

6.1.1 Kommunale Insolvenzfähigkeit

6.1.2 Rating

6.1.3 Anreize und Sanktionen

6.1.4 Kommunale Schuldenbremse

6.1.5 Leverage Ratio

6.2 Landes- und Bundesprogramm zum Altschuldenabbau

6.3 Kritische Auseinandersetzung mit der Altschuldenproblematik

7. Fazit

7.1 Zentrale Ergebnisse

7.2 Relevanz der Ergebnisse für Forschung und Praxis

7.3 Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Verschuldungslage der Kommunen in Nordrhein-Westfalen für den Zeitraum von 2014 bis 2018. Ziel ist es, die Determinanten kommunaler Verschuldung zu identifizieren sowie Wege aufzuzeigen, wie die bestehende Altverschuldung nachhaltig abgebaut und künftige Neuverschuldung verhindert werden kann.

  • Analyse der Rahmenbedingungen und Ursachen für die kommunale Verschuldung in NRW.
  • Statistische Auswertung der Verschuldungsdaten nach verschiedenen Kriterien wie Gemeindeart und Region.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Lösungsansätzen zum Altschuldenabbau.
  • Diskussion von Instrumenten wie der kommunalen Insolvenzfähigkeit, Ratings und Schuldenbremsen.
  • Entwicklung von Anforderungen an ein Landes- oder Bundesprogramm zur Entschuldung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Schuldenhistorie

Der Spruch „Von der Ausnahme zur Regel“ beschreibt die Entwicklung der Verschuldung und insbesondere der Kassenkredite in Deutschland sehr gut. Wohingegen bis Mitte der 90er Jahre kommunale Kassenkredite noch gar keine Rolle spielten, so sind Kassenkredite heute zur Regel geworden. 1998 belief sich die bundesweite Summe der Kassenkredite noch auf knapp 6 Milliarden Euro, 2008 hingegen schon auf 30 Milliarden Euro

Der Einbruch der Wirtschaft in den Jahren 2009 und 2010 scheint zwar heute schon fast wieder vergessen zu sein, er hat sich aber nachhaltig auf die kommunalen Finanzen ausgewirkt. Die Kassenkredite erhöhten sich nochmals rapide auf 44 Milliarden im Jahr 2011.

Neben der Finanzkrise gilt allerdings auch der Anstieg der Sozialausgaben als Verschuldungsgrund. Während zwischen 2001 und 2010 die Zuweisungen der Länder und die kommunalen Steuereinnahmen um 3 % pro Jahr anstiegen, stiegen die Kosten für Sozialleistungen um 5 % pro Jahr an. Problematisch war der Anstieg der Sozialausgaben vor allem in den Regionen, in denen die Steuereinnahmen z.B. aufgrund von steigender Arbeitslosigkeit zurückgingen. Dies betraf vor allem Regionen, die eine schwache Wirtschaftsstruktur aufwiesen und mit einem strukturellen Wandel zu kämpfen hatten bzw. es heute noch haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der intergenerativen Gerechtigkeit bei der kommunalen Haushaltswirtschaft ein und stellt die Relevanz der Altschuldenproblematik in NRW dar.

2. Wissenschaftliche Herangehensweise: Das Kapitel erläutert den strukturellen Aufbau der Arbeit, orientiert am Prozessmanagement, sowie die zentrale Forschungsfrage.

3. Rahmenbedingungen der kommunalen Verschuldung: Hier werden die historischen Ursachen der Verschuldung sowie aktuelle Faktoren wie der demografische Wandel und die Zinsentwicklung analysiert.

4. Statistische Ist-Analyse der kommunalen Verschuldung in NRW: Dieses Kapitel präsentiert die methodische Vorgehensweise und die empirischen Ergebnisse zur Verschuldungssituation der NRW-Kommunen zwischen 2014 und 2018.

5. Analyse: Die Ergebnisse aus dem vorangegangenen Kapitel werden vertieft analysiert und in den Kontext vergangener Studien sowie konjunktureller Zusammenhänge gesetzt.

6. Herstellung des Sollzustands: schuldenfreie Kommune: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene Maßnahmen gegen Neuverschuldung sowie Konzepte für einen nachhaltigen Altschuldenabbau durch Bund und Länder.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse, einer Einordnung für die Praxis sowie einem Ausblick auf zukünftige politische Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Kommunalverschuldung, NRW, Kassenkredite, Altschuldenabbau, Stärkungspakt Stadtfinanzen, Haushaltsausgleich, Neuverschuldung, Kommunalfinanzen, Konnexitätsprinzip, Zinsauszahlungen, Finanznot, Haushaltsführung, Kommunale Insolvenzfähigkeit, Rating, Schuldenbremse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master-Thesis grundlegend?

Die Arbeit analysiert die aktuelle Verschuldungssituation der Kommunen in Nordrhein-Westfalen und untersucht Strategien zur Entschuldung und zur Vermeidung neuer Defizite.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Kassenkreditverschuldung, der Einfluss des demografischen Wandels, die Relevanz der Wirtschaftslage sowie die Auswirkungen verschiedener politischer Finanzinstrumente.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Ziel ist es, den Verschuldungsgrad der NRW-Kommunen seit 2014 präzise aufzuzeigen und fundierte Möglichkeiten für einen nachhaltigen Abbau der Altschuldenlast zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Der Autor nutzt eine statistische Ist-Analyse auf Basis von Daten der Landesdatenbank Nordrhein-Westfalen (LDB NRW), ergänzt durch eine Auswertung der Zinsauszahlungen und Transferleistungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte statistische Analyse der Schuldenentwicklung von 2014 bis 2018 sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Maßnahmen wie der Einführung einer kommunalen Insolvenzfähigkeit oder eines Altschuldenfonds.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit geprägt?

Zentrale Begriffe sind neben der Kassenkreditverschuldung vor allem der Stärkungspakt Stadtfinanzen, das Konnexitätsprinzip sowie die intergenerative Gerechtigkeit.

Warum ist die Stadt Düsseldorf in der Analyse ein besonderes Fallbeispiel?

Düsseldorf hebt sich durch eine vergleichsweise sehr geringe Pro-Kopf-Verschuldung und den vollständigen Abbau der Kassenkredite positiv von anderen kreisfreien Städten ab.

Welche Rolle spielt die Korrelation zwischen Arbeitslosigkeit und Verschuldung?

Die Arbeit belegt, dass eine höhere Arbeitslosigkeit in einer Kommune signifikant mit einer höheren Pro-Kopf-Verschuldung korreliert, was vor allem durch steigende Transferauszahlungen begründet ist.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Bundes bei der Entschuldung?

Der Autor betont, dass eine dauerhafte Lösung ohne eine Mitwirkung von Bund und Land, insbesondere unter Beachtung des Konnexitätsprinzips, kaum möglich ist, da viele Kommunen ihre Lasten nicht mehr aus eigener Kraft bewältigen können.

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Details

Title
Raus aus den Schulden. Die Entschuldung der Kommunen in NRW nach dem Stärkungspakt
College
University of Applied Sciences Dortmund
Grade
2,0
Author
Julian Göcke (Author)
Publication Year
2020
Pages
75
Catalog Number
V538419
ISBN (eBook)
9783346149039
ISBN (Book)
9783346149046
Language
German
Tags
Finanzen kommunale Finanzen Schulden Kredite Stärkungspakt Kommunen Städte NRW Nordrhein-Westfalen Liquiditätskredite Kassenkredite Investitionskredite Kredit Entschuldung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julian Göcke (Author), 2020, Raus aus den Schulden. Die Entschuldung der Kommunen in NRW nach dem Stärkungspakt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538419
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