Entmythologisierung im Buch "Der kleine Vampir"? Ein Vergleich zum Vampir-Mythos


Hausarbeit, 2019

18 Seiten, Note: 2,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Vampir-Mythos
2.1 Entstehung
2.2 Registrierte Fälle
2.3 Literatur über Vampire
2.3.1 Typische Merkmale der Vampire

3 Entmythologisierung in Kinderbüchern
3.1 Vampire im Buch Der kleine Vampir
3.2 Vergleich: Der kleine Vampir zum Vampirmythos

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

6 Anhang

1 Einleitung

Vampire – jeder hat schon von ihnen gehört, egal ob in Horrorfilmen oder -büchern. Der Vampirismus fasziniert schon immer die Menschen (vgl. Klaniczay 1991, 91). Die Gestalten der Nacht, die den Menschen das Blut und das Leben rauben. Doch warum lassen sich Figuren, wie diese, auch in der Jugend- und Kinderliteratur finden?

Die Hypothese ist, dass Kinder, wie Erwachsene, großes Interesse an Übernatürlichen haben und somit die Figur des Vampirs in der Kinder- und Jugendliteratur abgeschwächt wird. Der Vampir wird verharmlost, vielleicht einige Eigenschaften ausgelassen oder umschrieben, sodass die Horrorfigur eher für Abenteuer als für das untote Wesen steht, welches Menschen tötet.

Um diese Hypothese zu untersuchen, wird zuerst auf die Entstehung des Vampir-Mythos eingegangen. Warum glaubten die Menschen früher an Vampire? Woher kam dieser Mythos und welche Charakterzüge und Eigenschaften hatte der ursprüngliche Vampir? Es wird auf damalige dokumentierte Fälle Bezug genommen und auf die frühe Literatur, in der erstmals Vampire vorkamen. Ist das Bild des historischen Vampirs erläutert, so wird danach auf die Entmythologisierung in Kinderbüchern eingegangen. Dabei wird sich größtenteils auf die Figur des Vampirs beschränkt. In dem Analysepart dieser Arbeit wird mit drei Bänden der Bücherreihe Der kleine Vampir, geschrieben von Angela Sommer-Bodenburg und erstmals 1979 veröffentlicht, gearbeitet. Ein Augenmerk wird auf die Ebene der Histoire gelegt, um die Figurencharakteristiken zu analysieren, sodass diese Eigenschaften im Nachhinein mit denen des geschichtlichen Vampirs verglichen werden können. Durch diesen Vergleich soll sich die vorhin genannte Hypothese bestätigen oder widerlegen können.

2 Der Vampir-Mythos

Mit dem Wort Vampir werden Verstorbene bezeichnet, welche in der Nacht ihr Grab verlassen, um Lebenden das Blut auszusaugen. Die Gestalten befinden sich in einem Zustand zwischen Leben und Tod (vgl. Pütz 1992, 14).

2.1 Entstehung

Der Vampirglaube lässt sich auf den Anfang des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen (vgl. Claes 1994, 9). Doch schon vorher gab es verwandte Vorstellungen in fast allen Kulturen der Welt. In chinesischen Märchen wurde über vergleichbare Geschöpfe berichtet, die mit grünem Schleim bedeckt waren und leuchteten, in Afrika gab es die Sage über einen Asambosam, der das Blut aus den Daumen schlafender Menschen saugte. Der armenische Berggeist Daschnavar saugte es jedoch aus der Fußsohle von Wanderern. Im indischen Jeypur sollen Frauen auf den Dächern von Einheimischen gesessen und mit Hilfe eines Garns das Blut aus den Köpfen der schlafenden Menschen gezogen haben. In tibetanischen und nepalesischen Mythen gab es Todesgötter, welche mit langen Fangzähnen nach ihren Opfern griffen. Die orientalischen Ghoulen waren werwolfsartige Wesen, die Friedhöfe heimsuchten und sich von den Leichen nährten. Auch in der Antike gab es Gestalten, die sich Striges nannten, die ihre Gestalt änderten, um Missetaten zu begehen und Lamien, die die griechische Version des Vampirs waren. (vgl. Pütz 1992, 14f.)

„Erst im Volksglauben der Balkanländer, die als politisches wie religiöses Grenzgebiet zwischen Europa und Asien jahrhundertelang den verschiedenen Einflüssen beider Kulturen ausgesetzt waren, entsteht durch eine Verschmelzung dieser europäischen Figuren mit der des orientalisch-antiken Blutsaugers die besondere Gestalt des blutrünstigen Revenants. Von dort aus verbreitete sich der Mythos nach und nach in ganz Ost- und Mitteleuropa“ (vgl. ebd., 16).

Während der Türkenkriege im 15. Und 18. Jahrhundert hatte die römisch-katholische Kirche eine unbedeutende Position und wollte diese zwischen der griechisch- orthodoxen und islamisch gläubigen Bevölkerung erweitern. Sie machte sich den Glauben an die Vampire zu Nutze und ernannte diese zu den Verbündeten des Teufels. Im Rumänischen heißt Teufel „dracul“ (vgl. Harmening 1983, 76). Den heidnischen Aberglauben, dass Menschen durch unverschuldete Gründe zum Vampir werden, kehrte die Kirche in verschuldete Gründe um. Vorher wurde man nach dem Ableben durch unverschuldete Gründe zum Vampir, indem man beispielsweise mit einem Zahn geboren oder von einem Vampir angegriffen wurde. Jetzt wurde man zum Vampir, wenn man gegen die damaligen Gesetze der römisch-katholischen Kirche verstieß. Mit dieser Änderung gewann der Vampir an moralischer Bedeutung. Nun konnte die Tötung eines Vampirs nur durch einen Priester vollzogen werden. Dazu wurde ein Holzpflock, der aus dem gleichen Holz geschnitzt war, wie jenes, welches bei der Kreuzigung von Jesus verwendet wurde. Je nach Religion war dies Dorn-, Espen- oder Eschenholz (vgl. Pütz 1992, 16f.).

2.2 Registrierte Fälle

Der erste Vampirvorfall ereignete sich im Frühsommer des Jahres 1725 in Gradiška in Nordbosnien. Bewohner berichteten der Verwaltung in Belgrad, dass ein gewisser Peter Plogojowiz innerhalb von acht Tagen neun Bewohner im Schlaf umbrachte. Jedoch war dieser zu diesem Zeitpunkt tot, da er vor zehn Wochen verstarb. Die Verwaltung schickte den Beamten Kameralprovisor Frombald, der den Leichnam von Peter Plogojowiz untersuchte (vgl. Kreuter 2009, 14f.).

„Der Cörper ausser der Nase, welche etwas abgefallen, gantz frisch; Haar und Bart, ja auch die Nägel, wovon die alte hinweg gefallen, an ihme gewachsen; die alte Haut, welche etwas weißlich ware, hat sich hinweg geschellt, und eine frische neue darunter hervor gethan; das Gesicht, Hände und s.v. Füsse, und der gantze Leib waren beschaffen, daß sie in Lebzeiten nicht hätten vollkommener seyn können“ (ebd., 15, zitiert nach Hamberger 1992, S. 44f.).

Sein Leichnam wurde nach der Untersuchung gepfählt und verbrannt. Die Öffentlichkeit wurde mit Flugblättern und einem Artikel über den Vampirvorfall informiert, doch die gelehrten Leute ignorierten diese Nachricht und dem Vorfall wurde nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt bis sich im Jahre 1731 ein weiterer Vorfall ereignete (vgl. ebd., 14f.).

Nach sechs Jahren ging ein neuer Fall bei der Verwaltung ein. Dieses Mal berichteten Bewohner von Medvegya in Serbien über zwei kürzlich verstorbene Damen, Miliza und Stana, die Einwohner ermordet haben sollten. Ein Seuchenarzt wurde ins Dorf geschickt, welcher jedoch keine Art von Seuche identifizieren konnte, sodass er mehrere Gräber, darunter die der beschuldigten Damen, öffnen ließ. Wie auch zuvor Frombald, war dieser erschrocken über den guten Erhaltungszustand der Leichen. Ein Jahr später schickte man eine Kommission von Wundärzten und Feldchirurgen, unter der Führung von Johann Flückinger, nach Medvegya. Am 26.02.1732 verfasste Flückinger den Bericht „Visum et Repertum über die sogenannten Vampyrs oder Blutsauger“. Dieser Bericht wird als Klassiker der Vampirberichte des 18. Jahrhunderts gesehen. Nach diesem Fall gingen immer mehr Vorfälle von Vampiren bei den Behörden ein (vgl. Kreuter 2009, 15ff.).

Was die Menschen von früher nicht wussten, ist, dass es unter der Erde kälter ist und es dort weniger Sauerstoff gibt. Aus diesen Gründen ist die Verwesung noch nicht so fortgeschritten, wie bei Soldaten, die auf dem Feld gefallen sind. Durch Vertrocknungserscheinungen wirken die Fingernägel länger und die Haare können sich noch in der Kopfhaut halten (vgl. Monath 2016, ab 6:23).

2.3 Literatur über Vampire

Die Figur des Vampirs wird einseitig dargestellt und ist meist angelehnt an die Gestalt des transsilvanischen Grafen Dracula von Bram Stoker. Dracula gilt als Prototyp der Vampire (vgl. Pütz 1992, 7). Stokers Roman war aber nicht der Anfang des phantastischen Wesens in der Literatur. Es gab Vorläufer des 19. Jahrhunderts, die schon darüber berichteten. Darunter Goethe, Byron, Theophile Gautier, Baudelaire, Maupassant oder Turgenjew (vgl. ebd., 8). Es gibt eine „starke erotische und sexuelle Aufladung des Vampirmotivs in der Literatur des 19. Jahrhunderts“ (Claes 1994, 13). Das Blutsaugen kann als erotische Metapher gesehen werden. Es ist der Genuss des Vampirs, das Blut seiner oder ihrer Opfer zu trinken, sie zu töten oder mehrmals heimzusuchen (vgl. ebd., 29). Früher wurden Frauen als Unterworfene wahrgenommen. Diese Position ändert sich mit dem weiblichen Vertreter des Vampirs, der eine sexuelle Projektion auf das männliche Geschlecht hat (vgl. ebd., 25). „Im Geschlechterkampf werden die Beziehungen von Mann und Frau vampirisch, findet die Liebe ihren Ort nur im Tod“ (ebd., 26).

Der Roman Dracula dient „wohl [als] wichtigste Schablone für dir Fortführung des Stoffes in Literatur und Film des 20. Jahrhunderts“ (Pütz 1992, 12). Der Name ist ein Synonym für den Vampirismus geworden (vgl. Brittmacher 1994, 117). Der Roman präsentiert fünf Vampirfiguren: Graf Dracula, ihm hierarchisch untergeordnet sind drei Vampirfrauen, die mit ihm im transsilvanischen Schloss wohnen und sein erstes Opfer Lucy Wastrena (vgl. Pütz 1992, 33). „Spielt der männliche Blutsauger in nahezu allen vorgestellten Interpretationen des Sujets eine bedeutsame Rolle, erhalten die vier weiblichen Wiedergänger lediglich im Bereich der sexuellen Dimension eine für die Intention des Werks relevante Funktion“ (ebd., 74). Die vier weiblichen Blutsauger nehmen Anstoß an den griechischen Lamia-Glauben, da Lucy anfangs nur Kinder überfällt (vgl. ebd., 34). Alle Vampire im Roman sind eindimensional und abwertend dargestellt. Erzählt wird aus Sicht der Opfer, sodass keine Sympathie mit den Gestalten der Nacht entsteht (vgl. ebd., 75). Vor 400 Jahren wurde der Graf aufgrund einer Todsünde zum Vampiren (vgl. ebd., 35). Seitdem tritt er als geheimnisvoller, immer schwarz angezogener Aristokrat auf (vgl. ebd., 35). Bram Stoker orientiert sich an den ursprünglichen Vampirglauben. Beispielsweise lässt er seinen Roman in Transsylvanien spielen, Dracula kann sich in Tiere verwandeln und hat Macht über Tiere und die Elemente (vgl. Mikota & Planka 2012, 8). Jedoch kann er nicht ohne fremde Hilfe das Wasser überqueren. Dies ist die christliche Prägung des Romans (vgl. Pütz 1992, 34). Draculas Körper ist kalt, er besitzt lange spitze Zähne und Fingernägel, hat rote Lippe, kein Spiegelbild, schläft in seinem Grab, trinkt nachts das Blut des anderen Geschlechts, hat großes Verwandlungsvermögen und physische Stärke, kann Menschen hypnotisch lenken (vgl. ebd., 34f.).

Hinzu kommt, dass er die Beherrschung verliert, wenn er Blut sieht und vom ganzem Wesen her böse ist (vgl. Brittmacher 1994, 118ff.). Mit dem Vampir ändert sich die Umgebung. Die Natur wird düster, Wölfe heulen, der Mond scheint und die Pferde scheuen (vgl. ebd., 120).

Wie anhand des Grafen zu sehen ist, hat der Vampir meist animalische Charakterzüge. Der englische Schriftsteller Polidori entwarf „das Bild des Vampirs als […] [einen] innerlich zerrissenen Melancholiker, der aus Lebensnotwendigkeit Böses begeht, der sich zwar nach Liebe sehnt, dessen Tragik aber darin besteht, sein existentielles Begehren nur biologisch als Durst nach Blut artikulieren zu können“ (ebd., 124)

2.3.1 Typische Merkmale der Vampire

Fasst man nun die Mythen aus dem Volksglauben und die Eigenschaften des Grafen Draculas zusammen, so wird man zum Vampir in Folge einer kirchlichen Sünde oder wenn die Seele keine Ruhe findet, wie bei einem Mord, (vgl. Harmening 1983, 75) und man würde den historischen Vampiren als Untoten beschreiben, der tagsüber mit offenen Augen in seinem Grab nächtigt und in der Nacht Jagd auf das andere Geschlecht macht, um seinen oder ihren Opfern das Blut zu rauben. Die Opfer sind in den meisten Fällen Familienangehörige. Diese werden nach dem Angriff selbst zum Vampir (vgl. Pütz 1992, 17). Seinen Ursprung hat er in Transsylvanien. Er oder sie ist ein Verbündeter/ eine Verbündete mit dem Teufel (vgl. ebd.,16) und der Feind ist die Kirche. Seine Zerstörung gelingt nur durch einen Priester, der einen Pfahl direkt durch das Herz schlägt, welcher aus Dorn-, Espen- oder Eschenholz besteht (vgl. ebd., 17). Andere Methoden sind: das Grab bei Tageslicht zu öffnen, den Körper zu verbrennen und den Vampir vorher zu köpfen (vgl. ebd., 17). Schützende Gegenstände sind Kruzifixe, Rosenkränze oder geweihte Hostien (vgl. ebd., 34) Der Vampir oder die Vampirdame können ein attraktives Gesicht mit roten Augen haben, langen spitzen Zähnen und sie tragen schwarze Kleidung. Meist ist es ein Umhang (vgl. ebd., 7). Sie weisen keine Verwesung auf, besitzen vermehrte Kraft bei Vollmond, kein Spiegelbild und schrecken vor dem Geruch von Knoblauch zurück (vgl. ebd., 14). Ihr Wesen ist durch und durch böse. Die Vampirdamen haben eine sexuelle Anziehungskraft und sie als Frauen stehen nicht mehr für Unterdrückung (vgl. Claes 1994, 25). Vampire haben die Fähigkeit, ihre Gestalt zu ändern. Zum Beispiel zu einer Fledermaus (vgl. ebd., 34).

3 Entmythologisierung in Kinderbüchern

Klassische Sagen befinden sich bereits schon seit Mitte des 18. Jahrhunderts in der Kinder- und Jugendliteratur (vgl. Baumgärtner & Maier 1987, 33). Wie veränderte sich die Kinder- und Jugendliteratur in Bezug auf die Figur des Vampirs?

Bis Mitte des 18. Jahrhunderts werden Kinder als kleine Erwachsene wahrgenommen, sodass man keine neue Literatur extra für Kinder schreibt, sondern die bereits vorhandene angepasst wird. Beispielsweise werden bei Robinson Crusoe Passagen einfach ausgelassen. Im Laufe des 18. Jahrhunderts verändert sich das Kinderbild. Nun gibt es Bücher, die extra nur für die Kinder verfasst werden. Diese Art von Werken nennt man spezifische oder originäre Kinder- und Jugendliteratur. Die angepasste Literatur, sowie die originäre gehören zu der intendierten Kinder- und Jugendliteratur, also Bücher, die Kinder nach der Vorstellung von Erwachsenen zu lesen haben (vgl. Mende 2012, 19f.). Die nicht–intendierte Kinder- und Jugendliteratur, was die Gesamtheit der tatsächlich konsumierten Werke der Kinder und Jugendlichen umfasst, teilt sich in heimliche, tolerierte und verbotene Lektüre auf (vgl. ebd., 21). Die Kinder- und Jugendliteratur hat die Funktion, bei der Erziehung und Sozialisation der Leserinnen und Leser zu helfen. Werke enthalten beispielsweise Wissensbestände, Sitten, moralische Prinzipien oder Verhaltensnormen. Das Buch soll Kenntnisse und Werte vermitteln und als eine Orientierungshilfe für den Leser stehen (vgl. ebd., 21). In den 1970er Jahren gibt es die Schonraumpädagogik, in der den Kindern ausschließlich eine heile Welt vorgeführt wird (vgl. ebd., 21). „Fraglos können wir uns heute keinen isolierten Schonraum für Kinder mehr leisten […]. Den Schonraum hat es nie gegeben; er war immer randvoll von historischen Material und Programm“ (Gmelin 1972, 24). Gmelin sagt damit aus, dass historische Dimensionen in Büchern für Kinder immer beibehalten werden müssen, da sonst das menschliche Bewusstsein zerstört werde (vgl. ebd., 27). Kinder haben noch kein historisches Bewusstsein, sie verstehen eine Geschichte auch ohne den historischen Gegenstand. Erst im Laufe der Grundschulzeit können sie geschichtliche Ereignisse zuordnen (vgl. ebd., 27). Somit dürfen Mythen und Märchen nicht total umgeschrieben werden, sondern sie müssen ihre Hauptbestandteile beibehalten, um sie nicht zu verfälschen. Ab den 1980ern und 1990ern werden in der problemorientierten Kinder- und Jugendliteratur „[…] Probleme dargestellt, die den Leserinnen und Lesern aus ihrem eigenen Alltag potentiell bekannt sind und [...] [durch]Identifikationsfiguren Verhaltensmodelle angeboten [werden], denen die Kinder und Jugendlichen folgen sollen“ (Mende 2012, 22). Die phantastische Kinder- und Jugendliteratur beinhaltet eine gleichzeitige Existenz von Realem und Wunderbaren. Das Motiv der fremden Welt steht immer in Verbindung zur realen und kann als magische in der realen eingebettet, neben der realen existieren oder räumlich und zeitlich von der realen entfernt sein (vgl. ebd., 26).

„Genau wie in der realistischen und problemorientierten Kinder- und Jugendliteratur können den Leserinnen und Lesern der phantastischen Literatur Vorbilder und modellhafte Handlungsschemata vorgeführt werden, ihre Akzeptanz wird jedoch dadurch erhöht, dass die Wertvermittlung durch die nicht realistische Darstellung der Ereignisse entlastet und weniger Belehrung wahrgenommen wird“ (ebd., 33).

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Entmythologisierung im Buch "Der kleine Vampir"? Ein Vergleich zum Vampir-Mythos
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
2,7
Jahr
2019
Seiten
18
Katalognummer
V538557
ISBN (eBook)
9783346150370
ISBN (Buch)
9783346150387
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entmythologisierung, buch, vampir, vergleich, vampir-mythos
Arbeit zitieren
Anonym, 2019, Entmythologisierung im Buch "Der kleine Vampir"? Ein Vergleich zum Vampir-Mythos, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538557

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