Eine erfolgreiche private Vermögensbildung hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise dem Verhalten des Anlegers. Viele Privatanleger verhalten sich aufgrund mangelndem Finanzwissen, Emotionen oder psychologischer Faktoren begrenzt rational. Dies führt häufig zu dramatischen Misserfolgen bei der Kapitalanlage für die private Vermögensbildung.
Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg privater Vermögensbildung? Wie wichtig ist das Behavioral Finance der Anleger für eine erfolgreiche Privatanlage? Und wie können Finanz- und Bankberater zur Verbesserung des Finanzwissens der Anleger und damit zu einer erfolgreichen Vermögensbildung beitragen?
Die Autorin Merve Demir klärt die wichtigsten Fragen zum Thema private Vermögensbildung. Sie erklärt, wie Privatanleger fatale Entscheidungen bei der Kapitalanlage vermeiden und welche Rolle Behavioral Finance dabei spielt. Zudem gibt sie praktische Tipps, wie Finanz- und Bankberater den Anlegern Finanzwissen besser vermitteln können.
Aus dem Inhalt:
- Finanzmarkt;
- Finanzcoach;
- Kapitalanlageinstrumente;
- Homo Oeconomicus;
- Liquidität;
- Rentabilität
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Problemstellung
- Gang der Untersuchung
- Private Vermögensbildung als besondere Technik des Financial Planning
- Vermögensbildung und Vermögensstrukturierung der privaten Haushalte
- Instrumente der Kapitalanlage für die private Vermögensbildung
- Kapitalanlageziele und das financial behavior der Privatanleger
- Neoklassische Kapitalmarkttheorie als ein Erklärungsansatz der Anlegerverhalten
- Entstehung der neoklassischen Kapitalmarkttheorie und die Portfolio Selection
- Der rationale Investor und die Effizienzmarkthypothese in der Neoklassik
- Neoklassische Kapitalmarktmodelle und vorherrschende Kritik an der Theorie
- Behavioral Finance als Erklärungsansatz des irrationalen Anlegerverhaltens
- Entstehung und Zielsetzung der Behavioral Finance
- Heuristiken der Behavioral Finance im Informationsprozess
- Heuristiken der Behavioral Finance im Entscheidungsprozess
- Überprüfung des financial behavior und der Anlageverhalten der Privatanleger
- Methoden und Techniken der empirischen Erhebung
- Überprüfung des financial behavior im Kontext zur privaten Vermögensbildung
- Überprüfung ausgewählter Heuristiken der Behavioral Finance
- Ergebnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Behavioral Finance als Erfolgsfaktor in der privaten Vermögensbildung. Sie analysiert, wie Privatanleger, im Gegensatz zu den Annahmen der neoklassischen Kapitalmarkttheorie, irrationale Entscheidungen bei der Kapitalanlage treffen und wie sie fatale Fehler vermeiden können.
- Die Bedeutung von Behavioral Finance für das Verständnis des Anlegerverhaltens
- Die Relevanz der privaten Vermögensbildung in der heutigen Zeit
- Die Auswirkungen von Heuristiken und kognitiven Verzerrungen auf Anlageentscheidungen
- Empirische Überprüfung des financial behavior und der Anlageverhalten von Privatanlegern
- Entwicklung von Strategien zur Vermeidung irrationaler Anlageentscheidungen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Problemstellung der Arbeit dar und erläutert den Gang der Untersuchung.
- Private Vermögensbildung als besondere Technik des Financial Planning: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung der privaten Vermögensbildung und die wichtigsten Instrumente der Kapitalanlage.
- Neoklassische Kapitalmarkttheorie als ein Erklärungsansatz der Anlegerverhalten: Dieses Kapitel analysiert die neoklassische Kapitalmarkttheorie, die von rationalen Anlegern und effizienten Märkten ausgeht.
- Behavioral Finance als Erklärungsansatz des irrationalen Anlegerverhaltens: Dieses Kapitel stellt die Behavioral Finance als Gegenentwurf zur neoklassischen Kapitalmarkttheorie vor und erläutert die wichtigsten Heuristiken und kognitiven Verzerrungen, die Anlageentscheidungen beeinflussen.
- Überprüfung des financial behavior und der Anlageverhalten der Privatanleger: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der empirischen Untersuchung und analysiert das tatsächliche Anlageverhalten von Privatanlegern.
Schlüsselwörter
Behavioral Finance, Private Vermögensbildung, Anlegerverhalten, Kapitalanlage, Heuristiken, Kognition, Rationale Entscheidungen, Irrationales Verhalten, Empirische Forschung, Financial Planning.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Behavioral Finance?
Behavioral Finance (Verhaltensökonomik) untersucht, wie psychologische Faktoren und Emotionen das Verhalten von Anlegern beeinflussen und zu irrationalen Entscheidungen führen.
Warum handeln Privatanleger oft nicht rational?
Mangelndes Finanzwissen, kognitive Verzerrungen (Heuristiken) und emotionale Reaktionen verhindern oft das Modell des „Homo Oeconomicus“, also des rein rationalen Entscheiders.
Was kritisiert Behavioral Finance an der neoklassischen Kapitalmarkttheorie?
Die Neoklassik geht von effizienten Märkten und rationalen Investoren aus; Behavioral Finance zeigt hingegen auf, dass Märkte durch menschliche Fehler ineffizient sein können.
Welche Rolle spielen Heuristiken bei der Kapitalanlage?
Heuristiken sind mentale Abkürzungen, die im Informations- und Entscheidungsprozess zu systematischen Fehlern (Biases) führen können, wie z.B. Selbstüberschätzung oder Herdenverhalten.
Wie können Bankberater Anlegern helfen?
Durch Finanzcoaching und bessere Wissensvermittlung können Berater Anleger für ihre psychologischen Fallstricke sensibilisieren und so fatale Fehlentscheidungen vermeiden helfen.
- Arbeit zitieren
- Merve Demir (Autor:in), 2021, Behavioral Finance als Erfolgsfaktor in der privaten Vermögensbildung. Wie Privatanleger fatale Entscheidungen bei der Kapitalanlage vermeiden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538624