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Das Programm der Statuen im Augustusforum

Interpretationen und Darstellungen der römischen Geschichte im Augustusforum

Título: Das Programm der Statuen im Augustusforum

Trabajo Escrito , 2019 , 25 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Pawel Bornstedt (Autor)

Historia - Otros
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Augustus ist einer der wenigen Personen, die selbst zwei tausend Jahre nach ihrem Tod noch so im Geschichtsbewusstsein verankert sind, dass sie nach wie vor als Referenzpunkte in gegenwärtiger Politik dienen können. Über den Gründer des Principats, seinen Taten, Bauten und Siegen wurden zahlreiche Werke geschrieben, sogar eine kulturelle Revolution wird ihm zugeschrieben. Der Historiker Uwe Walter fasste diese auf drei Begriffe zusammen: Traditionsbezug, Kanonisierung und Monumentalität. Seiner Meinung nach war der wichtigste Ort in Rom, an dem dies verwirklicht wurde, das Augustusforum.
Bezüglich des Augustusforums ergab sich jedoch erst neulich, 2018, durch den Historiker Nils Steffensen eine Forschungskontroverse bezüglich der Kanonisierung der Statuen im Forum. Die Frage war, inwiefern denn eigentlich von einem harmonischen Bild der römischen Geschichte die Rede sein kann. Da die Kontroverse bisher noch nicht zu einer wissenschaftlichen Diskussion geführt hat, sollte diese Arbeit hiermit einen bescheidenen ersten Schritt darstellen. Ferner wird untersucht, wie das Statuenprogramm des Augustusforums zu deuten ist und die Frage der Kontroverse geklärt, ob die römische Geschichte nun harmonisch dargestellt wurde.

Die Quellenlage bedarf dazu einer genaueren Analyse, weswegen ihr ein eigenes Kapitel gewidmet wird. Eine genauere Analyse des ersten Princeps wird nicht erfolgen, da dies weder im Rahmen dieser Arbeit notwendig ist noch Augustus den Kürzungen wegen gerecht werden könnte. Nachfolgend folgt eine genauere Untersuchung der Kontroverse selbst, mit den jeweiligen Argumenten der Historiker. Danach werden exemplarisch drei Interpretationsweisen des Statuenprogramms des Augustusforum vorgestellt, mithilfe derer entweder die potenzielle Harmonie hinter dem Programm erkennbar gemacht werden kann oder das Fehlen derselben. Abschließend folgt ein Fazit samt Ausblick.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Zur Quellenlage

II. 1) Das Augustusforum

II. 2) Res Gestae

II. 3) Dichter und Schriftsteller

III. Die Kontroverse

IV. Potenzielle Interpretationsweisen des Forums

IV. 1) Interpretation als exempla

IV. 2) Interpretation als familia

IV. 3) Interpretation als res publica restituta

V. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Forschungskontroverse um die Kanonisierung der Statuen im Augustusforum und analysiert, ob das dort präsentierte Statuenprogramm ein harmonisches Bild der römischen Geschichte vermittelt. Dabei wird insbesondere hinterfragt, inwiefern Augustus durch die bewusste Steuerung historischer Erinnerung und die Unterdrückung konkurrierender Narrative seine Macht und Einzigartigkeit innerhalb des entstehenden Principats festigte.

  • Forschungskontroverse zur Kanonisierung der römischen Geschichte im Augustusforum
  • Analyse des Statuenprogramms und der Elogien als Instrumente augusteischer Propaganda
  • Untersuchung der drei Interpretationsansätze: exempla, familia und res publica restituta
  • Kritische Würdigung der Rolle von Augustus als „Problemlöser“ und „Pater Patriae“
  • Deutung der architektonischen Symbolik im Kontext des neuen Zeitalters

Auszug aus dem Buch

IV. 1) Interpretation als exempla

Wie in Kapitel II. erwähnt, sind von den 108 Statuen nur ein Bruchteil bekannt. Von dem was bekannt ist, lassen sich jedoch einige interessante Schlüsse ziehen. So sind die Statuen nicht in bona und mala exempla unterteilt. Alle Statuen wurden mit Triumphgewändern dargestellt, auch von solchen Personen, die keine Triumphe gefeiert hatten. Die gewürdigten Taten waren sowohl militärische als auch zivile und religiöse Leistungen.

Außerdem ist bekannt, dass zukünftige Statuen möglich waren, nur eben nicht aus Marmor, sondern Bronze. Bedenkt man die Tatsache, dass zumindest eine Augustus-Quadriga mitten auf dem Platz aufgestellt war, auf welcher der Ehrentitel pater patriae eingeschrieben war, hinter ihr von beiden Seiten lange Reihen von summi viri, außerdem der große Mars-Ultor-Tempel – es war die Darstellung von Augustus als exemplum non plus ultra. Schließlich übertraf er jeden der anderen Männer in jeder Kategorie. Nach der „Ära Augustus“ könnten nur „schwächere“ Princeps folgen, deren Bronzedarstellung schon symbolisch war.

Gemäß Walters Argumentation wäre die Darstellung der römischen Geschichte soweit harmonisch. Wenn der Kanon nur darauf abzielt, dass keiner so heldenhaft und mächtig war wie Augustus, so sind bei den exempla einzig die Summe der Leistungen und Ämter wichtig, selbst das auch nur solange es sich mit Augustus vergleichen ließ.

Doch konnten diese exempla nicht nur als Maßeinheit für zukünftige Princeps, sondern auch als an das Volk gerichtet verstanden werden? Schließlich lässt es sich nicht leugnen, dass Denkmäler durchaus eine Wirkung auf die Bevölkerung hatten, weswegen beliebte Motive gerne kopiert wurden. Dasselbe ist auch beim Augustusforum zu beobachten gewesen, ein Beispiel dafür ist das sogenannte „Marmorforum“ in Mérida.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung des Augustusforums ein und stellt die Forschungskontroverse bezüglich eines vermeintlich harmonischen Geschichtsbildes im Statuenprogramm vor.

II. Zur Quellenlage: Dieses Kapitel analysiert die verfügbaren architektonischen und literarischen Quellen wie das Augustusforum selbst, die Res Gestae und antike Dichter als Basis für die Untersuchung.

III. Die Kontroverse: Hier werden die gegensätzlichen Thesen von Walter und Steffensen bezüglich der propagandistischen Funktion und der behaupteten Harmonie im Statuenprogramm kritisch diskutiert.

IV. Potenzielle Interpretationsweisen des Forums: Dieses Kapitel untersucht drei zentrale Ansätze – als exempla, als familia und als res publica restituta –, um die komplexe Symbolik des Forums zu erschließen.

V. Fazit und Ausblick: Das Fazit bestätigt die These, dass die römische Geschichte nicht harmonisch dargestellt wurde, sondern gezielt der glorreichen Position von Augustus untergeordnet blieb.

Schlüsselwörter

Augustus, Augustusforum, Principat, Kanonisierung, Statuenprogramm, Geschichtsbewusstsein, Res Gestae, Propaganda, exempla, familia, res publica restituta, Kaiserzeit, Rom, Erinnerungskultur, Machtinszenierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Symbolik und die politische Funktion des Augustusforums in Rom, insbesondere das darin enthaltene Statuenprogramm.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die augusteische Propaganda, die Konstruktion von historischem Gedächtnis, das Verhältnis von Macht und Geschichtsschreibung sowie die Architektur als politisches Instrument.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Klärung der Kontroverse, ob die römische Geschichte im Statuenprogramm des Forums harmonisch dargestellt wurde, oder ob Augustus ein spezifisches Narrativ zu seinen Gunsten steuerte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, indem sie archäologische Befunde, die Res Gestae sowie literarische Quellen der Antike in den Kontext aktueller geschichtswissenschaftlicher Debatten stellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Quellenlage, die Diskussion der Forschungskontroverse sowie die Untersuchung der drei Interpretationsweisen (exempla, familia und res publica restituta).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Augustus, Augustusforum, Kanonisierung, Propaganda, Geschichtsbewusstsein und die drei genannten Interpretationsansätze.

Welche Rolle spielt die „gens Iulia“ in der Interpretation der „familia“?

Die gens Iulia nimmt im Forum eine zentrale Stellung ein, um durch die Verbindung zu göttlichen Ahnen wie Venus und Mars sowie zu den Königen Roms den Herrschaftsanspruch des Augustus als „pater patriae“ zu legitimieren.

Wie bewertet der Autor die Stabilität der These über das „harmonische Bild“?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die These eines harmonischen Geschichtsbildes nicht haltbar ist, da die Geschichte vielmehr selektiv genutzt wurde, um das Ende der Bürgerkriege und die Sonderstellung von Augustus zu glorifizieren.

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Detalles

Título
Das Programm der Statuen im Augustusforum
Subtítulo
Interpretationen und Darstellungen der römischen Geschichte im Augustusforum
Universidad
University of Flensburg
Calificación
1,0
Autor
Pawel Bornstedt (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
25
No. de catálogo
V538671
ISBN (Ebook)
9783346148018
ISBN (Libro)
9783346148025
Idioma
Alemán
Etiqueta
Augustus Augustusforum Kontroverse Geschichtsbewusstsein Propaganda Antike Römisches Kaiserreich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Pawel Bornstedt (Autor), 2019, Das Programm der Statuen im Augustusforum, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538671
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