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Jugendsprache im Wandel. Einfluss und Auswirkung im neuen Jahrtausend

Titre: Jugendsprache im Wandel. Einfluss und Auswirkung im neuen Jahrtausend

Dossier / Travail , 2019 , 29 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Pawel Bornstedt (Auteur)

Philologie Allemande - Linguistique
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Zugegeben, die Medienberichte über den sogenannten „Sprachverfall“ haben mittlerweile abgenommen, doch ganz ausgestorben sind sie immer noch nicht. Sprachkritikern wird dabei meist vorgeworfen, sie sähen bei den Jugendlichen die Ursache dafür. Meist wurde dabei der VDS (Verein Deutsche Sprache) als größter Kritiker dargestellt, jedoch hat selbst dieser die Argumente der Wissenschaft zur Kenntnis nehmen müssen. Diese spricht nämlich von einem wertneutralen Begriff des Sprachwandels. Bezüglich der Kohärenz mit der Jugendsprache lässt sich feststellen, dass diese als ein Motor des Sprachwandels betrachtet wird.

Insofern wird diese Arbeit an diesem öffentlichen Diskurs anknüpfen und die Frage klären, welche Faktoren auf die heutige Jugendsprache einwirken und an ausgewählten Aspekten die Tendenzen des Sprachwandels im 21. Jhd. schlussfolgern lassen. Die moderne Jugend ist dabei insofern außergewöhnlich, da sie sozusagen in die digitale Revolution hineingeboren wurde. Zur Verdeutlichung: Das iPhone wurde 2007 in Deutschland eingeführt. Die Kinder, die damals geboren wurden, werden in diesem Jahr 13, sprich Teenager. Von denen wiederum 97% solch ein Gerät besitzen und jeder zweite es bereits seit seiner Kindheit tat. Da neue Technik und Kulturwandel an sich schon relevante Teile des Motors für Sprachwandel sind, ist anzunehmen, dass sich, bedingt durch die digitale Revolution, der Sprachwandel umso deutlicher erkennen ließe.

Der Untersuchungsgegenstand, die Jugendsprache, ist komplex, weswegen sie zuerst im eigenen Kapitel analysiert wird und erläutert, inwiefern sie (für manche negative) Auswirkungen auf die Sprache haben soll. In diesem Zusammenhang werden darauffolgend jeweils die Faktoren der Digitalen Revolution, der Internationalisierung, des Wortschatzes und der Dialekte untersucht. Das Resultat wird abschließend im Fazit zusammengefasst und ein Ausblick formuliert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Was ist Jugendsprache und was wird ihr vorgeworfen?

III. Faktor Digitale Revolution

IV. Faktor Internationalisierung

V. Faktor Wortschatz

VI. Faktor Dialekt

VII. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die komplexen Einflussfaktoren auf die zeitgenössische Jugendsprache und analysiert, inwiefern die medial debattierte Sorge um einen "Sprachverfall" durch soziokulturelle und technische Wandlungsprozesse im 21. Jahrhundert begründet oder relativiert werden kann.

  • Die Rolle der Digitalen Revolution als Motor der Sprachveränderung.
  • Einflüsse von Internationalisierung und Migration auf den Wortschatz.
  • Die Bedeutung von Dialekten im Kontext jugendkultureller Ausdrucksformen.
  • Die wissenschaftliche Einordnung des Begriffs "Sprachwandel" versus "Sprachverfall".
  • Die Wechselwirkung zwischen medialer Konstruktion und authentischem Sprachgebrauch.

Auszug aus dem Buch

II. Was ist Jugendsprache und was wird ihr vorgeworfen?

Jugendsprache per se lässt sich nicht so leicht definieren, dafür lässt sich aber gut zusammenfassen, was sie eben nicht ist – nämlich die Sprache der Jugend11. Es gab viele Klassifikationsmodelle, die dies anschaulich erläuterten, am übersichtlichsten ist m.E. das Klassifikationsmodell von Eva Neuland12. Kurz gefasst ist die Jugend keine homogene Altersgruppe, denn es gibt unterschiedlichste Subkulturen in diversen Regionen. Allgemein lässt sich nicht einmal vom allgemeinen Sprachgebrauch bei Jugendlichen sprechen, sondern vielmehr von einem Sprachgebrauch im multidimensionalem Varietätenraum mit vielen Faktoren13. Hinzu kommen noch dialektale oder umgangssprachliche Besonderheiten14. Ein 14-jähriger aus Hamburg spricht nicht dieselbe Jugendsprache wie ein anderer 14-jähriger aus Koblenz oder München. Selbst Jugendliche im gleichen Alter aus derselben Region sprechen „andere“ Jugendsprachen. Sogar wenn sie derselben Subkultur angehören, kann ihre Sprechweise variieren, je nach Sprechsituation, Gesprächspartner, usw. Es gibt also weder die Jugend noch die Jugendsprache.

Ein Merkmal der Jugendsprache, der konstant geblieben ist, ist ihre schnelle Wandlungsfähigkeit. „Das, was gestern noch ein aktueller jugendlicher Sprachgebraucht war, ist es heute vielleicht schon nicht mehr“, wie Neuland schrieb15. Wegen diesem schnellen Wandel wurde die Jugendsprache schon lange als Ursache für und gleichzeitig die Jugend als Schuldige am Sprachverfall angesehen. So hat beispielsweise 1986 Helmut Henne geschrieben: „Jugendsprache in der Standardsprache ist ein Symptom unserer Zeit“16. Dabei wurde die deutsche Sprache schon von Gottfried Wilhelm Leibniz im 17. Jhd. als zu Grunde gerichtet beschrieben17.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema im öffentlichen Diskurs über den Sprachverfall und legt dar, dass die digitale Revolution einen wesentlichen Motor für den gegenwärtigen Sprachwandel bildet.

II. Was ist Jugendsprache und was wird ihr vorgeworfen?: Dieses Kapitel definiert Jugendsprache als heterogenes Phänomen und hinterfragt die traditionelle, oft kritische Sichtweise auf den Sprachwandel.

III. Faktor Digitale Revolution: Hier wird analysiert, wie die mediale Ausstattung und die Digitalisierung den Sprachwandel beschleunigen und das öffentliche Bewusstsein dafür schärfen.

IV. Faktor Internationalisierung: Dieses Kapitel beleuchtet den Einfluss von Globalisierung und Migration auf die Jugendsprache, insbesondere durch mehrsprachige Einflüsse und multiethnolektale Strukturen.

V. Faktor Wortschatz: Es wird dargelegt, dass Anglizismen den deutschen Wortschatz nicht verdrängen, sondern ergänzen, und dass die Sorge um eine "Selbstauflösung" unbegründet ist.

VI. Faktor Dialekt: Der Abschnitt untersucht, wie Jugendliche regionale Dialekte in ihre Kommunikation integrieren und wie die "Mündlichkeit" in digitalen Medien die Schriftsprache beeinflusst.

VII. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Jugendsprache als Innovationsmotor wirkt und ein natürlicher Bestandteil des kontinuierlichen Sprachwandels ist.

Schlüsselwörter

Jugendsprache, Sprachwandel, Sprachverfall, Digitale Revolution, Anglizismen, Kiezdeutsch, Internationalisierung, Mehrsprachigkeit, Medienkompetenz, Soziolinguistik, Dialekt, Schriftsprache, Kommunikation, Sprachnormen, Sprachprestige.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Faktoren, die die heutige Jugendsprache prägen, und analysiert, ob die häufig geäußerte Kritik am vermeintlichen Sprachverfall wissenschaftlich haltbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Einfluss der digitalen Revolution, der Internationalisierung des Wortschatzes, dem Gebrauch von Dialekten und der soziolinguistischen Einordnung der Jugendsprache.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den öffentlichen Diskurs über den Sprachverfall durch eine differenzierte linguistische Betrachtung zu versachlichen und die Dynamik des Wandels aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die Auswertung empirischer Studien, um den Einfluss von Medien, Gesellschaft und Kultur auf die Sprachentwicklung zu untermauern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Faktoren – digitale Revolution, Internationalisierung, Wortschatz und Dialekt –, um diese jeweils einzeln auf ihre Rolle als Katalysatoren für Sprachwandel zu untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind Jugendsprache, Sprachwandel, Sprachverfall, Digitale Revolution und Soziolinguistik.

Was bedeutet der Begriff "Bricolage" im Kontext dieser Arbeit?

Er beschreibt den Prozess, bei dem Jugendliche auf verschiedene Sprachbestände (Standardsprache, Dialekte, Jugendsprache) zurückgreifen, um ihren eigenen subkulturellen Sprachstil zu konstruieren.

Warum wird die Rolle der Anglizismen in der Arbeit als unkritisch bewertet?

Auf Basis der s-Kurven-Theorie des Sprachwandels wird argumentiert, dass Anglizismen den Kern des deutschen Wortschatzes nicht bedrohen, sondern lediglich eine ergänzende, zeitlich begrenzte Rolle spielen.

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Résumé des informations

Titre
Jugendsprache im Wandel. Einfluss und Auswirkung im neuen Jahrtausend
Université
University of Flensburg
Note
1,3
Auteur
Pawel Bornstedt (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
29
N° de catalogue
V538672
ISBN (ebook)
9783346145383
ISBN (Livre)
9783346145390
Langue
allemand
mots-clé
Jugendsprache Sprachverfall Sprachwandel Anglizismen Deutsch Digitale Revolution
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Pawel Bornstedt (Auteur), 2019, Jugendsprache im Wandel. Einfluss und Auswirkung im neuen Jahrtausend, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538672
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Extrait de  29  pages
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