Schizophrene Störungen, Bewertungsprozesse und Emotionale Intelligenz. Themenbereiche der Allgemeinen Psychologie


Einsendeaufgabe, 2020

21 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Schizophrene Störungen
1.1 Das schizophrene Krankheitsfeld
1.1.1 Schizophrenie
1.1.2 Schizotype und wahnhafte Störungen
1.2 Schizophrenie im Arbeitsalltag: Kann das funktionieren?

2 Bewertungsprozesse
2.1 Die Rolle der Bewertung bei der Entstehung von Emotionen
2.2 Das Stressmodell von Lazarus
2.2.1 Der Bewertungsprozess
2.2.2 Stressbewältigungsmethoden und Coping-Formen

3 Emotionale Intelligenz
3.1 Eine Definition der emotionalen Intelligenz
3.2 Die emotionale Intelligenz im Zusammenhang mit Teams
3.3 Das Konzept der emotionalen Intelligenz – Ein kritischer Blickwinkel

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Symptomkategorien bei Schizophrenie

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Die 15 Aspekte der fünf Domänen des emotional-sozialen Intelligenzmodells

1 Schizophrene Störungen

Im folgenden Unterkapitel 1.1 soll das schizophrene Krankheitsfeld erläutert werden, wobei hier auch die Hinzuziehung des ICD-10 notwendig ist. Die zu definierenden Krankheitsbilder, sind die der Schizophrenie, der schizotypen und der wahnhaften Störungen. Unterkapitel 1.2 befasst sich mit der Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen es für Schizophrenie-Betroffene möglich ist, auf dem Arbeitsmarkt einer geregelten Tätigkeit nachzugehen. Abschließend werden in Unterkapitel 1.3 Behindertenwerkstätte als mögliche Beschäftigungsform für Schizophrene näher betrachtet, sodass darauf aufbauend die Vor- und Nachteile einer solchen Beschäftigung abgewogen werden können.

1.1 Das schizophrene Krankheitsfeld

Das schizophrene Krankheitsfeld umfasst hauptsächlich das Krankheitsbild der Schizophrenie (F20), wobei sich dieses Unterkapitel ebenfalls mit den schizotypen und wahnhaften Störungen auseinandersetzten wird. Diese drei Krankheitsbilder, werden im Klassifikationssystem ICD-10 zu einer Gruppe zusammengefasst und in das fünfte Kapitel der psychischen Störungen und Verhaltensstörungen eingegliedert.1

1.1.1 Schizophrenie

Die Schizophrenie ist eine psychische Störung, die sich in schwerwiegenden Erlebens- und Verhaltensveränderungen zeigt.2 Betroffene leiden meist unter einer gestörten Denkweise, bei der die Gedanken in keinem logischen Verhältnis zueinander stehen, sowie einer fehlerhaften, realitätsfernen Wahrnehmung, welche bei manchen sogar zum völligen Rückzug aus der realen Welt, hin zu einer halluzinierten und wahngeprägten Alternativwelt führen kann. Es kann zu gravierenden Konzentrationsproblemen und einem flachen Affekt, der sich in Antriebslosigkeit äußert, kommen.3 Dem ICD-10 zufolge sind die wichtigsten psychopathologischen, also das kranhafte Seelenleben betreffenden Phänomene im Zusammenhang mit Schizophrenie Gedankenlautwerden, Gedankeneingebung oder -entzug, Gedankenausbreitung, Wahnwahrnehmung, Kontroll- sowie Beeinflussungswahn, Denkstörungen, Negativsymptome und innere Stimmen, die als eine Art Beobachter, das Tun und Handeln der betroffenen Person kommentieren. Zwar können sich im Laufe der Krankheit ebenfalls kognitive Störungen ausbilden, gleichwohl bleibt das Bewusstsein und der Intellekt der Patienten in der Regel unbetroffen.4

Dadurch, dass die Symptome der Schizophrenie derart vielfältig in ihrem Auftreten und auch nicht bei allen Betroffenen gleichermaßen zu finden sind, können keine spezifischen Behandlungsmethoden entwickelt werden, da die Ursachenzuschreibung für diese Krankheit noch nicht im Bereich des Möglichen zu sein scheint. Deswegen werden die Symptome in Kategorien eingeordnet, sodass zumindest eine gewisse Regelung der Symptomatik vorhanden ist. Es wird zwischen positiven, negativen und desorganisierten Symptomen unterschieden, wobei die positiven Symptome etwas zum Erleben und Verhalten hinzufügen, während negative Symptome das Erleben und Verhalten einschränken.5 Abbildung 1 muss hier als Ausführung der einzelnen Kategorien ausreichen, da der Rahmen der Einsendeaufgabe ansonsten überzogen wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Symptomkategorien bei Schizophrenie.

(Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Kring/Johnson/Hautzinger (2019), S. 307.)

Aktuellen Auffassungen zufolge sind 1 % der deutschen Bevölkerung von Schizophrenie betroffen.6 Verschiedene Untersuchungen im Bereich der genetischen und psychologischen Forschung haben versucht, die Symptome einer Schizophrenie zu erklären und Faktoren herauszustellen, welche die Erkrankung bei Menschen begünstigen. So konnten mehrere Familienstudien zeigen, dass das Erkrankungsrisiko bei Personen mit schizophrenen Verwandten durchschnittlich höher ist, als bei Familien ohne eine schizophrene Historie.7 Es hat sich beispielsweise gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung, bei Kinder dessen Eltern beiden schizophren sind, bei 27,3 % liegt, während es bei Kindern mit zwei gesunden Eltern nur 0,86 % sind.8 Eineiige Zwillinge haben mit 44,3 % ebenfalls ein erhöhtes Erkrankungsrisiko, wobei dieser Wert ausschlaggebend für die Feststellung ist, dass Schizophrenie nicht allein durch genetische Faktoren begünstigt werden kann, da eineiige Zwillinge genetisch identisch sind.9 Die Ursachen einer Schizophrenie können sogar mit der Schwangerschaft und der Geburt zusammenhängen, sodass sich erste Anzeichen der Krankheit bei einem Ungeborenen, durch Infektionen der Mutter bereits in der Gebärmutter entwickeln oder durch Geburtskomplikationen entstehen, da das Gehirn dadurch gewisse Schäden im Bereich des präfrontalen Kortex erlitten haben könnte. Auch psychische Faktoren wie Stress, der von schizophrenen Patienten stärker wahrgenommen wird, ungünstige Familienverhältnisse, welche sich durch Konflikte, Schuldzuweisungen oder auch Überbesorgtheit der Eltern auszeichnen, oder ein niedriger soziökonomischer Status können unter bestimmten Umständen die Ausprägung der schizophrenen Erkrankung begünstigen.10 Der Krankheitsverlauf ist dabei entweder durch andauernde Störungsepisoden mit stärker werdenden oder stabil bleibenden Defiziten gekennzeichnet, oder durch einen oder mehrere Episoden, die mit vollständigem oder unvollständigem Rückgang der Symptome einhergehen.11

Die Diagnose einer schizophrenen Erkrankung ist jedoch unter folgenden Umständen nicht zu stellen: wenn eine deutliche Gehirnerkrankung festzustellen ist, und wenn depressive oder manische Symptome erkannt werden und diesen keine schizophrenen Symptome vorangegangen sind. Insgesamt kann zwischen neun verschiedenen Arten von Schizophrenie-Diagnosen unterschieden werden. Die folgenden drei Typen werden hierbei als Unterformen der Schizophrenie bezeichnet. Dazu gehört zum einen die paranoide Schizophrenie, welche vor allem mit ständigen paranoiden Wahnvorstellungen einhergeht, und zum anderen die hebephrene Schizophrenie, die besonders affektive Veränderungen, aber auch verantwortungsloses und unvorhersehbares Verhalten zur Folge hat. Als dritte Unterform wird die katatone Schizophrenie unterschieden, dessen Merkmal psychomotorische Störungen sind, bei denen die Betroffene zwischen zwei extremen körperlichen Verhaltensweisen wechseln. Bei Zustandsbildern, die lediglich die allgemeinen diagnostischen Kriterien der Schizophrenie abdecken, kann eine undifferenzierte Schizophrenie diagnostiziert werden. Eine weitere Diagnose ist die der postschizophrenen Depression, bei der es sich um langanhaltende depressive Episoden mit anschließender Schizophrenie handelt. Hierbei müssen jedoch die schizophrenen Symptome noch vorhanden sein. Befindet sich die Entwicklung der Schizophrenie in einem chronischen Stadium, das durch eine markante Verschlechterung der Symptomatik gekennzeichnet ist, kann ein schizophrenes Residuum vorliegen. Die letzte Form der Schizophrenie, die näher bestimmt werden kann, ist die schizophrenia simplex, eine Störung, die mit anormalem sozialem Verhalten und einem generellen Leistungsschwund einhergeht. Nicht näher bestimmbar sind sonstige Schizophrenieformen wie Psychosen oder Störungen.12

1.1.2 Schizotype und wahnhafte Störungen

Neben der Schizophrenie gehören zu diesem Krankheitsfeld auch schizotype und wahnhafte Störungen. Das schizotype Störungsbild wird vor allem durch ein exzentrisches Verhalten, sowie skurrile Wahrnehmungserfahrungen, Gedanken und Stimmungslagen charakterisiert. Betroffene zeigen ebenso Anzeichen eines sozialen Rückzugs, während sie gedanklich in unrealistische und illusionierte Zustände verfallen, die sie nicht kontrollieren können. Dabei treten jedoch keine eindeutigen schizophrenen Symptome auf, sodass die schizotype Störung separat betrachtet werden muss. Es lässt sich nicht nachvollziehen, wann die Krankheit beginnt, wobei die Entwicklung und der Verlauf anderen Persönlichkeitsstörungen nahekommen.13

Bei wahnhaften Störungen hingegen wird nach dem ICD-10 der Wahn, als das einzige oder zumindest markanteste klinische Merkmal definiert, welcher grundsätzlich lange oder sogar lebenslang anhalten kann. Hierbei können sich die Wahnerscheinungen stark unterscheiden.14 Betroffene können unter Verfolgungswahn, Größenwahn oder wahnhafter Eifersucht leiden oder Beziehungswahn, bei dem sich die Betroffenen einbilden von einer meist fremden Person geliebt zu werden.15 Typisch schizophrene Symptome wie akustische Halluzinationen, Kontrollwahn, flacher Affekt oder generelle Gehirnerkrankungen können nicht mit der wahnhaften Störung in Verbindung gebracht werden.16

1.2 Schizophrenie im Arbeitsalltag: Kann das funktionieren?

Nachdem nun das schizophrene Krankheitsbild und die damit einhergehenden Symptome hinreichend definiert wurden, kann eine praxisbezogene Sichtweise angestrebt werden, die sich in diesem Unterkapitel speziell auf die Verknüpfung zwischen Schizophrenie und einem geregelten Arbeitsalltag fokussieren soll.

Man stelle sich folgendes Szenario vor: Ana (23) hat im Alter von 17 Jahren die Diagnose Schizophrenie erhalten. Nach ihrem Abitur hat sie eine Ausbildung angefangen, die sie wegen ihrer Krankheit oftmals für längere Zeiträume unterbrechen musste, da sie besonders in schizophrenen Akutphasen auf stationäre ärztliche Betreuung angewiesen war. Diese Umstände führten zu einem Ausbildungsabbruch, da das Unternehmen Anas Fehlzeiten nicht mehr tolerieren konnte. Seither ist sie auf der Suche nach einer neuen Ausbildungsstelle und hat sich nach einigen fehlgeschlagenen Bewerbungsversuchen auf dem ersten Arbeitsmarkt letztendlich an die Arbeitsagentur gewendet. Diese versucht jedoch Ana eine Tätigkeit im zweiten Arbeitsmarkt nahe zu bringen, da ihr eigentlicher Berufswunsch nicht für sie geeignet sei. Alternativ hat Anas Arzt eine Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) oder eine zeitweilige Arbeitsauszeit vorgeschlagen. Anas Schicksal wird von der Mehrheit schizophrener Menschen geteilt und soll daher für die folgenden Überlegungen als Beispiel genutzt werden.

Unabhängig von der Frage, ob es für Schizophrene Erfolgschancen auf dem Arbeitsmarkt gibt, ist die Tatsache, dass der Einstieg in die Arbeitswelt für den Betroffenen gesundheitlich förderlich ist, da ein Rückzug aus der Gesellschaft vermieden wird. Die Zusammenarbeit mit Arbeitskollegen bildet eine stabile Voraussetzung für Schizophrene, um sich nicht sozial auszugrenzen und der Realität nahe zu bleiben. Aus einem Bericht der Work Foundation (2015) geht hervor, dass sogar die Befragten Schizophrenie-Patienten positive Gefühle und Erfahrungen im Zusammenhang mit einer Erwerbstätigkeit verspüren, da es ihnen dabei helfe eine gewisse Normalität wiederherzustellen. Tatsächlich werde den Betroffenen der Einstieg in die Arbeitswelt jedoch schwer gemacht, wodurch sich ebenfalls die hohe Arbeitslosenquote von Schizophrenen erklären ließe.17

Die meisten Arbeitgeber sehen jedoch nur wenige Chancen für schizophrene Angestellte, die sich im ersten Arbeitsmarkt durchsetzen möchten. Besonders für Patienten wie Ana, die keine praktischen Erfahrungen besitzen und deswegen nach einer Ausbildungsstelle suchen, haben geringe Chancen auf Bewerbungsgespräche. Der Grund dafür ist die negative Sichtweise der Gesellschaft auf die Krankheit selbst. Unabhängig davon ob sich der potentielle Arbeitgeber darüber bewusst ist, wie ausgeprägt die Symptome bei einem individuellen Bewerber sind, wird dieser wahrscheinlich der grundlegenden Überzeugung sein, dass eine schizophrene Person nicht die nötigen Fähigkeiten besitzt, um einer geregelten Beschäftigung nachzugehen. Selbst manche Ärzte scheinen von einer erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt, nicht überzeugt zu sein.18

Ob Schizophrenie-Betroffene nun einer geregelten Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt nachgehen können, scheint weniger von den Betroffenen selbst, sondern viel mehr von den Personen um sie herum abzuhängen. Betroffene sollten realistische Möglichkeiten erhalten, ihr Potential unter Beweis zu stellen, anstatt direkt in typisierte Raster eingeteilt zu werden. Grundsätzlich kann auch eine Person mit Schizophrenie in einem normalen Beruf tätig werden, vorausgesetzt es handelt sich nicht um ein akutes Krankheitsbild, bei dem Wahnvorstellungen, Halluzinationen oder weitere Symptome besonders stark ausgeprägt sind, sodass die betroffene Person den Bezug zur Realität verliert.

Eine Voraussetzung dafür, dass Patienten einer geregelten Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt nachgehen können, ist die Aufklärung der Mitarbeiter und Vorgesetzten über die Symptomatik der Schizophrenie, wodurch Missverständnisse oder Vorurteile rechtzeitig verhindert werden können. Des Weiteren sollten sich schizophrene Bewerber bei der Auswahl der Tätigkeit über ihre psychischen und physischen Grenzen bewusst sein und sich keine unrealistischen Berufsziele setzen, für die sie gesundheitliche Risiken eingehen müssten. Hierbei kann ein offenes Gespräch mit dem Arbeitgeber zielführend sein. Kommunikation und Verständnis sind die beiden Schlüsselbegriffe für die erfolgreiche Eingliederung eines schizophrenen Bewerbers in das jeweilige Unternehmen.

Eine bekannte und staatlich finanzierte Alternative für den Berufseinstieg in den ersten Arbeitsmarkt bieten die WfbM, wobei hier abzuwägen ist, ob diese Beschäftigungsform auch für schizophrene Patienten geeignet ist. WfbM sind Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, die wegen ihrer Krankheit nicht richtig arbeiten können. Die Werkstatt soll vor allem eine berufliche Bildung und Beschäftigung bieten und den Patienten dabei helfen, Leistungsfähigkeit und Persönlichkeit aufzubauen.19 Ein durchaus positiver Aspekt einer solchen Einrichtung sind die sozialen Situationen, in denen die Menschen zusammen einer Tätigkeit nachgehen können. Allerdings ist hierbei anzumerken, dass sich das erhoffte Gefühl von Normalität bei schizophrenen Teilnehmern nur bedingt ausbreiten kann, da sie sich dennoch in einer geschlossenen Umgebung befinden, die für gesunde Menschen ohne Behinderungen unzugänglich ist. Zwar wird die Beschäftigung durch einen angemessenen Lohn abgedeckt, jedoch ist die Summe beträchtlich geringer als bei einer Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt, wodurch möglicherweise Frustration unter den Arbeitenden aufkommen könnte. Außerdem ist die Art der Tätigkeit nicht speziell auf die Symptome einer Schizophrenie abgestimmt, sondern eher auf allgemeine motorische oder kognitive Störungen. Die für Personen mit Schizophrenie wichtigen Aspekte einer Beschäftigung, wie das Gefühl der Unabhängigkeit oder Nützlichkeit werden durch die WfbM nicht erfüllt, sodass zwangsläufig eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt durch die Maßnahmen der Einrichtung zumindest für Schizophrene wahrscheinlich niemals stattfinden kann.20

2 Bewertungsprozesse

In Unterkapitel 2.1 sollen die Kausalmodelle zur Rolle der Bewertung bei der Entstehung von Emotionen erläutert werden. Unterkapitel 2.2 befasst sich mit dem transaktionalen Stressmodell von Lazarus. Der Fokus liegt hierbei im Speziellen auf der Rollenzuteilung von Bewertungen und im Allgemeinen auf der Erklärung von Stressbewältigungsmethoden und Coping-Formen.

2.1 Die Rolle der Bewertung bei der Entstehung von Emotionen

Die Wissenschaft ist sich über eine eindeutige Definition des Begriffes Emotion nicht vollkommen einig. Aus den meisten Ansätzen gehen jedoch insgesamt vier verschiedene Komponenten hervor, aus denen sich Emotionen zusammensetzten. Dabei handelt es sich um eine Verhaltenskomponente, durch die Gesichtsausdrücke, Stimmlagen oder Körperhaltungen weitergegeben werden, um eine physiologische Komponente, welche körperliche Reaktionen bestimmen, um eine subjektive Erlebniskomponente, die das Fühlen eines Menschen beschreibt und nur für die eigene Person sichtbar ist und um eine kognitive Komponente, mit der eine Situation bewertet wird.21 Die Bewertung wird jedoch nicht bei allen Ansätzen als eine Komponente der Emotion definiert, sondern kann auch als ein Bewertungsprozess direkt an der Entstehung der Emotionen beteiligt sein.

[...]


1 Vgl. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) (2019), S. 259

2 Vgl. Caspar/Pjanic/Westermann (2018), S. 83

3 Vgl. Kring/Johnson/Hautzinger (2019), S. 306

4 Vgl. DIMDI (2019), S. 259

5 Vgl. Caspar/Pjanic/Westermann (2018), S. 83; Kring/Johnson/Hautzinger (2019), S. 306

6 Vgl. Köhler (2017), S. 1480

7 Vgl. Kring/Johnson/Hautzinger (2019), S. 317

8 Vgl. Gottesmann/Laursen/Bertelsen/Mortensen (2010), S. 252

9 Vgl. Kring/Johnson/Hautzinger (2019), S. 318

10 Vgl. Kring/Johnson/Hautzinger (2019), S. 326-328

11 Vgl. Arolt/Reimer/Dilling (2011), S. 143; World Health Organization (2019), S. 259

12 Vgl. DIMDI (2019), S. 259-260

13 Vgl. Caspar/Pjanic/Westermann (2018), S. 134; Remschmidt/Theisen (2011), S. 131; World Health Organization (2019), S. 261

14 Vgl. DIMDI (2019), S. 261

15 Vgl. Kring/Johnson/Hautzinger (2019), S. 315

16 Vgl. DIMDI (2019), S. 261

17 Vgl. Steadman (2015), S. 5-6

18 Vgl. Steadman (2015), S. 6-7

19 Vgl. Werkstätten St. Joseph (2019)

20 Vgl. Steadman (2015), S. 9

21 Vgl. Brandstätter/Schüler/Puca/Lozo (2018), S. 168; Puca (2017), S. 466

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Schizophrene Störungen, Bewertungsprozesse und Emotionale Intelligenz. Themenbereiche der Allgemeinen Psychologie
Note
1,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
21
Katalognummer
V538756
ISBN (eBook)
9783346169143
ISBN (Buch)
9783346169150
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Allgemeine Psychologie, Schizophrene Störungen, Bewertungsprozesse, Emotionale Intelligenz, Psychologie, Psychische Störungen, Schizophrenie, Bewertung, Emotionen
Arbeit zitieren
Stefan S. (Autor), 2020, Schizophrene Störungen, Bewertungsprozesse und Emotionale Intelligenz. Themenbereiche der Allgemeinen Psychologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538756

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