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Ovids Nachleben. Die Bedeutung von Ovids Werk "Metamorphosen"

Título: Ovids Nachleben. Die Bedeutung von Ovids Werk "Metamorphosen"

Ensayo , 2012 , 6 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología latina - Latín medieval y Neolatín
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Die Metamorphosen enden mit dem Wort vivam, ich werde (weiter)leben. Es klingt nicht nur prophetisch, es ist eingetroffen. Dem Werke Ovids konnte die kaiserliche Missbilligung nicht schaden - Im Gegenteil im Laufe der Jahrhunderte fand das Werk seine Leser und galt als wichtigste Quelle des griechischen Mythos.

Christen hatten gewisse Berührungsängste, die durch Ovids Darstellungsweise der Götter etwas gemildert wurden. Denn Ovid stellte die Götter nicht als allmächtig und gütig dar, sondern mit all ihren menschlichen Schwächen. Zudem konnte man bei Ovid, wie auch bei Vergil, eine Ahnung der Wahrheit erkennen. Der Kirchenvater Laktanz lobt zum Beispiel gegen Ende des 3. Jahrhunderts Ovid, da er »zu Beginn seines hochberühmten Werks« die Welt als Schöpfung Gottes bezeichnet. Dennoch kritisiert der heilige Hieronymus, dass die Menschen die Geschichten aus Ovids Metamorphosen glauben, während sie die Geschichten des Propheten Jonas, der von einem Walfisch erst verschluckt und anschließend wieder ausgespuckt wurde, für reinen Schwindel halten.

Im 11. Jahrhundert berichtete ein Kirchenmann aus England in einem Brief, dass er von einer ehrfurchtgebietende Gestalt geträumt habe, die folgende Worte gesagt haben soll: » Ich wusste, dass du von Jugend an bis ins hohe Alter wie ein treuer Soldat deine priesterlichen Pflichten erfüllt hast. Doch wie kannst du Ovids Lügengeschichten und das, was Vergil dazu erfunden hat, in die Hand nehmen? Es gehört sich nicht, dass ein und der derselbe Mund Christus preist und Ovid vorträgt, und kein Herz kann aufrichtig das wahre Evangelium verkünden, das sich mit dem Unflat der Dichter befasst«.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Ovids Nachleben

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die anhaltende Bedeutung und Rezeption von Ovids Metamorphosen über verschiedene Epochen hinweg und analysiert, wie mythologische Stoffe in Kunst, Literatur und Musik transformiert und neu interpretiert wurden.

  • Historische Wahrnehmung und Kritik an Ovid im Mittelalter
  • Einfluss der Metamorphosen auf die bildende Kunst der Renaissance und des Barock
  • Transformation klassischer Mythen in der europäischen Theatergeschichte
  • Ovid als Inspirationsquelle für moderne Adaptionen und Opern
  • Die dialektische Beziehung zwischen Textvorlage und künstlerischer Freiheit

Auszug aus dem Buch

Ovids Nachleben

Die Metamorphosen enden mit dem Wort vivam, ich werde (weiter)leben. Es klingt nicht nur prophetisch, es ist eingetroffen. Dem Werke Ovids konnte die kaiserliche Missbilligung nicht schaden - Im Gegenteil im Laufe der Jahrhunderte fand das Werk seine Leser und galt als wichtigste Quelle des griechischen Mythos.

Christen hatten gewisse Berührungsängste, die durch Ovids Darstellungsweise der Götter etwas gemildert wurden. Denn Ovid stellte die Götter nicht als allmächtig und gütig dar, sondern mit all ihren menschlichen Schwächen. Zudem konnte man bei Ovid, wie auch bei Vergil, eine Ahnung der Wahrheit erkennen. Der Kirchenvater Laktanz lobt zum Beispiel gegen Ende des 3. Jahrhunderts Ovid, da er »zu Beginn seines hochberühmten Werks« die Welt als Schöpfung Gottes bezeichnet. Dennoch kritisiert der heilige Hieronymus, dass die Menschen die Geschichten aus Ovids Metamorphosen glauben, während sie die Geschichten des Propheten Jonas, der von einem Walfisch erst verschluckt und anschließend wieder ausgespuckt wurde, für reinen Schwindel halten.

Im 11. Jahrhundert berichtete ein Kirchenmann aus England in einem Brief, dass er von einer ehrfurchtgebietende Gestalt geträumt habe, die folgende Worte gesagt haben soll: » Ich wusste, dass du von Jugend an bis ins hohe Alter wie ein treuer Soldat deine priesterlichen Pflichten erfüllt hast. Doch wie kannst du Ovids Lügengeschichten und das, was Vergil dazu erfunden hat, in die Hand nehmen? Es gehört sich nicht, dass ein und der derselbe Mund Christus preist und Ovid vorträgt, und kein Herz kann aufrichtig das wahre Evangelium verkünden, das sich mit dem Unflat der Dichter befasst«.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ovids Nachleben: Diese Sektion bietet einen Überblick über die historische Rezeption von Ovids Metamorphosen, von den Anfängen der christlichen Kritik über die Verehrung im Mittelalter bis hin zum Einfluss auf die Künste der Renaissance, des Barock und der Moderne.

Schlüsselwörter

Ovid, Metamorphosen, Mythologie, Antike, Rezeptionsgeschichte, Renaissance, Barock, Literaturgeschichte, Kunstgeschichte, Oper, Transformation, Mythen, Tradition, Inspiration, Klassik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der weitreichenden und dauerhaften Wirkung von Ovids Werk Metamorphosen auf die abendländische Kulturgeschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Feldern gehören die künstlerische Rezeption der Mythen, der Umgang der Kirche mit antiken Texten sowie die literarische und opernhafte Neuinterpretation antiker Stoffe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Ovid über Jahrhunderte hinweg als „Theologie und Bibel der Heiden“ fungierte und Künstler inspirierte, auch wenn das Werk teilweise kontrovers diskutiert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kulturwissenschaftliche Analyse, die historische Quellen, Korrespondenzen und Kunstwerke heranzieht, um die Rezeptionslinien von der Antike bis in das 20. Jahrhundert nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Einflusses auf die bildende Kunst (Malerei/Bildhauerei), die Auseinandersetzung der Literatur mit ovidischen Themen und die ständige Präsenz des Ovid-Stoffes auf der Opernbühne.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Rezeptionsgeschichte, Metamorphosen, Mythen, Kunstgeschichte und kulturelle Transformation charakterisiert.

Warum stand Ovid im Mittelalter einerseits in der Kritik, war aber gleichzeitig so beliebt?

Ovid wurde einerseits wegen der moralisch fragwürdigen Darstellung von Göttern und Ausschweifungen kritisiert, galt aber aufgrund seiner erzählerischen Meisterschaft und der Fülle an mythologischem Wissen als unverzichtbare Quelle.

Inwiefern beeinflussten die Metamorphosen die Entwicklung der europäischen Kunst?

Die Metamorphosen dienten über Jahrhunderte als ikonographischer Fundus, aus dem sich Maler und Bildhauer bedienten, um Szenen für Paläste, Parks und private Sammlungen zu gestalten.

Wie ging man in der Literatur und Oper mit dem antiken Erbe um?

Ovid wurde in Literatur und Musik selten bloß kopiert, sondern häufig als Vorlage genutzt, die durch Parodie, Satire oder inhaltliche Anpassungen an den jeweiligen Zeitgeist frei umgestaltet wurde.

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Detalles

Título
Ovids Nachleben. Die Bedeutung von Ovids Werk "Metamorphosen"
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel
Calificación
1,7
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
6
No. de catálogo
V538770
ISBN (Ebook)
9783346150554
Idioma
Alemán
Etiqueta
ovids nachleben bedeutung werk metamorphosen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2012, Ovids Nachleben. Die Bedeutung von Ovids Werk "Metamorphosen", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538770
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