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Euthanasie im Nationalsozialismus. Wie konnte es im Jahr 1939 zum Euthanasie-Erlass kommen?

Titre: Euthanasie im Nationalsozialismus. Wie konnte es im Jahr 1939 zum Euthanasie-Erlass kommen?

Thèse de Bachelor , 2019 , 23 Pages , Note: 1,1

Autor:in: Zülal Eskicirak (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - National-socialisme, La seconde guerre mondiale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Idee der „Vernichtung lebensunwerten Lebens“, welche im Laufe des 20. Jahrhunderts in die Semantik des Begriffes der „Euthanasie“ eingeht, bildet die Legitimationsbasis der späteren Massenmorde an Kranken und Behinderten im Nationalsozialismus. Die Idee der Umsetzung entwickelt sich bereits gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, bleibt jedoch lange Zeit nur eine theoretische Angelegenheit. Am ersten September 1939 wird die Theorie mit Hilfe eines Erlasses in die Praxis umgesetzt. Daher lautet die Frage dieser Bachelorarbeit: Wie kam es dazu, dass die „Euthanasie“, gerade 1939, in die Praxis umgesetzt werden konnte?

In den Jahren 1939 bis 1945 fallen mehrere hunderttausende Behinderte dem „Euthanasie“-Programm der Nationalsozialisten zum Opfer. Die Tötungsaktion wird durch den „Reichsausschuss zur wissenschaftlichen Erfassung von erb- und anlagebedingten schweren Leiden“ organisiert und gesteuert, hinter welchem sich die Abteilung II b der „Kanzlei des Führers“ verbirgt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gedankengut vor 1933

3. Der Fall Knauer

4. Krieg

5. Fazit

6. Literatur- und Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die historischen Voraussetzungen und Faktoren, die dazu führten, dass das „Euthanasie“-Programm der Nationalsozialisten im Jahr 1939 in die Praxis umgesetzt werden konnte. Ziel ist es, durch die Analyse des ideologischen Gedankenguts, des Präzedenzfalls „Kind Knauer“ und der kriegswirtschaftlichen Rahmenbedingungen das Zusammenspiel dieser Komponenten als Katalysator für den nationalsozialistischen Krankenmord zu verdeutlichen.

  • Rolle des vor 1933 existierenden sozialdarwinistischen und eugenischen Gedankenguts.
  • Bedeutung des „Falls Knauer“ bzw. „Falls Leipzig“ als Anstoß für die behördliche Planung.
  • Einfluss des Kriegsausbruchs auf die Radikalisierung und Geheimhaltung der „Aktion-T4“.
  • Wechselwirkung zwischen ökonomischen Sparmaßnahmen und rassenideologischer Vernichtungspolitik.

Auszug aus dem Buch

3. Der „Fall Knauer“/ „Leipzig“

Bereits vor Machtübernahme der Nationalsozialisten gibt es also einige Stimmen, die die Tötung von behinderten Kindern fordern oder zumindest die Frage mit einem gewissen Unterton stellen. Auf dem Nürnberger Parteitag der NSDAP im Jahre 1929 sagt Adolf Hitler in seiner Schlussrede: „Würde Deutschland jährlich eine Million Kinder bekommen und 700.000 bis 800.000 der Schwächsten beseitigen, dann würde am Ende das Ergebnis vielleicht sogar eine Kräftesteigerung sein.“ Dies bleibt jedoch eine Einzelaussage. Lange Zeit ist eine Verwirklichung der „Euthanasie“ nicht in Sicht. Zum Kontext der „NS-Euthanasie“ gehören auch die Rassenhygiene und Eugenik, wobei hier kein direkter Weg zu den entsprechenden Handlungen führt.

Die Anfänge der „NS-Euthanasie“ sind nicht ganz klar zu definieren, da man größtenteils dabei auf Aussagen von Angeschuldigten in Nachkriegsprozessen angewiesen ist, die jedoch nicht immer vertrauenswürdig und daher mit Vorsicht zu verwenden sind. Im Jahre 1939 fängt das Vorgehen der Nationalsozialisten mit der sogenannten „Kindereuthanasie“ an. Bei der Vorbereitung und Durchführung spielt die Kanzlei des Führers eine bedeutende Rolle. Nach vorliegenden Aussagen befasst sich die Kanzlei erstmals mit dem Thema „Kindereuthanasie“ durch einen konkreten Fall um 1938/1939 herum. Dieser Fall ist heute bekannt als „Fall Kind Knauer“ bzw. „Fall Leipzig“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der „Euthanasie“ im historischen Kontext und formuliert die zentrale Fragestellung nach den Gründen für die praktische Umsetzung des Tötungsprogramms ab 1939.

2. Gedankengut vor 1933: Dieses Kapitel arbeitet die theoretischen Wurzeln der nationalsozialistischen Vernichtungsideologie heraus, insbesondere durch den Einfluss von Darwinismus, Rassenhygiene und die Schriften von Binding und Hoche.

3. Der Fall Knauer: Der Abschnitt untersucht den Fall eines behinderten Kindes aus Leipzig, der als konkreter Anlass für Hitlers erste Ermächtigungen zur „Gnadentod“-Gewährung diente und als „Anstoß“ für die NS-Kindereuthanasie gilt.

4. Krieg: Hier wird analysiert, wie der Zweite Weltkrieg als Schlüsselmoment fungierte, der durch kriegswirtschaftliche Notwendigkeiten und eine veränderte gesellschaftliche Gefühlslage die Umsetzung des Vernichtungsprogramms ermöglichte.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass erst das Zusammenspiel aus ideologischer Vorbereitung, dem konkreten Präzedenzfall und der kriegsbedingten Radikalisierung die Einleitung des Genozids ermöglichte.

6. Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur und Quellenmaterialien, die der Arbeit zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Euthanasie, Nationalsozialismus, Rassenhygiene, Eugenik, Fall Knauer, Kindereuthanasie, Nationalsozialistische Massentötung, Lebensunwertes Leben, Aktion-T4, Kanzlei des Führers, Sozialdarwinismus, Kriegswirtschaft, Karl Binding, Alfred Hoche, Gnadentod.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historischen und ideologischen Hintergründe der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Aktion und erklärt, wie aus theoretischen Diskursen vor 1933 eine systematische Tötungspraxis im Jahr 1939 werden konnte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Entwicklung des eugenischen Gedankenguts, der Einfluss des Darwinismus, die Rolle politischer Entscheidungsträger wie Hitler und die Ausnutzung kriegsbedingter Krisensituationen zur Legitimierung von Morden.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage der Arbeit lautet: Wie kam es dazu, dass die „Euthanasie“, gerade 1939, in die Praxis umgesetzt werden konnte?

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine historisch-analytische Methode, indem sie zeitgenössische Schriften, Dokumente aus Nachkriegsprozessen und die bestehende Forschungsliteratur auswertet und kritisch miteinander in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Faktoren: das Gedankengut vor 1933, den „Fall Knauer“ (Fall Leipzig) als Auslöser für die Planung und den Krieg als äußere Bedingung für die Ingangsetzung der Vernichtung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Euthanasie, Rassenhygiene, Eugenik, Fall Knauer und Aktion-T4 bestimmt.

Welche Bedeutung hatte der „Fall Knauer“ für die NS-Politik?

Der Fall diente als Katalysator; Hitler nahm ihn zum Anlass, eine erste mündliche Ermächtigung zur Tötung eines schwerstbehinderten Kindes zu erteilen, was den Grundstein für die systematische „Kindereuthanasie“ legte.

Warum war der Krieg so entscheidend für die praktische Umsetzung?

Der Krieg schuf eine Situation, in der Ressourcen knapp wurden, der Wert des Lebens sank und durch die Geheimhaltung im Lazarettwesen eine Radikalisierung ohne öffentliche Kontrolle möglich wurde.

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Résumé des informations

Titre
Euthanasie im Nationalsozialismus. Wie konnte es im Jahr 1939 zum Euthanasie-Erlass kommen?
Université
Technical University of Braunschweig
Note
1,1
Auteur
Zülal Eskicirak (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
23
N° de catalogue
V538823
ISBN (ebook)
9783346144287
ISBN (Livre)
9783346144294
Langue
allemand
mots-clé
NS Nationalsozialismus Euthanasie Bachelorarbeit Neuere Geschichte 2. Weltkrieg
Sécurité des produits
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Citation du texte
Zülal Eskicirak (Auteur), 2019, Euthanasie im Nationalsozialismus. Wie konnte es im Jahr 1939 zum Euthanasie-Erlass kommen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538823
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Extrait de  23  pages
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