Zunächst werden zentralen Elemente der Computervermittelten Kommunikation vorgestellt. Es werden Probleme und Chancen dieser Art zu kommunizieren verdeutlicht. Anschließend wird aufgezeigt, welchen Effekt Anonymität innerhalb von Gruppen im Internet auf die Meinungsbildung hat und dies mit dem schwindenden Vertrauen in Nachrichten und den Journalismus verbunden. Zum Schluss wird der Effekt der Filterblase dargestellt und in einem Fazit das Thema nochmal in einen Gesamtzusammenhang gesetzt.
Um die Veränderung der Wahrnehmung von Medien und Meinungen durch die Digitalisierung verstehen zu können, müssen zunächst die Grundregeln Computervermittelter Kommunikation beschrieben werden. Die Computervermittelte Kommunikation (CvK) ist jede Art der Informationsweitergabe zwischen zwei oder mehr Menschen mithilfe von Computern. Gegenstand der Forschung in diesem Bereich sind das Verhalten, die Interaktion, die Reaktionen und das Erleben der Kommunikationspartner.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Computervermittelte Kommunikation (CvK)
- Reduzierte Hinweisreize
- Weitere Grundannahmen der CvK
- Das Hyperpersonal Model
- Anonymität im Netz
- SIDE Model
- Medien und Journalismus
- Third Person Effect
- Sleeper Effect
- Die Filterblase
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Projektarbeit untersucht den Einfluss von computervermittelter Kommunikation (CvK) auf die Polarisierung von Meinungen. Dabei wird analysiert, wie die veränderten Kommunikationsformen die Wahrnehmung von Informationen, insbesondere in Bezug auf Nachrichten und Journalismus, beeinflussen.
- Die Rolle von reduzierten Hinweisreizen in der CvK
- Der Einfluss von Anonymität auf Meinungsbildung im Internet
- Das Phänomen der Filterblase und ihre Auswirkungen auf die Mediennutzung
- Das schwindende Vertrauen in Nachrichten und Journalismus
- Die Bedeutung von Social Context Cues in der CvK
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt die Fragestellung nach dem Einfluss von CvK auf die Polarisierung von Meinungen vor und skizziert die thematischen Schwerpunkte. Die Bedeutung der digitalen Kommunikation für die Informationswahrnehmung und Meinungsbildung wird hervorgehoben.
- Computervermittelte Kommunikation (CvK): Dieses Kapitel beschreibt die Grundregeln der CvK und geht auf die Filtertheorie ein. Reduzierte Hinweisreize, die Bedeutung von Social Context Cues und das Hyperpersonal Model werden erläutert.
- Medien und Journalismus: Der Einfluss von CvK auf die Medienlandschaft wird betrachtet, insbesondere der Third Person Effect und der Sleeper Effect werden beleuchtet.
- Die Filterblase: Dieses Kapitel untersucht die Filterblase als Phänomen der personalisierten Informationsfilterung und deren Auswirkungen auf die Mediennutzung.
Schlüsselwörter
Computervermittelte Kommunikation, CvK, Filtertheorie, Hinweisreize, Anonymität, Meinungsbildung, Mediennutzung, Filterblase, Journalismus, Third Person Effect, Sleeper Effect, Social Context Cues, Hyperpersonal Model
Häufig gestellte Fragen
Was ist computervermittelte Kommunikation (CvK)?
CvK bezeichnet jede Art der Informationsweitergabe zwischen Menschen mithilfe von Computern, wobei reduzierte Hinweisreize eine zentrale Rolle spielen.
Wie führt Anonymität im Netz zur Polarisierung?
Anonymität kann laut SIDE-Modell dazu führen, dass sich Individuen stärker mit einer Gruppe identifizieren und extreme Positionen einnehmen, da soziale Kontrolle abnimmt.
Was versteht man unter der Filterblase?
Die Filterblase entsteht durch Algorithmen, die Nutzern nur Inhalte zeigen, die deren bisherigen Meinungen entsprechen, was den Horizont verengen kann.
Was erklärt das Hyperpersonal Model?
Es beschreibt, warum Online-Beziehungen oft als intensiver empfunden werden als Face-to-Face-Kontakte, da man die Selbstdarstellung besser kontrollieren kann.
Was ist der Sleeper Effect im Journalismus?
Der Effekt beschreibt, dass die Überzeugungskraft einer Information aus einer unglaubwürdigen Quelle mit der Zeit zunehmen kann, weil die Quelle vergessen wird.
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- Lennard A. E. Kohn (Author), 2017, Polarisierung von Meinungen durch computervermittelte Kommunikation?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538858