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Beziehungsaufbau bei Kindern in den ersten drei Lebensjahren während der Eingewöhnung in eine institutionelle Tagesbetreuung

Título: Beziehungsaufbau bei Kindern in den ersten drei Lebensjahren während der Eingewöhnung in eine institutionelle Tagesbetreuung

Tesis (Bachelor) , 2020 , 48 Páginas , Calificación: 2,85

Autor:in: Nadine Keiger (Autor)

Pedagogía - Pedagogía en educación Pre-escolar
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In meiner Arbeit möchte ich mich mit der Frage „Wie kann eine professionelle Beziehung zwischen Kind und pädagogischer Fachkraft im Rahmen der Eingewöhnung initiiert und gepflegt werden?“ beschäftigen. Hierzu möchte ich mich vertieft auf die Bindungsentwicklung, aktuelle Studien zur außerfamiliären Betreuung von unter Dreijährigen und den Eingewöhnungsprozess in eine Krippe konzentrieren. Hierbei werde ich zunächst bekannte Theorien erläutern und unter Umständen kritisch betrachten und miteinander vergleichen. Ich orientiere mich vorrangig an der Bindungsforschung, den gängigsten Eingewöhnungsmodellen, der Fachkraft-Kind-Beziehung und verschiedenen Studien.

Jeder Mensch strebt von Geburt an nach Beziehung. Neben der primären Bezugsperson, die an erster Stelle steht und meist durch die Mutter verkörpert wird, da anfangs vor allem das Bedürfnis nach Nähe und lebensnotwendiger Versorgung gestillt werden muss, entwickeln sich im Laufe des Lebens weitere Bezugspersonen für das Kind. So weitet es seinen Beziehungskontext beispielsweise zunächst auf Geschwister, Großeltern und nähere Verwandte aus, später kommen auch außerfamiliäre Betreuungspersonen hinzu. „Beim Eintritt in die Kita ersetzt das Kind nicht bestehende Beziehungen, es erweitert vielmehr sein Beziehungsgefüge.“ (Hörmann 2014). So baut das Kind während der Eingewöhnungsphase noch eine Fachkraft-KindBeziehung auf, die der Mutter-Kind-Bindung ähnelt. Entscheidend für eine gelingende Eingewöhnung ist unter anderem die Betreuungsqualität der Einrichtung, die Zusammenarbeit zwischen Fachkraft und Eltern und die Feinfühligkeit der begleitenden Personen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Studien und Erkenntnisse zur frühkindlichen Betreuung

2.1. Wiener Krippenstudie

2.2. NUBBEK-Studie

2.3. NICHD-Studie

2.4. Qualitätsmanagement in Kitas

3. Eingewöhnungsmodelle im Vergleich

3.1. Das Berliner Eingewöhnungsmodell

3.2. Das Münchener Eingewöhnungsmodell

3.3. Vergleich der Modelle

4. Bindungstheorie

4.1. Bindungs-, Fürsorgeverhalten und elterliche Feinfühligkeit

4.2. Phasen der Bindungsentwicklung nach Bowlby

4.3. Innere Arbeitsmodelle

4.4. Bestimmung der Bindungsqualitäten

4.5. Zusammenhang von Bindung und Bildung

4.6. Bindung in der Kindheit und Auswirkungen auf die weitere Entwicklung

5. Die professionelle Fachkraft-Kind-Beziehung

5.1. Unterschied Bindung und Beziehung

5.2. Grundelemente für den Beziehungsaufbau

5.3. Merkmale einer guten Beziehungs- und Betreuungsqualität

6. Wie kann ein professioneller Beziehungsaufbau in der Krippe unter Einbezug der primären Bezugsperson gelingen?

6.1. Einflussfaktoren auf den Beziehungsaufbau

6.2. Arbeit mit dem Kind

6.3. Integration des Kindes in die Gruppe und Zusammenarbeit mit dem Team

6.4. Kooperation mit den Eltern

6.5. Leitfaden für den Beziehungsaufbau in der Krippe

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie eine professionelle Beziehung zwischen pädagogischer Fachkraft und Kind während des Eingewöhnungsprozesses in einer Krippe initiiert und gepflegt werden kann, wobei der Einbezug der primären Bezugsperson eine zentrale Rolle spielt.

  • Grundlagen der Bindungstheorie und ihre Bedeutung für die institutionelle Betreuung
  • Vergleichende Analyse gängiger Eingewöhnungsmodelle (Berliner und Münchener Modell)
  • Anforderungen an die professionelle Beziehungsqualität und Fachkraft-Kind-Interaktion
  • Bedeutung der Kooperation zwischen pädagogischer Fachkraft und Eltern
  • Entwicklung eines praxisorientierten Leitfadens für Fachkräfte im U3-Bereich

Auszug aus dem Buch

3.1. Das Berliner Eingewöhnungsmodell

Das Berliner Eingewöhnungsmodell wurde vom Institut für angewandte Sozialisationsforschung (infans) unter Leitung von Laewen, Andres und Hédervári-Heller in den 1980er Jahren entwickelt. Es orientiert sich an der Bindungsforschung von John Bowlby und gilt insbesondere für unter dreijährige Kinder. Dieses Konzept gilt als am weitesten verbreitetstes und ältestes Modell in Deutschland. Hier findet die Eingewöhnung in fünf Phasen statt und umfasst in der Regel ein bis drei Wochen. Bei diesem Modell wird der Elternbeteiligung ein hoher Stellenwert beigemessen (vgl. Sandhop 2015, S.35). Es hat den Aufbau einer bindungsähnlichen Beziehung zur EingewöhnungserzieherIn zum Ziel (vgl. Braukhane & Knobeloch, S.4).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Bedeutung außerfamiliärer Betreuung und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Beziehungsaufbau zwischen Kind und Fachkraft.

2. Studien und Erkenntnisse zur frühkindlichen Betreuung: Reflektiert relevante Studien wie die Wiener Krippenstudie und die NICHD-Studie hinsichtlich der Qualität und Auswirkungen frühkindlicher Betreuung.

3. Eingewöhnungsmodelle im Vergleich: Analysiert und vergleicht das Berliner sowie das Münchener Eingewöhnungsmodell als Rahmen für den Übergang in die Krippe.

4. Bindungstheorie: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Bindungstheorie nach Bowlby und Ainsworth und deren Relevanz für kindliche Entwicklungsprozesse.

5. Die professionelle Fachkraft-Kind-Beziehung: Definiert die Merkmale einer professionellen Beziehung in der Krippe und differenziert diese von der Eltern-Kind-Bindung.

6. Wie kann ein professioneller Beziehungsaufbau in der Krippe unter Einbezug der primären Bezugsperson gelingen?: Führt die theoretischen Aspekte in einer praxisnahen Strategie zusammen und bietet einen Leitfaden für pädagogische Fachkräfte.

7. Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Qualitätsstandards und kontinuierlicher Professionalisierung in der Krippenbetreuung.

Schlüsselwörter

Eingewöhnung, Bindungstheorie, Krippe, Beziehungsaufbau, Fachkraft-Kind-Beziehung, pädagogische Qualität, Berliner Eingewöhnungsmodell, Münchener Eingewöhnungsmodell, Feinfühligkeit, primäre Bezugsperson, Übergang, professionelle Betreuung, U3-Bereich, Kleinkindpädagogik, Transition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten eines professionellen Beziehungsaufbaus zwischen pädagogischen Fachkräften und Kindern unter drei Jahren während der Eingewöhnung in eine Krippe.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Bindungstheorie, unterschiedliche Eingewöhnungsmodelle, die Definition professioneller Beziehungsqualität und die Zusammenarbeit mit Eltern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, auf Basis aktueller Forschung und Bindungstheorien einen Leitfaden zu entwickeln, der Fachkräfte dabei unterstützt, tragfähige Beziehungen zu Kindern aufzubauen und den Eingewöhnungsprozess positiv zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse relevanter Studien, Theorien und pädagogischer Konzepte zur frühkindlichen Betreuung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Bindungstheorie), den Vergleich von Eingewöhnungsmodellen sowie die Definition und praktische Ausgestaltung der Fachkraft-Kind-Beziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Eingewöhnung, Bindung, Krippe, Feinfühligkeit, professionelle Beziehungsqualität und Elternarbeit sind die prägenden Begriffe.

Wie unterscheidet sich die Fachkraft-Kind-Beziehung von der Eltern-Kind-Bindung?

Während die Eltern-Kind-Bindung auf Überlebenssicherung und exklusiver Nähe basiert, ist die Fachkraft-Kind-Beziehung auf die pädagogische Begleitung in einer Gruppe ausgelegt und weist eher bindungsähnliche, sekundäre Charakteristika auf.

Warum ist das Berliner Eingewöhnungsmodell so verbreitet?

Es gilt als eines der ältesten und am besten strukturierten Modelle, das durch seine klare Phasenorientierung und den starken Fokus auf die Elternbeteiligung Sicherheit für alle Beteiligten bietet.

Welche Rolle spielen "Übergangsobjekte" in der Eingewöhnung?

Sie dienen als sichere Brücke zwischen dem vertrauten Elternhaus und der fremden Krippenumgebung, indem sie dem Kind ein Stück vertrauten Geruch und Geborgenheit vermitteln.

Welchen Einfluss hat das Alter des Kindes auf den Beziehungsaufbau?

Das Eintrittsalter beeinflusst den Bindungsstatus und die Bedürfnisse des Kindes; während sehr junge Säuglinge noch keine spezifischen Bindungserfahrungen gesammelt haben, erfordern ältere Kinder eine individuellere, auf ihre bereits bestehenden Bindungsmuster abgestimmte Begleitung.

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Detalles

Título
Beziehungsaufbau bei Kindern in den ersten drei Lebensjahren während der Eingewöhnung in eine institutionelle Tagesbetreuung
Universidad
University of Education Heidelberg
Calificación
2,85
Autor
Nadine Keiger (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
48
No. de catálogo
V538892
ISBN (Ebook)
9783346157010
ISBN (Libro)
9783346157027
Idioma
Alemán
Etiqueta
BA Bachelorarbeit Bachelor Eingewöhnung Beziehung Bindung FELBI Kindheitspädagogik Pädagogik Krippe
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nadine Keiger (Autor), 2020, Beziehungsaufbau bei Kindern in den ersten drei Lebensjahren während der Eingewöhnung in eine institutionelle Tagesbetreuung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538892
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