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Die gesetzliche Rente der heutigen Berufseinsteiger

Ermittlung zukünftiger Deckungslücken und Durchführung einer Pilotstudie zur Ableitung von Handlungsempfehlungen

Título: Die gesetzliche Rente der heutigen Berufseinsteiger

Tesis de Máster , 2019 , 196 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Sophia Florentina Dees (Autor)

Economía de las empresas - Otros
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Im Zentrum der Forschung dieser Ausarbeitung steht die Frage, ob es eine Erwartungslücke bezüglich der gesetzlichen Rente bei der jungen Generation gibt. Konkret soll untersucht werden, ob die Prognosen hinsichtlich der gesetzlichen Rente mit den Erwartungen der Berufseinsteiger übereinstimmen.

Das Ziel der Arbeit ist es, auf Grundlage der Forschungsergebnisse sinnvolle, konkrete Handlungsempfehlungen für die junge Generation sowie für die Politik auszusprechen. Um dies zu erreichen werden anhand von Prognosen und Expertenmeinungen Vorsorgelücken aufgedeckt und mittels einer Onlineumfrage analysiert, wie Berufseinsteiger die Rentenproblematik einschätzen.

Die Handlungsempfehlungen sollen sich speziell nach ihren Ansprüchen richten und ihren individuellen Lebenslagen gerecht werden. Denn die Empfehlungen können nur hilfreich sein, wenn sie auf die junge Generation angepasst werden und berücksichtigen, wie sie denkt und handelt. Die Handlungsempfehlungen sollen dazu beitragen, dem Problem der Altersarmut
entgegenzuwirken, den Lebensstandard der jungen Generation zu sichern und das Rentensystem nachhaltiger zu gestalten.

Außerdem soll der eigene Verantwortungs- und Einflussbereich der Berufseinsteiger aufzeigt werden. Konkret soll gezeigt werden, dass sie dem politischen Geschehen nicht schutzlos ausgeliefert sind, sondern stattdessen selbst Verantwortung übernehmen können, um sich vor den negativen Folgen der aktuellen Rentenproblematik zu schützen.

Zudem soll der Handlungsspielraum der Politik dargestellt werden, der dazu genutzt werden kann, jungen Leute zur PAV zu motivieren und ihnen das Thema Altersvorsorge näher zu bringen. Im Zuge dessen stellt sich die grundlegende Frage, wer die Verantwortung für die zusätzliche Vorsorge trägt. Der Staat bzw. die Politik oder die Individuen selbst? Es ist fraglich, ob es
sinnvoll ist, die alleinige Verantwortung zur PAV den Individuen zu überlassen oder ob es besser wäre, sie mittels staatlicher Maßnahmen in ihrem Sinne zu unterstützen.

Weiter wirft sich die Frage auf, ob es möglich ist, sie zu ihrem Wohl so zu lenken bzw. zu beeinflussen, damit sie privat vorsorgen. Die vorliegende Arbeit ist in erster Linie für Berufseinsteiger sowie die junge Generation interessant und soll mehr Bewusstsein für die Themen Finanzen, Rente und Altersvorsorge schaffen. Junge Menschen sollen nicht nur für das Thema sensibilisiert, sondern auch für die PAV motiviert werden und ihre Notwendigkeit erkennen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Vorgehen

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Stand der Forschung

2.2 Das deutsche Rentensystem

2.2.1 Historische Entwicklung

2.2.2 Das 3-Säulen Modell

2.2.3 Rentenpolitik

2.2.4 Ausblick und Rentenerwartung

2.3 Rentensysteme anderer Länder

2.3.1 Staatlicher Pensionsfonds

2.3.2 Obligatorische Betriebsrente

2.3.3 Erwerbsunabhängige Grundrente

3 Methodisches Vorgehen

3.1 Wahl der Forschungsmethode

3.2 Konzeption der Umfrage

3.3 Auswertung der Umfrage

3.4 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

4 Handlungsempfehlungen

4.1 Private Maßnahmen

4.1.1 Eigenverantwortung

4.1.2 Private Vorsorge

4.1.3 Politisches Engagement

4.2 Politische Maßnahmen

4.2.1 Informationspolitik und Aufklärungsarbeit

4.2.2 Nudging in der betrieblichen Altersvorsorge

4.2.3 Klare Abgrenzung der Rentenkasse

4.2.4 Steuerentlastungen und Anreize für die private Vorsorge

4.2.5 Aufsetzen eines unabhängigen Staatsfonds

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, die Auswirkungen der Rentenproblematik auf die heutige junge Generation von Berufseinsteigern zu analysieren und konkrete Handlungsempfehlungen für diese Altersgruppe sowie die Politik abzuleiten, um Altersarmut entgegenzuwirken und das Vorsorgesystem nachhaltiger zu gestalten.

  • Demographischer Wandel und dessen Einfluss auf das deutsche Rentensystem
  • Finanzielle Bildung und Vorsorgeverhalten der jungen Generation
  • Analyse internationaler Rentenmodelle als Vorbild für Deutschland
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Stärkung der privaten Altersvorsorge
  • Diskussion politischer Maßnahmen zur Förderung der Generationengerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

Die Bevölkerungsentwicklung ist eine Gefahr für das umlagefinanzierte deutsche Rentensystem, da das Verhältnis von Beitragszahlern und Beitragsbeziehern starken Veränderungen unterworfen ist.

Seit den 90er Jahren stagniert die Bevölkerungszahl bei etwa 81/82 Millionen. Bestimmt wird diese von der Anzahl der Geburten, den Sterbefällen sowie der Wanderungsbilanz. Bevölkerungsberechnungen prognostizieren bis 2060 einen Bevölkerungsrückgang um 8 bis 14 Millionen Menschen. Auch die Altersstruktur der Bevölkerung ist im Wandel. Es gibt immer mehr ältere Menschen und weniger junge. Bis 2060 werden Berechnungen nach 32% der Menschen 65 Jahre alt oder älter sein, während dagegen 16% 20 Jahre alt oder jünger sein werden. Diese demographischen Veränderungen werden den Arbeitsmarkt maßgeblich beeinflussen. Bis 2030 werden die sogenannten Babyboomer, die einen wesentlichen Teil der Erwerbstätigen ausmachen, in Rente gehen. Während 2018 51,8 Millionen Menschen mit einem Alter von 20 bis 66 Jahren erwerbsfähig waren, werden es 2035 4 bis 6 Millionen weniger sein. Im Jahr 2060 werden voraussichtlich nur noch 40 bis 46 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter sein.

Das deutsche Rentensystem ist jedoch nicht ausgelegt auf solch immense Veränderungen der Gesellschaft. Außerdem werden die Rentenbeiträge zunehmend dazu genutzt, um versicherungsfremde Leistungen wie die Witwen- oder Mütterrente zu finanzieren. Dadurch steigen die Steuerzuschüsse der Sozialversicherung, was wiederum nur die steuerzahlenden Arbeitnehmer (AN) belastet und Selbstständige oder Verbeamtete ausschließt.

Diese sogenannte Fehlfinanzierung wurde für das Jahr 2016, abhängig von der konkreten Abgrenzung, auf einen Wert zwischen 58,1 und 80,5 Milliarden Euro geschätzt. Eine entsprechend adäquate Finanzierung der versicherungsfremden Leistungen würde es ermöglichen, die Leistungen der Rentenversicherung zu erweitern oder die Beiträge um 4,7 bis 6,7 Beitragspunkte zu senken.

Die gesetzliche Rente wird zudem in hohem Maße politisch instrumentalisiert und missbraucht, um Wählerstimmen zu gewinnen. Politiker, die finanziell gut abgesichert sind und weder in die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) einzahlen noch von den Auswirkungen betroffen sein werden, treffen wichtige rentenpolitische Entscheidungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beleuchtung der Rentenproblematik vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und die Zielsetzung der Arbeit.

2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung des deutschen Rentensystems, seiner Geschichte, des 3-Säulen-Modells und ein Vergleich mit internationalen Rentensystemen.

3 Methodisches Vorgehen: Begründung und Beschreibung der quantitativen Onlineumfrage unter Berufseinsteigern sowie deren Auswertung und Interpretation.

4 Handlungsempfehlungen: Ableitung konkreter Maßnahmen für Individuen zur Eigenvorsorge sowie für die Politik zur Rentenreform und zur Steigerung der Finanzbildung.

5 Fazit: Zusammenfassende kritische Betrachtung der zentralen Ergebnisse aus Theorie und Empirie sowie Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Rentenversicherung, Berufseinsteiger, Altersvorsorge, demographischer Wandel, Umlageverfahren, private Altersvorsorge, betriebliche Altersvorsorge, Generationenvertrag, Altersarmut, Finanzbildung, Nudging, Rentenpolitik, Staatsfonds, Kapitaldeckung, Generationengerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Zukunftsfähigkeit der gesetzlichen Rente aus Sicht der jungen Generation und analysiert, wie Berufseinsteiger ihre Altersvorsorge vor dem Hintergrund demographischer Veränderungen gestalten können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf dem deutschen Rentensystem, dem Einfluss des demographischen Wandels, dem Vergleich mit internationalen Modellen sowie der Finanzbildung und Eigenverantwortung junger Erwachsener.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, ob eine Erwartungslücke bezüglich der gesetzlichen Rente besteht und auf Basis dieser Erkenntnisse konkrete Handlungsempfehlungen für Betroffene und politische Entscheidungsträger zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine quantitative Forschungsmethode in Form einer anonymen Onlineumfrage durchgeführt, an der 185 Berufseinsteiger im Alter von 18 bis 30 Jahren vollständig teilnahmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine methodische Analyse der Umfrageergebnisse sowie die darauf aufbauenden Handlungsempfehlungen für private und politische Akteure.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wesentliche Begriffe sind Altersvorsorge, Rentenproblematik, demographischer Wandel, Eigenverantwortung, Generationengerechtigkeit und Finanzbildung.

Wie bewerten die Teilnehmer das Rentensystem?

Die Umfrage ergab, dass die gesetzliche Rente von den Teilnehmern eher mit „großer Sorge“ statt mit „Sicherheit“ assoziiert wird und eine allgemeine Skepsis hinsichtlich der langfristigen Rentensicherung besteht.

Welche Rolle spielen „Nudges“ in der Arbeit?

Die Autorin argumentiert, dass automatische Sparprogramme (Nudges) die junge Generation bei der Altersvorsorge unterstützen können, da viele Befragte von der Komplexität überfordert sind und die Verantwortung lieber abgeben.

Welche Unterschiede zeigen sich beim Thema Geschlecht und Bildung?

Männer verfolgen die Rentendebatte aktiver und trauen sich eher zu, Begriffe zu erklären. Personen mit Berufsausbildung sind zudem in der Vorsorge aktiver als Befragte mit Hochschulreife, was auf unterschiedliche Erwerbsbiographien hindeutet.

Final del extracto de 196 páginas  - subir

Detalles

Título
Die gesetzliche Rente der heutigen Berufseinsteiger
Subtítulo
Ermittlung zukünftiger Deckungslücken und Durchführung einer Pilotstudie zur Ableitung von Handlungsempfehlungen
Universidad
University of Applied Sciences Flensburg
Calificación
1,7
Autor
Sophia Florentina Dees (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
196
No. de catálogo
V538899
ISBN (Ebook)
9783346172686
ISBN (Libro)
9783346172693
Idioma
Alemán
Etiqueta
deutsche Rentenversicherung junge Generation Berufseinsteiger deutsches Rentensystem Altersvorsorge Umlageverfahren Rentenlücke 3-Säulen Modell staatlicher Pensionsfonds Betriebsrente Grundrente betriebliche Altersvorsorge Staatsfonds Umfrage private Altersvorsorge gesetzliche Rentenversicherung Rentenpolitik GRV Rentenniveau finanzielle Bildung Sparen demographischer Wandel Bevölkerungsentwicklung MetallRente Generationengerechtigkeit Rentensysteme anderer Länder Onlineumfrage unter Berufseinsteigern Alterssicherung Generationenvertrag Altersarmut Aktien Pilotstudie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sophia Florentina Dees (Autor), 2019, Die gesetzliche Rente der heutigen Berufseinsteiger, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538899
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