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Mehr als Ekstase und Eskapismus. Musikclubs als Freiraum für das Ich

Título: Mehr als Ekstase und Eskapismus. Musikclubs als Freiraum für das Ich

Tesis (Bachelor) , 2019 , 81 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Josepha Groesgen (Autor)

Ciencias Culturales - Ciencias culturales empíricas
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Die heutige Hinwendung und neue Bedeutungszuschreibung der Kategorie Raum im sozialwissenschaftlichen Diskurs fordert eine tiefergehende Beschäftigung und Verknüpfung der Kategorien Raum und Identität. Das Ziel dieser Forschungsarbeit ist es zu bestimmen, inwieweit die Kategorien Raum und Identität verknüpft sind und welche Rolle in diesem Zusammenhang Musikclubs als außeralltägliche Räume einnehmen. Um eine Antwort auf diese Hypothese zu erhalten, wurden neben der theoretischen Vorarbeit sowohl die Methodik der teilnehmenden Beobachtung angewendet als auch drei Interviews mit Clubbesuchern geführt. Die Analyse der Forschungsergebnisse zeigt, dass Musikclubs eine bedeutende Rolle im Prozess der Identitätsbildung spielen. Allerdings nicht lediglich aufgrund ihrer materiellen Beschaffenheit, sondern vielmehr aufgrund ihrer Funktion als Freiraum und Nährboden kollektiver Identität.

Today's turning and new attribution of meaning to the category of space in social science discourse calls for a deeper engagement with and linking of the categories of space and identity. The aim of this research work is to determine to what extent the categories of space and identity are linked and what role music clubs play in this context as extra-ordinary spaces. In order to obtain an answer to this hypothesis, in addition to the theoretical preparatory work, the methodology of the participating observation was applied, and three interviews were conducted with club visitors. The analysis of the research results shows that music clubs play an important role in the process of identity formation. However, not only because of their material nature, but rather because of their function as free space and breeding ground for collective identity.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangslage und Problemstellung

1.2 Forschungsfrage, Zielsetzung und Erkenntnisinteresse

1.3 Forschungsstand

1.4 Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Einordnung

2.1 Identität

2.2 Raum

2.3 Der emotionale Wert von Raum

2.4 Identität und räumlich-soziale Interaktion

2.5 Räumliche Identität

2.6 Der Musikclub

2.6.1 Der Club als „anderer Raum“

2.6.2 Musikclubs und ihre identitätsstiftende Wirkung

3 Qualitative Erhebung Identitätsbildung im Clubkontext

3.1 Angewandte Methoden

3.1.1 Die qualitative, unstrukturierte teilnehmende Beobachtung

3.1.2 Das teilstandardisierte Experteninterview

3.2 Der Club Puzzles

3.3 Auswertung der qualitativen, unstrukturierten teilnehmenden Beobachtung

3.4 Auswertung der teilstandardisierten Experteninterviews

4 Eventgemeinschaft Puzzles: Kollektive Identität als Nährboden für das Ich

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Forschungsarbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen der Kategorie Raum und der Identitätsbildung von Individuen, mit einem spezifischen Fokus auf Musikclubs als außeralltägliche Räume. Ziel ist es, zu ergründen, inwieweit solche Orte als identitätsstiftende Instanzen fungieren und warum sie für die Identitätsfindung relevant sind.

  • Verknüpfung von Raumtheorien und soziologischen Identitätskonzepten.
  • Analyse des Musikclubs als Heterotopie nach Michel Foucault.
  • Untersuchung der Rolle von Musikclubs als sozialer "Dritter Raum" zur Abgrenzung vom Alltag.
  • Empirische Fallstudie am Beispiel des Hamburger Clubs "Puzzles".

Auszug aus dem Buch

2.6.1 Der Club als „anderer Raum“

„Der Club schafft Stallgeruch in einer sterilen, elektronisch vermittelten Gebrauchskulturlandschaft,“100 so fasst Karl-Heinz Pütz den Stellenwert des Musikclubs prägnant zusammen. Wie aber werden an diesen Orten solche Räume erschaffen, die sich so gänzlich von ihrer Umgebung abheben?

Frei- und Möglichkeitsräume, wie es auch Clubs bis zu einem gewissen Maße sind, entziehen sich scheinbar allen Restriktionen, denen man sich im alltäglichen Leben unterwerfen muss. Es sind Räume, die dem Alltagsraum entgegenstehen, in dem andere Normen gelten und viele gesellschaftliche Regeln aufgehoben sind. Es sind Räume mit „sonderbaren Eigenschaften.“101 Michel Foucault zufolge gibt es zwei Arten solcher Räume: Utopien und Heterotopien. Utopien sind unwirkliche Räume, sozusagen „Platzierungen ohne wirklichen Ort“102, reine Gedankenkonstrukte der Perfektionierung oder Kehrseite der Gesellschaft. Heterotopien dagegen sind real gewordene Utopien: Widerlager, „in denen die wirklichen Plätze innerhalb der Kultur gleichzeitig repräsentiert, bestritten und gewendet sind, gewissermaßen Orte außerhalb aller Orte, wiewohl sie tatsächlich geortet werden können.“103

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Verknüpfung von Raum und Identität ein und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie das Erkenntnisinteresse der Arbeit.

2 Theoretische Einordnung: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament, indem Begriffe wie Identität, Raum und der Musikclub als Heterotopie soziologisch analysiert werden.

3 Qualitative Erhebung Identitätsbildung im Clubkontext: Hier werden die angewandten Forschungsmethoden (Beobachtung und Experteninterviews) vorgestellt und die Ergebnisse am Beispiel des Puzzles diskutiert.

4 Eventgemeinschaft Puzzles: Kollektive Identität als Nährboden für das Ich: Die Ergebnisse werden synthetisiert, um die Funktion der kollektiven Identität im Club als Bedingung für die individuelle Identitätsbildung darzustellen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage, während es gleichzeitig die Grenzen der Untersuchung aufzeigt.

Schlüsselwörter

Identitätsbildung, Raumsoziologie, Musikclub, Heterotopie, Puzzles, Identität, Soziale Identität, Clubkultur, Raumproduktion, Eventgemeinschaft, Symbolische Interaktion, Sozialraum, Alltag, Außeralltäglichkeit, Selbstentfaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Musikclubs als "außeralltägliche Räume" im Kontext der menschlichen Identitätsbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft soziologische Identitätstheorien mit relationalen Raumkonzepten und wendet diese auf das spezifische Phänomen der Clubkultur an.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit Musikclubs als identitätsstiftende Räume begriffen werden können und welchen Beitrag sie zur Selbstdefinition ihrer Besucher leisten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der die unstrukturierte teilnehmende Beobachtung vor Ort mit teilstandardisierten Experteninterviews kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Konzepte Raum und Identität sowie eine anschließende empirische Auswertung der Clubkultur anhand des Hamburger "Puzzles".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Identitätsbildung, Raumsoziologie, Heterotopie, Clubkultur und kollektive Identität.

Was ist die besondere Rolle des Clubs "Puzzles" in der Untersuchung?

Der Puzzles dient als konkretes Fallbeispiel, an dem die theoretischen Überlegungen zur Raumproduktion und subkulturellen Identität empirisch verifiziert werden.

Wie trägt Gemeinschaft zur Identität in dieser Arbeit bei?

Die Arbeit argumentiert, dass Identität im Club maßgeblich durch kollektive Erfahrungen und das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer "szene-spezifischen" Gemeinschaft geformt wird.

Welchen Einfluss haben Veränderungen auf das Identitätserleben der Clubbesucher?

Die Arbeit zeigt, dass eine zunehmende Kommerzialisierung (z. B. durch öffentliche Werbung) den Charakter als exklusiver Rückzugsort gefährden und damit das Identifikationspotenzial des Raumes schwächen kann.

Final del extracto de 81 páginas  - subir

Detalles

Título
Mehr als Ekstase und Eskapismus. Musikclubs als Freiraum für das Ich
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg  (Kulturwissenschaften)
Curso
Bachelor Arbeit
Calificación
1,3
Autor
Josepha Groesgen (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
81
No. de catálogo
V539011
ISBN (Ebook)
9783346193452
ISBN (Libro)
9783346193469
Idioma
Alemán
Etiqueta
Musik Musikclub Identität Freiraum Raum Lefebvre Heterotopie Foucault
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Josepha Groesgen (Autor), 2019, Mehr als Ekstase und Eskapismus. Musikclubs als Freiraum für das Ich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539011
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