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Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz KWKG 2016. Die nächste Evolutionsstufe der Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung

Titel: Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz KWKG 2016. Die nächste Evolutionsstufe der Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung

Seminararbeit , 2017 , 29 Seiten , Note: 2,1

Autor:in: Nina Ansorg (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
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In der vorliegenden Arbeit soll zunächst das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz ganz allgemein vorgestellt werden. Hierfür sind Grundlagen zum Prinzip der Funktionsweise wichtig und sollen kurz erläutert werden. Im Anschluss wird die Problematik des KWKG2016 im Lichte der staatlichen Beihilfe dargestellt. Dabei ist es wichtig zu verstehen, warum das KWKG2016 mit seinen Änderungen Probleme, aber auch Möglichkeiten herbeigeführt hat. Schließlich wird das KWKG2017 kurz aufgezeigt.

Gemäß §1 KWKG2016 dient das Gesetz „der Erhöhung der Nettostromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen auf 110 Terrawattstunden bis zum Jahr 2020 sowie auf 120 Terrawattstunden bis zum Jahr 2025 im Interesse der Energieeinsparung sowie des Umwelt- und Klimaschutzes“. Dabei wurde das Gesetz seit seinem Inkrafttreten am 01.04.2002 (Vorgängerversion KWKG2000) bereits einige Male geändert. Wesentlich war dabei die Novelle im Jahre 2008, die 2009 in Kraft trat sowie die Überarbeitung im Jahre 2012, auf die jedoch in dieser Seminararbeit nicht weiter eingegangen wird.

Das KWKG2016 regelt vergleichbar dem Erneuerbaren Energie Gesetz (EEG) die bevorzugte Einspeisung elektrischer Energie aus Kraft-Wärme-Kopplung in elektrische Netze. Auch auf das EEG soll in dieser Arbeit nicht weiter eingegangen werden. Zum besseren Verständnis soll lediglich angemerkt werden, dass das EEG eng mit dem KWKG verknüpft ist und auch im Jahre 2016 eine Neuerung erfahren hat.

Die Kraft-Wärme-Kopplung ist wichtig für die nachhaltige Energieerzeugung in Deutschland. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag für die Energiewende. Die Bundesregierung bindet die Kraft-Wärme-Kopplung in das Energiekonzept ein, um wesentliche klimapolitische Ziele zu erreichen und um damit den Ausstieg aus der Atomenergie zu ermöglichen. Der Anteil der Bruttostromerzeugung an erneuerbaren Energien lag in Deutschland im Jahre 2013 bei 23,9 %. Die Bundesregierung möchte diesen Anteil bis 2025 auf 40-45 % sowie bis 2035 auf 55-60 % ausbauen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der Kraft-Wärme-Kopplung

2.1 Das Prinzip Kraft-Wärme-Kopplung

2.2 Rolle im Strom- und Versorgungssystem

2.3 Fördervoraussetzungen von KWK-Anlagen

3 KWKG 2016

3.1 Inhalte und Neuerungen

3.2 Vorwurf der staatlichen Beihilfe

3.3 Gesetzesentwurf für das KWKG 2017

4 Fazit

Zielsetzung und Themenbereiche

Die vorliegende Arbeit analysiert die aktuelle Ausgestaltung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG 2016) und untersucht dessen Weiterentwicklung im Rahmen der Energiewende sowie die beihilferechtlichen Herausforderungen im Kontext der EU-Vorgaben.

  • Funktionsweise und ökologische Bedeutung der Kraft-Wärme-Kopplung
  • Strukturelle Neuerungen und Förderkriterien des KWKG 2016
  • Auseinandersetzung mit der Bewertung als staatliche Beihilfe durch die EU-Kommission
  • Einführung und Auswirkungen der Ausschreibungspflichten sowie neuer Förderkategorien
  • Anpassungen in der Letztverbraucher-Privilegierung

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Prinzip Kraft-Wärme-Kopplung

Unter der Kraft-Wärme-Kopplung versteht man Heizkraftwerke, die mittels Dampfturbinen, Gasturbinen, Gas- oder Dieselmotoren bzw. Dampfmaschinen aus Abwärme Kraft und Nutzwärme erzeugen. Die technischen Möglichkeiten sind dabei vielfältig (Dampfturbinen, Stirlingmotoren, Gasturbinen, Gasmotoren, Brennstoffzellen oder Mikrogasturbinen), wobei jeweils unterschiedliche elektrische Wirkungsgrade erzielt werden. Der Stirling-Motor, als Beispiel herausgegriffen, wurde erst vor kurzer Zeit kommerziell als KWK-Anlage eingeführt (siehe Abbildung 3). Eine Übersicht über die Entwicklungsstadien der unterschiedlichen KWK-Konzepte befindet sich im Abbildungsverzeichnis (siehe Abbildung 4).

Bei industriellen KWK-Anlagen sind Heizkraftwerke mit einem Anteil von 90% vertreten. Diese dienen vor allem dazu, Energiekosten zu senken und Betriebskosten des Unternehmens herabzusetzen. Bei KWK-Kraftwerken können alle Arten von Rohstoffen verwendet werden, wie etwa Kohle, Öl und Gas, also fossile Brennstoffe (dies nennt man Bezugsenergie). Auch Biomasse und weitere regenerative Energieträger dienen als Wärmequelle. Nachdem das Heizkraftwerk diese erfolgreich eingesetzt hat, entsteht daraus im Anschluss Strom, Kraft und Wärme (sogenannte Nutzenergie). Somit entsteht bei der Erzeugung von Strom auch gleichzeitig Wärme, was zu beträchtlichen Energiekosteneinsparungen führen kann. Leider sind KWK-Anlagen in der Anschaffung mit hohen Investitionskosten verbunden. Deshalb muss eine derartige Anlage vor allem wirtschaftlich sein, was bedeutet, dass die gekoppelte Erzeugung von Strom günstiger als die getrennte Erzeugung sein muss. Mittels technischer Neuerungen können heutzutage höhere Temperaturgefälle in der Kraftmaschine umgewandelt werden, was zu einer höheren Stromausbeute führt und den Wert je abgegebener Wärmeeinheit erhöht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verortet die Kraft-Wärme-Kopplung als zentrales Instrument für eine nachhaltige Energieversorgung im Kontext der Energiewende und der Klimaschutzziele.

2 Grundlagen der Kraft-Wärme-Kopplung: Dieses Kapitel erläutert das technische Prinzip der KWK sowie deren systemische Bedeutung und die spezifischen Zulassungs- und Vermarktungsvoraussetzungen für Anlagenbetreiber.

3 KWKG 2016: Der Hauptteil analysiert die spezifischen gesetzlichen Neuerungen des KWKG 2016, die beihilferechtliche Kontroverse mit der Europäischen Kommission sowie die Anpassungen durch den Gesetzesentwurf für 2017.

4 Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung der KWK als innovative Technologie und bewertet die gesetzlichen Rahmenbedingungen als notwendige, wenn auch stetig anpassungsbedürftige Anreizinstrumente.

Schlüsselwörter

Kraft-Wärme-Kopplung, KWKG 2016, Energiewende, staatliche Beihilfe, Stromerzeugung, Wärmenutzung, Energieeffizienz, Direktvermarktung, Ausschreibungspflicht, Letztverbraucher, Klimaschutz, Förderkriterien, Netzbetreiber, EU-Recht, BHKW

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz 2016 als zentralem Instrument zur Förderung der hocheffizienten Energiegewinnung und dessen Anpassung an aktuelle rechtliche und klimapolitische Rahmenbedingungen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die technischen Grundlagen der KWK, die gesetzlichen Förderbedingungen, die beihilferechtliche Bewertung durch die Europäische Union und die Auswirkungen auf die Vermarktungswege von KWK-Strom.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der KWK-Förderung zu skizzieren und zu erläutern, wie die gesetzlichen Änderungen des KWKG 2016 zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele Deutschlands beitragen sollen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche und analytische Auswertung von Gesetzesgrundlagen, offiziellen Drucksachen der Bundesregierung sowie begleitender Fachliteratur zur KWK-Technologie und Beihilferecht.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Neuerungen der Förderstruktur, die Abnahme- und Vermarktungspflichten, den Belastungsausgleich sowie die kritische Auseinandersetzung mit der EU-Beihilfe-Problematik und dem KWKG 2017.

Welche Keywords charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Begriffe sind KWK, KWKG 2016, Energieeffizienz, Direktvermarktung, Beihilferecht, Energiewende, Förderzuschläge, Ausschreibungsmodell und Letztverbraucher-Privilegierung.

Was bedeutet der Vorwurf der staatlichen Beihilfe im Kontext des KWKG 2016?

Die EU-Kommission stufte die Deckelung der KWK-Umlage zeitweise als selektiven Vorteil ein, der gegen EU-Beihilfevorschriften verstoßen könnte, was eine Anpassung der gesetzlichen Regelungen erforderlich machte.

Wie unterscheiden sich Betriebsstunden von Vollbenutzungsstunden?

Während Betriebsstunden die reine Laufzeit einer Anlage umfassen, wird bei Vollbenutzungsstunden die erzeugte Strommenge durch die elektrische Leistung bei Volllast dividiert, was für die Förderberechnung entscheidend ist.

Welche Rolle spielen Ausschreibungen im KWKG 2017?

Mit dem KWKG 2017 wurde für Anlagen mit einer Leistung zwischen 1 und 50 MW ein Ausschreibungsmodell eingeführt, um den Wettbewerb zu stärken und die Kosteneffizienz der Förderung zu erhöhen.

Wie werden Letztverbraucher durch das Gesetz privilegiert?

Unternehmen, insbesondere stromkostenintensive Betriebe, können unter bestimmten Voraussetzungen eine verringerte KWK-Umlage in Anspruch nehmen, sofern sie einen entsprechenden Begrenzungsbescheid vorlegen.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz KWKG 2016. Die nächste Evolutionsstufe der Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung
Hochschule
Hochschule Schmalkalden, ehem. Fachhochschule Schmalkalden
Note
2,1
Autor
Nina Ansorg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
29
Katalognummer
V539014
ISBN (eBook)
9783346138118
ISBN (Buch)
9783346138125
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Energierecht Verwaltungsrecht Kraft-Wärme-Kopplung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nina Ansorg (Autor:in), 2017, Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz KWKG 2016. Die nächste Evolutionsstufe der Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539014
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Leseprobe aus  29  Seiten
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