Das zentrale Unterrichtsanliegen der hier dargestellten Unterrichtsstunde bildet die Schulung und Förderung der funktionalen kommunikativen Kompetenz im Bereich des Leseverstehens. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich dazu mit dem authentischen Text "Decreto 79 para la enseñanza no universitaria de Galicia" befassen. Dieser ist dem Lehrbuch "Rutas Superior" entnommen und editiert worden.
Folgt man den Hinweisen des Kernlehrplans für das Fach Spanisch in der gymnasialen Oberstufe, ist eines der Leitziele des modernen Fremdsprachenunterrichts die Förderung der interkulturellen Handlungsfähigkeit und Kompetenz. Dem wird in der Unterrichtsreihe Rechnung getragen, indem die Schülerinnen und Schüler sich eingehend mit der Lebenswirklichkeit in Spanien und zweisprachigen, autonomen Gemeinschaften auseinandersetzen. Der Fokus liegt dabei auf der autonomen Region
Katalonien und dem Katalanischen als weitere, offizielle Sprache neben dem Kastilischen.
Die Legitimation der Unterrichtsreihe ergibt sich zudem aus den Vorgaben zu den unterrichtlichen Voraussetzungen für die schriftlichen Prüfungen im Abitur in der gymnasialen Oberstufe im Jahr 2019 und ist dort aufgeführt unter dem Themenfeld "Gegenwärtige politische und gesellschaftliche Diskussionen: Regionalismus und nationale Einheit in Spanien".
Inhaltsverzeichnis
1. Planungsentscheidungen zur Unterrichtsreihe
1.1 Legitimation der Unterrichtsreihe
1.2 Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsreihe
1.3 Tabellarische Planung der Unterrichtsreihe
2. Planungsentscheidungen zur Unterrichtsstunde
2.1 Lernziele und Kompetenzen der Unterrichtsstunde
2.1.1 Kernanliegen der Unterrichtsstunde
2.1.2 Teillernziele
2.2 Sachstrukturelle Lerngruppenanalyse
2.3 Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsstunde
2.4 Geplanter Stundenverlauf
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtsstunde ist die Förderung der funktionalen kommunikativen Kompetenz im Bereich des Leseverstehens, indem die Schülerinnen und Schüler sich mit der galicischen Verordnung "Decreto 79" zum Bilingüismo im Schulsystem auseinandersetzen. Die Unterrichtseinheit verfolgt dabei die Absicht, den Lernern authentische Einblicke in die sprachpolitischen Rahmenbedingungen Spaniens zu gewähren und sie zur Reflexion über Mehrsprachigkeit in autonomen Regionen zu befähigen.
- Analyse authentischer Verordnungstexte zur Mehrsprachigkeit.
- Vergleich der Sprachpolitik in Katalonien und Galicien.
- Schulung von Strategien zur Bedeutungserschließung fremdsprachlicher Texte.
- Aktivierung soziokulturellen Orientierungswissens über Spanien.
- Förderung der Schreib- und Sprechkompetenz durch themenbezogene Reflexion.
Auszug aus dem Buch
1.1 Legitimation der Unterrichtsreihe
Folgt man den Hinweisen des Kernlehrplans für das Fach Spanisch in der gymnasialen Oberstufe ist eines der Leitziele des modernen Fremdsprachenunterrichts die Förderung der interkulturellen Handlungsfähigkeit und Kompetenz: "Ein der interkulturellen Handlungsfähigkeit verpflichtender Spanischunterricht der gymnasialen Oberstufe gibt authentische Einblicke in die Vielfalt der Lebenswirklichkeit Spaniens [...] und fördert gezielt die Bereitschaft zur Selbstreflexion" (Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, 2014: 6). Dem wird in der Unterrichtsreihe Rechnung getragen, indem die Schülerinnen und Schüler sich eingehend mit der Lebenswirklichkeit in Spanien und zweisprachigen, autonomen Gemeinschaften auseinandersetzen. Der Fokus liegt dabei auf der autonomen Region Katalonien und dem Katalanischen als weitere, offizielle Sprache neben dem Kastilischen.
Die Legitimation der Unterrichtsreihe ergibt sich zudem aus den Vorgaben zu den unterrichtlichen Voraussetzungen für die schriftlichen Prüfungen im Abitur in der gymnasialen Oberstufe im Jahr 2019 und ist dort aufgeführt unter dem Themenfeld "Gegenwärtige politische und gesellschaftliche Diskussionen: Regionalismus und nationale Einheit in Spanien" (vgl. Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, 2016: 4).
Auch die Fachschaft Spanisch des Christian-Rohlfs-Gymnasiums orientiert sich klar an diesen Vorgaben, sodass sich die Unterrichtsreihe im Fachcurriculum wiederfindet (vgl. Fachschaft Spanisch des Christian-Rohlfs-Gymnasiums, 2017: 14). Neben der erwähnten Förderung der interkulturellen kommunikativen Kompetenz liegt der Schwerpunkt dabei - mit Blick auf die Leistungsüberprüfung am Ende dieser Unterrichtsreihe - auf den funktionalen kommunikativen Kompetenzen Schreiben und Leseverstehen. Letzteres bezieht sich auf den Inhalt verschiedener, auch authentischer Texte und Textsorten und wird im Verlauf der Unterrichtsreihe immer wieder mit den Schülerinnen und Schülern geübt. Dabei unterstützen unterschiedliche Erschließungsstrategien und -techniken, sowie variierende Arbeitsaufträge (actividades antes de/durante la lectura) den Lern- und Kompetenzzuwachs und sollen die Lerner motivieren, sich eigenständig intensiv mit dem Gelesenen auseinanderzusetzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Planungsentscheidungen zur Unterrichtsreihe: Dieses Kapitel erläutert die curriculare Legitimation der Reihe innerhalb des Kernlehrplans und stellt die didaktisch-methodische Konzeption sowie die tabellarische Übersicht der Unterrichtseinheiten dar.
2. Planungsentscheidungen zur Unterrichtsstunde: Hier werden die Lernziele, die Lerngruppenanalyse sowie die methodischen Überlegungen für die spezifische Besuchsstunde zum Thema "Decreto 79" detailliert ausgeführt.
Schlüsselwörter
Spanischunterricht, Bilingüismo, Galicien, Katalonien, Decreto 79, Leseverstehen, Mehrsprachigkeit, Authentische Texte, Fremdsprachenerwerb, Interkulturelle Kompetenz, Sprachpolitik, Didaktik, Schulsystem, Autonome Regionen, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst einen Entwurf für einen Unterrichtsbesuch im Fach Spanisch, der sich mit der Thematik der Zweisprachigkeit (Bilingüismo) in Spanien beschäftigt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Unterrichtsreihe?
Zentrale Themen sind die Sprachenvielfalt der spanischen Halbinsel, der Vergleich zwischen verschiedenen autonomen Regionen sowie die politische und gesellschaftliche Bedeutung von Regionalsprachen.
Was ist das primäre Ziel der beschriebenen Unterrichtsstunde?
Das Ziel ist die Schulung der Leseverstehenskompetenz durch die Erarbeitung der galicischen Verordnung "Decreto 79", um ein tieferes Verständnis für den Umgang mit Mehrsprachigkeit zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Unterrichtsstunde verwendet?
Es kommen verschiedene methodische Ansätze zum Einsatz, darunter die Arbeit mit authentischen Texten, die Worterschließung mittels Sprachvergleichen sowie die "Blitzlicht"-Methode zur Reflexion und Sicherung der Lernergebnisse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Legitimation und Planung der Unterrichtsreihe sowie die konkrete Ausarbeitung der Besuchsstunde inklusive Lerngruppenanalyse und tabellarischem Stundenverlauf.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bilingüismo, Galicien, Sprachenpolitik, Authentizität im Unterricht und funktionale kommunikative Kompetenz geprägt.
Warum wurde für diese Stunde ein authentischer Text gewählt?
Der Einsatz authentischer Materialien soll das Interesse der Lernenden steigern und sie realitätsnah auf die Anforderungen der gymnasialen Oberstufe sowie die Abiturprüfung vorbereiten.
Wie geht die Lehrkraft mit der Heterogenität der Lerngruppe um?
Die Lehrkraft setzt binnendifferenzierte Materialien (wie Hilfekarten und verschiedene Anforderungsniveaus bei Aufgaben) ein, um sowohl leistungsstarke als auch leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern.
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- Anonym (Autor), 2018, ¿Gallego o castellano? Auseinandersetzung mit dem Bilingüismo im galicischen Schulsystem, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539179