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Die Ausgabe von Genussscheinen als Finanzierungsinstrument

Title: Die Ausgabe von Genussscheinen als Finanzierungsinstrument

Academic Paper , 2020 , 16 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Adrian Bayer (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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In der Arbeit wird die aktuelle Finanzierung der Sparda-Bank Nürnberg und anschließend die Genussscheine im Allgemeinen betrachtet. Hierfür wird geprüft, inwiefern der Einsatz von Genussrechten durch die Bank möglich und sinnvoll ist.

Die durch den Zusammenbruch der Immobilienblase in den USA im Jahr 2008 ausgelöste Finanzkrise brachte das Interbankengeschäft weltweit zu großen Teilen zum Erliegen, da viele Banken mit Wertpapieren, welche die notleidenden Immobilienkredite verbrieften, gehandelt hatten. Da bei zahlreichen Banken Liquiditätsprobleme auftraten, wurden durch den Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht Kriterien erarbeitet, um solche Engpässe in Zukunft zu verhindern. Die Mindestkapitalanforderungen von Basel III, welche ab 2014 schrittweise eingeführt wurden, verlangen eine Unterlegung der risikobehafteten Aktiva mit jährlich steigenden Prozentsätzen an hartem Kernkapital, zusätzlichem Kernkapital und Ergänzungskapital.

Aufgrund der neuen Anforderungen an die Ausstattung mit Eigenmitteln musste auch die Finanzierung der Sparda-Bank Nürnberg eG angepasst werden. Da die Eigenkapitalbeschaffung der Sparda-Bank Nürnberg als Genossenschaft durch die Ausgabe von Geschäftsanteilen durch die Anzahl der Kunden, das in der Satzung festgelegte Geschäftsgebiet und dadurch, dass das Stimmrecht in der Vertreterversammlung nicht nach Anteilen erfolgt, beschränkt ist, könnte die Ausgabe von Genussscheinen eine interessante Ergänzung darstellen. Diese zwischen Eigen- und Fremdkapital angesiedelten Finanzinstrumente können unter bestimmten Voraussetzungen als haftendes Eigenkapital anerkannt werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Aufsichtsrechtlich bedingte Finanzierungsanpassungen

2. Finanzierung der Sparda-Bank Nürnberg eG

2.1 Besonderheiten der Finanzierung als Genossenschaft

2.2 Fremdfinanzierung

2.3 Eigenfinanzierung

3. Genussscheine als Finanzierungsinstrument

3.1 Wesen und Ausgestaltungsmöglichkeiten

3.2 Steuerliche Behandlung

3.3 Bilanzierung

4. Ausblick auf den Einsatz von Genussscheinen durch die Sparda-Bank Nürnberg eG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Sparda-Bank Nürnberg eG, ihre Kapitalbasis durch die Ausgabe von Genussscheinen zu stärken, um den steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen, insbesondere im Kontext von Basel III und dem Wegfall des Haftsummenzuschlags, gerecht zu werden.

  • Analyse der aktuellen Finanzierungsstruktur der Sparda-Bank Nürnberg eG
  • Grundlagen und Ausgestaltungsformen von Genussscheinen als hybrides Finanzierungsinstrument
  • Steuerrechtliche und bilanzielle Rahmenbedingungen für die Emission von Genussscheinen
  • Bewertung der Eignung von Genussrechten zur Stärkung der haftenden Eigenmittel

Auszug aus dem Buch

3.1 Wesen und Ausgestaltungsmöglichkeiten

Genussscheine sind Wertpapiere, die Genussrechte verbriefen. Dabei sind Genussrechte nicht explizit gesetzlich geregelt, wodurch der Gesetzgeber eine freie privatwirtschaftliche Gestaltung ermöglichen wollte. Die konkrete Ausgestaltung wird in den Genussscheinbedingungen frei zwischen Emittent und Anleger vereinbart. In jedem Fall verbriefen Genussscheine einen schuldrechtlichen Anspruch gegenüber dem Emittenten. Sie räumen dem Anleger keinerlei Mitbestimmungsrechte ein. Im Gegensatz zu anderen Finanzierungsformen sind Genussscheine nicht auf eine bestimmte Rechtsform beschränkt, sondern können von jeder Rechtsform eingesetzt werden.

Genussscheine sind eine Form des Mezzanine- bzw. Hybridkapitals, was bedeutet, dass sie sowohl Eigenschaften von Eigen- als auch von Fremdkapital aufweisen. Die konkrete Ausgestaltung eines Genussscheins bestimmt darüber, ob dieser wirtschaftlich eher dem Fremd- oder dem Eigenkapital zugeordnet werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aufsichtsrechtlich bedingte Finanzierungsanpassungen: Dieses Kapitel erläutert die Auswirkungen der Finanzkrise 2008 und die daraus resultierenden neuen Kapitalanforderungen durch Basel III für Banken.

2. Finanzierung der Sparda-Bank Nürnberg eG: Hier werden die genossenschaftlichen Besonderheiten der Eigen- und Fremdfinanzierung sowie die aktuelle Bilanzstruktur der Bank im Geschäftsjahr 2018 detailliert analysiert.

3. Genussscheine als Finanzierungsinstrument: Dieses Kapitel definiert die rechtliche Natur, die steuerliche Einordnung sowie die bilanzielle Behandlung von Genussscheinen als hybride Finanzierungsform.

4. Ausblick auf den Einsatz von Genussscheinen durch die Sparda-Bank Nürnberg eG: Abschließend wird geprüft, inwiefern die Emission von Genussscheinen eine sinnvolle Strategie zur Stärkung der Eigenkapitalbasis der Sparda-Bank darstellt.

Schlüsselwörter

Genussscheine, Sparda-Bank Nürnberg, Genossenschaftsbank, Eigenkapital, Fremdkapital, Basel III, Mezzanine-Kapital, Bilanzierung, Steuerliche Behandlung, Haftsummenzuschlag, Finanzierungsinstrument, Genussrechte, Bankenregulierung, Kapitalausstattung, Haftendes Eigenkapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten einer Genossenschaftsbank, ihre Finanzierungsstruktur durch die Ausgabe von Genussscheinen zu optimieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die regulatorischen Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung, die Besonderheiten der genossenschaftlichen Finanzierung und die Ausgestaltung von Mezzanine-Instrumenten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Prüfung, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgabe von Genussscheinen für die Sparda-Bank Nürnberg eG sinnvoll ist, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Geschäftsberichten sowie gesetzlichen Bestimmungen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der aktuellen Finanzierung der Sparda-Bank, die theoretische Einordnung von Genussscheinen und die Bewertung deren Einsatzmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Genussscheine, Mezzanine-Kapital, Eigenkapitalstärkung, Basel III und genossenschaftliches Bankwesen.

Warum ist der Wegfall des Haftsummenzuschlags für die Bank relevant?

Da der Haftsummenzuschlag zukünftig nicht mehr als Ergänzungskapital anrechenbar ist, muss die Bank alternative Wege zur Stärkung ihres haftenden Kapitals finden.

Welche Voraussetzungen müssen für die Anerkennung als Eigenkapital erfüllt sein?

Gemäß §10 Abs. 5 KWG müssen Genussscheine u.a. eine Mindestlaufzeit von fünf Jahren, eine Nachrangigkeit und eine Verlustbeteiligung in voller Höhe aufweisen.

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Details

Title
Die Ausgabe von Genussscheinen als Finanzierungsinstrument
College
University of Applied Sciences Nuremberg
Grade
2,3
Author
Adrian Bayer (Author)
Publication Year
2020
Pages
16
Catalog Number
V539526
ISBN (eBook)
9783346147974
ISBN (Book)
9783346147981
Language
German
Tags
ausgabe genussscheinen finanzierungsinstrument
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Adrian Bayer (Author), 2020, Die Ausgabe von Genussscheinen als Finanzierungsinstrument, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539526
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