Wie wird die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland durch Armut beeinflusst?


Seminararbeit, 2012

30 Seiten, Note: 2,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition
2.1 Begriffserläuterung Sozialisation
2.2 Relative und Absolute Armut
2.3 Weitere Armutsbegriffe

3. Welchen Einfluss hat die Armut auf die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen
3.1 Arme Eltern und die Sozialisation ihrer Kinder
3.2 Welche Zielgruppe wird bei ihrer Entwicklung durch die Armut beeinflusst?
3.3 Welche primären Ursachen hat die Armut?
3.4 Auswirkungen und Risiken durch Armut
3.4.1 Die Auswirkungen der relativen Armut in Bezug auf die materielle Situation der betroffenen Kinder und Jugendlichen
3.4.2 Die Auswirkungen der relativen Armut in Bezug auf die gesundheitliche Entwicklung der Betroffenen

4. Resilienz
4.1 Was bedeutet Resilienz?
4.2 Was leistet Resilienz bei Kindern und Jugendlichen

5. Armut ist Definitionsmerkmal der sozialen Lage
5.1 Das Sozialverhalten der Betroffenen
5.2 Soziale Kontakte der Betroffenen

6. Zusammenfassung

7. Literatur

1. Einleitung

Die Bundesrepublik Deutschland zählt zu den reichsten Ländern der Welt. Dennoch gewinnt der Begriff Armut auch hier immer mehr an Bedeutung. Einem Bericht über arme Menschen in Deutschland, lässt sich entnehmen, dass rund 13% der Bevölkerung als arm gelten. Weitere 13% sind gefährdet und beziehen Sozialhilfe, welche sie vor der Armut bewahren soll (vgl. Internetquelle 1).

Aufgrund dieser erschreckenden Tatsache beschäftigt sich der Autor in der vorliegenden Arbeit mit dem Thema der Sozialisation unter Armutsbedingungen. Dabei geht es primär um arme Kinder und Jugendliche in Deutschland. Wie die Sozialisation der heranwachsenden Kinder und Jugendlichen durch ein Leben in Armut beeinflusst wird, ist Thema dieser Arbeit.

Die Wahl fiel auf dieses Thema, da es im Auge des Verfassers ein für ihn hochbrisantes Themengebiet darstellt, und ihn die Frage interessiert, ob und inwiefern ein Leben in Armut die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinflusst. Die Arbeit beschäftigt sich nicht mit der globalen Armut, sondern konzentriert sich auf den Standort Deutschland.

Die Problemstellung ist entsprechend vielfältig: Einerseits geht es um die Möglichkeiten und Grenzen primärer Sozialisation durch die in Armut lebenden Eltern und deren Auswirkung auf die Entwicklung der betroffenen Kinder.

Andererseits interessieren die Auswirkungen dieser Sozialisation auf die weitere Entwicklung der betroffenen Kinder und Jugendlichen, ihr Sozialverhalten, die Auswahl von Peers, die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, die Auswirkungen auf ihre Gesundheit - und schließlich auch auf mögliche Verarbeitungsmechanismen der prekären Situation auch hinsichtlich des Verbleibs im Prekariat oder einem Ausweg daraus.

Zu Beginn dieser Arbeit werden die Begriffe Armut und Sozialisation bestimmt. Die Begriffserklärungen dienen als Basis für das Verständnis dieser Arbeit (Kapitel 2).

Den Begriffsdefinitionen folgt die Darstellung der in Armut lebenden Familien, Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Dieses Kapitel ist der inhaltliche und argumentative Ausgangspunkt für die weiteren Folgerungen dieser Arbeit (Kapitel 3).

Vorab wird geklärt, wie die von Armut betroffenen Personen definiert werden, wie sich Armut feststellen lässt, welches die Ursachen, Risiken und die Auswirkungen der Armut in Bezug auf die Sozialisation der Kinder und Jugendlichen und damit auf deren Entwicklung sind. Insbesondere wird zwischen den Auswirkungen der absoluten und relativen Armut unterschieden.

Aus dieser Darstellung heraus werden ausgewählte Konzepte und Vorschläge diskutiert, welche dem Autor geeignet erscheinen, um Armut und damit auch ihre negativen Auswirkungen einzugrenzen.

Eine Möglichkeit, den negativen Auswirkungen der in Armut stattfindenden Sozialisation entgegenzuwirken, bietet das Konzept der Resilienz (Kapitel 4). Dies bedeutet die Stärkung der Bewältigungsstrategien der betroffenen Kinder und Jugendlichen, um mit widrigen Umständen und Krisen besser umgehen zu können. Im vierten Kapitel wird deshalb zunächst der Begriff Resilienz definiert, bevor der Verfasser tiefgründiger auf die Entstehung sowie Förderung von Resilienz eingeht.

Im fünften Kapitel beschäftigt sich die Arbeit mit der sozialen Lage der Betroffenen. Die soziale Lage wird durch die Armut bestimmt und beeinflusst die Entwicklung der Betroffenen. Auch wie sich die Betroffenen unter diesen Einflüssen entwickeln und wie sich ihr Sozialverhalten während dieser Phase entwickelt, wird in diesem Kapitel thematisiert.

Zum Schluss werden die Erkenntnisse und Ergebnisse der Arbeit in den Kernargumenten zusammengefasst und die Fragestellung beantwortet.

2. Begriffsdefinition

Da der Inhalt dieser Arbeit von Sozialisation und Armut handelt, sollen hier diese Begrifflichkeiten vorgestellt werden, um ein besseres Verständnis des dargestellten Sachverhaltes zu ermöglichen. Zu Beginn wird der Begriff Sozialisation näher erläutert. Zudem folgt eine Definition des Armutsbegriffs. Armut wird in verschiedene Bereiche (Armutsgrade) unterteilt. Die zwei für diese Arbeit relevantesten Bereiche sollen hier ausführlich vorgestellt werden und weitere ausgewählte angesprochen werden, um zwischen diesen differenzieren zu können.

2.1 Begriffserläuterung Sozialisation

Sozialisation ist ein Prozess der Persönlichkeitsentwicklung (vgl. Hurrelmann 2001, S.14). Dieser Prozess ist von Umweltfaktoren, bekannten Personen, der Familie und von Freunden abhängig. Das bedeutet einerseits materielle und soziale Faktoren haben großen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung jedes Menschen. Andererseits gehören auch Prozesse der Interaktion zwischen Menschen und die daraus entstehenden Kompetenzen zur Entwicklung eines Individuums. „Sozialisation bezeichnet den Prozess, in dessen Verlauf sich der mit einer biologischen Ausstattung versehene menschliche Organismus zu einer sozial handlungsfähigen Persönlichkeit bildet, die sich über den Lebenslauf hinweg in Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen weiterentwickelt“ (Hurrelmann 2001, S.14). Durch die Sozialisation wird der Mensch in die Gesellschaft integriert und seine Fähigkeiten verstärkt und entwickelt. „Ohne die gesellschaftliche Vermittlung würde kein Mensch in der Lage sein, sich in der Umwelt zurechtzufinden, sich den Umweltanforderungen entsprechend zu verhalten und zugleich auf die Gestaltung der Umwelt Einfluss zu nehmen“ (Hurrelmann 2001, S.16).

Unter Umwelt ist eine räumliche Umgebung zu verstehen, in der Menschen, Tiere und Pflanzen leben. Weiterhin befinden sich Lebensnotwendige Grundgüter in dieser Umgebung, die ein Leben ermöglichen.

Die Gesellschaft hat somit einen großen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen. Was aber wird durch die Sozialisation und die daraus resultierende Persönlichkeitsentwicklung verändert oder neu gebildet? Die Sozialisation wirkt sich auf Normen, Werte, Sozialverhalten, Lernhaltung, Verhalten, Gefühlsregulation und auf das Selbstbewusstsein aus. Auch das Erziehen eines Kindes zählt zum Prozess der Sozialisation. Sozialisation und Erziehung unterscheiden sich dahingehend, dass Erziehung ein zeitlich begrenzter Prozess ist. Im Gegensatz dazu ist Sozialisation ein Prozess, der sich durch das ganze Leben eines Individuums zieht. Erziehung bezieht sich im Gegensatz zur Sozialisation nur begrenzt auf die Persönlichkeitsentwicklung durch die vermittelten gesellschaftlichen Einflüsse (vgl. Hurrelmann 2001, S.14).

Zu einer Erziehung zählen Maßnahmen der Eltern, welche dem Kind eine positive und realisierbare Persönlichkeitsentwicklung ermöglichen. Die Eltern müssen dem Kind die Möglichkeit geben, sich Sprache und Deutungsmuster anzueignen sowie sich Kenntnisse von Symbolen und Gegenständen zu verschaffen (vgl. Zimmermann 2003, S.14). Zimmermann beschreibt Erziehung als eine Hilfestellung und Unterstützung, bei der während der Entwicklung der Kinder Fähigkeiten gebildet und verstärkt werden. Diese erworbenen Fähigkeiten lassen Menschen als handlungsfähige Subjekte heranwachsen (vgl. Hurrelmann 2001, S.16).

Durch den Sozialisationsprozess werden bestimmte Merkmale eines Menschen ausgeprägt. Wie bereits erwähnt, werden die Menschen bei der Integration in die Gesellschaft unterstützt und formen während der Entwicklung im Laufe ihres Lebens Fähigkeiten. Zum einen bilden sie ihre Identität und stärken ihr Selbstbild. Dazu zählt das Ausbilden von Emotionen, der Intelligenz und dem Selbstkonzept. Des Weiteren formen sich das Sozialverhalten, die politische Gesinnung aber auch Gefühlsregulationen in Form von Toleranz, Akzeptanz, Respekt sowie die Zugänglichkeit anderer Menschen (vgl. Greve & Leipold 2008, S.401). Die diesbezügliche soziologische Forschung befasst sich mit folgender Frage: „…durch welche sozialen Mechanismen (sichert) eine Gesellschaft die Übernahme der vorherrschenden Werte, Normen und Verhaltenserwartungen durch ihre Mitglieder“ (Hurrelmann 2001, S.9)? Die soziologische Forschung geht davon aus, dass sich der Mensch während seines gesamten Lebens mit der inneren und äußeren Realität intensiv auseinandersetzt. Dabei wird die Persönlichkeit gefestigt und weiterentwickelt, um die eigene Identität zu bewahren (vgl. Erhart et al. 2008, S.434). Die Menschen sind bei ihrer Entwicklung stets bemüht ihr Verhalten den Normen und Werten der Gesellschaft anzupassen.

Die Sozialisation gilt somit erst dann als erfolgreich, wenn sich ein Mensch in die Gesellschaft integriert hat und die Werte und Normen der Gesellschaft denen der eigenen Persönlichkeit angepasst haben.

2.2 Relative und Absolute Armut

Armut wird auch als Mangel bezeichnet. Der Mangel kann materiell aber auch immateriell sein. Primär wird dieser Mangel mit lebensnotwendigen Gütern in Verbindung gebracht. Zu den lebensnotwendigen Gütern gehören die allgemeine und ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln, Kleidung sowie einer Unterkunft (vgl. Noack 2001, S.263).

Auch wenn Deutschland zu einem der reichsten Länder der Welt zählt, findet man auch hier Armut. Einem Bericht über arme Menschen in Deutschland, lässt sich entnehmen, dass rund 13% der Bevölkerung als arm gelten. Weitere 13% sind gefährdet und beziehen Sozialhilfe, welche sie vor der Armut bewahren soll (Internetquelle 1).

„Armut kann nicht objektiv nur aufgrund statistisch erhobener Fakten festgestellt werden; denn letztendlich stehen hinter jeder Interpretation des Armutsbegriffs und hinter jedem darauf beruhenden Messverfahren Wertüberzeugungen, über deren Richtigkeit im ethischen Sinn nicht allgemein gültig geurteilt werden kann“ (Hauser 2008, S. 95). Um Armut genauer einzuordnen gibt es verschiedene Definitionen und Formen von Armut. Zu Beginn wird differenziert zwischen „absoluter“- und „relativer“ Armut.

Diese beiden Begrifflichkeiten helfen die Grunddefinition von Armut besser zu verstehen.

Die „absolute“ Armut wird am Grundeinkommen eines jeden Menschen festgemacht. Die Weltbank bezeichnet Menschen als absolut arm, welche weniger als 1,25 US$ pro Tag verdienen. Die „absolute“ Armut wird auch als „extreme“ Armut bezeichnet (vgl. Internetquelle 2). Das bedeutet, dass diesen Menschen das Notwendige zum Leben fehlt. Sie sind medizinisch unterversorgt, besitzen nicht ausreichend Lebensmittel, Wasser, Kleidung und Unterkünfte, welche ihnen Schutz bieten sollten. Somit leiden diese Menschen immens und erkranken häufiger und früher. Hauser spricht vom Nichterreichen des Existenzminimums. Ganz genau kann die „absolute“ Armut nicht eingegrenzt werden, da sie abhängig vom Standort der Betroffenen ist. In Ländern mit extremen Temperaturschwankungen ist die Chance auf ein langes Leben ohne diese Notwendigkeiten des Lebens sehr gering (vgl. Hauser 2008, S.96). Die Mehrzahl der Betroffenen findet sich in den Entwicklungsländern wieder.

Die „relative“ Armut dagegen bezieht sich auf Standorte, in denen Wohlstand herrscht, aber dennoch eine Armut vorhanden ist. Man spricht von „relativer“ Armut, wenn das Grundeinkommen weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommens beträgt (vgl. Internetquelle 2). Nach Hauser müssen diese Menschen unterhalb des in diesem Land geltenden soziokulturellen Existenzminimums liegen (vgl. Hauser 2008, S.96). Das Problem der „relativen“ Armut bezieht sich auf soziale und gesellschaftliche Ausgrenzung. Leute mit einem geringen Einkommen gelten als arm. Armut wird oft mit einem Mangel an materiellen Gütern in Verbindung gebracht. Dabei spricht man von „…reduzierten Ressourcen, aber nicht reduzierten Optionen“ (Noack 2001, S.262). Es besteht also immer eine Möglichkeit einen Weg aus der Armut zu finden. Dazu wird im weiteren Verlauf der Arbeit Stellung genommen.

„Armut als Unterversorgung bezieht sich heute also nicht mehr nur auf mangelndes Einkommen, sondern auch auf Arbeitslosigkeit, mangelnde Bildung, vor allem fehlende Schul- und Berufsabschlüsse, die Qualität des Wohnens und den Gesundheitszustand“ (Noack 2001, S.263). Dies ist von Land zu Land unterschiedlich. Wenn man dem Beitrag von Hauser Glauben schenkt, dann arbeiten die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union intensiv gegen gesellschaftliche Ausgrenzung und legen ihren Schwerpunkt auf die soziale Integration aller Individuen. Den Betroffenen soll die Möglichkeit geboten werden, kulturelle Angebote zu besuchen, die durch Sponsoring oder externe Finanzierung gesichert sind und die Möglichkeit einer Bildung bieten. Des Weiteren kommen die Betroffenen mit einer Vielzahl anderer Menschen in Kontakt (vgl. Hauser 2008, S.95-97).

Um ein vollständiges Verständnis über die Breite des Armutsbegriffes abzuliefern, werden im Folgenden ausgewählte Armutsbegriffe genannt und kurz geschildert.

2.3 Weitere Armutsbegriffe

Der Armutsbegriff ist sehr vielfältig und wird in sehr viele Bereiche unterteilt. In dieser Arbeit werden ausgewählte Begrifflichkeiten vorgestellt, die nach der relativen und absoluten Armut am häufigsten in Deutschland aufzufinden sind. Eine dieser ist die „transitorische Armut“. Transitorisch drückt aus, dass die Armut vorübergehend in Erscheinung tritt und sich auf Dauer wieder ausgleicht (vgl. Internetquelle 3). Ein Beispiel hierfür sind Bauern, welche im Sommer und Herbst ihre Ernte einfahren. Da im Winter keine Ernte möglich ist, müssen die Bauern im kommenden Sommer die fehlenden Erträge aus den Wintermonaten einfahren. Das bedeutet, dass beispielsweise in den Sommer - und Herbstmonaten ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, um die Grundbedürfnisse befriedigen zu können.

Weiterhin gibt es die „strukturelle“ Armut. Bei dieser Form muss sich der Betroffene einer armen gesellschaftlichen Randgruppe zuordnen, deren Mitglieder allesamt unter die Armutsgrenze fallen. Die Chance aus dieser Randgruppe auszutreten ist eher gering. Denn ohne fremde Hilfe von Außerhalb wird diese Randgruppe sowie deren Nachkommen ein Leben lang arm bleiben (vgl. Internetquelle 3).

Weiterhin wird in „bekämpfte“ und „verdeckte“ Armut unterschieden. Die „bekämpfte“ Armut beinhaltet unterschiedlichste Maßnahmen, welche versuchen die Betroffenen aus den „Randgruppen“ fliehen zu lassen, indem sie Sozialhilfe, Notunterkünfte, Tafeln, Suppenküchen usw. bieten.

Unter „verdeckter“ Armut ist zu verstehen, dass Betroffene Anspruch auf Grundsicherungsleistung hätten, diese aber nicht geltend machen. Gründe dafür sind Unwissenheit, Schamgefühl oder Angst zur gesellschaftlichen Randgruppe zu gehören (vgl. Dietz 1997, S.92-93).

Eine weitere und letzte nicht außer Acht zu lassende Begrifflichkeit von Armut ist die „freiwillig gewählte“ Armut. Bei dieser Form lebt der Betroffene freiwillig in ärmlichen Verhältnissen. Religiöse oder philosophische Hintergedanken können Gründe für diese Freiwilligkeit sein (vgl. Volz 2008, S.180-181).

Zusammenfassend kann man sagen, dass arme Menschen meist am Rande der Gesellschaft stehen und es sehr schwierig ist, einen Weg aus der Armut zu finden. Armut ist ein sehr vielfältiger Begriff und lässt sich nicht sehr einfach definieren. Deshalb wurden für den Verfasser wichtig erscheinende Formen von Armut ausgewählt und vorgestellt. Die Vorstellung der verschiedenen Armutsbegrifflichkeiten soll ein besseres Verständnis vom Begriff der Armut herbeiführen. Inwieweit die Armut Einfluss auf die Sozialisation der Kinder und Jugendlichen hat, wird in den nächsten Ausführungen ausführlich vorgestellt.

3. Welchen Einfluss hat die Armut auf die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen

In dieser Arbeit geht es primär um die Frage: Welchen Einfluss hat die Armut auf die Sozialisation unserer Kinder? Zu Beginn wird die Gelegenheit genutzt die Eltern der armen Kinder näher ins Blickfeld zu bringen. Wenn man es drastisch formuliert, dann sind die Kinder arm, weil es ihre Eltern auch sind. Da Eltern grundlegend für die Erziehung und somit auch zuständig für die Sozialisation ihrer Kinder sind, werden auftretende Probleme in Bezug auf die Sozialisation der Kinder näher vorgestellt. Anschließend wird die Zielgruppe vorgestellt, die durch Armut erheblich in ihrer Persönlichkeitsentwicklung eingeschränkt sind. Anschließend beschäftigt sich die Arbeit mit folgenden Fragen: Wie lässt sich Armut feststellen? Was sind mögliche Ursachen von Armut? Und wie wirken sich diese negativ auf die Entwicklung der Kinder aus?

Schließlich wird die Arbeit dann auf die Folgen der Armut für die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen eingehen.

3.1 Arme Eltern und die Sozialisation ihrer Kinder

„Der Familie kommt im Sozialisationsprozess eine ganz besondere Bedeutung zu, da der Mensch gerade in den ersten Lebensjahren besonders lernfähig und bildbar ist. In der Familie lernt das Kind seine ersten emotionalen und sozialen Handlungsmöglichkeiten kennen. Es lernt, wie Beziehungen zu anderen Menschen gestaltet werden, wie Gefühle und Wünsche ausgedrückt werden können, und es lernt, sich mit den ersten Anforderungen der sozialen (=familiären) Umwelt auseinanderzusetzen. Auf diese Weise werden die Grundlagen für die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit und für das Verhältnis zur Gesellschaft gelegt (Emotionalität, Denkweise, Einstellungen und Vorurteile, Normen und Wertvorstellungen, grundlegende Handlungsmuster)“ (Internetquelle 4).

[...]

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Wie wird die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland durch Armut beeinflusst?
Hochschule
Duale Hochschule Gera-Eisenach (ehem. Berufsakademie Thürigen in Gera)
Note
2,0
Jahr
2012
Seiten
30
Katalognummer
V539536
ISBN (eBook)
9783346140197
ISBN (Buch)
9783346140203
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sozialisation, kindern, jugendlichen, deutschland, armut
Arbeit zitieren
Anonym, 2012, Wie wird die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland durch Armut beeinflusst?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539536

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Wie wird die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland durch Armut beeinflusst?



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden